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Artikel mit Tag ‘Markt’

Halleluja, ein ganzes Jahr ohne einen Post!

Keine Ahnung, wie das passieren konnte. Aber es ist passiert. Es war zeitlich alles schwierig, aber das allein ist natürlich keine Entschuldigung. Es gab schlicht und einfach wenig Themen, die sich bei mir festgesetzt hatten. Nun habe ich aber wieder eins: den Bitcoin!

Der eine oder andere mag von einer virtuellen Währung namens Bitcoin gehört haben, viele sicherlich noch nicht. Ich werde hier nicht auf die Technik dahinter eingehen, im Wiki zum Bitcoin und auch sonst im Netz gibt es mehr als genug Informationen zum Bitcoin. Was aber oft sehr schwammig ist, sind Ermittlungen zum echten Wert des Bitcoins.
(mehr…)

Hui, werbetechnisch völlig verkackt! Ja, auch mein Blog und meine Hauptseiten sind in letzter Zeit etwas am Schleifen. Zeit ist ein echt übler Gegenspieler. Aber trotzdem, falls es doch noch wer schafft:


Heute, 02. Dezember 2012, 13-19 Uhr,
Duncker-Club, Dunckerstraße 64, Berlin-Prenzlauer Berg: DARK MARKET!

Natürlich gibt’s wieder HDRs und Makros, aber ich habe auch mal wieder einen Kalender (HDR 2013) im Gebäck und die Querelen darum waren endlos. Er ist nun unperfekt & teuer, aber wenigstens wollte ich das mal wieder probieren, der letzte Kalender war von 2010…

Ach ja, seit dem letzten Festival of Lights sind mal wieder ein paar Bilder dazugekommen, aber noch nicht in den aktüllen Foto-Katalog aufgenommen worden, das wird aber jetzt erfolgen und dann erscheint der Katalog mal wieder neu. Ich überlege auch, ihn nicht nur als statisches PDF rumliegen zu lassen, sondern eine Seite mit den Katalog-Bildern anzulegen. Könnte angenehmer sein, weil die Bilder im Katalog nun nicht gerade riesig sind.

Wie auch immer, wer das noch rechtzeitig liest hier, kann in gut 12 Stunden mal vorbeikommen! Ich freue mich auch über Leute, die keins meiner Bilder kaufen. Hauptsache, man kann ein bißchen quatschen!

Morgen, äh, also angesichts der Zeit, eher heute:

Samstag, 16.06.2012, Markt am Zeughaus (Unter den Linden, gegenüber vom Schloßplatz am Kanal in Berlin Mitte), ab 10 Uhr! Und wenn noch Bilder übrig bleiben (haha), dann am Sonntag wieder auf dem Kunstmarkt Str. des 17. Juni!

Update (08:00 Uhr): Angesichts des Regens wird das nix werden heute. Also NUR morgen, Kunstmarkt, Straße des 17. Juni!

Bild-Verkauf!

2011-11-29

Tscha, man glaubt’s kaum, aber das Jahr neigt sich dem Ende entgegen und so nimmt der Irrsinn des Weihnachtsgetöses seinen Lauf. Wer bin ich, daß ich mich dagegen stellen könnte? Die Flut reißt mich mal wieder mit und ich werde ein paar Bildchen versuchen an den Mann oder die Frau zu bringen. Wo? Beim Dark-Market natürlich!

Der findet am kommenden Sonntag, dem 04.12.2011 im Duncker-Club (Dunckerstraße 64, 10439 Berlin, Prenzlauer Berg) von 13-19 Uhr statt!

Und falls jemand schon vorweg mal gucken will: ich habe auch einen Fotokatalog (Vorsicht, groß, 13 MB PDF!). Es ist mehr oder weniger der vom letzten Jahr, aber mit ein paar mehr Bildern, logischerweise. Für Vorbestellungen dürfte es ein bißchen spät sein, das heißt aber nicht, daß man diese Bilder nicht grundsätzlich immer bei mir ordern kann. Einfach Mail an uwp at dicke.aersche.de (” at ” durch @-Symbol ersetzen) schicken und dann werde ich mich melden.

Ich bin immer noch am überlegen, ob ich mich mal wieder an einen Kalender wagen soll, aber irgendwie ist das Selbermachen heftig nervig und die jeweiligen Dienste im Netz sind nicht nur teuer sondern oft auch nicht so wahnsinnig prickelnd. Mal sehen, vielleicht kriege ich das bis Sonntag gebacken. Ich hoffe man sieht sich!

Übrigens: auch die Kürbiskönigin wird dort sein und ihren Schmuck sowie Garderoben-Auswahl feilbieten!

Ich erzeuge seit einigen Jahren Fotos jeder Art, hauptsächlich HDRs und Makros. Die Qualität ist durch bessere Technik (von Bridge zu DSLR) durchaus akzeptabel geworden. Man beachte den Fotothing-Link oben rechts und vergleiche selbst über die Jahre. Allerdings hatte ich mir über Verkauf oder so nie einen Kopf gemacht. Trotzdem lagen mir Cymone und diverse Kollegen im Ohr mit der Aufforderung, doch mal den Verkauf von Bildern anzudenken. Einerseits ist das natürlich ein schönes Kompliment. Andererseits kommt es von Leuten, die mir sowieso wohlgesonnen sind und insofern vielleicht etwas befangen sind.

Dann kommt natürlich der Geld-Anteil zur Überlegung dazu. Um die Bilder ordentlich zu präsentieren und Business-Model-fähig zu machen, müssen nicht geringe Zahlungsmittel aufgewendet werden. Bei diesem exorbitanten Exodus von Hart-Devisen ist nicht klar, ob auch ein gewisser Revenue Einzug hält, will sagen: ob auch Schütte zurückkommt. Ich bin da etwas skeptisch, andererseits sehen die Dinger in ansprechend gestalteter Ausführung durchaus gut aus. Aber wir alle wissen, wie es um die Money-Situation des Standard-Berliners steht. Er ist genauso überschuldet (pwned!) wie die Stadt selbst und kann höchstens 5-10 Euronen klarmachen, auch zu Weihnachtszeiten, ohne neue Hypotheken auf seine Mietwohnung aufzunehmen. Da schon die Produktion deutlich über diesem Price-Range liegt, kann ich wahrscheinlich einpacken und direkt Chapter 11 (Insolvenzia, US-Style) anmelden bis hin zum Bankrupt (neu-german word for: “Ick hab nüscht mehr!”). Zur Not habe ich halt ein paar superteure Weihnachts-Geschenke für die liebe Verwandtschaft, spart ja auch Einkaufszeit.

Der geneigte Leser wird sich wahrscheinlich fragen: Wo bleibt die geneigte Leserin? (Das war eine Testfrage, um die Aufmerksamkeit zu erhöhen) Die richtige Frage lautet: wo wird denn der Bildverkauf stattfinden? Und wann? Da sage ich nur:

Sonntag, 12.12.2010, von 13-19 Uhr
Dunckerclub
Dunckerstraße 64
Berlin Prenzlauer Berg

Ich habe zur Zeit 36 Bilder im Programm, die ich jetzt aber nicht alle komplett in allen Größen vorbereitet habe. Laut aktueller Rechnung wird es 16 auf MDF-Platte (eigentlich 17, aber das Fetteste, ein Panorama, wird wohl bis Sonntag nicht mehr fertig werden *schnüff*) geben und 30 auf lamierten DIN-A4-Hochglanz-Ausdrucken (Profi-Style!). Es wird aber einen vollständigen Katalog geben, damit man, falls doch erhöhter Bedarf besteht, Bilder nachbestellen kann. Ich hoffe, ihr alle kommt zahlreich und unterstützt mich wenigstens moralisch! Natürlich nehme ich Barleistungen in nicht geringen Mengen entgegen. Bedenkt doch mal, was “ein echter UWP” in ca. 10 Jahren wert sein könnte! Eine enorme Wertsteigerung liegt vor euch, mit geringer Volatilität (außer raise natürlich) und sagenhaften Hebelwerten (raise-raise)! Soviel holt ihr sonst nur mit Knock-Out-Papieren raus oder z.B. beim Online-Poker! Hedgefonds sind ein Dreck dagegen, alles L4m3r! Ich rufe allen da draußen an den Monitoren zu: VERGESST LOTTO, KAUFT MEINE BILDER!

Uff, ich glaube, trotz des Markt-Geschwalles bin ich noch knapp unterm Bullshit-Bingo durch, oder?

Stimme aus dem Off: “BULLSHIT!”

Damn! :)

Damit ist nicht gemeint: “Hallo, kann man hier Filme kaufen?” Sondern ich meine schon die Branche, die hier arme Photonen auf Zelluloid einsperrt. Was ja irgendwie trotz Digitalisierung immer noch passiert. Cymone und ich stehen dem deutschen Film ein klein wenig kritisch gegenüber. Meistens sind deutsche Filme oder Serien grau, einfallslos, humorlos, steif, zusammengekürzt, langweilig, dümmlich und oft mit immer den gleichen Schauspielern zusammengetackert. Wir vermuteten bisher vor allem den letzten Umstand als Grund für das klägliche Befinden des hiesigen Film und Fernsehbusinesses. Obwohl es natürlich Ausnahmen gibt. Manchmal kann man sogar Tatort gucken, aber das ist dermaßen selten, ca. alle 10 Jahre einer, das lassen wir mal außen vor. Es gibt Produktionen wie “Lola rennt”, da ist eine schöne Idee gut dargestellt, auch wenn man nicht drüber nachdenken sollte, wo die Frau in kurzer Zeit so vorbei läuft. Ebenso z.B. “Das Experiment”, das ist ein wunderbares Stück deutscher Film. Es gibt sicherlich auch noch andere, aber die Seltenheit solcher Schmuckstücke läßt sich hierzulande nicht abstreiten

Ganz furchtbar wird’s, wenn man an Serien denkt. GZSZ ist ja sowieso nur für eine hirntote Masse gemacht, ebenso die anderen Billig-Produktionen. Aber schon bei deutschen Krimiserien wie z.B. bei “Im Namen des Gesetzes” merkt man schnell: hier fehlt etwas, was im Original “Law and Order” drin ist. Die Leichtigkeit, die Witze am Rand, das menschliche eben. Die deutsche Serie hat den Charme von Robotern. Nicht, daß ich was gegen Science Fiction hätte, im Gegenteil. Aber soweit geht die Serie dann leider doch wieder nicht. Sie bleibt roboterhaft, ohne daß irgendwo interessante Technologie rumlungert. Ganz anders dagegen die US-Serien. CSI mag teuer produziert sein, aber schon NCIS ist eher am unteren Preissegment. Hier ist alles drin: Action, Witz, Spannung, ungewöhnliche Wendungen, das Spielen mit Klischees und und und. Wir fragten uns also immer: warum kriegen Deutsche das nicht hin? Und hatten die Schauspieler im Verdacht. Da hier ja eine Art Münchner Filmmafia die Stränge in der Hand hält, kommen auch immer wieder die gleichen Leute zum Zuge. Diese müssen sich entweder nicht anstrengen oder sie sind sowieso fehl am Platz. Natürlich könnten es auch die Drehbuchschreiber sein oder aber die Intendanten, die alles zusammenkürzen, was ihnen nicht paßt. Die Regisseure konnten wir außen vorlassen, denn so gut wie jeder deutsche Regisseur, der in die USA geht, bringt gute Filmarbeit auf die Leinwand.

Und dann geschah es. Wir sahen einen US-Film, in dem hauptsächlich deutsche Schauspieler zu sehen waren: Inglorious Basterds. Bis heute bin ich am rätseln, wo das E in “Basterds” herkommt. Wie auch immer, Tarantino ist eh etwas irre, insofern paßt das schon. Der Film selbst ist ganz nett, historisch natürlich etwas fragwürdig, aber darauf kommt’s ja bei einem solchen Film auch nicht an. Er war nicht so super wie Thilo ihn beschrieben hat, aber es ist ein guter Film. Mir hat er besser gefallen als die Kill-Bill-Reihe, die mir zu langatmig war. Also: wir haben einen guten Film mit Massen an deutschen Schauspielern. Noch dazu so mancher, der zur Garde derjenigen gehört, die man häufiger sieht, die also zur eingespielten hiesigen Filmmafia gehören. Mit anderen Worten: sie können ihr Handwerk, wenn man sie nur läßt. Nun bleiben nur noch 2 Sorten von Leuten übrig, die unsere Filmbranche langsam aber sicher zerstören: die Drehbuchschreiber oder die Intendanten bzw. Produzenten, also die Mächtigen. Um mal klarzustellen, daß es nicht der böse Downloader ist, sondern daß das meiste hier produzierte Zeug es noch nichtmal wert ist, ins Internet gestellt zu werden. Leider gibt es genug Gestörte, die sich das verkackte Zeug im TV angucken und damit Werbegelder generieren. Egal, wie kaputt diese Branche ist, sie wird es überleben. Schade. Ein Scheitern hätte die Hoffnung auf Besseres gehabt.

Nunja, vielleicht kommt Hoffnung von ganz unerwarteter Seite. So wie ich meine Bilder unter Creative Commons herausgebe, fangen nun Leute an, ganze Spielfilme unters Volk zu bringen. Mir ist unklar, wovon sie letztlich leben wollen. Andererseits hört man gerade von den Statisten, daß es am Filmset oft nur einen heißen Kaffee gibt, insofern machen sowieso nur die “Stars” wirklich Kohle. Wie auch immer, einer der ersten Spielfilme dieser Art heißt Valkaama (ja, for free! Wirklich! Freier Download! Echt!) und trotz des finnischen Titels ist es scheinbar ein polnischer Film. Immerhin gibt es mehrsprachige Untertitel. Coole Sache, gefällt mir. Was am besten ist: man kann nun Teile aus dem Film nehmen und was ganz eigenes draus basteln. Das ist schon ziemlich abgefahren…

Tja, deutsche Filmbranche, das Internet bringt einen weiteren Angriff auf eure verschworene Burg der Langeweile. Auch wenn ihr vielleicht über diesen Film lachen werdet, aber ich wette, es ist nur der erste aus einer langen Reihe von Filmen, die unter CC rauskommen werden. In der Musik sind es schon recht viele Künstler, die ihr Zeug unter CC rausbringen. Ich finde das optimal. Dann kommen endlich mal Enthusiasten (wie z.B. Tarantino) auch hierzulande mal nach oben. Und wenn diese Leute dann auch etwas irre sind, soll mir das egal sein, solange ihre Filme gut sind.

Neulich brate ich so vor mich hin ein Ei in der Pfanne. Kommt vor. Da passiert das Merkwürdige: Das Ei verformt sich! Von ganz selbst! Halleluja! Ein Zeichen! Ein Zeichen! Nun, voller Vorfreude kippte ich Ei-Kanone es auf einen Teller, wo ich mich schon ein bißchen über die Form wunderte. Ich brauche dringend sowas wie einen Ei-Leser, also jemand der schon vom Stadium des Kaffeesatzlesens fortgeschritten ist. Aber es ist ja Weihnachten und da ist man schon froh, wenn das Ei nicht blutet, irgendwelche anderen ominösen Wunder passieren oder man in Coca Cola ertrinkt.

Und da sind wir beim Thema. Oben genannte Firma ist sicherlich nicht die Netteste aller Firmen auf dieser Welt, es gibt immer mal wieder heftigste negative Schlagzeilen. Diese machen sie pünktlich zu Weihnachten mit ihren Coca-Trucks wieder wett. Ich selbst bin da klar betroffen. So sehr ich mich auch bemühe, Dinge zu meiden, die politisch, wirtschaftlich oder sonstwie untragbar sind: ich liebe diese schwarze Brause. Und im Gegensatz zu einem anderen Meckerkopp, welcher bei einem Heft namens Beef ein bißchen hin und her eierte (haha, eierte!), bleibe ich bei meiner Haltung. Zugegeben, ich hatte mal in dem Magazin geblättert und fand es sinnlos, hätte mir aber vorstellen können, daß es Liebhaber von Fleischzeitungen geben könnte, schließlich gibt’s auch Zeitungen für Briefmarkensammler. Aber von meiner Coca gehe ich nicht weg. Da kann sonstwer kommen. Pupsi (huch, vertippt?), Sinuscosinus oder welche Dunkelbrause auch immer. Und es ist mir scheißegal, ob die mit CIA, NSA oder KGB zusammenarbeiten und jeden Tag einen Mahatma Gandhi umlegen: ich kann nicht ohne Coca! Wahrscheinlich packen sie bis heute echtes Koka rein, sonst hätten sie das Zeug doch bestimmt lange umbenannt, oder?

Also, nachdem wir klargestellt haben, daß es bestimmte Dinge gibt, ohne die man nicht leben will (“Was würden Sie auf eine einsame Insel mitnehmen?” – “Einen Lebensvorrat Coca Cola!”), sollte man diese von seinem Konsumverhalten ausklammern. Man kauft diese Dinge sowieso. Oder macht sie sowieso. Manche Leute wollen unbedingt Auto fahren, egal wie bergab es mit dem Klima geht. Ich rufe diesen Leuten zu: es ist ok, wenn ihr mal bei den Dingen etwas länger nachdenkt, die euch nicht so wichtig sind!

Beispiel:

Ihr kauft in einem Supermarkt irgendwas ein. Butter, Wurst, Konserven. Was auch immer. Meistens greift man doch relativ unbewußt nach den Dingen, die man immer kauft. Und genau das ist der Fehler. Bei den nebensächlichen Dingen könnte man nämlich etwas reißen. Und zwar in beide Richtungen. Ich kaufe z.B. gerne Arla-Butter, weil ich salzige Butter mag. Nehme aber auch andere, wenn andere da ist. Als sie von den islamischen Ländern boykottiert wurden, habe ich diese Butter jeder anderen salzigen vorgezogen, weil ich pro Meinungsfreiheit bin, egal wer irgendwo beleidigt wird. Ebenso meide ich Dinge, die mich werbetechnisch nerven. Z.B. geht mir die Mario-Barth-Werbung vom Mädchenmarkt auf den Sack, während die von Alice Cooper vom Planeten deutlich unterhaltsamer scheint. Klar ist das der gleiche Konzern, aber auch die merken, daß Dinge nicht stimmen, wenn beide das gleiche Zeug verticken, aber einer eben etwas weniger davon. Ebenso bei Waschmitteln: ich habe Persil noch nie angefaßt, weil die Werbung von denen schon immer völlig daneben war. Und eben nicht nur Werbung, es gibt natürlich die moralischen Ausschlußkriterien, nach denen ich keine Coca mehr kaufen sollte. Was ich natürlich angesichts einer meiner stärksten Vorlieben trotzdem tue. Aber auch der “kleine” Beschiß, z.B. beim Joghurt: ich will einen Kirsch-Joghurt. Der Anteil Kirschzubereitung steht überall drauf. Bei manchen Herstellern steht aber der echte Kirschanteil extra. Das finde ich eine deutlich bessere Information. Da sieht man nämlich, daß “Kirschzubereitung” inklusive süßer Soße meint und echte Kirschen meistens davon nur die Hälfte sind. Also bemühe ich mich, generell bei den Herstellern zu kaufen, die die Informationen genauer schreiben. Wohlgemerkt: ganze Produkt-Paletten von Herstellern sind dadurch gemeint!

Das sind alles kleine, filigrane Dinge und ja: der Einkauf gestaltet sich durch diese etwas bewußtere Haltung deutlich länger, man verliert Zeit. Aber wie sonst sollte ich den Hersteller bestimmter Produkte dazu bewegen, etwas für mich, den Kunden zu machen? Schlimm ist natürlich, wenn liebgewordene Produkte verschwinden. Z.B. gab es, um nochmal beim Kirsch-Joghurt-Beispiel zu bleiben, ein Produkt von Dr. Oetker namens Jobst. Klasse Produkt, superviel Frucht drin. Die Werbewanne von Froop (igitt, die mag ich gar nicht, da kann die Lütte noch so sehr vom MIXAAAA! nerven) scheint den Markt dermaßen überrolt zu haben, daß sich Dr. Oetker entschied, dieses Produkt aus seinem Sortiment zu werfen. Mails wurden leider nicht beantwortet (meistens bringen echte Briefe mehr, aber wer macht sich schon die Mühe?), aber trotzdem ist das dann die einzige Möglichkeit, hier nochmal auf das geliebte Produkt hinzuweisen. In manchen Fällen hilft es, wenn man Mitstreiter findet. Für mich erledigt sich dann meistens auch gleich der Rest der Produktpalette der entsprechenden Firma. Kann man dann irgendwann nochmal in eine Mail oder wie hier in ein Blog packen. Das ist alles aufwendig, aber wenn man bedenkt, wieviel Geld wir diesen Leuten in den Rachen werfen, dann haben wir Konsumenten auch etwas dafür zu bekommen.

Ich denke, daß in Bezug auf Klimawandel und vielen anderen Dingen, die falsch laufen, hier auch eine Menge machbar ist. Bewußter Kauf ist ein klares Signal in einer kapitalistischen Welt, der Kunde ist der König, er hat das Geld! Die TAZ hatte vor kurzem ein Titelblatt, welches dem Mädchenmarkt entsprechen sollte. Man wollte auf Billig vs. Umwelt hinweisen. Das ist ein grober Fehler! Wenn man Umweltkosten langfristig berechnet, dann bekommt man im Schnitt mehr raus, wenn man leicht höhere Anfangsinvestitionen hat. Das, was die Welt teuer macht, sind Kurzfristgedanken: Politiker, die nur bis zur nächsten Wahl denken, Manager, die sich im Halbjahrestakt die Klinke in die Hand drücken. Hier wird Geld verpulvert ohne Wirkung. Der Konsument könnte gegensteuern, würde er nur ein Quentchen mehr Mühe investieren. Es ist so dermaßen wenig, was zu tun wäre! Stichwort Auto: Ich werde meine alte Karre solange fahren, bis sie auseinanderfällt oder ein Tanksystem für Stromautos etabliert ist. Ist bis dahin kein Tanksystem für Stromautos am Horizont, werde ich mich bei Stattauto oder ähnlichen Diensten anmelden und nur noch bei Bedarf Auto fahren. Und nur so kommen wir aus den allgemeinen Abhängigkeiten des Öls raus. Es ist gut so, daß Saudi Arabien nach Finanzhilfen schreit, wenn keiner mehr deren Öl kauft! Man sollte sie ihnen natürlich nicht geben…

Auch wenn Weihnachten fast vorüber ist: alle, die noch dringend was einkaufen wollen, sollten der Wirtschaft die Konsumentenpistole (siehe Bild oben) auf die Brust drücken. Mit Demos ändern wir nix. Aber mit unserem Geldbeutel eine Menge. Auch wenn es beim Einzelnen wenig sein mag. Selbst bei Aldi habe ich oft eine Wahl, sogar die kleinen Entscheidungen treiben die Märkte in andere Richtungen. Und bei den heutigen Statistik-Methoden: was glaubt ihr, kriegen Konzerne, die ihre Mitarbeiter komplett überwachen, mit, wenn bestimmte Pro
duktpaletten nicht mehr gekauft werden? Natürlich kriegen die das mit! Insofern: Augen auf beim Weihnachtskauf! Und danach natürlich auch.

Ich denke, man sollte sich in Konsumenten-Foren zusammentun und beraten, wann was warum kauftechnisch zu boykottieren oder zu bevorzugen ist. Das dürfte der Weg der Zunkunft sein. Das ist dann vergleichbar mit der Hotelbewertung im Internet oder anderen Bewertungen. Es gibt schon Konsumenten-Foren wie z.B. Ciao.de, wo die Produkte aufgrund ihrer Qualität besprochen werden. Ich denke das reicht nicht, wir müssen auch über die Produzenten und die Herstellungs- und Produktwege reden. Damit müßte man doch ein bißchen Einfluß bekommen. To make the world a better place.

Der Ramschpalast

2009-08-06

Mal wieder etwas aus dem Reich des Kaufbaren. In einer Großstadt bekommt man ja nicht alles um sich rum mit. Dafür tut sich einfach viel zu viel. Oft ist es hilfreich, wenn neben den üblichen Medien einen Freunde auf Sachen aufmerksam machen: “Du, die Marheineke-Halle ist jetzt ganz anders!” oder “Nächstes Wochenende sind überall Nacht-Flohmärkte!” (hint! hint!)

Ich bin für solche Hinweise immer sehr dankbar und gebe sie auch liebend gerne weiter. Deutschland ist ja, verglichen mit Konsumtempeln wie den USA, doch ein ziemliches Entwicklungsland in Sachen “Dinge verkaufen”. Wir waren häufig in den USA und haben dort große Hallen lieben gelernt, die sogenannten “Swap Meets”, in denen so eine Art Zwischending zwischen Flohmarkt und kommerziellem Markt ablief. Einer unserer dortigen Lieblinge ist z.B. der Fantastik Indoor Swap Meet in Las Vegas. Wer es also jemals bis zu dieser Stadt schafft, sollte Samstag oder Sonntag unbedingt dort hingehen. Für die Mehr-Wissenden: dort habe ich die dicken Sonnenbrillen gekauft, bei Stan’s Glasses. Der nahm nur 3-4 Dollar während sie woanders 7-8 Dollar kosteten und seine Auswahl war riesig. Mittlerweile dürften sich die Zahlen verschoben haben. Aber günstiger als hier bestimmt immer noch.

In solchen Etablissements merkt man auch relativ schnell: neben Amerikanern sind vor allem Asiaten und Inder große Verkaufstalente. Die haben den Markt quasi im Blut. Und oft genug wünschte ich mir hier auch einen Ramschpalast, in dem man mal so alle Dinge des täglichen Gebrauchs bekommen würde. Klar, Ramsch geht schnell kaputt, aber dafür ist er auch billig und man hat irgendwie ständig was Neues, ohne viel bezahlen zu müssen. Scheiß Wegwerfgesellschaft, aber so wird nunmal produziert und vor allem gekauft. Die Masse der Menschen hat nicht viel Geld und deswegen wird sich an dem Thema “die Welt gehört den Billigheimern” auf lange Zeit nichts ändern. Natürlich gibt es solche Ramschpaläste auch in klein. Neukölln ist übersät mit Ein-Euro-Läden, aber die Auswahl dort ist mickrig und irgendwie haben alle exakt den gleichen Mist. Noch dazu häufig nicht mal wirklich billig. Einen Euro zahlt man oft nur für ausgesuchte Artikel, vieles ist dann doch deutlich teurer.

Was war ich also begeistert, als ich vor ein paar Jahren von einem vietnamesischen Big-Asia-Kauf-Center gehört hatte. Und auch wieder nicht. Denn der Grund, warum es in mein Blickfeld geriet, waren Schlagzeilen wie diese. (Sorry, habe auf die Schnelle keine echten Nachrichten darüber gefunden, aber paßt ja: Ramschblatt schreibt über Ramschpalast)

Ich komme nunmal nicht häufig nach Lichtenberg, weshalb ich den Aufbau so eines großen Centers nicht mitbekommen hatte. Und nun bekam ich es mit, als Meldung darüber, daß es abgebrannt war. Es war zum Heulen. In den 2 Jahren danach gab es zwar die eine oder andere Factory-Outlet-Eröffnung um Berlin herum, aber irgendwie ist das nicht das Gleiche. Berlin verlassen für Schnäppchen? Nicht mit uns!

Vor kurzem kam jedoch glücklicherweise ein Radiobericht, in dem über dieses Center berichtet wurde. Natürlich wurde es wieder aufgebaut und befindet sich weiterhin am gleichen Standort wie zuvor. Auch der Name “Dong Xuan” ist geblieben. Ich nahm das als Anlaß, mit Cymone mal einen Abstecher zu dem Center zu machen. Und nun war es soweit. Von Mittwoch bis Montag haben sie geöffnet, von 10-21 Uhr offiziell. Aber ab 20 Uhr fangen viele an einzupacken. Aber der aufmerksame Leser liest richtig: auch am Wochenende! Es gibt auf dem großen Industriegelände viele Hallen und wir schafften auch nicht alle, weil wir erst gegen 19:30 dort waren. Die alte, ausgebrannte Halle steht auch noch. In den Hallen sind Unmengen an Klamottenläden, Supermärkten, Plastikblumenläden und auch ein paar Imbisse. Das meiste vietnamesisch, aber bei den Ramschläden und den Klamotten waren natürlich auch Inder vertreten.

Preislich wirklich ein Hammer, sehr günstig! Aber: man muß aufpassen. Bei manchen Dingen lohnt es sich zu handeln und im Supermarkt hat man mich wohl um 2 Euro betuppt, wie ich später festgestellt habe. Gut, es war immer noch günstig genug, aber ist halt doch sehr heftig kapitalistisch. Natürlich ist dort vieles eher minderwertiges Zeug aus chinesischer und asiatischer Produktion, dafür wenigstens abwechslungsreich. Und ein T-Shirt ist ein T-Shirt und wenn ich eins ohne Aufdruck an der Tanke kaufe (im normalen Klamottenläden ist ja immer irgendein Scheiß aufgedruckt), zahle ich doppelt so viel und die Qualität ist die Gleiche.

Insgesamt hatte man wegen der durchgehenden vietnamesischen Beschriftung ein bißchen das Gefühl, das man in anderen Großstädten hat: Vietnam-Town statt China-Town. Das Essen testeten wir auch noch, war qualitativ gut, aber ausnahmsweise kein Schnäppchen. Aber wo Licht ist, ist auch Schatten, insgesamt hat es für einen ersten Eindruck gereicht, um zu sagen: wir kommen wieder! Und nächstes Mal früher, damit wir auch mal alle Hallen und Läden begutachten können.

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