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Artikel mit Tag ‘Foto’

Das Hobby No. 1 bleibt die Fotografie für mich zur Zeit. Ich mache schon recht viel in dem Umfeld, pappe aber nicht mehr ganz so viel raus wie früher. Zeitmangel und akute Faulheitsanfälle (ich gebe nur sauber editiertes Zeug raus, gecroppt, mit Logo, Exif-Daten angepaßt usw.) verhindern das so manches Mal. Doch dann kommen die Begegnungen der 3. Art. Das Schloßstraßen-Management von Berlin-Steglitz wollte eins meiner Bilder haben, nämlich dieses:

Schloßstraßen-HDR von 2010

Der Kontakt kam merkwürdigerweise über die Kommentar-Funktion des Blogs zustande. Vielleicht sollte ich nochmal sagen: Mails an u w p AT d i c k e – a e r s c h e . d e kommen wirklich an! (Die Leerzeichen dazwischen weg und das @-Symbol für “AT”) Wie auch immer, wir wurden uns schnell einig und ich gab eine Bild-Lizenz mit der Bedingung: das Logo unten links muß zu sehen sein, darf nicht übertüncht oder weggeschnitten werden. In einem Zeitungsbeitrag (Seite 7) ist es auch ordentlich erschienen, aber im Werbeplakat sieht es so aus:

Plakat zur langen Nacht der Schloßstraße 2011

(Sorry für die miese Qualität, das Plakat hing hinter Glas, es war nacht und ich hatte nur mein Handy mit). Genauer kann man es hier sehen. Ärgerlich, natürlich wurde das Foto rausgezoomt und das Logo weggeschnitten. Nun hätte man viel Wind darum machen können, ich nehme mal an, daß es nicht absichtlich passiert ist. Anwälte würden jetzt schon gierig mit den Füßen stampfen, aber ich sehe das etwas gelassener. Die Plakat-Kampagne ist fast nicht sichtbar, warum auch immer, vielleicht war die Zeit zu kurz. Es ist nur schade, weil ich mir Werbung für meine Bilder erhofft hatte (die haben mein Bild schließlich zu einem Schnäppchenpreis bekommen). Naja, wir werden sehen. Ich werde mir die beworbene Veranstaltung am Samstag (19.11.2011, um es nochmal genau zu erwähnen) mal ansehen, vielleicht hängen da ja ein paar Plakate…

Aber wo wir schon bei Bildern sind, hier noch ein paar:

Schiffs-HDR, Fuerteventura 2011Spidy, Fuerteventura 2011Grashüpper, Fuerteventura 2011Flughummel, Fuerteventura 2011

Letztere 3 kriegt man auch in einer neuen, eigenen Gallery, ich habe da mal ein paar Insekten unseres letzten Fuerteventura-Urlaubs (siehe auch letzter Blogeintrag)abgeworfen. Größtenteils sind es bisher die Hummeln, aber ich habe auch noch ein paar Spinnenbilder, mal sehen, wann ich dafür Zeit habe.

Dann hatte Sven von Death Valentine rumgenörgelt, daß die Bilder vom letzten Gig im August nirgends auftauchen. Nun tun sie’s:

Gallery Death Valentine, 2011, Café Tonart, Berlin

Auch in einer eigenen Sub-Gallery. BTW, die Bilder von Meikel, auf denen seine Haare fliegen: ein Stand-Ventilator war von unten direkt auf ihn gerichtet, aber das sah so geil aus, da mußte ich einfach mehr Bilder von machen und die auch alle raushauen!

So, ich hoffe, das genügt für’s erste. Uff. Einen Blog-Eintrag pro Monat! Mir schmerzt die Hand! :)

Der Kampf mit dem Gallery2-Tool kostet mich ganz schön Nerven. Diverse Dinge wie Permalinks (nur so ist das eigentlich halbwegs merkbar) habe ich nur nach vielen Schmerzen hinbekommen und dabei hat man permanent das Gefühl, daß man diesem Tool Tür und Tor öffnet. PHP ist kein Kandidat, dem man einfach mal so vertrauen könnte. Aber: ohne wird es einfach zu krude, also werde ich versuchen, die Sicherheitsprobleme, die ich bisher nur vermute, auch anzugehen. Bis dahin gibt’s jetzt immer mal wieder spontan ein paar Bildchen, diesmal z.B. ein Album nur mit Hibiskus-Blumenbildern. Natürlich sind es größtenteils Macroshot HibiskusMacroshots (oder auch gleich die Fullsize-Version), aber auch die eine oder andere größere Aufnahme ist dabei. Klar croppe ich zur Sicherheit und haue auch nie die Full-Size raus, aber ich denke, 10-13 MegaPickel dürften doch für jeden ausreichend sein, oder? Jedenfalls sind einige der Bildchen in Fullsize fast ein bißchen heftig wie aus einer anderen Welt. Übrigens sind die nicht mit der gleichen Methodik aufgenommen. die 5XXXersind mit Zwischenringen und 18-250mm Sigma aufgenommen. Gutes Bokeh und knackige Schärfe bis zum letzten Punkt, dafür aber eben auch nicht so hochmakromäßig wie die 9XXXer. Diese sind mit 70-300mm Canon und einem Raynox 250er Adapter aufgenommen. Mehr Macro, aber auch mehr Unschärfe (deshalb auch kleiner: nur 10MPix statt 13, um euch alle zu täuschen, hähähäh!). Theoretisch hätte ich bei den Zwischenringen durchaus noch einen dazuhängen können, aber dann hätte ich keinen Autofokus mehr gehabt. Der fehlt mir bei dem Raynox komplett. Außerdem ist das Raynox dermaßen dunkel, daß ich auch mit Blitz keine kleinere Blende als F13 wählen konnte, während die Zwischenringe, sogar ohne Beugungsunschärfe bis F22 ihren Dienst taten. Inklusive Autofokus! Aber macht euch selbst ein Bild.

Dann muß ich noch die Begegnung der dritten Art loswerden: Ärger mit der Post. Das ist ja ein leidiges Thema. (weiterlesen…)

Tja, viel Zeit ging ins Land in den letzten Wochen. Es fing nach dem LinuxTag an, als ich mich mit Wine anfreundete. Kein Witz: das Ding ist brauchbar! Ab Version 1.3.19 laufen Spiele, Tools und sogar 3D-Zeug! “Wine Is Not an Emulator” (das Akronym zu Wine, Ralf hatte mich wohlwissenderweise korrigiert, ich hatte “Windows is…” geschrieben, wobei…:)) hat es geschafft. Da man wine in einzelnen “Bottles” starten kann, kann man Applikationen wunderbar jailen. Viren? Mir doch Wurst, dann habe ich halt einen in der einen Bottle. Raus kommt er da höchstens via Netz und da ist es ebenfalls nicht mein Problem, harhar. Aber mal ernsthaft, hier eine Kurzanleitung (bash-Style, tcsh-Nutzer wie ich machen vor das “WINEPREFIX” das Kommando env):

Wine installieren
cd /tmp
mkdir test
WINEPREFIX=/tmp/test winecfg
Einstellungen vornehmen, z.B. Full Screen oder nicht und: bei mir läuft nur emuliertes Audio, alles andere stürzt ab

Nun die Applikation installieren:
WINEPREFIX=/tmp/test /cdrom/setup.exe
cd test/drive_c/Programme/”Programmverzeichnis”
WINEPREFIX=/tmp/test wine Programm.exe

So ungefähr. Wenn Dinge fehlen wie VB-Runtime oder MFC-Libs, dann kann man die mittels des Kommandos winetricks (z.B. WINEPREFIX=/tmp/test winetricks apps mono28) nachladen und das Exe-File nochmal neu starten. Total easy! Der Wahrheit zuliebe sollte man erwähnen, daß nicht alles geht. Am besten, man versucht es zuerst mit Freeware. Oder Shareware. Oder Nagware. Oder…

Aber weiter im Text. Was war noch? Richtig: die Umstellung meines Blogs in Richtung Hetzner. Byebye NBIserv.de. Und gleichzeitig bin ich total entnervt von meiner Gallery. Klar, album war ein nettes Tool. Aber eben nicht mehr so ganz auf der Höhe der Zeit. Was neues mußte her. Ich habe lange rumprobiert und glücklich bin ich auch mit der derzeitigen Wahl nicht: gallery2. PHP ist sowieso immer grenzwertig und die Themes von gallery2, nunja. Gallery3 bringt’s dagegen gar nicht und Konkurrenzprodukte? Schlechter Witz. Auch in WordPress eingebettete Plugins: alles Grütze. Also beiße ich nun in den sauren Apfel und sage:

Die neue Gallery (In Worten: media.dicke-aersche.de) ist eröffnet!

Die alte Gallery bleibt vorerst erhalten, wird aber wohl keinen Zuwachs mehr erhalten.

Passenderweise zur Eröffnung der neuen Gallery war gerade WGT (Wave-Gotik-Treffen) und ich habe knapp 4500 Fotos plus 500 Konzert-Schnappschüsse gemacht. Nach der Wegwerf-Phase bin ich nun bei 3000 Bildern gelandet und knapp 500 davon haben ihren Weg in die neue Gallery schon gefunden. Ich schätze, ich werde noch die Konzert-Pics reinbringen, aber alles andere dürfte nun fertig sein. Viel Spaß beim Gucken, Kommentieren und Bewerten!

BTW, ich behalte mir das Recht vor, unschöne Kommentare zu beseitigen. Ich weiß genau, daß es wieder Leute geben wird, die bei den Fotos austicken, weil ihnen irgendein IYFBP (Insert Your Favourite BodyPart) nicht paßt. Ich sage: mir gefallen alle Leute auf diesen Bildern, jeder von ihnen hat versucht, beim WGT was zu reißen und ich rufe den ganzen Langweilern, die nur ihren fetten Wanst in öden Shirts wogen, zu: macht’s besser, dann könnt ihr auch lamentieren! Kritik an meinen Fotokünsten dagegen ist eindeutig erlaubt und auch erwünscht!

Vielleicht noch soviel: als Entscheidungshilfe hatte ich Schärfe als Hauptkriterium genommen. Das führte dazu, daß diverse Sub- und Objekte nicht zentriert in der Bildmitte erscheinen. Putzigerweise ist bei einer Serie immer das erste und das letzte Bild am schärfsten. Mal abgesehen davon, daß ich bei den WGT-Bildern mein billiges 18-250mm-Objektiv von Sigma doch als leicht randschwächelnd wahrgenommen habe. Das macht sich bei Hochkant-Bildern bemerkbar, wenn sowohl Füße als auch Kopf leichte Unschärfen haben, aber die Mitte superscharf ist, obwohl eigentlich alles relativ in der gleichen Focus-Schärfe-Ebene liegt. Nächstes Mal versuche ich durch mehr Blende was zu reißen. Dann werden vielleicht auch die Bilder gegen die Sonne besser. Ich habe viel Ausschuß mit Halos, weil die Sonnenblende nicht reichte. Ich bin am überlgen, ob ich ein Verzeichnis aufziehe, in das ich die Bilder packe, die mir besonders am Herzen liegen, die aber durch Halos oder leichte Unschärfen stark verfremdet sind. Ist ja auch irgendwie Kunst, oder? :)

Man glaubt es kaum, aber es tut sich mal wieder was auf diesem Blog. Und das ist gleich doppelt ein Wunder, denn ein Virus zwingt mich des Öfteren zum Anbrüllen der Kloschüssel, insofern könnte es beim Tippen dieser Zeilen manchmal holprig im Text werden.

Das Doppelte daran ist, daß ich in letzter Zeit etwas im Streß war und trotzdem gar nicht so viel Berichtenswertes passiert ist. Aber nun!

(weiterlesen…)

Die Fotosache …

2011-01-08

… geht weiter. Klar, der Dark Market war nun kein Verkaufshit. Das war auch nicht zu erwarten, die dortige Kundschaft muß schon stark auf den Cent achten. Für mich war das eher ein Test, was von den Bildern verkaufbar ist, was nicht und wie die Leute auf die Bilder sowie die Preisgestaltung reagieren. Und ich muß sagen: was mein “Gefühl” betrifft, war es super! Es gab faktisch keine offene Kritik, kein “Kann man auch selber machen”, kein “zu teuer” usw. Die einzige Sache, die mir auffiel: mit Insekten kann man keinen locken. Warum, ist mir persönlich heierschlaft, es wurde ja sogar leichtes Interesse an den Insektenbildern bekundet. Aber die hat niemand in die Hand genommen oder ist ihnen näher gekommen. Und letztlich reden wir hier von Publikum, das sich sonst mit Schädeln usw. schmückt, also sowieso andere Vorstellungen von Geschmack und -losigkeit hat. Tja, das war so ziemlich die einzig bittere Pille, ansonsten bedanke ich mich (wenn auch mit einem Monat Verspätung) bei Daisy und Ørlog, die mir bei meinem Einstand in Verkaufsdingen sehr geholfen haben und natürlich bei der Kürbiskönigin, ohne die ja sowieso nix geht. :)

Tja, ich hatte Fotos aufgehängt, auf einem Tisch präsentiert, punktuelle Lampen draufgesemmelt, auf einem Laptop einen Katalog im Dauerlauf laufen lassen und natürlich diesen Katalog auch in gedruckter Form gehabt, damit Leute auch später nachbestellen können. Denn ich kann ja schlecht jedes Bild in jedem Format vorhalten. Und nun ist die Online-Version soweit, hier ist der

UWP-Fotokatalog!

Um es ganz klar zu sagen, das ist hier alles auf Zuruf, ich habe keinen Shop hier und ich werde auch keinerlei AGBs oder irgendwas dazupacken. Wenn jemand Bilder aus diesem Katalog ordert, dann ist das quasi ein Privatverkauf von Person zu Person. Momentan bin ich noch nicht bereit, aus sowas ein Gewerbe zu machen, es ist ein Hobby und wenn jemand diese Bilder an seine Wand hängen will, können wir über alles reden. Machbar sind die Materialien Alu-Dibond (teuer), Holz (MDF, billig) und Acryl (Alu mit Acryl-Oberfläche, sehr teuer!). Desweiteren steht natürlich auch laminiertes A4 zur Verfügung (sehr billig, sieht auch billig aus), falls jemand einfach nur mal in größer sehen will, wie die Bilder aussehen könnten.
Größentechnisch geht alles bis 1,20m (längste Seite) relativ problemlos, darüber wird’s dann nicht unmöglich, aber schwierig. Die übliche Mail-Adresse für Preis- oder andere Anfragen: uwp at dicke-aersche.de.

Ach ja, vielleicht noch dieses: Frohes neues Jahr!
Der Grund für die kleine Verzögerung: Ich hatte da in den letzten 2 Wochen ein leichtes Arm-Problem. Dabei war mir aufgefallen, wie stark rechtshänderisch ich bin, ziemlich heftig, mit links kann ich fast nix! Heute ist der erste Tag, an dem ich schmerzfrei tippen kann, aber ganz weg ist die kleine Unannehmlichkeit noch nicht. Immerhin ging Maus schubsen, da scheint man irgendwie andere Muskeln zu nutzen. Naja, alle 2 Jahre habe ich ja generellen Bodenkontakt, ich versuche, das die nächsten Winter zu verbessern, versprochen! Also in Richtung “weniger Bodenkontakt”…

Theoretisch liegt ja viel mehr Zeug herum, aber es fehlt die Zeit der Aufbereitung. Deshalb wenigstens öfter mal ein Schmankerl, so z.B.
HDR: Berlin, Steglitz, Bierpinsel dieses hier.
Und auch wenn ich in letzter Zeit der Makro-Fotografie mehr Aufmerksamkeit widme, so ist HDR durchaus noch ein wichtiges Thema für mich. Der Bierpinsel ist ebenfalls ein dankbares Motiv, insofern bot sich das nach längerer Zeit mal wieder an. Übrigens stand ich hier nachts mit dem Stativ auf der Brücke und die Autos heizten an mir vorbei. Wenn sie ungefähr auf einer Höhe mit mir waren, bemerkten sie mich und gingen voll in die Eisen. Wäre ich also von der Staatsmacht gewesen, wäre die Bremsung nutzlos, allerhöchstens als “Geste des guten Willens” anzusehen. Ein Taxifahrer parkte sogar und kam rufend auf mich zu: “War ich zu schnell? Ist hier nun 30 oder 50?” Ich sagte ihm, daß mir das egal ist, weil ich den Bierpinsel fotografieren würde. Selten, daß jemand so erleichtert in meiner Gegenwart jubelte. Das könnte bedeuten, er hatte mehr als 60-70 Sachen auf dem Tacho…

Ach ja: ich bitte den leichten Fisheye-Effekt zu entschuldigen. Da hätte ich vielleicht doch ein wenig mehr ranzoomen müssen, dann würden die Linien nicht gleich so stark stürzen…

Zur Zeit ist hier sowas wie Land unter. Einerseits muß ich noch einen Artikel für eine Linux-Zeitschrift schreiben, andererseits kommen zur Zeit Insekten auf mich zu, da kann man nur von träumen. Insofern bin ich also zwischen 2 Tätigkeiten in meiner Freizeit etwas hin und hergerissen. Nichtsdestotrotz muß Schönes gezeigt werden, also raus damit:

Zu den Tierchen ist zu sagen: das erste sieht nach einer Kreuzung zwischen Bremse und Fliege aus. Der Vergleich mit dem 10-Euro-Cent-Stück zeigt, daß es durchaus die Länge einer Standard-Fliege toppt, wogegen der Körper doch recht schmal ist. Das Tierchen war übrigens tot, es hing auf der Arbeit in einem Vorhang fest, ich nehme an, es ist verhungert oder so.

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Insektoid

2010-07-18

Auch wenn’s viele nerven mag, aber mein Hauptthema ist und bleibt die Fotografie, jedenfalls zur Zeit. Und so bringe ich mal wieder etwas, was viele ekeln wird, mir aber persönlich wahnsinnigen Spaß macht: die Welt des Winzigen. Der Zucker war ja nur ein kleiner Test, wie weit ich runterkomme in die Welt des Kleinsten. Fast mikroskopisch also.

Nun hatte ich bei dem Zucker festgestellt, daß eins der Probleme vor allem das Licht ist, wie so oft in der Fotografie. Wie kriege ich also möglichst so viel Licht dorthin, daß ich die Blende zuziehen kann (ein Muß bei Makros, denn nur dann kriege ich wenigstens minimale Schärfentiefe) und trotzdem ohne Stativ auskomme und Bilder mit der Hand machen kann. Das ist gerade bei Insekten wichtig, da sie flüchtig sind. Ich schnallte also den Blitz auf meine Kamera und bemerkte nach Auslösung eine Abschattung: das Objektiv ist im Weg. Folglich geht nur noch entfesseltes Blitzen. Also: Auslösen des Blitzes via Funk oder Kabel. Bei Amazonien wurde ich fündig: eine Wireless-Flash-Umgebung (ein Sender, ein Empfänger) für 37 Ocken, welche auf 30 Meter funktionieren soll. So weit brauche ich es gar nicht. E-TTL-fähig ist das Ganze dann natürlich nicht, also muß man die Einstellungen des Blitzes manüll vornehmen. Das ist aber halbwegs machbar, insofern keine Hürde. Und es funktioniert! Hier die Ergebnisse:

BTW, die Motte war tot, insofern ist das nun kein endgültiger Beweis für bewegliche Insekten. Aber ich versichere, daß ich die Bilder aus der Hand geschossen habe!

Ein neues Spielzeug hat Einzug gehalten. Der Novoflex-Retro-Adapter. Ich mache ja neben HDR-Aufnahmen auch ganz gerne Makro-Bilder, vor allem, weil ich immer wieder selbst erstaunt bin, wieviel Facetten man in der “kleinen Welt” so findet. Deshalb diesmal ein etwas gewagteres Makro, nämlich Zuckerkristalle. Zucker Makro Interessant ist vor allem, daß man hier mal nicht in den mm-Wahn verfällt, um Dinge größer darzustellen. Im Gegenteil: je weniger Brennweite das Objektiv liefert, desto größer ist der Lupeneffekt. Deshalb hat dieses Bild auch nur 18mm Brennweite. Probleme ergeben sich aus Blende, die muß natürlich möglichst zu sein, erzeugt aber irgendwann eine Beugungsunschärfe. Aber selbst hier, wo ich den Kompromiß so halbwegs gefunden habe, sieht man, daß einige Zucker-Kristalle (jaja, Kristalle, das hier ist raffinierter Feinzucker! Kein Kandis oder größer…) unscharf sind und andere nicht. Das liegt tatsächlich an der “Höhe” der einzelnen Kristalle! D.h. mein Focus ist hier wirklich extrem flach. Ein weiterer Unschärfe-Effekt ist die Unterlage, es war spiegelnde Folie. Da muß ich wohl noch dazulernen, daß man möglichst etwas nicht-spiegelndes als Hintergrund nimmt, um nicht irgendwelche Objekt-Halos zu bekommen. Nunja, aller Laster Anfang ist schwer zu steuern oder so ähnlich. :)

Ansonsten bleibe ich natürlich thematisch bei meinen HDRs:

(weiterlesen…)

Maivember

2010-05-16

Passend zum wärmsten November des Monats präsentiere ich neue Schaffensergebnisse:

Erstmal vorweg: alle 4 Bilder sind aus Hannover, wir waren dort nämlich zu einem spontanten Kurzbesuch (die Gründe lasse ich jetzt mal weg). Die ersten beiden stammen von einem Objekt, welches ich schon diverse Male zu ver-HDR-isieren versucht hatte, was mir aber irgendwie nie gelungen war. Dank besserer Technik ist es nun vollbracht. Das Flugzeug, in dem ein griechisches Restaurant untergebracht ist, hat gerade nachts mit den Lichteffekten seinen ganz besonderen Charme (Jaja, das sind wirklich NACHTBILDER!). Und daß es dort griechische Speisen gibt, bedeutet: mit dieser unentgeltlichen Mini-Werbung habe ich sozusagen einen persönlichen Teil zur Rettung Griechenlands beigetragen, Hahaha! Wobei wir dort nie drin essen waren, ich kann also zur Qualität des Essens gar nichts sagen…

Das zweite Bild ist auch etwas schräg. Dieser Pfahl mit der “Bullenschüssel” (ich zitiere hier nur aus dem Film “Blues Brothers”!) obendrauf ist eine Werbung für die “Polizeigeschichtliche Sammlung Niedersachsen”, also eine Art Polizeimuseum. Dieser Pfahl und damit auch das Museum war mir nie vorher aufgefallen, bei Google kann man ihn aber von oben sehen, also dürfte das Polizeiauto dort schon eine Weile drauf sein. Diese Gegend ist allerdings am Arsch der Welt, da kommt niemand freiwillig hin. Und selbst beim Vorbeifahren sieht man den Pfahl kaum, da ist der Restaurant-Flieger deutlich besser zu sehen. Das ist bestimmt schade, denn ich wette, der Inhalt des Museums könnte interessant sein. An diesem Ort werden ihn aber die wenigsten zu Gesicht bekommen.

Das letzte Bild ist zwar ein HDR, aber irgendwie leicht verkackt. Die billigen DSLRs von Canon haben ein Problem: sie können maximal 3 Bilder in einer Reihe aufnehmen, damit werde ich bei HDRs stark eingeschränkt. Denn meistens brauche ich mindestens 5 oder 6, damit was ordentliches draus wird. Also bleibt nur die Möglichkeit, es mit einer Fernbedienung zu schießen (sonst passen die Einzelbilder beim Überblenden nachher nicht mehr übereinander, üble Fummel-Arbeit, das zu korrigieren!). Dumm nur, daß ich da kaum unter eine Sekunde Belichtung komme. Dieses HDR ist jedoch tagsüber, da müßte ich eher auf 1/60 Sekunde oder weniger kommen. Was bleiben einem also für Lösungen? Die Blende zudrehen. Klar, hatte ich gemacht, auf 22. Immer noch viel zu viel Licht kam durch. Nun versuchte ich etwas Verwegenes. Ich nutzte einen Graufilter, um künstlich weiter abzudunkeln. Den hatte ich eigentlich geholt, um an belebten Orten via Langzeitbelichtung leere Straßen zur Hauptverkehrszeit abbilden zu können. Jedoch war selbst mit diesem Graufilter gerade mal als unterste Belichtungszeit 1 Sekunde möglich. Ich denke, ich werde mir noch ein paar der Filter zulegen müssen (die kann man kombinieren, allerdings weiß ich nicht, wie man dann noch einen Fokus bekommen soll), damit das “Leere-Straßen-Projekt” eines Tages Wirklichkeit wird…

Wie auch immer, in allen Bildern herrscht eine deutliche Unschärfe und damit ist auch das resultierende Bild leicht unscharf. Aber wer ist nun der Hauptverantwortliche? Der Graufilter? Der Umstand, daß ich bei Stativaufnahmen häufig vergesse, den Stabilisator auszuschalten? Oder doch die stark zugezogene Blende, die letztlich mehr Beugungsunschärfe erzeugt, als sie an Blendenschärfe schafft? Ich schätze, es ist ein Mix aus allen zusammen. Das muß also noch geklärt werden.

Kunsttechnisch hängen die Autos unter einer Autobrücke, mitten in se City. Eigentlich hat mich auch dieses Kunstwerk seit einiger Zeit gereizt, mal ein Bild davon zu machen. Hat ja nun geklappt, wenn auch nicht ganz mit dem erwünschten Ergebnis.

Falls es jemand zu den einzelnen Örtlichkeiten zieht: die GPS-Koordinaten finden sich in den EXIF-Tags der einzelnen Fullscreen-Bilder. Und für alle, denen das nicht tröstlich genug erscheint, denen spende ich Hoffnung mit dem Spruch eines Wettermanns aus dem TV: “Der Regen wird bald wärmer!” Fällt es eigentlich nur mir auf, daß das Wetter mieser geworden ist, seitdem sie Kachelmann eingelocht hatten? Ich wünsche noch einen schönen Rest-Maivember…

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