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Archiv für die Kategorie ‘Berzerk’

Boh, was für eine Mischung in der Titelzeile! Da leckt sich die Boulevardpresse sogar die Zehennägel für ab! Aber machen wir das Intro ein bißchen aufgelockerter…

Fefe lästert ja immer über den Spiegel und schimpft ihn “das ehemalige Nachrichtenmagazin”. Ich finde das nur bedingt fair, denn ziemlich viele Stories werden von dort angestoßen. Nicht immer zum Besten, aber mal ehrlich: welcher Verleger ist frei von Polemik (verkauft sich gut), Sensationsmache (verkauft sich halt besser) und Lobbyismus (ohne politischen Arm wird man zermalmt)? Insofern lasse ich mich nicht davon abhalten, hin und wieder den Spiegel Online zu lesen, denn verglichen mit Bild & Co. ist es ja schon fast echter Journalismus. Da man den sowieso nur bei kleinen Blogs erwarten kann (die dafür meistens aus dem Netz geklagt werden, wenn sie wirklich mal Insider-Infos veröffentlichen), ist das schon ok für so’ne große Bude.

Kommen wir deswegen mal zum ersten Aufmacher. Hier beschreibt der Spiegel sehr schön, wie man jetzt die Atom-Sicherheit noch ein bißchen aufweicht. Klar, nach heftigsten Problemen in Japan muß man das ja machen, um auf technisch gleiche Höhe herabzusteigen zu kommen. Aber mal ernsthaft: ist die Lobby hier komplett durchgeknallt? Ist das der Schritt zum beschleunigten Selbstmord einer Branche? Klingt fast wie die Erfindung von DRM für die Medien-Branche: “Selbst das Genick brechen für Dummies, mit anschaulichen Illustrationen!”
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…aber dann wieder weiter bei Virtualisierung und verschlüsselten Netz-Diensten!

Aber bleiben wir mal kurz beim aktüllen Atom-Problem: daß es die Franzosen mit in die Anti-Atom-Welle zieht, hätte ich ja nicht gedacht. Bisher war das ja logisch. Eine Nation, die immer noch die Zigarette als französisches Nationalsymbol hochhält (obwohl auch dort mittlerweile das Rauchverbot um sich greift), kann gar nicht gegen Atomkraft sein. Der Lungenkrebs rafft sie früher hin als Strahlung es je schaffen könnte. Gut, das ist ein bißchen gegen die aktuelle Statistik polemisiert, aber ich denke mal, das könnte es sein, was der Franzose mit Baskenkäppi, Baguette unterm Arm und auch dem sonstigen Aussehen von SuperDupont so gedacht haben könnte in der Vergangenheit. Und die Tatsache, daß den Asiaten, gerade den 100%-igen Japanern, die alles immer und überall perfektionieren und richtig machen, daß denen noch nie was um die Ohren geflogen ist. Das sind schließlich die Könige der Technik! Und dann passiert ausgerechnet in Japan ein GAU. Da könnte man schon auf den Gedanken kommen: wenn das disziplinierteste und technisch am weitesten entwickelte Land der Welt es nicht schafft, diese Technik zu beherrschen, ist Atom-Technik dann überhaupt von jemandem beherrschbar? Sollte man mal drüber nachdenken.

Aber zurück zu den weniger wichtigen Technik-Themen.
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Klaut die Cloud!

2011-03-15

Also theoretisch müßte man jetzt was über Japan, Tsunamis, Atom-SuperGAUs usw. schreiben. Das machen aber schon genug andere und ehrlich gesagt, mir reichen diese Bilder so langsam. Es ist grauenhaft, ja. Aber Japaner sind auch deshalb so ruhig, weil die immer mal wieder in ihrer Geschichte voll auf die Fresse kriegen, die können damit besser umgehen als jeder andere von uns. Insofern: ich glaube an deren Wiederauferstehungskraft: Erneuerung! (Bitte ohne Karussell…)

Deshalb werde ich jetzt niemanden enttäuschen und weiterhin technisches Gesülze von mir geben. Heute mein Thema: Die Cloud!
(Nein, es soll nicht heißen “Stirb Wolke!”…)
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Herrje, wo soll man anfangen? Am Besten beim Namen. Die Domain dicke-aersche.de hat nun einen sehr weiten Weg hinter sich. Angefangen hatte es als Gag, dann wurde eine Webseite bei 1&1 daraus und schließlich fand sich das Gesamtkonglomerat auf einem VServer bei vlinux.de wieder. Dann kam auch mail hinzu und sogar ein Blog, diverse Reiseberichte und Remote-Tools, damit man von überall auf der Welt einen sicheren Hafen anfahren kann.

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Man glaubt es kaum, aber es tut sich mal wieder was auf diesem Blog. Und das ist gleich doppelt ein Wunder, denn ein Virus zwingt mich des Öfteren zum Anbrüllen der Kloschüssel, insofern könnte es beim Tippen dieser Zeilen manchmal holprig im Text werden.

Das Doppelte daran ist, daß ich in letzter Zeit etwas im Streß war und trotzdem gar nicht so viel Berichtenswertes passiert ist. Aber nun!

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Die Fotosache …

2011-01-08

… geht weiter. Klar, der Dark Market war nun kein Verkaufshit. Das war auch nicht zu erwarten, die dortige Kundschaft muß schon stark auf den Cent achten. Für mich war das eher ein Test, was von den Bildern verkaufbar ist, was nicht und wie die Leute auf die Bilder sowie die Preisgestaltung reagieren. Und ich muß sagen: was mein “Gefühl” betrifft, war es super! Es gab faktisch keine offene Kritik, kein “Kann man auch selber machen”, kein “zu teuer” usw. Die einzige Sache, die mir auffiel: mit Insekten kann man keinen locken. Warum, ist mir persönlich heierschlaft, es wurde ja sogar leichtes Interesse an den Insektenbildern bekundet. Aber die hat niemand in die Hand genommen oder ist ihnen näher gekommen. Und letztlich reden wir hier von Publikum, das sich sonst mit Schädeln usw. schmückt, also sowieso andere Vorstellungen von Geschmack und -losigkeit hat. Tja, das war so ziemlich die einzig bittere Pille, ansonsten bedanke ich mich (wenn auch mit einem Monat Verspätung) bei Daisy und Ørlog, die mir bei meinem Einstand in Verkaufsdingen sehr geholfen haben und natürlich bei der Kürbiskönigin, ohne die ja sowieso nix geht. :)

Tja, ich hatte Fotos aufgehängt, auf einem Tisch präsentiert, punktuelle Lampen draufgesemmelt, auf einem Laptop einen Katalog im Dauerlauf laufen lassen und natürlich diesen Katalog auch in gedruckter Form gehabt, damit Leute auch später nachbestellen können. Denn ich kann ja schlecht jedes Bild in jedem Format vorhalten. Und nun ist die Online-Version soweit, hier ist der

UWP-Fotokatalog!

Um es ganz klar zu sagen, das ist hier alles auf Zuruf, ich habe keinen Shop hier und ich werde auch keinerlei AGBs oder irgendwas dazupacken. Wenn jemand Bilder aus diesem Katalog ordert, dann ist das quasi ein Privatverkauf von Person zu Person. Momentan bin ich noch nicht bereit, aus sowas ein Gewerbe zu machen, es ist ein Hobby und wenn jemand diese Bilder an seine Wand hängen will, können wir über alles reden. Machbar sind die Materialien Alu-Dibond (teuer), Holz (MDF, billig) und Acryl (Alu mit Acryl-Oberfläche, sehr teuer!). Desweiteren steht natürlich auch laminiertes A4 zur Verfügung (sehr billig, sieht auch billig aus), falls jemand einfach nur mal in größer sehen will, wie die Bilder aussehen könnten.
Größentechnisch geht alles bis 1,20m (längste Seite) relativ problemlos, darüber wird’s dann nicht unmöglich, aber schwierig. Die übliche Mail-Adresse für Preis- oder andere Anfragen: uwp at dicke-aersche.de.

Ach ja, vielleicht noch dieses: Frohes neues Jahr!
Der Grund für die kleine Verzögerung: Ich hatte da in den letzten 2 Wochen ein leichtes Arm-Problem. Dabei war mir aufgefallen, wie stark rechtshänderisch ich bin, ziemlich heftig, mit links kann ich fast nix! Heute ist der erste Tag, an dem ich schmerzfrei tippen kann, aber ganz weg ist die kleine Unannehmlichkeit noch nicht. Immerhin ging Maus schubsen, da scheint man irgendwie andere Muskeln zu nutzen. Naja, alle 2 Jahre habe ich ja generellen Bodenkontakt, ich versuche, das die nächsten Winter zu verbessern, versprochen! Also in Richtung “weniger Bodenkontakt”…

Ich erzeuge seit einigen Jahren Fotos jeder Art, hauptsächlich HDRs und Makros. Die Qualität ist durch bessere Technik (von Bridge zu DSLR) durchaus akzeptabel geworden. Man beachte den Fotothing-Link oben rechts und vergleiche selbst über die Jahre. Allerdings hatte ich mir über Verkauf oder so nie einen Kopf gemacht. Trotzdem lagen mir Cymone und diverse Kollegen im Ohr mit der Aufforderung, doch mal den Verkauf von Bildern anzudenken. Einerseits ist das natürlich ein schönes Kompliment. Andererseits kommt es von Leuten, die mir sowieso wohlgesonnen sind und insofern vielleicht etwas befangen sind.

Dann kommt natürlich der Geld-Anteil zur Überlegung dazu. Um die Bilder ordentlich zu präsentieren und Business-Model-fähig zu machen, müssen nicht geringe Zahlungsmittel aufgewendet werden. Bei diesem exorbitanten Exodus von Hart-Devisen ist nicht klar, ob auch ein gewisser Revenue Einzug hält, will sagen: ob auch Schütte zurückkommt. Ich bin da etwas skeptisch, andererseits sehen die Dinger in ansprechend gestalteter Ausführung durchaus gut aus. Aber wir alle wissen, wie es um die Money-Situation des Standard-Berliners steht. Er ist genauso überschuldet (pwned!) wie die Stadt selbst und kann höchstens 5-10 Euronen klarmachen, auch zu Weihnachtszeiten, ohne neue Hypotheken auf seine Mietwohnung aufzunehmen. Da schon die Produktion deutlich über diesem Price-Range liegt, kann ich wahrscheinlich einpacken und direkt Chapter 11 (Insolvenzia, US-Style) anmelden bis hin zum Bankrupt (neu-german word for: “Ick hab nüscht mehr!”). Zur Not habe ich halt ein paar superteure Weihnachts-Geschenke für die liebe Verwandtschaft, spart ja auch Einkaufszeit.

Der geneigte Leser wird sich wahrscheinlich fragen: Wo bleibt die geneigte Leserin? (Das war eine Testfrage, um die Aufmerksamkeit zu erhöhen) Die richtige Frage lautet: wo wird denn der Bildverkauf stattfinden? Und wann? Da sage ich nur:

Sonntag, 12.12.2010, von 13-19 Uhr
Dunckerclub
Dunckerstraße 64
Berlin Prenzlauer Berg

Ich habe zur Zeit 36 Bilder im Programm, die ich jetzt aber nicht alle komplett in allen Größen vorbereitet habe. Laut aktueller Rechnung wird es 16 auf MDF-Platte (eigentlich 17, aber das Fetteste, ein Panorama, wird wohl bis Sonntag nicht mehr fertig werden *schnüff*) geben und 30 auf lamierten DIN-A4-Hochglanz-Ausdrucken (Profi-Style!). Es wird aber einen vollständigen Katalog geben, damit man, falls doch erhöhter Bedarf besteht, Bilder nachbestellen kann. Ich hoffe, ihr alle kommt zahlreich und unterstützt mich wenigstens moralisch! Natürlich nehme ich Barleistungen in nicht geringen Mengen entgegen. Bedenkt doch mal, was “ein echter UWP” in ca. 10 Jahren wert sein könnte! Eine enorme Wertsteigerung liegt vor euch, mit geringer Volatilität (außer raise natürlich) und sagenhaften Hebelwerten (raise-raise)! Soviel holt ihr sonst nur mit Knock-Out-Papieren raus oder z.B. beim Online-Poker! Hedgefonds sind ein Dreck dagegen, alles L4m3r! Ich rufe allen da draußen an den Monitoren zu: VERGESST LOTTO, KAUFT MEINE BILDER!

Uff, ich glaube, trotz des Markt-Geschwalles bin ich noch knapp unterm Bullshit-Bingo durch, oder?

Stimme aus dem Off: “BULLSHIT!”

Damn! :)

Was für eine Woche! Zuerst die Wikileaks-Nummer: Die Medien ereifern sich über den Amateur-Verein, der interessanterweise mehr Material hat, als die ach so hoch-investigativen Journalisten. Die Politik ist erbost, schreit “Terror, Terror” und würde am liebsten das ganze Internet nicht mehr reinlassen. Erinnert mich immer an Honey, der Lindenberg nicht im Lampenladen auftreten lassen wollte. Tja, wenn große Diktatoren klein beigeben müssen, werden sich auch unsere Obrigkeitsvertreter mit Dreck bewerfen lassen müssen. Außerdem ist man die Bissigkeit ja von Titanic & Co. gewohnt, ich sehe also nicht, wo da das Problem sein sollte. Da waren ja nun nicht wirklich supergeheime Informationen dabei. Im Grunde eine Explosiv-Klatsch-und-Tratsch-Sendung der absoluten High-Society. Gut, hätte man sich vorher denken können, daß auch das nur Menschen sind, die die gleichen Fehler und Macken haben wie andere auch. Sah halt nur im TV immer schicker aus, war ja auch gut inszeniert. Diese Inszenierung fällt nun weg, was wirklich kein Verlust ist. “Runter vom Roß!” rufe ich den Politik-Verstümmlern zu, damit sie irgendwann vielleicht auch mal was im Sinne des Bürgers machen und nicht nur für spezielle Klientel.

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Da kommt man aus dem Urlaub zurück (so gegen 23:15 Uhr), macht eine kurze Abladung der Koffer at Home (so gegen 0 Uhr), fährt mal kurz zum Dämonenball (so gegen 1 Uhr) und dann bemerkt man, daß man noch viel mehr kulturelle Vielfalt in Berlin hat, als man sowieso immer annimmt. Denn:

Das FESTIVAL OF LIGHTS 2010 beginnt HEUTE!

Ich habe mir erlaubt, schonmal etwas vorweg zu nehmen:

HDR: Berlin, Festival Of Lights 2010, Funkturm HDR: Berlin, Festival Of Lights 2010, Funkturm

Ich denke, da werden noch weitere folgen. Und vielleicht auch thematisch andere, mal sehen. Habe schließlich neue Tierchen-Bilder im Gebäck, bruhahaha…

Zuerst mal etwas Nerviges:

WordPress ist absolut unhaltbar, wenn man irgendwie SSL einsetzen will. Ich habe mir damit die ganze Seite zersägt, nur weil ich den Admin-Krempel im HTTPS halten will. Dementsprechend war das Blog seit Freitag offline. Tja, irgendwie ist das alles nicht das Gelbe vom Ei. Die Idee, alles unter SSL laufen zu lassen, ist auch schlecht, weil ich nur ein self-signed Cert habe und zwar für eine IP aber diverse Hostnamen. Das ist alles Krampfe. Naja, keinen Schritt weiter gekommen, aber immerhin läuft’s wieder.

Aber kommen wir mal zu etwas Angenehmen. Vor einiger Zeit flatterte mir eine Einladung von der Hessischen Landesvertretung ins Haus. Ich war etwas perplex, weil mit Hessen hatte ich noch nie etwas am Hut. Dachte ich. Und dann stand da: Prof. Dr. Horst Zuse lädt ein zur Vorführung des Nachbaus der Zuse Z3. BOAH! Hammer! Als Nerd muß man da natürlich hin!

Vielleicht sollte ich noch erwähnen, woher ich den guten Mann her kenne. Ich habe als Student beim Informatik Rechnerbetrieb der TU Berlin gearbeitet und das Zimmer neben meinem war seins. Ich hatte mir da nie einen Kopf drum gemacht, daß neben mir eine Berühmtheit der Computerindustrie saß, selbst wenn, ich ordne da eher nach Leistung ein. Und schließlich war es ja sein Vater, der die Z-Maschinen gebaut hatte. Horst Zuse stand für mich für Software-Metrik. Ein Thema, welches eigentlich wichtiger in der Welt der Bugs sein sollte, denn ökonomisch geschriebene Software hat auch deutlich weniger Fehler. Aber das Thema ist leider auch sehr trocken, insofern gar nichts für mich und eben leider viele Programmierer da draußen. Wie auch immer, ich war mir nie der Tragweite der ganzen Geschichte hinter diesem Mann bewußt und selbst später, wo ich mitbekam, wer sein Vater war, so ändert sich ja nicht die Beziehung zueinander, ich blieb oft genug ein bißchen respektlos, würde ich sagen. Naja, wer mich kennt, weiß, daß ich das nicht böse meine, aber ich laber nunmal oft, was ich so denke…

Wie auch immer, nun flatterte diese Einladung rein und ich sah den Mann auf einmal in einem ganz anderen Licht. Über ein Jahr (!!!) hat er an dem Ding rumgebastelt, mehr oder weniger ganz alleine. Hat versucht, günstig Relais und andere Gerätschaften zu bekommen, Sponsoren aufzutreiben, hat sein Arbeitszimmer in ein totales Chaos verwandelt (Cymone guckte mich immer schräg an, ich mußte beteuern, mein Chaos sei Zufall und keine Hommage an Horst Zuse), seine Frau war bestimmt total angenervt. Er hat sich durch unvollständige Manuskripte gewühlt, mußte mühselig die Fehler in den Aufzeichnungen seines Vaters korrigieren, undundund. Einen Haufen Arbeit erwähnte er während seines Vortrags und ich muß sagen: jetzt ist er für mich fast sowas wie ein Gott der Informatik! Ich selbst hätte das irgendwann hingeworfen, bei den Querelen, über die er da berichtet hat. Aber Respekt: er hat durchgehalten!

Hier mal ein paar Impressionen von den Gerätschaften:

Und ja: er hat das Ganze vorgeführt! Er hat 1+1 zusammengerechnet! Mit klackernden Relais! Und dann nach links in das 768 Bit fassende RAM verfrachtet! Das zweite RAM-Modul ist leider noch nicht ganz fertig, aber dieses Jahr war 100 Jahre Konrad Zuse und nächstes Jahr ist 70 Jahre Z3. Er hat also noch ein bißchen Zeit.

Ich war schwer beeindruckt! Und wer mich kennt, weiß, daß das nicht einfach ist, mich zu beeindrucken! Die Maschine selbst wird nun auf Wanderschaft gehen inklusive seines Vortrags, der übrigens noch dazu SEHR unterhaltsam war! Er hat die ganzen Anekdoten mit aufgenommen, wie Bill Gates den Apple Macintosh lobt, woher der Name “Bug” kommt (eine Programmiererin hatte eine tote Mücke im Relais entfernt und nannte es einen “Bug”, weil sie annahm, es sei ein Käfer) undundund!

BTW, die Dinger wurden damals tatsächlich verkauft an Firmen, welche sie wirklich einsetzten. Jaja, es gab auch Zeiten vor dem Taschenrechner! Da war man für jede Beschleunigung dankbar. Die ganze Veranstaltung war natürlich auch sehr nett. Das Essen und die Bewirtung insgesamt war gut, ich habe eine Menge alter Kollegen getroffen, die Reden der Politiker waren nicht lang und noch dazu unterhaltsam. Und es hat noch ein Herr Professor vom Mathematicum die Zukunft der IT kurz umrissen. Relativ düster. Aber da steht unsereins ja drüber, was? Der Master des Abends war am Ende ganz schön fertig, welch Wunder. Mußte er sich den halben Abend die gleichen Fragen anhören und sich dann auch noch mit so ‘nem komischen Typen wie mir ablichten lassen. Und mit vielen anderen auch. Aber es war SEIN Abend und ich ziehe den Hut in Ehrfurcht vor ihm! Bravo!

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