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VDSL! Und noch ein Video!

2010-08-06, 02:49 CEST

Das Zwischennetz wird auch in Zeiten höherer Bandbreiten als lahm bezeichnet und so versuchen Provider, sich gegenseitig durch Supi-Speed-Raten auszustechen. Bisher hatte ich das Telekom-Paket “Call and Surf Comfort Plus”, oder auch kurz 16 MBit download und 1 MBit Upload. Der Download war eigentlich für so gut wie alles ausreichend, sogar zum HD-Video gucken. Insofern ist das nicht der Grund, auf höhere Datenraten umzuschwenken, vor allem, wo Dutzende Server in der weiten Welt eine schlechtere Anbindung haben. Was bedeutet, daß die Leitung sich tatsächlich hin und wieder langweilt. Trotzdem habe ich auf VDSL geschielt. Denn hier erhöht sich nicht nur die Download-Bandbreite. Nein, vor allem die Upload-Rate geht drastisch hoch. Eigentlich wäre das Paket 50/10 (50 MBit Download und 10 MBit Upload) schön gewesen. Dumm nur: das geht zur Zeit nicht, weil hier alle 50/10-Ports voll sind. Also blieb nur der nächstkleinere Anschluß: 25/5. Und 5 MBit sind schon eine feine Sache. Früher hätte ich mich gefreut, so viel an Download-Bandbreite zu bekommen. Und nun also schon als Upload.

Aber ein Technologiewechsel ist ja nicht ohne. Man guckt erstmal, was da die Limits sind, die Probleme usw. Anfangs gab es viele Verbindungsabbrüche, als das Produkt neu angeboten wurde. Dann gab es außerdem die Hürde, daß es zuerst nur mit dem Entertain-Paket der Telebimm gekoppelt angeboten wurde. Das will ich aber auf keinen Fall. Verschlüsselter Müll, der noch dazu die ätzende Fußball-Seuche mitfinanziert, kann mir gestohlen bleiben. Aber irgendwann gab’s das entkoppelt und auch die Kinderkrankheiten nahmen ab, das Produkt  wurde stabil. Als letztes Manko bleibt die Drosselungs-Regelung in den AGBs: beim 25/5- Paket wird ab 100 GB Volumen pro Monat die Rate gedrosselt und bei 50/10 ab 200 GB/Monat. Auf 6M/384K. Eigentlich frech, daß sie nicht wenigstens auf 16/1 drosseln. Bzw. überhaupt frech, so eine Regelung. Bei Vollauslastung könnte man das innerhalb von 9 Stunden schaffen. Aber es trat eine gewisse Beruhigung ein: bisher hat die Telebimm noch keinerlei Drosselungen durchgeführt, es scheint ein Wischiwaschi-Paragraf zu sein, mit dem man sich Möglichkeiten offen hält. Z.B. falls jemand IP-TV bei der Konkurrenz guckt. Hier könnte ich mir vorstellen, daß man da etwas härter durchgreift. Naja, wir werden sehen.

Eine weitere technische Vorbereitung ist natürlich die technische Umsetzung. Zwischen ADSL+ und VDSL2 (das eigentliche Protokoll hinter VDSL) ist ein Riesenunterschied und die Umsetzung bei den Telekomikern läuft über VLANs: VLAN 7 für Normal-Netz, VLAN 8 für IP-TV. Da gibt’s natürlich schöne Anleitungen für, aber doch recht wenig für Linux. Fündig wurde ich trotzdem und dort ist nicht nur technisch die Ausführung mit dem VLAN 7 drin. Nein, es gibt auch noch den Hinweis, daß man keinen Router braucht. Super, der Router war mir immer ein Dorn im Auge, der sollte da eh nie hin. Leider hatte ich das Wort VDSL-Modem überlesen und so machte ich mir bei der Bestellung und auch später recht wenig Gedanken. Dann kam ein neuer Splitter, denn der alte Splitter schafft wohl die Frequenzen von VDSL nicht. Da nagte in mir, daß eine Netzwerkkarte alleine vielleicht doch keinen DSL-Sync packt, dafür ist sie einfach nicht gemacht. Und ja, nun sah ich die Hinweise im Netz, das VDSL-Modem ist doch unerläßlich, darauf hatte mich auch die freundliche Dame bei der bestellung am Teflon hingewiesen. In meiner Großkotzigkeit wollte ich das natürlich nicht hören. Ich bin schon zu lange in Berlin… Die beste aller günstigen Lösungen lautet Speedport 221, direkt von der Telekom. Der Zeitpunkt war nicht gut: 4.8. Denn am 5.8. sollte die Umschaltung erfolgen. Also kam eine gewisse Hetze in mir auf. Ich löcherte die Telebimm per Telefon, ob man das Gerät irgendwo kaufen und mitnehmen kann. Bestellen ja, aber in einem T-Punkt kaufen? Große Ratlosigkeit am Telefon. Dann fuhr ich hin. Natürlich gab’s in ganz Berlin dieses Gerät in keinem T-Punkt und auch Deutschland-weit nicht. Tja, Amazon-Overnight-Express lieferte dann doch zügiger als die Telekomiker selbst und noch dazu günstiger. Sehr schräg.

Da hatte ich nun morgens das neue Gerät in der Hand und stöpselte fröhlich um. Die Technik ist so dermaßen anders, daß VDSL-Geräte auch nicht auf das (noch vorhandene) ADSL-16/1-Signal syncen konnte. Ich ließ die ppp-Verbindung alle 10 Minuten neu starten und fuhr zur Arbeit. Um 17 Uhr kam dann die Meldung: der externe Link steht! Von der Arbeit aus eingeloggt und im Log fand ich tatsächlich die echte Umstellungszeit:

Aug 5 15:22:06 disorder kernel: [933951.817342] r8169: eth0: link down
Aug 5 15:22:11 disorder kernel: [933956.636442] r8169: eth0: link up

D.h. der Techniker hat das Patchkabel aus der ADSL-Buchse rausgezogen und in die VDSL-Buchse reingesteckt. 5 Sekunden! Die restlichen 1.5 Stunden muß man scheinbar warten, bis die ganzen Update-Skripte der Telekom durchgelaufen sind, schätze ich mal. Um 17 Uhr kam eine IP und ich war ab da wieder online. Cymone bekam um 17:22 einen automatischen Anruf, in der eine Frauenstimme empfahl, mein Internet nun einzurichten, die Arbeiten seien abgeschlossen. Das mag jetzt alles wie gequengelte Korinthenkackerei aussehen, aber das ist es nicht. Ich bin eigentlich erstaunt, wie gut und schnell das alles geklappt hat. Noch vor wenigen Jahren hat man bei solchen Umstellungen buchstäblich gezittert, ob man danach überhaupt telefonieren, geschweige denn internetten konnte. Und heute stimmen die Zusagen, die Arbeit geht flott voran und alles ist problemlos. Nur das mit dem Verkauf des VDSL-Modems, da müssen sie noch etwas an ihrem Service arbeiten. Aber zugegeben, das ist ja auch nix Technisches und wir wissen alle, wo Vertriebler und Marketing-Fuzzis ihre Hände im Spiel haben, geht’s ja praktisch automatisch schief.

Ach ja: habe natürlich gleich getestet: 2.8 MB/s down und 55 KB/s up. Was will man mehr? Hups, natürlich will ich mehr: 50/10! :)

Harhar. Darauf ein Video:

Zur Information: ursprünglich gab es von mir einen Beitrag zu Life in a Day, aber die wollen das Raw haben, da fand ich das echt langweilig. Also habe ich es nochmal für mich selbst genommen und damit rumgespielt. In diesem Zuge läßt sich sagen, daß lmms mitnichten superstabil ist, der Speichern-Knopf sieht schon richtig abgewetzt aus…

Wie auch immer, da mein Video-Channel bei YouTube wächst, habe ich nun einen direkten Link dazu oben in meiner Blog-Leiste. Ich hoffe, ihr habt genausoviel Spaß an den Videos wie ich beim Machen. Und jetzt, wo ich so einen dicken Upload-Kanal habe, wird das auch nicht mehr so ‘ne Qual, das hochzuladen. Und auch der Upload von Fotos zu Foto-Diensten: dafür lohnt sich dieses Netz wirklich! Habe ich erwähnt, daß ich weniger zahle als vorher? Nein? Dann verheimliche ich das mal hier, da kommt niemand drauf!

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