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Was für eine Woche! Zuerst die Wikileaks-Nummer: Die Medien ereifern sich über den Amateur-Verein, der interessanterweise mehr Material hat, als die ach so hoch-investigativen Journalisten. Die Politik ist erbost, schreit “Terror, Terror” und würde am liebsten das ganze Internet nicht mehr reinlassen. Erinnert mich immer an Honey, der Lindenberg nicht im Lampenladen auftreten lassen wollte. Tja, wenn große Diktatoren klein beigeben müssen, werden sich auch unsere Obrigkeitsvertreter mit Dreck bewerfen lassen müssen. Außerdem ist man die Bissigkeit ja von Titanic & Co. gewohnt, ich sehe also nicht, wo da das Problem sein sollte. Da waren ja nun nicht wirklich supergeheime Informationen dabei. Im Grunde eine Explosiv-Klatsch-und-Tratsch-Sendung der absoluten High-Society. Gut, hätte man sich vorher denken können, daß auch das nur Menschen sind, die die gleichen Fehler und Macken haben wie andere auch. Sah halt nur im TV immer schicker aus, war ja auch gut inszeniert. Diese Inszenierung fällt nun weg, was wirklich kein Verlust ist. “Runter vom Roß!” rufe ich den Politik-Verstümmlern zu, damit sie irgendwann vielleicht auch mal was im Sinne des Bürgers machen und nicht nur für spezielle Klientel.

Ist eigentlich mal jemandem das grundsätzliche Problem aufgefallen? Ein Staat hat seine Datenbank verloren? Eine, in der sogar geheime Dinge drin sein sollen? Auf die weniger geheimen Dinge hatten 2,5 Mio. Leute Zugriff. Aber alles total sicher, was? Das sollte man allen Vorratsdatensammlern mal genüßlich unter die Nase reiben: wenn ihr Daten sammelt, werden VIP-Daten dabei sein, ihr werdet es nicht schaffen, diese zu trennen. Genauso wie bei den Wikileaks-Daten, auch da hat man es nicht geschafft, geheime von den weniger geheimen abzuspalten, die Datenbank hat es wahrscheinlich im Ganzen raus geschafft. D.h., wenn mein Kontostand da draußen rumwuselt, dann ist das ärgerlich. Wenn aber die Abrechnungen von hohen Bürgern aus Politik & Wirtschaft rumgondeln, ist das Geschrei groß. Vor allem, wo es nach solchen Datenunfällen mit Sicherheit zu Identitätsklau kommen wird. Ich sehe schon die nächste Geld-Nummer in den Bot-Netzen: Promi-IDs besorgen und wild benutzen. Das Szenario werdet ihr also kriegen, wenn ihr weiterhin auf Vorratsdatenspeicherung besteht. Auch diese Datenbank wird leaken, wie alles, was stark umkämpft ist. Das ist ein bißchen wie im Knast: die Insassen haben 24 Stunden, um über den Ausbruch nachzudenken, der Wärter immer nur 8 Stunden. Die Bösewichter draußen sind always online und sie dürften die Menge an Polizei, die das Ganze versucht, zu kontrollieren, sicherlich übersteigen. Geld lockt leider und bei der Vorratsdatenspeicherung wird der wirtschaftliche Vorteil der Daten immens sein, ein lohnenswertes Ziel.

Ich persönlich fand diese Sache klasse, weil es zeigt, daß gegenüber der Information auch die Mächtigen ohnmächtig sind. Das ist so, als wenn man sich selbst bei YouPorn sieht: was raus ist, ist raus. Deswegen bezeichne ich die WikiLeaks-Story mal als “Licht”. :)

Schatten dagegen gibt’s nun bei den Grünen. Diese haben dem Jugendmedien-Staatsvertrag größtenteils in den Ländern zugestimmt, obwohl sie als Partei dagegen sind. Na klar, Sachzwang, das ist der Fraktionszwang, da muß man dann sein Hirn abschalten! Im Umfallen der SPD hinterherhecheln bringt nicht wirklich Punkte, das müßten die Grünen doch an den Wahlergebnissen sehen. Es hat ein bißchen was von der Musikindustrie: Der Kunde kauft nicht mehr, also verklagen wir ihn nun. Der Weg in den Selbstmord. Ich werde jetzt die Verwerfungen des JMStV hier nicht näher erläutern, auf zig Blogs gibt’s dazu Hinweise, aber so viel sei gesagt: eine Alterskennung auf Webseiten wird Pflicht. Und die damit anlaufende Abmahnmaschinerie natürlich. Das wird teuer, gerade für Umsonst-Blogs wie meins. Mal sehen, ob die Grünen weiterhin ihre Amokfahrt in Richtung Abgrund beibehalten. Manchmal kann man sich echt nur an den Kopf fassen! Hier ist eigentlich eins der schönsten Beispiele, was droht, wenn der Schwachsinn verabschiedet wird. Ob man danach noch Ausreise-Anträge stellen darf?

Angesichts dieses drohenden Damoklesschwerts für die deutsche Medienlandschaft, die wie immer dann verödet, während die Schütte, die man damit hätte machen können, im Ausland angehäuft wird, habe ich zumindest nochmal was Textuelles als Trostpflaster. Seit Langem hatte ich keine neue Story auf meinen Kurzgeschichten-Seiten. Geschrieben habe ich aber durchaus. Nur kam mir meistens die Story nicht gut genug vor oder der Zeitpunkt oder was auch immer. Nun veröffentliche ich mal wieder eine, die eigentlich schon ein Jahr auf Halde lag. Ich habe sie noch ein bißchen aufgepeppt und deshalb, wer Zeit hat, hier kommt sie, sie trägt den Titel “Allein Allein” und handelt von einer Endzeitwelt. Passend zu den aktüllen Winterdepressionen und zur aktüllen Politik. Aber auch passend zum Weihnachtsthema, ist ja schließlich ein Friedensfest, was? :)

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