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Der Makro-Wahn und Gebranntes

2010-07-27, 01:37 CEST

Zur Zeit ist hier sowas wie Land unter. Einerseits muß ich noch einen Artikel für eine Linux-Zeitschrift schreiben, andererseits kommen zur Zeit Insekten auf mich zu, da kann man nur von träumen. Insofern bin ich also zwischen 2 Tätigkeiten in meiner Freizeit etwas hin und hergerissen. Nichtsdestotrotz muß Schönes gezeigt werden, also raus damit:

Zu den Tierchen ist zu sagen: das erste sieht nach einer Kreuzung zwischen Bremse und Fliege aus. Der Vergleich mit dem 10-Euro-Cent-Stück zeigt, daß es durchaus die Länge einer Standard-Fliege toppt, wogegen der Körper doch recht schmal ist. Das Tierchen war übrigens tot, es hing auf der Arbeit in einem Vorhang fest, ich nehme an, es ist verhungert oder so.

Die Spinne (der Gattung Kreuzspinnen) dagegen war noch sehr lebendig. Sie hatte ihr Netz unter unserer Mini-Palme auf dem Balkon geknüppert und just als ich da meine Stative postierte, flog ein grünes Insekt ins Netz. Leider war Madame Spidy zu schnell beim Töten, sonst hätte ich noch schnell den HD-Video-Modus meiner Kamera angeworfen, höhö. Auch den Kokon baute sie relativ fix, zu fix.

Zum Unterschied der beiden Techniken ist folgendes anzumerken: Die “Fliege” (oder was auch immer es ist, Hülfä!) habe ich mit einem Novoflex-Retro-Adapter aufgenommen. Hier wird das Objektiv umgedreht an die Kamera montiert und man bekommt so einen Lupeneffekt, der zunimmt, je WENIGER mm man am Zoom einstellt. Klar, die Blende muß man stark schließen, aber das gilt bei Makros immer. Die Bilder sind aus der Hand geschossen mit Remote-Blitz (Wireless).

Für die Spinne dagegen hatte ich ein 70-300mm-Objektiv voll ausgefahren und noch einen Raynox-Makro-Adapter aufgesteckt. Cooles Teil, nur 40 Ocken, aber super Ergebnisse, wie man hier sieht. Auch hier waren die Bilder freihändig (hätte bei dem Wind anders auch keinen Sinn gemacht, das Netz tanzte hin und her) aber der Remote-Blitz auf einem Stativ postiert, diesmal mit Kabel. Dabei kamen ein paar merkwürdige Bilder heraus, die leicht unscharf waren, weswegen ich sie jetzt nicht raussemmle. Merkwürdig deshalb, weil der Blitz bei den Spinnenaugen sowas wie einen Rot-Augen-Blitz hervorrief. Auf diesen Bildern sah die Spinne dann aus als würde sie die Augen (und zwar ALLE) schreckgeweitet aufreißen. Entbehrt nicht einer gewissen Komik. Mal sehen, wenn hier genug Kommentare eintrudeln, die danach schreien, haue ich vielleicht noch eins davon raus.

So, zur Abwechslung noch ein paar Schmankerl aus der verrückten Welt der digitalen Medien. Ich kann mich erinnern, daß früher seitens der Industrie auf die bösen Buben gewettert wurde, die CDs brennen. Die würden ja nur illegal kopieren. Mittlerweile kenne ich niemanden mehr, der das macht. Plastik ist auf Dauer unsolide, die Daten gehen einfach kaputt, wobei es bei DVD-Medien eher noch schlimmer ist. Klar kann man Rohlinge überall für’n Appel und’n Ei kaufen, ich habe auch noch welche. Aber wichtig ist das eigentlich nur noch als Boot-Medium für physische Rechner. Andererseits kann ich auch mit einem USB-Stick mein Linux installieren, das geht deutlich schneller. Wie auch immer, sowohl bei uns, als auch in anderen Ländern hat die Industrie durchgesetzt, daß es einen Obolus gibt, der auf den Preis der Leermedien aufgeschlagen wird. Um dem Ganzen zumindest ein bißchen Geld für die in der GEMA organisierten Künstler zu entlocken (die wahrscheinlich nur ‘nen feuchten Furz davon bekommen, wie immer halt). Also schon bizarr genug: einerseits lästert man über die bösen Brenner, andererseits versucht man, etwas vom Leermedien-Kuchen etwas abzubekommen. Da war es eine Frage der Zeit bis man endlich erneut rumjammern konnte. Denn in Schweden schlug es wohl hart ein: Der Absatz von CD- und DVD-Rohlingen brach ein und damit auch die Einnahmen aus der Brenn-Abgabe. Captain Obvious hatte mal wieder dick zu tun, denn das kam ja total überraschend! Und schon wieder hat diese Industrie eine Entwicklung verschlafen, wahrscheinlich werden sie jetzt auch auf Festplatten einen Obolus wollen, bei USB-Sticks und SD-Karten ist es wohl schon so weit. Man kann klar sagen: die sind echt gut darin, sich Geschäftsmodelle ohne Zukunft auszudenken. Vielleicht liegt’s aber auch daran, daß zu viele verschiedene Leute was von dem großen Kuchen ab haben wollen? Am Ende können nur Krumen für den Künstler übrig bleiben, denn die großen Brocken sind meistens schon verspeist. Ich warte jedenfalls gespannt, in welche bizarre Richtung sich das weiter entwickeln wird. Ich warte ja schon auf den Bailout für die Content-Industrie…

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