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Artikel mit Tag ‘Kalender’

Fridtjof wies mich darauf hin, daß mein HDR-Kalender 2010 (bitte auf jeden Fall die Hinweise vor dem Printout beachten!) keine Erwähnung bzgl. offener Software hat. Er hat Recht, das hätte man in der Agenda unterbringen können, schließlich wurden nur freie Tools benutzt. OSS rulez! Free Software, Yeah! Da ich nun keine Lust habe, das nachzuholen (beim nächsten Kalender wird alles besser, bestimmt!), mache ich hier mal eine Auflistung an Software, was dafür notwendig war:

  • Linux: Natürlich! Zur Zeit nutze ich hauptsächlich Ubuntu. Aktuell die Version 9.10, Karmic Koala. Natürlich geht das aber auch mit Debian oder anderen Linux-Distributionen. Wobei ich bei Debian die Stable-Version meiden würde, die dürfte zu alt sein…
  • Die Einzel-Fotos selbst, die vor der Erstellung von HDRs benötigt werden, haben natürlich auch eine Vorgeschichte. Ich nutze eine Kamera von Canon dafür, die Powershot SX1. Canon deshalb, weil es dafür eine freie Firmware gibt, mit der man bis zu 11 Photos in einer Belichtungsreihe erstellen kann. Zwischen 7 (tagsüber) und 9 (nachts) Bilder braucht man nämlich tatsächlich, um perfekte HDR-Bilder zu machen. Standard-Kameras geben meistens maximal 3 Bilder vor, die noch dazu belichtungstechnisch nicht weit genug voneinander entfernt sind. Nur mit dieser Firmware ist es möglich, die Sache ordentlich zu machen, ansonsten muß man für jede Aufnahme mühselig von Hand die Belichtungszeit einstellen. Da kommt dann natürlich das Verwacklungsproblem hinzu, man muß die Bilder dann bei der HDR-Erstellung korrigieren, so daß sie aufeinander passen. Mit der automatischen Belichtungsreihe ist das ebenfalls nicht nötig.
    Übrigens habe ich auch noch eine Canon SX200IS, für die es die Firmware bisher nicht gab. Das hat sich scheinbar geändert, auch für diese Kamera gibt es nun diese Firmware. Das hat vor allem den Vorteil, daß ich 12 Megapixel bei übrigens deutlich besserem Sensor zur Verfügung habe im Gegensatz zu 10 Megapixeln bei der Powershot SX1 (und einem Sensor, der mehr bröselt). Und 10x-Zoom reicht bei HDRs völlig. Ich denke, ich werde demnächst mal mit der kleinen Canon losziehen, damit man mal einen Vergleich hat.
  • Momentan das einzige grafische Tool für Linux, welches ich bzgl. der Erstellung von HDR-Bildern kenne, ist QTPFSGUI. Der Name ist schräg, er setzt sich aus der Tatsache zusammen, daß es im Grunde eine grafische Oberfläche für die ursprünglichen PFSTools, einer consolenbasierten Methode, HDRs zu erstellen, ist. Schöner Satz, haha. Das QT kommt daher, daß es eben das QT-Toolkit für die grafische Darstellung nutzt. Nicht unbedingt ein Name, der Einzug in Marketing-Abteilungen versprechen würde. Wie auch immer, die Karmic-Version ist zur Zeit kaputt (HDR/EXR-Save bringt SEGV), weshalb ich empfehle, die Jaunty-Version zu installieren. BTW, die aktuelle Debian-Version hat (welch Wunder) das gleiche Problem.
  • Logischerweise wird bei Bildchenverarbeitung der Großkotz der freien Welt benutzt: Gimp! Theoretisch würde QTPFSGUI ausreichen, aber spätestens, wenn die Bilder nicht ganz gerade sind, kommt man um Gimp nicht drumrum. Meistens nutze ich aber Gimp, um verschiedene HDRs eines Bildes übereinanderzulegen. Denn: Der Mantiuk-Algorithmus ist oft zu kraß kontrastig bis hin zu massiven Rauschproblemen. Fattal ist meistens zu bunt und grell, ebenso wie Ashikhmin. Drago & Reinhard (05 ist besser als 02) sind oft zu standard-mäßig. Eine Kombination aus diesen 4-5 (mal nutze ich Reinhard, mal nicht) mit Überblendungen mittels Gimp führt oft zu perfekten Ergebnissen, die die Einzel-HDRs nicht haben. Deshalb: Gimp!
  • Zu guter Letzt: die Anordnung auf A3-Seiten mit Kalender-Gestaltung für das echte Feeling. Dafür bot sich OpenOffice geradezu an. Klar hätte man vielleicht auch LaTeX nehmen können, aber ich glaube, das hätte mir mehr Schmerzen bereitet. Mein letzter LaTeX-Use im größeren Umfang war meine Diplom-Arbeit…
    OpenOffice hat natürlich den direkten PDF-Export, weswegen hier auch nichts weiter nötig war.

Fridtjof wies mich noch auf ArgyllCMS hin, einer Software, mit der man Farbräume anpassen kann. Sowas wäre vor der Drucklegung vielleicht brauchbar gewesen, aber ich habe mich bisher mit Farbanpassungen wenig beschäftigt. Ob man das in den Prozeß rund um OpenOffice und PDF-Output hängen kann, weiß ich nicht. Aber zumindest ein guter Tip!

Das mit meinem HDR-Kalender 2010 wird doch schwieriger als erwartet. Ich war am Wochenende bei Sprintout, dem Copyshop bei mir around the Eck und wollte den Kalender dort drucken lassen. Zuerst mal als Hinweis: das PDF ist nicht auf Drucken farblich abgestimmt. Will heißen: auf dem Bildschirm hat es knackige Farben, im Druck wird es zu dunkel. Ich hatte das auch angemosert, aber da hieß es, bei deren Druckern könne man das nicht einstellen. Insofern also lieber zu einem Dienst gehen der das kann. Was aber wirklich erbärmlich war: A3-Druck nur mit Rand! Und es wird natürlich nicht das exakt auf A3-Druck eingestellte Bild runterskaliert, nein, es wird abgeschnitten. Also ich werde diesen Laden für A3-Druck meiden. Ich meine, jeder popelige A4-Drucker kann heute komplett randlos drucken und da erwarte ich in einem Copyshop, daß das dort auch für A3 geht, das sind schließlich superteure Ach-und-Krach-Maschinen. Ich wette auch, daß die das können, aber der Mann vor Ort es nicht konnte oder wollte, keine Ahnung. Klar hätte ich auch sagen können, das will ich so nicht, aber ich bleibe da fair, ich habe es veranlaßt, also zahle ich es (teuer, teuer, kann ich nur sagen). Immerhin konnte ich ja so rausfinden, wie man es NICHT macht, hat ja auch seinen Wert. Sozusagen als Hinweis an den Rest der Welt.

Ich werde das nun versuchen, in einem Internet-Shop meiner Wahl machen zu lassen. Es ist schon komisch, daß alle schreien, die lokalen Shops würden alle verschwinden wegen dem bösen Internet. Und kaum versuche ich den lokalen Shop vor Ort, geht das Ganze irgendwie völlig in die Hose. Bevor man das PDF also in den Copyshop der Wahl (ob nun Internet oder nicht) gibt, vorher unbedingt diese Fragen klären:

1. Geht ein A3-Randlos-Druck?
2. Wenn nicht, kann man das Druckbild wenigstens skalieren?
3. Geht eine Anpassung des Farbraums, damit der Ausdruck zumindest halbwegs der Helligkeit der Bildschirmdarstellung entspricht?

Ich rate dazu, daß unbedingt Frage 1 und 3 mit Ja beantwortet werden sollten. Interessant wäre auch, falls es einen Sprintout-Shop gibt, der das kann. Gibt ja mehrere in der Stadt. Nur, falls das jemand versuchen möchte. Denn ich kann mir nicht vorstellen, daß deren Maschinen das nicht handhaben können. Ich wette, man muß den richtigen unter denen finden. Vielleicht hängt’s sogar speziell von bestimmten Mitarbeitern ab?

Ach ja: Frohes Neues allerseits! :)

Seit einiger Zeit kriege ich von vielen Seiten zu hören, ich solle doch mal was mit meinen Bildern machen. So viele HDRs, so viel Arbeit, da müßte man doch mehr draus machen können. Bevor ich mich aber in ein kommerzielles Abenteuer stürze, dachte ich, gebe ich mal was for free raus. Ralf hatte mich ja ewig getriezt, ich solle einen Kalender machen. Nun gut, für einen Verkauf wäre es sowiesozu spät, deshalb pappe ich den Kalender hier und jetzt raus:

Der ultimative UWP-HDR-Kalender für 2010!

Zum Runterladen und selbst ausdrucken (A3! PDF!). Ich hoffe, es ist alles ok, ich kann bisher keinen eigenen Ausdruck machen, denn ich habe keinen A3-Drucker. Ich werde mir aber trotzdem demnächst im Copyshop meines Vertrauens auch eine Ausgabe davon drucken lassen. Der Kalender ist auf englisch gehalten und damit sicherlich auch ein schönes Mitbringsel. Man beachte: er darf kopiert, verteilt und sogar verkauft (!) werden, ohne daß man mir einen Cent zahlen muß. Die einzige Bedingung: er muß bleiben, wie er ist. Mein verspätetes Weihnachtsgeschenk an die Welt. BTW, die Techniken, mit der die Bilder “verbessert” wurde, sind unterschiedlich. Vor allem auch deshalb, weil ich über die Jahre natürlich auch dazulerne, meine Kamera mit anderer Firmware pimpe uvm. Ich werde jetzt nicht auf jede Kleinigkeit eingehen, soviel sei aber gesagt: es sind alles HDR-Bilder, die mindestens 3 Bilder mit unterschiedlichen Belichtungen aufweisen. Die Maximal-Zahl, die ich nutze pro Bild, sind 9. Darüber macht es keinen Sinn und bei Tagesbildern lohnen selten mehr als 7. Aber die 3, die Kameras normalerweise als Belichtungsreihe machen, sind zu wenig. Deshalb: Kamera pimpen! Oder von Hand jede einzelne Aufnahme einstellen mit der Gefahr, daß die Kamera auf dem Stativ verwackelt.

Wie auch immer, viel Spaß damit und einen guten Rutsch ins neue Jahr!

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