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Artikel mit Tag ‘HDR’

Bild-Verkauf!

2011-11-29

Tscha, man glaubt’s kaum, aber das Jahr neigt sich dem Ende entgegen und so nimmt der Irrsinn des Weihnachtsgetöses seinen Lauf. Wer bin ich, daß ich mich dagegen stellen könnte? Die Flut reißt mich mal wieder mit und ich werde ein paar Bildchen versuchen an den Mann oder die Frau zu bringen. Wo? Beim Dark-Market natürlich!

Der findet am kommenden Sonntag, dem 04.12.2011 im Duncker-Club (Dunckerstraße 64, 10439 Berlin, Prenzlauer Berg) von 13-19 Uhr statt!

Und falls jemand schon vorweg mal gucken will: ich habe auch einen Fotokatalog (Vorsicht, groß, 13 MB PDF!). Es ist mehr oder weniger der vom letzten Jahr, aber mit ein paar mehr Bildern, logischerweise. Für Vorbestellungen dürfte es ein bißchen spät sein, das heißt aber nicht, daß man diese Bilder nicht grundsätzlich immer bei mir ordern kann. Einfach Mail an uwp at dicke.aersche.de (” at ” durch @-Symbol ersetzen) schicken und dann werde ich mich melden.

Ich bin immer noch am überlegen, ob ich mich mal wieder an einen Kalender wagen soll, aber irgendwie ist das Selbermachen heftig nervig und die jeweiligen Dienste im Netz sind nicht nur teuer sondern oft auch nicht so wahnsinnig prickelnd. Mal sehen, vielleicht kriege ich das bis Sonntag gebacken. Ich hoffe man sieht sich!

Übrigens: auch die Kürbiskönigin wird dort sein und ihren Schmuck sowie Garderoben-Auswahl feilbieten!

Das Hobby No. 1 bleibt die Fotografie für mich zur Zeit. Ich mache schon recht viel in dem Umfeld, pappe aber nicht mehr ganz so viel raus wie früher. Zeitmangel und akute Faulheitsanfälle (ich gebe nur sauber editiertes Zeug raus, gecroppt, mit Logo, Exif-Daten angepaßt usw.) verhindern das so manches Mal. Doch dann kommen die Begegnungen der 3. Art. Das Schloßstraßen-Management von Berlin-Steglitz wollte eins meiner Bilder haben, nämlich dieses:

Schloßstraßen-HDR von 2010

Der Kontakt kam merkwürdigerweise über die Kommentar-Funktion des Blogs zustande. Vielleicht sollte ich nochmal sagen: Mails an u w p AT d i c k e – a e r s c h e . d e kommen wirklich an! (Die Leerzeichen dazwischen weg und das @-Symbol für “AT”) Wie auch immer, wir wurden uns schnell einig und ich gab eine Bild-Lizenz mit der Bedingung: das Logo unten links muß zu sehen sein, darf nicht übertüncht oder weggeschnitten werden. In einem Zeitungsbeitrag (Seite 7) ist es auch ordentlich erschienen, aber im Werbeplakat sieht es so aus:

Plakat zur langen Nacht der Schloßstraße 2011

(Sorry für die miese Qualität, das Plakat hing hinter Glas, es war nacht und ich hatte nur mein Handy mit). Genauer kann man es hier sehen. Ärgerlich, natürlich wurde das Foto rausgezoomt und das Logo weggeschnitten. Nun hätte man viel Wind darum machen können, ich nehme mal an, daß es nicht absichtlich passiert ist. Anwälte würden jetzt schon gierig mit den Füßen stampfen, aber ich sehe das etwas gelassener. Die Plakat-Kampagne ist fast nicht sichtbar, warum auch immer, vielleicht war die Zeit zu kurz. Es ist nur schade, weil ich mir Werbung für meine Bilder erhofft hatte (die haben mein Bild schließlich zu einem Schnäppchenpreis bekommen). Naja, wir werden sehen. Ich werde mir die beworbene Veranstaltung am Samstag (19.11.2011, um es nochmal genau zu erwähnen) mal ansehen, vielleicht hängen da ja ein paar Plakate…

Aber wo wir schon bei Bildern sind, hier noch ein paar:

Schiffs-HDR, Fuerteventura 2011Spidy, Fuerteventura 2011Grashüpper, Fuerteventura 2011Flughummel, Fuerteventura 2011

Letztere 3 kriegt man auch in einer neuen, eigenen Gallery, ich habe da mal ein paar Insekten unseres letzten Fuerteventura-Urlaubs (siehe auch letzter Blogeintrag)abgeworfen. Größtenteils sind es bisher die Hummeln, aber ich habe auch noch ein paar Spinnenbilder, mal sehen, wann ich dafür Zeit habe.

Dann hatte Sven von Death Valentine rumgenörgelt, daß die Bilder vom letzten Gig im August nirgends auftauchen. Nun tun sie’s:

Gallery Death Valentine, 2011, Café Tonart, Berlin

Auch in einer eigenen Sub-Gallery. BTW, die Bilder von Meikel, auf denen seine Haare fliegen: ein Stand-Ventilator war von unten direkt auf ihn gerichtet, aber das sah so geil aus, da mußte ich einfach mehr Bilder von machen und die auch alle raushauen!

So, ich hoffe, das genügt für’s erste. Uff. Einen Blog-Eintrag pro Monat! Mir schmerzt die Hand! :)

Die Fotosache …

2011-01-08

… geht weiter. Klar, der Dark Market war nun kein Verkaufshit. Das war auch nicht zu erwarten, die dortige Kundschaft muß schon stark auf den Cent achten. Für mich war das eher ein Test, was von den Bildern verkaufbar ist, was nicht und wie die Leute auf die Bilder sowie die Preisgestaltung reagieren. Und ich muß sagen: was mein “Gefühl” betrifft, war es super! Es gab faktisch keine offene Kritik, kein “Kann man auch selber machen”, kein “zu teuer” usw. Die einzige Sache, die mir auffiel: mit Insekten kann man keinen locken. Warum, ist mir persönlich heierschlaft, es wurde ja sogar leichtes Interesse an den Insektenbildern bekundet. Aber die hat niemand in die Hand genommen oder ist ihnen näher gekommen. Und letztlich reden wir hier von Publikum, das sich sonst mit Schädeln usw. schmückt, also sowieso andere Vorstellungen von Geschmack und -losigkeit hat. Tja, das war so ziemlich die einzig bittere Pille, ansonsten bedanke ich mich (wenn auch mit einem Monat Verspätung) bei Daisy und Ørlog, die mir bei meinem Einstand in Verkaufsdingen sehr geholfen haben und natürlich bei der Kürbiskönigin, ohne die ja sowieso nix geht. :)

Tja, ich hatte Fotos aufgehängt, auf einem Tisch präsentiert, punktuelle Lampen draufgesemmelt, auf einem Laptop einen Katalog im Dauerlauf laufen lassen und natürlich diesen Katalog auch in gedruckter Form gehabt, damit Leute auch später nachbestellen können. Denn ich kann ja schlecht jedes Bild in jedem Format vorhalten. Und nun ist die Online-Version soweit, hier ist der

UWP-Fotokatalog!

Um es ganz klar zu sagen, das ist hier alles auf Zuruf, ich habe keinen Shop hier und ich werde auch keinerlei AGBs oder irgendwas dazupacken. Wenn jemand Bilder aus diesem Katalog ordert, dann ist das quasi ein Privatverkauf von Person zu Person. Momentan bin ich noch nicht bereit, aus sowas ein Gewerbe zu machen, es ist ein Hobby und wenn jemand diese Bilder an seine Wand hängen will, können wir über alles reden. Machbar sind die Materialien Alu-Dibond (teuer), Holz (MDF, billig) und Acryl (Alu mit Acryl-Oberfläche, sehr teuer!). Desweiteren steht natürlich auch laminiertes A4 zur Verfügung (sehr billig, sieht auch billig aus), falls jemand einfach nur mal in größer sehen will, wie die Bilder aussehen könnten.
Größentechnisch geht alles bis 1,20m (längste Seite) relativ problemlos, darüber wird’s dann nicht unmöglich, aber schwierig. Die übliche Mail-Adresse für Preis- oder andere Anfragen: uwp at dicke-aersche.de.

Ach ja, vielleicht noch dieses: Frohes neues Jahr!
Der Grund für die kleine Verzögerung: Ich hatte da in den letzten 2 Wochen ein leichtes Arm-Problem. Dabei war mir aufgefallen, wie stark rechtshänderisch ich bin, ziemlich heftig, mit links kann ich fast nix! Heute ist der erste Tag, an dem ich schmerzfrei tippen kann, aber ganz weg ist die kleine Unannehmlichkeit noch nicht. Immerhin ging Maus schubsen, da scheint man irgendwie andere Muskeln zu nutzen. Naja, alle 2 Jahre habe ich ja generellen Bodenkontakt, ich versuche, das die nächsten Winter zu verbessern, versprochen! Also in Richtung “weniger Bodenkontakt”…

Da kommt man aus dem Urlaub zurück (so gegen 23:15 Uhr), macht eine kurze Abladung der Koffer at Home (so gegen 0 Uhr), fährt mal kurz zum Dämonenball (so gegen 1 Uhr) und dann bemerkt man, daß man noch viel mehr kulturelle Vielfalt in Berlin hat, als man sowieso immer annimmt. Denn:

Das FESTIVAL OF LIGHTS 2010 beginnt HEUTE!

Ich habe mir erlaubt, schonmal etwas vorweg zu nehmen:

HDR: Berlin, Festival Of Lights 2010, Funkturm HDR: Berlin, Festival Of Lights 2010, Funkturm

Ich denke, da werden noch weitere folgen. Und vielleicht auch thematisch andere, mal sehen. Habe schließlich neue Tierchen-Bilder im Gebäck, bruhahaha…

Theoretisch liegt ja viel mehr Zeug herum, aber es fehlt die Zeit der Aufbereitung. Deshalb wenigstens öfter mal ein Schmankerl, so z.B.
HDR: Berlin, Steglitz, Bierpinsel dieses hier.
Und auch wenn ich in letzter Zeit der Makro-Fotografie mehr Aufmerksamkeit widme, so ist HDR durchaus noch ein wichtiges Thema für mich. Der Bierpinsel ist ebenfalls ein dankbares Motiv, insofern bot sich das nach längerer Zeit mal wieder an. Übrigens stand ich hier nachts mit dem Stativ auf der Brücke und die Autos heizten an mir vorbei. Wenn sie ungefähr auf einer Höhe mit mir waren, bemerkten sie mich und gingen voll in die Eisen. Wäre ich also von der Staatsmacht gewesen, wäre die Bremsung nutzlos, allerhöchstens als “Geste des guten Willens” anzusehen. Ein Taxifahrer parkte sogar und kam rufend auf mich zu: “War ich zu schnell? Ist hier nun 30 oder 50?” Ich sagte ihm, daß mir das egal ist, weil ich den Bierpinsel fotografieren würde. Selten, daß jemand so erleichtert in meiner Gegenwart jubelte. Das könnte bedeuten, er hatte mehr als 60-70 Sachen auf dem Tacho…

Ach ja: ich bitte den leichten Fisheye-Effekt zu entschuldigen. Da hätte ich vielleicht doch ein wenig mehr ranzoomen müssen, dann würden die Linien nicht gleich so stark stürzen…

Ein neues Spielzeug hat Einzug gehalten. Der Novoflex-Retro-Adapter. Ich mache ja neben HDR-Aufnahmen auch ganz gerne Makro-Bilder, vor allem, weil ich immer wieder selbst erstaunt bin, wieviel Facetten man in der “kleinen Welt” so findet. Deshalb diesmal ein etwas gewagteres Makro, nämlich Zuckerkristalle. Zucker Makro Interessant ist vor allem, daß man hier mal nicht in den mm-Wahn verfällt, um Dinge größer darzustellen. Im Gegenteil: je weniger Brennweite das Objektiv liefert, desto größer ist der Lupeneffekt. Deshalb hat dieses Bild auch nur 18mm Brennweite. Probleme ergeben sich aus Blende, die muß natürlich möglichst zu sein, erzeugt aber irgendwann eine Beugungsunschärfe. Aber selbst hier, wo ich den Kompromiß so halbwegs gefunden habe, sieht man, daß einige Zucker-Kristalle (jaja, Kristalle, das hier ist raffinierter Feinzucker! Kein Kandis oder größer…) unscharf sind und andere nicht. Das liegt tatsächlich an der “Höhe” der einzelnen Kristalle! D.h. mein Focus ist hier wirklich extrem flach. Ein weiterer Unschärfe-Effekt ist die Unterlage, es war spiegelnde Folie. Da muß ich wohl noch dazulernen, daß man möglichst etwas nicht-spiegelndes als Hintergrund nimmt, um nicht irgendwelche Objekt-Halos zu bekommen. Nunja, aller Laster Anfang ist schwer zu steuern oder so ähnlich. :)

Ansonsten bleibe ich natürlich thematisch bei meinen HDRs:

(weiterlesen…)

Maivember

2010-05-16

Passend zum wärmsten November des Monats präsentiere ich neue Schaffensergebnisse:

Erstmal vorweg: alle 4 Bilder sind aus Hannover, wir waren dort nämlich zu einem spontanten Kurzbesuch (die Gründe lasse ich jetzt mal weg). Die ersten beiden stammen von einem Objekt, welches ich schon diverse Male zu ver-HDR-isieren versucht hatte, was mir aber irgendwie nie gelungen war. Dank besserer Technik ist es nun vollbracht. Das Flugzeug, in dem ein griechisches Restaurant untergebracht ist, hat gerade nachts mit den Lichteffekten seinen ganz besonderen Charme (Jaja, das sind wirklich NACHTBILDER!). Und daß es dort griechische Speisen gibt, bedeutet: mit dieser unentgeltlichen Mini-Werbung habe ich sozusagen einen persönlichen Teil zur Rettung Griechenlands beigetragen, Hahaha! Wobei wir dort nie drin essen waren, ich kann also zur Qualität des Essens gar nichts sagen…

Das zweite Bild ist auch etwas schräg. Dieser Pfahl mit der “Bullenschüssel” (ich zitiere hier nur aus dem Film “Blues Brothers”!) obendrauf ist eine Werbung für die “Polizeigeschichtliche Sammlung Niedersachsen”, also eine Art Polizeimuseum. Dieser Pfahl und damit auch das Museum war mir nie vorher aufgefallen, bei Google kann man ihn aber von oben sehen, also dürfte das Polizeiauto dort schon eine Weile drauf sein. Diese Gegend ist allerdings am Arsch der Welt, da kommt niemand freiwillig hin. Und selbst beim Vorbeifahren sieht man den Pfahl kaum, da ist der Restaurant-Flieger deutlich besser zu sehen. Das ist bestimmt schade, denn ich wette, der Inhalt des Museums könnte interessant sein. An diesem Ort werden ihn aber die wenigsten zu Gesicht bekommen.

Das letzte Bild ist zwar ein HDR, aber irgendwie leicht verkackt. Die billigen DSLRs von Canon haben ein Problem: sie können maximal 3 Bilder in einer Reihe aufnehmen, damit werde ich bei HDRs stark eingeschränkt. Denn meistens brauche ich mindestens 5 oder 6, damit was ordentliches draus wird. Also bleibt nur die Möglichkeit, es mit einer Fernbedienung zu schießen (sonst passen die Einzelbilder beim Überblenden nachher nicht mehr übereinander, üble Fummel-Arbeit, das zu korrigieren!). Dumm nur, daß ich da kaum unter eine Sekunde Belichtung komme. Dieses HDR ist jedoch tagsüber, da müßte ich eher auf 1/60 Sekunde oder weniger kommen. Was bleiben einem also für Lösungen? Die Blende zudrehen. Klar, hatte ich gemacht, auf 22. Immer noch viel zu viel Licht kam durch. Nun versuchte ich etwas Verwegenes. Ich nutzte einen Graufilter, um künstlich weiter abzudunkeln. Den hatte ich eigentlich geholt, um an belebten Orten via Langzeitbelichtung leere Straßen zur Hauptverkehrszeit abbilden zu können. Jedoch war selbst mit diesem Graufilter gerade mal als unterste Belichtungszeit 1 Sekunde möglich. Ich denke, ich werde mir noch ein paar der Filter zulegen müssen (die kann man kombinieren, allerdings weiß ich nicht, wie man dann noch einen Fokus bekommen soll), damit das “Leere-Straßen-Projekt” eines Tages Wirklichkeit wird…

Wie auch immer, in allen Bildern herrscht eine deutliche Unschärfe und damit ist auch das resultierende Bild leicht unscharf. Aber wer ist nun der Hauptverantwortliche? Der Graufilter? Der Umstand, daß ich bei Stativaufnahmen häufig vergesse, den Stabilisator auszuschalten? Oder doch die stark zugezogene Blende, die letztlich mehr Beugungsunschärfe erzeugt, als sie an Blendenschärfe schafft? Ich schätze, es ist ein Mix aus allen zusammen. Das muß also noch geklärt werden.

Kunsttechnisch hängen die Autos unter einer Autobrücke, mitten in se City. Eigentlich hat mich auch dieses Kunstwerk seit einiger Zeit gereizt, mal ein Bild davon zu machen. Hat ja nun geklappt, wenn auch nicht ganz mit dem erwünschten Ergebnis.

Falls es jemand zu den einzelnen Örtlichkeiten zieht: die GPS-Koordinaten finden sich in den EXIF-Tags der einzelnen Fullscreen-Bilder. Und für alle, denen das nicht tröstlich genug erscheint, denen spende ich Hoffnung mit dem Spruch eines Wettermanns aus dem TV: “Der Regen wird bald wärmer!” Fällt es eigentlich nur mir auf, daß das Wetter mieser geworden ist, seitdem sie Kachelmann eingelocht hatten? Ich wünsche noch einen schönen Rest-Maivember…

Da gibt es einen Herrn, der hat grandiose HDR-Bilder auf seinen Fotothing-Seiten. Es ist Simon Bull, jedenfalls nehme ich an, daß das sein Name ist. Er macht hervorragende Bilder und auch wenn da viel grafische Tools am Rechner mitgeholfen haben, so dürfte die Ausgangslage schon deutlich besser als bei mir sein. Er ist jedenfalls mein großes Vorbild, obwohl er selbst meint, www.davehillphoto.com wäre sogar um Längen besser als er. Ich kann nicht sagen, daß mir die DaveHill-Bilder besser gefallen, sie sind einfach nur anders. Klar, vielleicht etwas professioneller, aber trotzdem würde ich Mr. Bulls Bilder vorziehen. Und so versuche ich seit Jahren, an dieses Niveau ranzukommen, hin und wieder habe ich ja auch Glück, aber so langsam dämmert mir, daß es auch ein bißchen auf das Motiv ankommt.

Und siehe da, diesmal habe ich tatsächlich viel Glück mit dem Motiv gehabt:

Am Flughafen Tempelhof ist man als HDR-Fotograf im Paradies angekommen.

Das erste Bild kommt der Realität vielleicht noch am Nächsten. Ist interessanterweise gar kein echtes HDR, sondern nur Blending via enfuse. Hier waren keinerlei Artefakte an den Lampen, die man hätte korrigieren müssen.

Das 2. Bild war mit den qtpfsgui/luminance-Tools erstellt worden (endlich verschwindet der grottige Name). Hier mit dem Algorithmus Mantiuk 2006 und Contrast Mapping. In diesem Modus werden die Kontraste fein rausgearbeitet, ohne, daß sie wie blöde rumpixeln. Trotzdem mußte ich bei den Lampen ein paar zu schwarze Pixel wegeditieren.

Auch das 3. Bild ist mit luminance (Achtung, luminance ist immer noch Beta-Software, kackt hin und wieder ab oder macht nicht immer, was es soll, aber es ist jetzt schon brauchbarer als sein Vorgänger qtpfsgui) erzeugt worden, aber hier mit der Methode “Contrast Equalization” bei der Verwendung des Algorithmus Mantiuk 2006. Das ist ein Modus, der oft dermaßen viele Kontraste in einem Bild erhöht, daß es zu heftig pixelt, als hätte man das Bild mit ISO100000 geschossen. Ich hatte da früher schon ein paar Schädel-Bilder bei Fotothing veröffentlicht, aber das war mehr als künstlerisch anzusehen. Das HDR war darin kaum noch zu erkennen. Hier dagegen ist der Algorithmus so gut durchgegangen, daß ich nur wenig an den Lichtern korrigieren mußte. Ein Traum wird wahr! Besonders schön ist der Effekt beim Reinzoomen nach hinten in die Mitte. Man kann immer noch klar lesen, was da steht.

Das liegt zum Einen mit Sicherheit am Motiv, dieses Motiv gibt einfach dermaßen viel her, das konnte kaum schief gehen. Zum anderen liegt es aber auch daran, daß ich die Blende etwas zugezogen hatte und jedes Bild der Reihe (es waren insgesamt 8 Bilder) mittels Fernauslöser von Hand gemacht habe. Die Sekunden zählt dabei die Kamera im Display vor. Was daran gut war: Bei Belichtungsreihen werden immer Abstände von 1 oder 2 Blenden gemacht. Pro Blende sagt man über den Daumen, das ist vergleichbar mit einer Verdoppelung oder Halbierung (je nachdem in welche Richtung der Abstand geht) der Belichtungszeit. Das heißt, normalerweise hätte ich hier bei Blende 8 mit 2 Sekunden Belichtung angefangen. Eine Blende runter wäre 1 Sekunde gewesen, eine Blende rauf 4 Sekunden. Dann 1/2s und 8s, dann 1/4 und 16s usw. Mal abgesehen davon, daß ich nach unten gar nicht so viel Bilder brauchte, sind die Abstände nach oben relativ groß. Es scheint für HDRs Sinn zu machen, auch zwischen diesen Abständen noch Bilder zu machen. Diese Reihe hatte sich bewährt:

1s, 2s, 4s, 6s, 8s, 12s, 16s, 20s

Oder, wenn man noch mehr will:

24s, 30s, 36s, 44s, 52s, …

Nach hinten kann man die Abstände durchaus größer werden lassen, der Unterschied zwischen 52s und z.B. 48 Sekunden Belichtung ist nicht mehr so drastisch. Aber eben nicht in der Größenordnung, wie das Standard-Belichtungsreihen machen. Denn hier muß man sehr große Abstände wählen, weil die EOS 500D nur 3 Bilder in einer Belichtungsreihe aufnehmen kann. Eine Schande für so ein Werkzeug, schließlich schaffen es ein paar Leute, in ihrer Freizeit, diese Methodik allen möglichen Canon-Kompakt- und Bridge-Kameras beizubringen. Aber Canon packt das nichtmal in seine höherwertigen Produkte. Da kann unsereins nur mit dem Kopf schütteln. Aber dafür hauen sie so’nen Unfug wie Gesichtserkennung oder anderen Mist mit rein, den niemand braucht. Jedenfalls niemand, der einen Klotz einer DSLR bedient. Wann kommt eigentlich die Arsch-Erkennung?

Naja, zur Zeit gibt’s ja die perfekte Kamera für mich sowieso nicht. Langsam glaube ich, daß ich mir die irgendwann werde selber bauen müssen, denn die Hersteller von Fotoapparaten (endlich kann ich dieses Wort mal unterbringen) gehen so dermaßen viele falsche Wege, daß man nur den Kopf schütteln kann. Momentan bleibt mir nur das Prinzip Hoffnung Und natürlich gehen solche Bilder schon, wie man sieht, es ist nur etwas nervig, man hat massiv Arbeit damit.

Das mit dem ISO16 hat mir ja keine Ruhe gelassen. Ich war also letztens auf der Steglitzer Brücke beim Bierpinsel, um dort noch ein paar Tests zu machen. Da gibt’s ja im Grunde 3 völlig unterschiedliche Motive. Das eine ist der HDR: Berlin, Steglitz, Bierpinsel Bierpinsel selbst. Er ist ja eigentlich rot, aber der Planet hat eine Leuchtfassade aus blauem Neon, da kriegt das alte 70ies Gebäude mächtig viel ab. Und was ich auch nicht wußte: er macht scheinbar wieder auf! Oben war Licht an und unten hing ein Schild am Pfahl, “Deutsche Küche”, das sah recht neu aus. Ich finde den Turm ja irgendwie cool, ich war noch nie da drin. Das muß ich mir irgendwann mal geben… Tja, dann ist auf der anderen Seite die große Baustelle. Vorher wurde an Karstadt geschraubt und gebuddelt, nun reißen sie Wertheim ab. Natürlich kriegen sie das irgendwie nie im Ganzen hin (oder vielleicht soll gar nicht alles weg?), also bleibt ein HDR: Wertheim-Rest ruinös anmutender Rest übrig. Fasziniert hat mich ja, daß da drin ein Auto parkt. Sehr merkwürdig. Ansonsten auch hier: blau, blau, blau von Saturn-Seite aus und die hintere Wand erscheint in dem üblichen Natrium-Dampflampen-Gelb. Zugegeben, ein DSLR würde das natürlich viel klarer darstellen, aber hey, dieses war eine Kompaktknipse! Wobei ich rauschtechnisch auch in anderer Hinsicht Glück hatte. Bei gefühlten -10° erreichte der Sensor der Kamera maximal 18°, hin und wieder fiel er auf 16° Celsius. Mittels CHDK kann man das nämlich auslesen. Zu Hause bringt er es locker mal auf 44°. Und wir alle wissen: je heißer das Ding wird, desto pixeliger werden die Bilder. Und: der Sensor leidet erheblich bei erhöhter Hitze, permanente Pixelausfälle können die Folge sein. Auch wenn es mir persönlich nicht gefiel, aber die Kälte war für die Kamera optimal. Übrigens hält der LiION-Akku deutlich länger durch als AA-Batterien. Das Plastik um den Akku scheint ihn vor der “Kälteausblutung” gut zu schützen. Übrigens: einen Nachteil hat die SX200IS gegenüber der SX1: sie kann den Fokus nicht innerhalb des Displays verschieben. Das ist natürlich extrem blöd, wenn man mit Stativ fotografieren muß. Das hat vor allem dazu geführt, daß ich noch weiter mit der Belichtung rauf mußte, sonst hätte ich keinen Focus bekommen. Also für Nachtbilder ist wohl die SX1 die bessere Wahl…

Tja, zu guter letzt noch ein Ghosting-HDR. ISO16 fordert seinen Tribut, vor allem was die längere Belichtungszeit betrifft. Es sind ja alles 9-Bild-Reihen hier, aber die längste Zeit waren 80 Sekunden, wobei man das sensortechnisch halbieren muß. 40 Sekunden Aufnahme und 40 Sekunden Berechnung. Ich frage mich immer: was macht dieses Ding da nur? Jedenfalls ist bei so langer Belichtung eine Menge Bewegung im Spiel: Fußgänger, Autos usw. Alles bewegt sich und erzeugt dadurch dann Geisterbilder. Das ist nicht immer gewünscht, aber ich bin der Meinung, bei HDRs gehört’s irgendwie dazu. Hier jedenfalls eine kleine Sicht auf die HDR: Schloßstraße Schloßstraße in Steglitz (Richtung: Nord) So, das war’s erstmal wieder. Was zur Zeit doof ist: ich habe auch ein paar RAW-Bilder gemacht, aber ich kriege die zur Zeit nicht dekodiert. Das RAW, was CHDK da erzeugt, ist irgendwie inkompatibel zu allem möglichen. Aber auch das werde ich sicher noch in den Griff kriegen. Diese und andere Bilder liegen wie immer bei Fotothing. So long!

Nach einem kleinen Abenteuerurlaub in die Welt des Fiebers bin ich nun wieder der Genesung nah und freue mich, mal wieder etwas aus meinem mittlerweile reichhaltigen Foto-Fundus rausgeben zu können. Fangen wir erstmal mit den schönen Infos zu CHDK an. Ich hatte ja bereits berichtet, daß eine meiner Kameras, nämlich die Canon SX200IS bisher von CHDK nicht supported worden war. Da sich das geändert hatte, konnte ich nun damit rumspielen. Und siehe da: kaum schaut man mal ins Handbuch, schon lernt man auch Dinge dazu. Bisher hatte ich nämlich kaum in die mittlerweile sehr umfangreiche Doku gesehen. Ich hatte mich auf Bracketing konzentriert und das war’s. Nun aber dachte ich: mit der kleinen Kamera ist vielleicht noch mehr möglich? Schließlich hat sie einen bedeutend besseren Sensor als die Canon SX1, wer weiß, ob man hier nicht noch was rausquetschen kann?

Ich sage nur: man kann. Mittels CHDK kann man auch noch die kleinste Blende rausquetschen, die geht. Die SX200IS geht normalerweise nur bis Blende 8. Mit CHDK kann man sie zur Blende 11 bewegen. 3 Blenden mehr, das hat schon was! Wobei das Bild nicht unbedingt viel schärfer wird. Aber immerhin! Doch dann gab es etwas, da ließ meine Begeisterung ja kaum nach: ISO-Bereichs-Änderung. Das geht nicht nur nach oben. Würde bei einem so kleinen Sensor auch keinen Sinn machen. Aber ich kam tatsächlich runter auf eine Einstellung von ISO10 laut CHDK. Interessanterweise nimmt die Kamera das aber nur als Richtwert und stellt den nächstbesten ISO-Wert ein, den sie von Hause aus kennt. Das wäre eigentlich ISO80, aber nein, diese Kamera kennt wohl auch Werte darunter. Jedenfalls sagte die Anzeige “ISO16″. Luja, sog I! Ich war begeistert! Dumm nur, nun ist es Winter und die Lichtverhältnisse sind alles andere als gut für solche ISO-Zahlen. Ich habe es trotzdem versucht. Bei einem Macro-Shot eines meiner Lieblingsringe. Zugegeben, die Qualität ist nun nicht so berauschend, wie ich erhofft hatte. Das lag zum einen daran, daß ich die Kamera nur abgestellt und kein Stativ benutzt hatte. Die einzelnen Bilder des HDRs liegen also nicht wirklich gut übereinander. Und: die Kombination mit der Blendenzahl 11 war dann wohl auch nicht so gut. Ich werde aber bessere Beispiele nachliefern. Vor allem werde ich das mal mit der SX1 probieren, denn diese Kamera rauscht deutlich mehr als die SX200, da wären gerade kleinere ISO-Zahlen angebracht. Also zur Info: das lilane/goldige Bild ist das ISO16-Blende-F11-Bild. Das lilane/silberne Bild ist mehr im Normalbereich, aber auch als 9-Shot HDR mittels CHDK entstanden. Das kreischend bunte ebenfalls, aber hier hatte ich tatsächlich ein bißchen mehr Licht:

Es sollte klar sein, warum das einer meiner Lieblingsringe ist, oder? Ein Schädel. Mit viereckigen Augen (Fernsehen? Monitor?). auf der einen Seite ein Telefon. Auf der anderen Seite ein Computer. Was will man mehr? Was die Schrift auf der Stirn bedeutet, weiß ich leider nicht. Aber wem das nicht reicht, dem präsentiere ich hier noch 3 HDRs aus unserem letzten Fuerteventura-Urlaub:

Ja, ok, manche sind ein bißchen pickelig, das liegt vor allem an den Algorithmen. Trotzdem fand ich die 3 sehenswert genug, um sie zu veröffentlichen. Wie immer Creative Commons, Creator-Nennung ist Pflicht und No Kommerz. Ansonsten viel Spaß damit! BTW, ich hatte zwischendurch auf abload.de Bilder veröffentlicht, weil Fotothing nur Bilder bis 1 MB Größe zuließ. Das hat sich nun geändert, weswegen ich nun wieder verstärkt Bilder auf fotothing.com veröffentlichen werde. Zum Beweis hier ein Bild, welches ich nicht verschlechtern mußte, das HDR-Panorama: Olympiastadion Berlin Olympiastadion von Berlin als HDR-Panorama. Dieses kommt als großes Panorama daher. Die neueren Bilder mache ich jetzt immer mit 90% oder 95% JPEG-Qualität. Klar, das Limit von 10 Bildern pro Tag bleibt bei Fotothing. Aber ich finde die Lösung trotzdem besser als bei Flickr.

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