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Archiv für die Kategorie ‘Unsortiert’

Jahresende droht

2008-12-26

So, Weihnachts-Gurke Weihnachten ist fast rum. Uff. Endlich Ruhe im Karton. Das ganze Jahr war hektisch und nervig, so viele Veränderungen wie in den letzten Wochen hatte ich lange nicht mehr. Einzelheiten privater Natur verschweige ich hier mal, aber ich kann versichern: mein fehlender Schreiboutput hat vor allem mit Zeitmangel zu tun. Teilweise hat die Zeit kaum gereicht um Fotos der blinkenden Nachtlichter des Winters zu machen. Nun, es hat für ein paar Bilder gereicht, bis ich aber alle HDRs entwickelt habe und veröffentlichen kann, werden noch ein paar Tage ins Land gehen. Deshalb hier als Trost wenigstens Das Kaufhaus des Westens in weihnachtlichem Grün dieses HDR vom KaDeWe. Ich war sehr fasziniert von der grünen Beleuchtung, jedoch ist genau auf der Ecke, wo man die beste Fotosicht hätte, eine dicke Baustelle, grummel. So habe ich einige Versuche von anderen Ecken aus gemacht, aber es ist dennoch nicht so geworden, wie ich wollte.

Aber natürlich haben wir das volle Programm der Weihnachtsmärkte Berlins durch: Charlottenburg, Breitscheidplatz, Alexia, Opernpalais, Potsdamer Platz, usw. Ja, das waren noch lange nicht alle, aber mehr war echt nicht zu schaffen. Ich habe vom einen oder anderen Markt ein paar Fotos geschossen, aber so ganz zufrieden war ich auch da nicht.

Wenigstens gab es auch Außergewöhnliches, so z.B. den Kinder-Punch Kinderpunch. Bisher dachte ich ja immer, daß sie Kinder im Kinderpunsch verarbeiten, da war es klar, daß die Kleinen sich irgendwann wehren werden. Daß man dafür dann aber bezahlen muß, war mir nicht klar.

Wie auch immer, Fefe stachelt einen ja immer an, möglichst schräge Meldungen querzuposten, damit sie eine größere Aufmerksamkeit erlangen. Die meisten schrägen Dinge lese ich sowieso bei ihm, aber alles kommt natürlich nicht bei ihm vor. So z.B. die Berichterstattung um einen dänischen Unternehmer namens “Stein Bagger”. Golem berichtete über sein “Unternehmen des Jahres” namens IT-Factory, welches zusammenbrach. Geld weg, Geschäftsführer namens Bagger weg. So weit so gut. Hinzu kam, daß er wohl im Hotel neben seiner Firma Betrugsdelikte durchführte. Dann soll er nach Dubai verschwunden sein. Vorher hatte er noch einen Kommerzkumpel zusammengeschlagen. Und Verbindungen zu den Hells Angels wurden ihm auch nachgesagt. Also superabstrus. Vor allem, wo in letzter Zeit so viel über die Hells Angels berichtet wurde, aber nein, diese Meldung wurde nirgends erwähnt. Aber es kam noch dicker. Der Fuzzi war natürlich nicht mehr in Dubai, sondern in den USA, wo ihn die Cops, obwohl er sich selbst stellte, nicht festnehmen wollten. Sie mußten erst googlen, um zu sehen, wer er ist und daß er von Interpol gesucht wurde. Am schönsten ist der Satz eines Beamten: “Hier sind schon mehrfach Leute reingekommen und haben sich als König von Dänemark ausgegeben”

BRUHAHAHA! Unglaublich! Mittlerweile sitzt er in Dänemark im Knast und kriegt wahrscheinlich ein “Dududu” oder so und nach 10 Monaten kommt er raus und eröffnet dann eine neue Firma. Obwohl: der könnte doch bestimmt ein Buch schreiben, das klingt nach viel lustigem Material.

Und? Immer noch Weihnachts-Cymone weihnachtlich drauf? Dann empfehle ich: ausschlafen! Wenn die Wissenschaft schon sagt, daß Spätaufstehen gesund ist, dann kann das am Jahresende nur gut sein! Vielleicht vergißt man so den Weihnachts-Streß am Schnellsten?

Zweite Empfehlung:

25C3: Nothing to hide Der 25. Chaos Communication Congress! Das ist natürlich nicht das offizielle Logo, aber ich fand’s am Lustigsten, da es so gut zum Motto paßt: Nothing to hide. Natürlich hat jeder was zu verbergen, deswegen ist das Motto gut gewählt. Das ist und bleibt natürlich der wichtigste Event des Jahres, deshalb kann ich nur dazu raten: geht hin! Auch für nicht-technisch angehauchte Menschen ist etwas dabei! Schließlich geht es nicht nur um Technik, sondern auch und gerade um den richtigen Umgang damit, gerade auch im Zusammenhang mit Demokratie.

Natürlich werde ich sowohl Kamera als auch Laptop mitnehmen, um möglichst live zu bloggen. Oder zumindest halbwegs zeitnah. Live ist ja so ‘ne Sache…

Ansonsten hoffe ich, daß das nächste Jahr etwas streßfreier wird (obwohl ich nicht dran glaube) und das Rezessionsgelaber nur Panikmache ist. Weiterhin all meinen mir Wohlgesonnenen ALLET JUTE!

Die Krise nervt

2008-12-05

In letzter Zeit geht mir das Gerede um die Krise mächtig auf den Sack. Ich selbst bin kein Konjunktur-Experte, wette aber seit gut 2 Jahren gegen die Banken und bin damit gut gefahren. In der ganzen Zeit des langsamen Absturzes wurde was von Aufschwung gefaselt. Aufschwung, der eher nicht zu spüren war, es war eher sowas wie Stagnation. Nun reden alle von Rezession. Interessanterweise die, die früher immer gemeutert haben, wenn jemand “den Aufschwung kaputtreden wollte”, nämlich die Banken. Gefühlt herrscht für mich weiterhin Stagnation, aber das Gefasel um Rezession macht eigentlich nur eins: es kloppt die Preise in den Keller. Was für den Konsumenten gut ist, ist für die Wirtschaft und die Arbeitsplätze schlecht. Aber wenn alles billiger wird und kurz vor dem Kollaps ist, kann man es auch für ‘nen Appel und ‘n Ei kaufen. Ich werde das Gefühl nicht los, daß die jetzt übrig gebliebenen Banken genau diese Strategie verfolgen: billige Expansion. Dumm nur, daß sich das auf alle anderen Märkte auch auswirkt. Es wird eine Gier nach günstigen Preisen erzeugt, alle warten ab: vielleicht kriege ich den LCD-Fernseher auch für weniger? Diese Schnäppchenrunde ist eine Spirale, die von denen, die sie losgetreten haben, wahrscheinlich nicht aufzuhalten ist. Mal sehen, wann der Preis-Bodensatz erreicht ist. Aber ich bin da nicht anders, da mein Geld nicht locker sitzt, warte ich natürlich ebenfalls mit dem Konsumieren. Wir alle nehmen aktiv teil an der herbeigeredeten Rezession und werden sie zur Realität werden lassen, weil in den Medien die Stimmung weiterhin panikmäßig nach unten geredet wird.

Und dann kommt Polylux und stellt in der Sendung den Zwist zwischen Industrie und Ökologie als zusätzlichen Krisenfaktor hin. Eine Öko-Wirtschaftstante meint, die Klimakatastrophe wird teurer sein, als jetzt mehr CO2 zu sparen. Stimmt aber nur teilweise, die Klimakatastrophe ist auch Chance: Dinge, die vernichtet werden, müssen neu gebaut werden, das schafft Arbeitsplätze und Wirtschaftskraft. Sie hatte nur Recht mit der Idee, daß wir in Umweltthemen weltweit führend sind und den Vorsprung besser nicht verlieren sollten. Ein Mann der Industrie hielt dagegen, daß die Arbeitsplätze zu sichern sind, gerade in der Wirtschaftskrise, und da müßten CO2-Spar-Technologien eben hintenanstehen. Das ist natürlich völliger Nonsens. Mit neuer Technik entstehen natürlich neue Arbeitsplätze und damit auch Auswege aus der aktuellen Finanzkrise. Andererseits muß durch mehr Klimakatastrophe auch mehr aufgebaut werden (wird ja wohl in einigen Gebieten sehr kriegsähnlich sein, siehe Beispiel Katharina in New Orleans), das schafft, wie eben schon gesagt, Arbeitsplätze. Beide haben also am Thema vorbeigeredet.

Ich bin hier mal ehrlich und sage: die Klimakatastrophe geht mir so ziemlich am Arsch vorbei (außer, daß ich mehr Wärme eigentlich ok finde, ich hasse den Winter). Erstens ist es zu spät. Das, was wir jetzt am Schmelzen der Arktis sehen, kommt aus den 60er Jahren (!). Das wird also noch 40 Jahre so weitergehen. Mindestens, denn die CO2-Emissionen nehmen weltweit ja immer noch nicht ab, selbst Stagnation der CO2-Werte haben wir noch nicht. Zweitens sind wir natürlich viel zu klein als Land, um dagegenzuhalten. Solange Indien, China, die USA und Rußland nicht mitziehen, ist unsere Anstrengung ein Pfurz im Wind. Drittens lebe ich nicht in einem Küstengebiet. Das mag egoistisch klingen, aber die Hamburger Bevölkerung oder andere (London zum Beispiel wird wohl komplett weggeschwemmt werden nach den aktuellen Modellen) sind frühzeitig gewarnt worden, die Diskussion gibt’s nicht erst seit gestern. In 20 Jahren Klimadiskussion hätte man schon lange umziehen können. Es war schon immer so: Die, die am Vulkan wohnen, kennen die Gefahr, Punkt. Viertens: für den Otto-Normalbürger wird die Klimakatastrophe immer zu hoch sein, das Verständnis gering. Es kann also nur politisch eine Veränderung herbeigeführt werden: Zuckerbrot und Peitsche. Oder auch Steuernachlässe für Hui und höhere Steuern für Pfui. Sage keiner was gegen Kapitalismus, mit Geld läßt sich vieles regeln.

Womit wir nun die Fäden der Krise gebündelt haben beim Thema Mobilität. Autos gelten als Klimakiller und sollen deshalb CO2 sparen. Obwohl mir das aus obigen Gründen so ziemlich egal ist, bin ich trotzdem für Stromautos. Und warum? Sind wir doch mal ehrlich: die Autoindustrie hat es über Jahrzehnte versäumt, Autos sparsam zu gestalten. Als Kunde, der bei Computern jedes Jahr doppelt so viel Leistung für halb so viel Geld bekommt, fragt man sich schon, was diese Industrie eigentlich da macht. Theoretisch müßte ein Auto heute mit einem Liter Benzin 1000 km weit kommen. Wenn die ihre Hausaufgaben gemacht hätten, aber die Hängematte war wohl bequemer, das Geld kam ja auch ohne Anstrengungen in Massen rein. Ich selbst habe ein Auto, welches kurz vor der Deadline steht. Ich werde es wohl fahren, bis es auseinanderfällt. Wenn die bis dahin immer noch keine Stromautos und kein Tankstellennetz mit modularem Akkutausch (eine andere Lösung wird’s nicht geben) bereitstellen, werde ich auf Stattauto oder andere Leihlösungen umsteigen. Ich brauche mein Auto nicht wirklich häufig in der Stadt. Zum Einkaufen vielleicht, für weite Strecken (Bahnfahren ist zu zweit immer deutlich teurer) manchmal auch aus Faulheit, um zur Arbeit zu kommen. Wäre es nicht da oder würde es extra kosten, würde ich wohl durchaus eher die U-Bahn nehmen. Fahrrad ja sowieso.

Und warum bin ich so für Strom? Oh, da gibt es eine Menge Gründe! Erstens nervt die unklare Situation an den Tankstellen. Mal schießt der Ölpreis in die Höhe, mal fällt er. Langfristig kann der Ölpreis nur steigen, weil das Zeug vor 2 Jahren seinen Höhepunkt überschritten hat, seitdem fallen die Fördermengen. Auch wenn es zur Zeit billiger wird, Auto zu fahren, es wird bestimmt bald wieder deutlich teurer. Zweitens: die Abhängigkeit. Öl kommt aus Gegenden, in denen keine demokratischen Zustände herrschen. Diese Leute, die sowieso keinerlei Verständnis für die Rechte des Einzelnen haben, treiben es noch weiter: sie bilden Kartelle. So wird aus einer Diktatur eine Art Multidiktatur. Von der der Rest der Welt abhängig ist. Gut, es gibt noch die Weltmärkte und die Spekulanten, aber wenn es den Scheichs irgendwann auffällt, daß die Preise zu tief sind, dann werden die den Hahn auch wieder komplett abdrehen, wie in den 70ern. Strom dagegen können wir selber produzieren. Atom ist eine dumme und superteure Idee (man muß immer die Müllkosten mit einrechnen, dann ist das purer Luxus), Kohle ist auch nicht endlos. Aber Sonne, Wind und Wasser sind quasi endlos. Druckspeicher und andere Akku-Ideen sind ebenfalls am Anrollen, insofern gilt auch das Argument der Stromversorger nicht, sie hätten zu starke Differenzen im Netz bei Öko-Energie. Nur mit Strom sind wir unabhängig. Und zwar Öko-Strom. Denn die Energieversorger selbst in unserem Land bilden ja eine Art heimliches Kartell, einen echten Markt, wie bei Telekommunikation, kann ich nicht erkennen. Liegt aber daran, daß die Energieressourcen zur Zeit von außen gekauft werden. Auch diese Fremdbestimmung im Energiemarkt muß man loswerden, sonst wird auch Strom kein Bringer. Drittens: Die Praktikabilität. Strom kann man transformieren. Mit relativ wenig Energieverlusten. Es gibt ihn überall, wir haben ein deutlich dichteres Stromnetz als wir Tankstellen haben. Desha

lb könnte man Akku-Ladestationen viel häufiger aufstellen. Noch dazu könnte man sie dezentralisieren. Jeder könnte sich ein Windrad in den Garten stellen und über Nacht Akkus laden, die nächsten Tag vom Kunden, desssen Akku gerade leer ist, ausgetauscht werden, ähnlich dem Gasflaschen-System. Man könnte hier zwei aufgeblasenen, monopolisierten Industrien, nämlich der Öl- und der Stromwirtschaft Paroli bieten und sie zum ersten Mal in einen Wettbewerb zwingen. Und Wettbewerb ist immer gut für Arbeitsplätze, denn es werden mehr Mitbewerber sich für so einen neuen Markt entscheiden und die brauchen Personal. Fünftens: mit so einem dezentralisierten Öko-Strom-Markt würden die Preise sinken, die Technologie würde zwangsläufig besser und sogar die CO2-Bilanz wäre besser. Andere Länder würden dieses Erfolgsmodell kopieren, denn damit kann man Unmengen an Geld sparen. Die Wirtschaft, der Staat, die Bürger. Und wer ist besser im Kopieren als die Chinesen, hm? Das hätte also durchaus Auswirkungen auf die Welt. Auch wenn Hamburg, Bangladesh und andere Gebiete langfristig wohl nicht mehr zu retten sind.

So, und wenn ich nicht ganz alleine mit meinen Gedanken bin, dann ist die Autokrise völlig unabhängig von der Finanzkrise, deshalb bin ich strikt dagegen, diesen Leuten Geld in den Rachen zu werfen. Die Autokrise würde das nur verlängern, weil man an falschen und veralteten Technologien hängt, die einen noch dazu abhängig von den Fossil-Energielieferanten macht. Wirtschaft geht anders: Neues muß gefördert werden. Ja, ich weiß auch, daß die Autofirmen dicke Lobbies haben. Aber wenn nur genug Leute wie ich keinerlei spritbetankte Autos kaufen, ist irgendwann das Geld für den Lobbyisten alle. Das ist wie bei DRM und der Musikindustrie: wer sich die Kaufverhinderung seines Produkts selbst strickt, hat bald kein Geld mehr für Anwälte und Lobby, das ist ein Selbstläufer im Niedergang (DRM-Systeme im Audiobereich sind übrigens stark am Aussterben, woran das wohl liegt? :) )). Insofern sollte man nur Autokonzerne sponsorn, die tatsächlich in großen Stückzahlen Stromautos liefern und vor allem, was wirklich viel wichtiger ist: man muß das Tankstellen-Problem lösen! Niemand will nach 300km 2 Stunden Akkuladezeit warten, bis er weiterfahren kann. Es bleibt meiner Meinung nach nur Modultausch als Lösung übrig. Wir brauchen also schnell Normen (Modulformen, Stecker, Volt/Ampère-Werte usw.), damit der Markt auch möglichst viele Tankstellen-Mitbewerber an den Start bringt.

Übrigens: wenn Strom sich in Autos durchsetzt, könnte Öl deutlich länger halten als bis 2040 (viele Prognosen sehen das Ende des Öls zwischen 2030 und 2050). Und es wäre ratsam, diesen Zeitpunkt auszudehnen, denn für Flugzeuge gibt es bisher keine Stromlösung (im Gegensatz zu Schiffen, selbst hier arbeitet man an alternativen Ideen, Segel für Frachter z.B.). Eine Teilabhängigkeit des Öls kann man auch mit diesem Modell leider nicht verhindern. Aber es wäre ein Anfang: meine Utopie von der schönen, neuen Autowelt. Übrigens: in alten Science-Fiction hat man uns versprochen, daß wir spätestens im Jahr 2000 alle mit Flugautos durch die Gegend segeln (ungefähr wie im Film “Das 5. Element”). Ich bin bis heute erzürnt darüber, daß das Versprechen nie eingelöst wurde. Aber ich bin mir sicher, daß wir diese Art Utopien brauchen, um vorwärts zu kommen. Ich habe heute meine vorgestellt (ich verspreche nix! :) ), bin aber der Meinung, das sollten mehr Menschen machen. Also füllt eure Blogs und erzählt, wie man eurer Meinung nach unsere Energie- und Mobilitätsprobleme lösen kann. Vielleicht schaffen es dann auch einige Thesen in die Mainstream-Medien und es bewegt sich was? Mir ist persönlich die Tank-Situation am Wichtigsten: Ohne Tanksystem keine Stromautos. Bitte weitersagen! :)

Die Musik läßt mich zur Zeit nicht los. Entspannend war schon das Konzert von Qntal vor kurzem. Eins der genialsten Konzerte dieser Band überhaupt. Dumm nur, daß es im Gegensatz zu den Untoten Foto-Verbot gab (nochmal ein HOCH auf die Untoten!). Denn Herr Popp spielte zum Einklang auf einem Theremin. Das mag nichts besonderes sein, ich habe schon viele Bands auf dem Ding rumklimpern sehen und gehört, wie sie damit Geräusche erzeugten, aber Mr. Popp hatte tatsächlich eine Melodie damit gespielt und zwar superperfekt! Nunja, Madame Hausen wies immer wieder auf das fortgeschrittene Alter der Band hin (besonders nach schnelleren Titeln verlangte sie langsamere Stücke) und daß man abends noch nach Osnabrück müsse, um dort im Haus der Jugend zu nächtigen. Sie ließ natürlich den passenden Spruch folgen: “Hoffentlich lassen die uns da rein!” Diese alterstechnische Selbstkritik halte ich immer etwas für übertrieben, vor allem, wenn man sieht, daß die Fans mit der Band mitaltern. Also mich wird man auch noch mit 70 auf diesen Konzerten finden. Ich hoffe, daß es meine Bands dann auch noch gibt.

Aber Qntal steht ja nicht alleine im Konzertreigen der letzten Zeit. Heute gab sich eine Band die Ehre, die meint, sie müsse ihr Tun morgen beenden, die Ausrede Altersschwäche geisterte hier ebenfalls durch den Raum. Hallo? Lemmy steht noch mit 60 auf der Bühne! Von den Stones mal ganz zu schweigen. Jedenfalls wurde das heutige Konzert von Knorkator bestritten. Zum ersten Mal sah ich Stumpen mit Haaren. Aber da sowohl heute als auch morgen wohl ausverkauft sind, ließen sich die Herren besondere Dinge einfallen. Die Rumsauerei beschränkte sich dieses Mal auf Toast- und Dönerbrot-Würfe nach dem Lied “Ma Baker”. Dafür machten sie im Bereich Stage-Diving Boden gut: Der Tontechniker, der gute 140 kg wiegt, wurde einmal quer von seinem Pult aus auf Händen bis zur Bühne und zurück bewegt. Das war ein echter Hammer! Aber Stumpen hat ja nur abgefahrene Ideen und so ließ er ein “Floß” aus 2 Personen bilden, die auf dem Händemeer wogten. Darauf sollte sich nun eine Frau stellen und auf Kommando möglichst weit in die Menge springen. Das war schon ziemlich irre! Besagte Dame wurde dann noch versucht von unten durch die Luft zu katapultieren, aber die erforderlichen 3 Meter Weitwurf wurden nicht erreicht.

Später gab es dann eine andere Aktion: Huckepack-Pogo! Dutzende von Paaren sollten zu Stumpens Gegrunze Huckepack-mäßig gegeneinander im Pogo antreten. Die Gewinnerin bekam zwar nix, aber lustig war es auf jeden Fall.

Theoretisch ist so ein Knorkator-Abend angefüllt mit Idiotien von Alf Ator und dem Wahnsinn von Stumpen, man könnte noch Bände darüber schreiben. Ich empfehle aber eher jedem, morgen nochmal hinzugehen und irgendwo auf dem dunklen Markt unbedingt eine Karte für überteuertes Geld abzugreifen. Denn Stumpen hat angekündigt, daß morgen ein Wettrennen zwischen adipösen Stage-Divern stattfinden soll. Außerdem werden wir die Jungs so wohl nie wieder sehen. Schade, denn als Live-Band waren sie bestimmt die beste der Welt, niemand macht so eine abgefahrene Show, da würden sie selbst in Vegas drüber staunen. Eine kleine Kritik am Rande: “Ich verachte Jugendliche” und “Ficken” wurden nicht gespielt. Schade.

Ich habe mir zur Erinnerung die Doppel-DVD von ihnen geleistet und werde inständig beten, daß sie irgendwann wieder für weitere Konzerte zusammenkommen.

Ach ja: Stumpen mit Haaren war ja sehr gewöhnungsbedürftig, aber auch das ändert sich morgen. Er wird sich auf der Bühne seine Haare abrasieren und bei Elektro-Bucht versteigern lassen. Weia.

Aber schließen wir den Kreis wieder mit dem Publikum. Ich will hier nicht nochmal auf’s Alter eingehen, in Berlin ist das sowieso bei vielen Konzerten breit gefächert, da muß man nicht unbedingt zu Motörhead, Qntal oder Knorkator gehen. Jedoch so’n klein wenig eine Erörterung der Outfit-Fragen. Viele sehen natürlich so aus, wie man sich den üblichen Pogo-tanzenden Fan vorstellt: punkig, etwas zerrissen, indiemäßig halt. Bei Manson war mir damals schon aufgefallen, daß da auch Damen im Mini-Kleidchen rumliefen und aus vollem Hals mitsangen. Das sah schon lustig aus. Noch lustiger wird’s aber, wenn so eine auf, ich muß es einfach mal so nennen, spießig rausgeputzte Dame im mittleren Alter fröhlich mitwippt. Und dann mitsingt. Aus vollem Hals: “MICH VERFOLGT MEINE EIGENE SCHEISSE!”

Wir hatten VIEL Spaß! Nochmals danke an Knorkator, aber auch speziell an diese Dame! :)

Früher war nicht nur alles besser (*gähn*), da habe ich auch mehr gedaddelt. Heute bleibt zum Spielen wenig Zeit, obwohl man gerade durch Zusatzsoftware wie Crossover Games oder selbst mit Wine (fast) alle Windows-Games zum Laufen bekommt. Unter Linux natürlich, nacktes Windows kommt mir logischerweise nicht mehr an meine Hardware. Nun ist Crossover-Zeug ja Kaufware, insofern nicht ganz so wohlgelitten in der Linux-Welt. Mit Wine alleine kommt man aber auch oft nicht weiter, selbst wenn es in Version 1.0 tatsächlich DirectX9 mitbringt. Nun habe ich in einer Linux-Zeitschrift namens Linux Life diverse interessante Dinge gefunden. Es gibt ein Paket namens WineTricks, welches benötigte Pakete nachlädt und auch Tools und Skripte mitbringt. Wem das zum hemmungslosen Geballere nicht reicht, der sollte zu PlayOnLinux greifen. Sieht mir allerdings ebenfalls leicht unfrei aus *Nase rümpf*. Wie auch immer, diese Zeitschrift hatte dermaßen viele interessante Themen (darunter auch, wie man seine WII Console so pimpen kann, daß sie freie Software wie mplayer aufnehmen kann usw.), daß ich sie wärmstens empfehlen kann!

Und wenn wir schon von Spielen reden: Ich bin ja ursprünglich ein Fan von Musik TV gewesen. MTV hat die Idee mit der Musik zwar praktisch komplett fallen gelassen, aber es gibt doch 2 Sendungen dort, die mir gefallen (obwohl sie, wie der Rest des Programms, ebenfalls praktisch nix mit Musik zu tun haben). Natürlich “Fur TV”, logisch, aber, um beim Thema zu bleiben: Game One! Diese Sendung ist dermaßen knackegeil, daß ich fast mehr Spaß dran habe, die einzelen Spielvorstellungen zu sehen, als die Dinger später selbst zu spielen. Die beiden Moderatoren sind wirklich superwitzig in ihrem Sarkasmus und den kleinen Einspielfilmchen und diesmal gab es echt eins der besten Highlights ever: Sie stellten irgendso ein beknacktes Spiel namens “Spyro, der Drache” oder so vor und eine der Szenen war superbunt und “Budi” sagte nur: “Hey, das ist alles so superbunt hier!” Er hatte natürlich das Marihuana-Grinsen schlechthin drauf. Und dann kam er: DER AUGENKREBS! Über’s Bild huschte ein Zeichentrick-Krebs mit bunten, blinkenden Augen, perfekt! Ich gebe zu, geschrieben klingt das öde, aber als ich es gesehen hatte, fand ich’s schreiend komisch! Hier der direkte Link zum Video (Internet ist doch besser als TV)! Und wenn es 10-Mal Drecks-Grütz-Flash ist: ich kann es nur empfehlen!

Eins noch: wer Fur TV nicht kennt, sollte es sich dringend antun. Die Muppets im Jackass-Mode, es gibt keine bessere Kombination.

Und natürlich vieles mehr! Zuerst mal zum Grundsätzlichen: Ich habe im Laufe der letzten Jahre ein Hobby liebgewonnen, nämlich das Fotografieren. In der analogen Welt hätte ich es keine 10 Minuten ausgehalten, aber seit der Einführung der Digitalität in die Fotowelt ist vieles einfacher geworden und vor allem schneller. Für einen ungeduldigen Menschen wie mich sehr praktisch. Nun fotografiere ich ja alles Mögliche, darunter natürlich auch Bands. Schließlich ist Musik aus meinem Leben nicht wegzudenken und so will man sich Momente dieser Events für später aufheben. Gerade für mich als vergeßlichem Menschen sind die Bilder ein Anhaltspunkt: “Ach, DA war ich gestern!”

Nun gibt es oft das Problem, daß bei Konzerten Kameraverbot besteht. Angesichts von Handy-Knipsen, die auch mittlerweile recht brauchbare Bilder fabrizieren, ein Unding. Einmal mußten sogar die Handies abgegeben werden. Aber meistens interessiert sich niemand dafür. Ebenso kriegt man es manchmal hin, kleine Kameras durchzuschmuggeln und damit dann Bilder zu machen. Der Haken: übles Bildrauschen durch zu wenig Licht und wenig Zoom. Gerade wenig Zoom ist hinderlich, denn nur selten hat man das Glück, mal ganz vorne zu stehen. Ich rief vor dem Konzert der Untoten beim K17 an, ob das Kameraverbot gelockert worden sei. Beim Emilie-Autumn-Konzert hatte ich gesehen, daß diverse Spiegelreflex-Kameras im Raum waren. Zu viel Kameras dieser Art, um nur Presse zu sein. Tja, ich habe zwar (noch) keine Spiegelreflex, aber immerhin eine Superzoom-Kamera. Die Untoten waren zwar einverstanden, daß man alles mitbrachte, was man wollte, aber sie wollten die Bilder vor der Veröffentlichung begutachten und ihr OK oder Nicht-OK geben. Außerdem wollten sie 2 davon für sich haben. Mit letzter Regel habe ich gar kein Problem: Bands, von denen ich Bilder mache, die dürfen immer meine Bilder für ihre eigene PR nutzen (wenn sie mich als Fotograf nennen), mit der anderen Regel hatte ich schon ein wenig Bauchschmerzen. Schließlich ist es sowas wie Zensur. Angesichts der Tatsache, daß aber auch Greta & David sich weit aus dem Fenster lehnten und Kameras ohne Rücksicht auf die Größe zuließen, beschloß ich, beim “Geben und Nehmen”-Vertrag (jaja, schriftlich! Ohne Zettelausfüllung keine Kameramitnahme!) mitzumachen. Ich kann sogar verstehen, daß sie Fotos, auf denen sie situationstechnisch nicht so gut rüberkommen, lieber nicht veröffentlicht haben wollen. Pannen gibt’s ja immer und überall.

Ich füllte also ordnungsgemäß und sogar wahrheitsgemäß den Bogen aus, obwohl man sicher auch Micky Maus hätte eintragen können. Aber die Untoten kamen mir als Foto-Freak entgegen, also komme ich ihnen auch entgegen. The whole world is a deal.

Ich hatte zum ersten Mal meine Panasonic DMC-FZ18 bei einem Konzert mit. Sie ist schon besser als meine kleine Samsung, jedoch gab es auch hier viele Situationen, wo ich die ISO-Rate hochziehen mußte und ab ISO400 wird’s halt scheiß-pixelig. Insofern ist der Gewinn gegenüber meiner kleinen Kamera gering. Immerhin konnte ich das so mal testen und dafür bin ich Greta & David wirklich sehr dankbar! Ich weiß jetzt, daß ich mir doch ein Gerät mit größerem Sensor kaufen muß für’s nächste Mal. Immerhin hatte die Kamera einen Effekt, den ich bis dahin nicht kannte, den “Sync-Blitz”. Damit lassen sich interessante Verwischungs-Effekte erzielen. Nunja, urteilt selbst, Gallery: Soko Friedhof & Die Untoten 2008 hier sind die Konzert-Fotos!

Das Konzert war supi und ich muß sagen, auch wenn ich bei Soko Friedhof immer etwas skeptisch war: diesmal haben sie mich voll überzeugt!

Ach ja, vielleicht zur Statistik: ich hatte 1100 Bilder gemacht, davon habe ich 95 den Untoten vorgelegt und 43 sind’s letztlich geworden. Ich hätte mir natürlich mehr erhofft, aber andererseits will ich mich auch nicht durch Undankbarkeit auszeichnen. Ich danke also nochmals schleimenderweise Greta, David und ihren Helfershelfern, daß es zu einer guten Gallery gereicht hat! :)

Und allen anderen Bands sage ich: keine Fotos, keine Werbung. Wer nicht auf Dutzenden von Webseiten zu sehen ist, existiert heutzutage nicht mehr. Diesen Kompromiß hier konnte ich gehen, insofern hoffe ich langfristig darauf, daß das Kameraverbot bei Konzerten fällt.

So, was hat sich noch alles ereignet? Ich war ein bißchen an der HDR-Front tätig, denn wir hatten mal wieder einen Ausflug nach Hannover gemacht. Hannover eignet sich für HDRs hervorragend, denn die Stadt hat ein grau-in-grau-Flair, ähnlich der verfallenen, alten DDR-Städte und insofern kann man mit HDRs Kontraste herauskitzeln, die man nicht für möglich gehalten hätte. So ist zum Beispiel am Raschplatz zur Zeit eine Baustelle, die macht wirklich was her. Obwohl ich ja den ganzen Umbau doch etwas schade finde, früher war ja bekanntlich alles besser. Bei den HDR-Bildern konnte ich mich nicht so ganz entscheiden, welches mir am besten gefällt. Deswegen also eine kleine Bilder-Reihe:

Die Verfahren werden im Fotothing-Kommentar aufgelistet, ich kann nur sagen: es ist viel Arbeit. Ich habe auch noch einen alten, zerschossenen Bunker abgelichtet, aber bis ich die HDRs fertig habe, dauert es noch ein wenig. Ralf ist ja mittlerweile völlig abgefahren, er hat tatsächlich eins meiner HDRs genommen und hat daraus ein HDR auf Leinwand Leinwandbild fertigen lassen, welches er sich im Büro an die Wand gehängt hat… Das finde ich schon etwas merkwürdig, auch wenn ich mich dadurch geehrt fühle. Vielleicht kommt demnä

;chst mein großer Durchbruch und alle wollen für Millionen von Euros meine HDRs kaufen? *lach* Auch da bräuchte ich angesichts der bröseligen Rausch-Geschichte eine Kamera mit einem größeren Sensor. Mal sehen, was da demnächst so kommt, die Kamera sollte ja trotzdem klein sein.

A propos klein: Vielleicht interessiert sich der eine oder andere auch noch für die Micro-Streichhölzer kleinste Streichholzschachtel der Welt? Zugegeben, es könnte natürlich auch kleinere Matchboxes geben. Aber hier wird es sicherlich schon enorm schwierig, eins davon anzuzünden, ohne sich die Finger augenblicklich zu verbrennen. Ich sehe außerhalb des Werbegags zur Zeit keinerlei Nutzen. Habe ich was übersehen?

Zu guter Letzt: angesichts der Hitzigkeit der Streichhölzer sei auch noch eine andere Hannover-Begebenheit erwähnt, bei der sich die Gemüter erhitzen. Besagter Raschplatz (siehe oben) wird jetzt ausgebaut. 2008. Vor über 2 Jahren haben sie die Ladenbesitzer dort rausgeworfen, damit der Umbau und die Modernisierung “zügig vorangehen kann”. Dort fand sich unter anderen uns wichtigen Läden ein Klamotten-Laden namens Kicks-Fashion. Der hat also schon Ewigkeiten zu gehabt, inklusive anderer Läden aus den Passagen unterm Raschplatz. Über 2 Jahre, in der die Stadt Hannover die Zeilen leer stehen ließ und nix passierte. Und vor allem keine Einnahmen hatte. Leerstand = Mietausfall, das freut den Steuerzahler. Nun war ja glücklicherweise Kicks-Fashion Neueröffnung von Kicks-Fashion und der Besitzer sagte uns, daß die einzelnen Zuständigen sich immer noch um die Nutzung nach der Modernisierung streiten. Kommen Kneipen hin, Läden? Was auch immer. Es gibt also nichtmal ein Konzept. Da wiehert der Amtsschimmel. Wenigstens ist Kicks-Fashion wieder da! Für uns ein Muß in Hannover und gar nicht weit weg von der aktuellen Adresse findet sich dann der Billig-Goth-Laden “Mode-Rock-Center”. Endlich findet Hannover wieder etwas zurück zum dunklen Flair. Nun fehlt nur noch der C+C-Schuhladen vom Raschplatz und allet wird wieder jut! Und mal ehrlich: wo kann man sich stärker an Tristesse hochziehen als in dieser Stadt? Eigentlich müßte es die Hauptstadt der dark Gestalten sein…

Happy Halloween!

2008-10-31

Eins der wenigen lustigen Feste im eher tristen Herbst ist natürlich Halloween. Wir versuchen immer, seltsame Dinge für diesen Tag aufzutreiben und diesmal haben wir was ganz schräges gefunden: Halloween Klopapier Halloween-Klopapier! Auf der Packung sind Kürbisse zum ausschneiden, das Klopapier selbst ist mit Hexen und Kürbissen bedruckt und zu guter Letzt: es riecht nach Kürbis! Jedenfalls soll es das eigentlich tun. Eigentlich stinkt es eher bestialisch künstlich. Also echter Horror quasi! Gibt’s etwas noch Schrecklicheres als stinkendes Klopapier? Da braucht man später dann wirklich “Eine männliche Spülung!” (Zitat)

Die Uhr rechts war übrigens auch ein herrliches Gadget: Digital-Anzeige mit Totenschädeln ist doch nun wirklich ein Traum! An Halloween muß ich Cymone normalerweise bremsen, da kriegt sie fast eine Art Kaufrausch, wenn überall Schädel rumliegen. Dieses Jahr ist es leider etwas gedämpft, aber das holen wir bestimmt nach!

Wie auch immer, meinen Stammlesern wünsche ich natürlich ein fröhliches Halloween und feiert, daß es nur so kracht!

Heute endet das Festival Of Lights 2008. Und ehrlich gesagt, ich bin ein bißchen enttäuscht. Letztes Jahr waren zwar auch ein paar Doppelungen des Vorjahres dabei, aber irgendwie trotzdem mehr Innovatives. Natürlich habe ich dieses Jahr auch Fotos gemacht und bin auf die Pirsch gegangen. Und es gab auch nette Sachen, wie die Auftakt-Veranstaltung mit den Wasserspielen vor der HU Berlin. Wie auch immer, es bleibt ein schaler Beigeschmack, daß das Ganze etwas ausgeknautscht sein könnte. Vielleicht bin ich einfach nur übersättigt?

Hier jedenfalls zwischendurch mal 2 HDRs (ich überlege noch, ob ich mehr rauspumpen soll…):

Dazu ein paar Anmerkungen:

Ich empfehle dringend, auch bei den Fotothing-Seiten nochmal auf das Bild zu klicken, um die volle Größe sehen zu können. Ich lege so ziemlich alle meine Bilder im Endformat von MINDESTENS 1600×1200 Pixel (nur ein paar ältere Photo-Alben auf meinen Gallery-Seiten haben knapp 1280×960 Pixel) oder mehr in die Öffentlichkeit.

Die HDRs sind diesmal Mischprodukte, die ich mit unterschiedlichen Algorithmen zuerst mittels qtpfsgui erstellt und dann mit gimp zusammengefügt habe. Ich hatte mich früher immer darüber geärgert, wieso meine HDRs nie so gut aussahen wie die anderer Leute. Der Mix der Algorithmen plus Kurvenwert-Anpassung wirkt hier echte Wunder. Diese Bilder sind durchaus gelungen dieses Mal.

Das Bild von den Resten des Palasts der Republik dürfte übrigens ein gewisses Alleinstellungsmerkmal haben, denn die restlichen Säulen wurden wohl vor kurzem abgeräumt, hat man mir zugetragen. Außerdem sind die blauen Kappen sowieso nur eine Fremdeinstrahlung von den anderen Lichtinstallationen, die Säule sind ja eigentlich gar nicht Teil des Festivals gewesen. Wie man sieht, hätten sie aber perfekt in das Spektakel gepaßt. Tja, ich hatte Glück und der Betrachter dieses Schauspiels sollte der Einzigartigkeit dieser Komposition verfallen und mir auf Knien danken, die Füße ablecken und…*BATSCH*

(Nach Größenwahn erniedrigt worden)

Zum Runterkommen dieses. Wurzel, äh, Wusel, warst Du das? :)

Vor kurzem war hier in der Stadt ein Konzert von Emilie Autumn. Wobei Konzert nicht ganz korrekt ist, denn die Show ist mindestens ebenso wichtig wie die Musik. Ich selbst bin nicht so ein großer Fan von Frau Herbst’s Musike, aber ihre Show ist sehr, sehr, sehr, sehr gut! Doch selbst bei der Musik finde ich einen Punkt, der brachial gut ist: sie schafft es, ohne Pedale, einer Elektro-Geige Töne zu entlocken, die man sonst nur aus übelst verzerrten Gitarren zu hören bekommt. Und das im schönen Wechsel zu echter Geigen-Streicherei. Entweder der Ton-Ing drückt da heimlich ein paar Pedale (z.B. Bandaufnahme?) oder aber ihre Geigen-Kunst muß wirklich einzigartig genannt werden. Da sie schon sehr authentisch rüberkommt, tippe ich mal auf Letzteres. Grundsätzlich sind aber eher Cymone & Thilo Emilia-Herbst-Fans. Und natürlich unsere von mir wohlwollend gegrüßten Holsteiner Jungs! (inklusive einer weiblichen Begleitung)

Genug Gequatsche, Photo-Album von Emilie Autumn im K17, Herbst 2008 hier befindet sich die neue Gallery zu Emilia Herbst und ihrem Auftritt im K17. Natürlich gibt es bei Konzertauftritten immer Kamera-Probleme. Das fängt schon damit an, ob sie überhaupt Kameras reinlassen. Das K17 ist bekannt dafür, daß sie mal rumeiern und mal komplett verbieten, aber so richtig ok sind Kameras irgendwie nie. Das scheint diesmal anders gewesen zu sein, denn es waren auch Leute mit Dicke Kameras beim Emilie Autumn Konzert richtig fetten Kameras dabei, von denen ich nicht glaube, daß es alles Presse-Fuzzis waren. Ich hätte also auch eine höherwertigere Kamera mitnehmen können, stattdessen nahm ich leider meine kleine Samsung mit. Also ich bin der Meinung, daß das Kamera-Verbot bei Konzerten fallen sollte, denn die Handy-Bilder sind heute auch nicht ohne und ein Handy hat irgendwie jeder. Da kommt’s nicht mehr drauf an, ob jemand mit einer DSLR in ein Konzert kommt oder nicht. Nunja, meine Ergebnisse dank der kleinen Kamera sind nun relativ: Die geblitzten Bilder sind so lala, dort habe ich aber massive Probleme mit roten Augen. Bei der Korrektur dieses Umstands stieß ich auf heftigste Probleme: Gimp kommt überhaupt nur mäßig damit klar, f-spot war eher eine Zumutung und auch Windows-Tools, die durchaus mit wine unter Linux liefen, brachten miserable Ergebnisse. Von Hand war ich auch nicht besser und so blieb nur noch das von Dimitri empfohlene Picasa von Google übrig. Auch Picasa (hui, sogar als DEB-Paket für Debian/Ubuntu!) ist nicht das Gelbe vom Ei, was Rot-Augen-Reduktion betrifft, aber dieses Tool war trotzdem um Längen besser als alle anderen zusammen!

Natürlich gab es nach wie vor Probleme mit Bildern, auf denen zu viel rotes Licht strahlt. Dort kann man die automatische Augenkorrektur vergessen, das müßte man von Hand korrigieren.

Doch ich habe auch ohne Blitz Bilder gemacht. Davon sind eine große Masse im Orkus verschwunden (insgesamt 470 Bilder, knapp Hälfte Blitz, knapp Hälfte nicht und halbwegs ok waren am Schluß 250, wobei nur noch wenige Bilder davon ohne Blitz sind), weil ich entweder die Belichtungszeit unter 1/10s kriegen mußte (zu dunkel oder zu verwackelt) oder die ISO-Zahl hochdrehen mußte (zu bröselig, ein paar 200er und 400er haben’s gerade so geschafft). Also alles nicht das Gelbe vom Ei. Klar, eine fette Spiegelreflex kann das besser und diesmal hätte man sie wohl auch reinbekommen. Aber so viel würde ich sowieso nicht mit mir rumschleppen wollen. Ich liebäugel ja mit der Panasonic Lumix G1, denn das ist die erste “kompakte DSLR”. Weil ihr der Spiegel fehlt, ist sie kleiner und kompakter und hat trotzdem einen relativ großen Sensor, verglichen zu Bridge- und Kompaktkameras. Hätte ich die dabeigehabt, wären die Bilder perfekt geworden. So kann man in der höchsten Ansichts-Stufe (immer bis zum Schluß durchklicken, die Bilder!) sehen, daß nicht alles Gold ist, was meine Aufnahmetechnik betrifft.

Übrigens: auch ich habe mir erst zur Zeit der digitalen Kameras einen Kopp um Fotografie gemacht, weshalb ich immer noch im Lernstatus bin. Ich habe aber in den letzten Jahren viel dazugelernt und viele Hürden umschiffen können. Bisher habe ich für meine Lernbemühungen gut 70.000 Bilder mit ca. 4 Kameras gemacht, das hat schon so seine Zeit gekostet, bis man das auf dem Bild hat, was man haben will. Wer den schnelleren Weg gehen will, kann z.B. diesen wirklich guten Online-Fotografie-Kurs besuchen und dort ein bißchen Grundlagen lernen. Es lohnt sich!

Angesichts fallender Börsen kommen manchmal durch die Panik in den Medien komische Dinge zusammen. La Reina de las Calabazas und ich zappten uns ein bißchen durch’s TV-Programm. Bei einem Programm war unklar, was für eine Art Streifen das sein sollte. Also Videotext angeschaltet, dort stand: “Weltuntergang”
Die Kürbiskönigin fragte prompt: “Ist das ‘ne Livesendung?”

So kann’s kommen. Aber wo wir gerade bei negativen Botschaften sind, habe ich noch eine weitere: Das Preisausschreiben vom September hat leider keinen Gewinner. Am dichtesten lag El Schwabo dran, hatte aber so viele Vorschläge, daß er sich letztlich für den falschen entschied. Platz 2 geht an Fridtjof, denn er hatte wenigstens eine halbe Lösung angeboten. Ralf dagegen lag völlig falsch. Und die anderen 1000 Zuschriften erwähne ich hier mal nicht. Die richtigen Lösungen: Bier auf Malle, ganz klar und blind beim Bäcker in Berlin.

Soviel zum Negativen, kommen wir zum Positiven. Am Wochenende gab es eine Demo gegen den Überwachungswahn, auf der doch langsam mal mehr Leute erschienen sind. Ich war natürlich zu faul, aber 14 Uhr ist wirklich heftig früh am Wochenende. Aber immerhin sieht man, wohin die Reise geht. Fefe hatte richtig erwähnt, daß der Datenschutz doch langsam im Mainstream ankommt, Telekom und anderen Firmen und Staatsbehörden sei Dank. Natürlich werden sie es versemmeln, denn nun wird man für Promis eigene Datenbanken machen, um die Promi-Daten von den Pöbel-Daten zu trennen. Wie auch immer, Daten, die da sind, werden frei kommen, wir wissen es alle. Insofern ist es doch ein bißchen wie die Finanzkrise. Der Datenschutz-Karren ist tief im Dreck, es wird ein bißchen rumgedoktert und in einem Jahr wird so manche Existenz vor einem Trümmerhaufen stehen, weil dann der Datensupergau läuft.

Immerhin gab es auf der Demo sogar einen Bezug zu Arschüberwachung meinem wichtigsten Thema, nämlich der Arschüberwachung. Bin ich voll dafür, solange sie dick genug sind, bruhahaha! Ich empfehle dringend diese Gallery, denn dort sind noch viele andere lustige Bildchen zu sehen. Das scheinen auch die offiziellen Bilder des Arbeitskreises Vorratsdatenspeicherung zu sein. Glückwunsch zu dieser wirklich guten Bild-Dokumentation der Demo! Meine Favoriten (außer der Arschüberwachung, das ist ja supertopp!) sind diese:

Also eigentlich zum ersten Mal seit Jahren Licht am Horizont. Ob die verlorene Freiheit schon zum Greifen nah ist, sei dahingestellt, aber man muß auch mal positive Effekte der ganzen Datenverlust-Diskussionen sehen. Jeder weitere Datenskandal wird zu heftigeren Datenschutzgesetzen führen müssen, spätestens wenn der Otto-Normal-Bürger nur noch Kosten und Rennerei hat, weil jemand in seinem Namen einkauft usw. Noch üblere Effekte wäre durch Portale wie rottenneighbourhood.com plus Datenverlusten erzielbar. Ich sehe schon die nächsten Nachbarschaftskriege, die im TV übertragen werden, das wird der Renner.

Aber da wir gerade beim Stichwort Rennen sind, welches bekanntlich mit Sport zu tun hat: Ich habe mir eine Pulsuhr gekauft. Auf der IFA hatte mich ein Mann eines Puls-Uhr-Herstellers überzeugt, mir sowas zuzulegen, weil man so der drohenden Verfettung etwas konzentrierter entgegentreten kann. Und die droht bei mir gerade im Winter, weil ich da weniger Fahrrad fahre.

Das Gerät ist jedenfalls von Sigma, war recht günstig und besteht aus 3 Teilen: einer Armbanduhr mit Funkempfänger, einem Brustgurt mit Sender und einem Aufsteckteil für’s Fahrrad, auf das man die Uhr schnallen könnte, wenn man denn will. Der Gurt nervt zwar ein bißchen, aber scheinbar gibt’s keine bessere Meßmethode. Interessanterweise ist die Gummierung unten der Sensor und der muß feucht gemacht werden. Dient außerdem auch als Elektrode, sonst läuft der Sensor die ganze Zeit und die Funkerei macht die Batterie alle.

Zuerst muß man mal sagen: das Ding funktioniert. Ob die Kaloreien-Berechnung stimmt, weiß ich nicht, da man es aber relativ individuell einstellen kann (Größe, Gewicht, Alter), könnte es hinkommen. Ich habe im Ruhezustand (TV gucken) einen Puls von 60 und am Rechner so ca. 80 Schläge pro Sekunde. In diesem Ruhezustand brät man ca. 250 kcal pro Stunde weg. 2 Stunden ruhig sitzen ca. ein Mars-Riegel. :)

Jetzt wollte ich natürlich testen, wie sich mein Trainingslimit anfühlt. Das liegt nämlich bei 135-145 bpm. Hier verbrennt man relationell gesehen viel Fett. Klar brenne ich darüber mehr Fett weg, aber auch mehr Kohlenhydrate, was zu Hunger führt und die ganze Sache zunichte machen könnte. Heute hatte ich das mit dem Fahrrad getestet. Ich muß mindestens 25 km/h fahren, um die 140 bpm zu erreichen. Und das konstant zu halten war doch schon recht heftig. Übrigens geht der Funkverkehr auch durch irre viel Kleidung durch. Ach ja, Bilanz: 100 kcal/10 min., also knapp 600 kcal/h. Knapp überm Doppelten vom Ruhezustand. Macht man sich sonst ja gar keine Gedanken drum, fand ich interessant.

Gestern dagegen hatte ich das Teil zusammen mit der WII ausprobiert. Beim WII Boxing komme ich heftig ins Schwitzen und was passiert: Der Puls steht bei 0, No Signal. ARGL! Weitere Versuche ergaben: die WII-Remote labert in das Signal des Brustgurts rein und bringt die Uhr durcheinander. Es lag nicht an der Bewegung des Handgelenks und auch nicht an den Kontakt-Sensoren! Tja, schade, denn ein paar mal kam Kontakt zustande, da war mein Puls bei 160, was weit außerhalb meines Tra
in
ingsziels war. Gut zu wissen, muß ich mich bei WII Boxing also etwas zurückhalten. Interessanterweise war Sport mit der WII Fit kein Problem, wahrscheinlich weil der Brustgurt weit genug von dem Funksignal des Trainingsgeräts entfernt war. Aber bei WII Fit komme ich eher selten auf die 140, nur bei den Aerobic- und Muskel-Übungen. Balance und Yoga liefern nur knapp 120 bpm, das ist zu wenig.

Fazit: Lieber Pulsuhren besorgen, die WII-tauglich sind. Aber ansonsten ein gutes Kontrollwerkzeug um seinen inneren Schweinehund auf Linie zu bringen. Allerdings nervt der Brustgurt doch erheblich. Leider scheint es keine guten Ersatzlösungen zu geben. Falls da also jemand mehr weiß: nur her damit!

Endlich mal eine Überschrift, mit der mich niemand bei Google finden wird…

Ich lese ja oft diverse Blogs und schnappe das eine oder andere neue oder zusammengesetzte Wort auf. Vieles fällt irgendwann in meinem Hirn wieder runter. Aber es gibt Worte, die sich durchsetzen. Mermgfurt z.B. Bruhahaha! Aber im Ernst: mein Namensvetter Udo Vetter (Haha) hatte über einen sehr schrägen Fall berichtet, bei dem Bargeld als Indiz für eine BTM-Anklage reichte. Das alleine ist schon hirnrissig genug, ich habe auch schonmal 1000 Euro aus dem Automaten gezogen, obwohl ich von Drogen so weit entfernt bin wie unsere Galaxis vom Urknall. Nunja, unser Rechtssystem hat leider häufig die gleiche Entfernung zum gesunden Menschenverstand. Worauf ich eigentlich hinaus wollte, war der Vorschlag der Kommentatorin “Birgit” im Kommentar Nr. 17:

“Ob man so gesehen nicht Finanz- und Gesundheitsministerium zusammenlegen sollte? “Morbiditätsorientiert” sind sie dort doch auch,
[...]”

Nicht nur, daß der Vorschlag, Finanz- und Gesundheitsministerium zusammenzulegen, bemerkenswert gut ist. Nein, auch das Begründungswort hat mir sehr gut gefallen: “Morbiditätsorientiert”

Ich glaube, das werde ich ab jetzt in Bewerbungsschreiben bei Jobsuche oder so mit angeben: “Ich bin morbiditätsorientiert und hatte deshalb ausgiebig mit unseren wichtigsten Bundesbehörden zu tun.” Hm, letzter Halbsatz klingt nach einem Steuerentzieher mit Herzinsuffizienz, also auch nicht gut.

Ich stelle aber häufig fest, daß auch der nicht-dunkel-liebende Teil der deutschen Gesellschaft ins Morbiditätsorientierte abdriftet. So hatte ich ein interessantes Gespräch bei Lidl an der Kasse mit anhören dürfen. Die Kundin, die gerade dran war und die Kassiererin kannten sich wohl, jedenfalls wurde da eifrig geduzt.

Kassiererin: “Sag mal, bist Du schon wieder schwanger?”
Kundin: “Wieso? Sehe ich so aus?”
Kassiererin: “Naja…”

Das Gespräch ging durchaus noch weiter, echter Präkariats-Style (“Ey alta, voll fett Mann, ey, bissu auch Präky, ey?”), aber ich halte mich da mal bezüglich der gegenseitigen Anschuldigungs-Äußerungen zurück. Jedenfalls hatte ich die ganze Zeit gedacht: Das müßte sich ein Mann mal leisten und eine dicke Frau fragen: “Sag mal, bist Du schon wieder schwanger? Du siehst so fett aus?” Klar ist letzterer Satz bei den beiden Frauen nicht gefallen und man hat den Zwist ein wenig “durch die Blume” ausgetragen, nichtsdestotrotz würde man als Mann mit so einer Äußerung nicht unter 3 Pelzmänteln und 2 Karibikurlauben davonkommen. Oder sogar einer Scheidung. Gemessen an Finanz- und Gesundheitsministerium also sehr morbiditätsorientiert: Mann und Frau zerzanken sich, geben viel Geld zur Versöhnung aus oder führen einen teuren Scheidungskrieg und beide Parteien bekommen zusätzlich Magengeschwüre. Es stellt sich mir die Frage, ob man den Mini-Streit auch unter Frauen als morbiditätsorientiert klassifizieren könnte. Vielleicht, wenn die beiden sich so zerzanken, daß sie nicht mehr miteinander reden? Am Schweigen gehen Frauen ja bekanntlich kaputt und dann kommt Kompensations-Schokolade (auch ein schönes Wort, wenn auch zusammengesetzt), was zu Geldausgaben und Gesundheitsproblemen führt.

Also ganz klar: Die unbekannte Birgit aus dem Lawblog hat Recht! Gesundheits- und Finanzamt gehören zusammen!

MORBIDITÄTSORIENTIERTHEIT RULEZ!

Und da wir gerade bei bizarren Worten sind, kommen wir nun zu einer Story der anderen Art. In Japan gibt es eine Firma, die Exoskelette herstellt. Das ist sinnvoll für Behinderte (meist Querschnittsgelähmte), die kommen dann aus dem Rolli raus, aber es gibt natürlich auch industrielle Anwendungsgebiete. Wer einmal Alien gesehen hat, wie Ripley den Stapler-Roboter bedient, weiß was ich meine. Da kann man dann ein paar Kilo oder auch Tonnen mehr heben als sonst. Und genau das sollen die Exoskelette dieser Firma auch leisten, ein Mensch kann demnach knapp 5x mehr Tragen als sonst, also vergleichbar einer Ameise oder Spinne. Ihr denkt ich spinne? Keineswegs, hier ist der Artikel dazu.

Jetzt ist die Idee ja sowieso schon Science Fiction, aber diese Firma geht diverse Schritte weiter. Sie kürzen ihre Exoskelette, die es in verschiedenen Ausführungen gibt, mit “HAL” ab. Noch dazu sind die Dinger teilweise “verschönt” mit LEDs usw. und erinnern schon ein wenig an Terminatoren. Und jetzt der Knüller: die Firma hat sich den wunderbaren Namen “Cyberdyne” gegeben! Wäre der 1. April, ich hätte all mein Geld darauf verwettet, daß das Fake sein muß. Aber damit bin ich schon bei Skynet fast auf die Fresse gefallen. Im größeren Britannien hat man nämlich einen der Haupt-Militär-Computer so genannt. Der hat wie sein Film-Vorbild auch schon lustige Fehler gehabt, natürlich völlig unbeabsichtigt, hat ja schließlich kein Bewußtsein, das Ding, Haha. Mir stellt sich nur die Frage: Hat den auch Cyberdyne gebaut? Vielleicht ist die Story hinter Terminator gar keine Science Fiction, sondern wahr? Regiert in Kalifornien eine Maschine aus der Zukunft?

Was aber leider wahr ist: der Herbst kommt. Thilo hat es klar an Marienkäfern festgemacht. Und auch ich kann Marienkäfer Porn Marienkäfer-Porn (“Ja, mach’s mir von unten, Du Sau!”) hinzufügen. Dumm nur: mein Fahrradtacho ist dieses Jahr gerade erst bei 1800km angekommen. Das ist ein bißchen wenig, eigentlich sollten 2000-2200km drin sein. Was muß der diesjährige Sommer Scheiße gewesen sein…

Vielleicht sollte man sich mit ein paar Büchern über den Winter einpacken und einfach nicht mehr vor die Tür gehen? Allerdings nicht mit dieser Art Ebook-Reader-Schrott. Der Witz am digitalen Lesegenuß ist ja gerade der, daß ich NICHT BLÄTTERN muß! Dabei auch noch mehr Zeit zu verlieren als bei einem normalen Buch macht Lesen zur Totnummer. Ein Ebook-Reader ohne anpaßbares Autoscroll (auch bei PDF-Dateien!) wird auf dem Markt Schiffbruch erleiden, da kann er noch so lange Batterielaufzeit haben. Mittlerweile nerven mich Standard-Bücher, weil man umblättern muß. Wann kommt Autoscroll auch für die analoge Welt? :)

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