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Hardcore: die EOS 500D im Einsatz

2010-04-24, 02:00 CEST

Jajaja, es war mal wieder viel zu lange Pause. Und es ist viel zu viel passiert. Ich muß mal wieder öfter schreiben, das halbe Leben zieht ungesichert an mir vorbei…

Fangen wir bei der fernen Vergangenheit an.

Es kam, wie es kommen mußte, ein harter Test der Canon DSLR mußte her. Was bot sich also besseres an, als mal eben in den Urlaub zu verschwinden und auf einer Sonneninsel ein paar Tests zu machen? Der Trip ging mal wieder nach Gran Canaria, wobei man auch hier anmerken sollte: das Wort Sonneninsel ist dieses Jahr nicht zutreffend gewesen. Ein Tag halbwegs schön (Cymone fror trotzdem auch am Strand), der nächste wieder wolkig und stürmisch. Viel Regen hatten wir zwar nicht und verglichen mit dem Unrat, der hierzulande runterkam, war es das Paradies, aber dennoch: wir sind zwischen Februar und März mehr Wärme auf den Kanaren gewohnt.

Nichtsdestotrotz gab es natürlich deutlich mehr Licht als im düsteren Berlin und damit deutlich bessere Foto-Möglichkeiten. Zuerst sollte ich mal anmerken, daß ich dieses Mal deutlich weniger Bilder gemacht habe als sonst. Das liegt vor allem daran, daß die Qualität der Bilder dermaßen hoch ist, daß es häufig nicht erforderlich ist, lange Bildreihen vom gleichen Motiv zu machen. Weiterhin kann man bei grellem Licht getrost bis Blende 11 und Belichtung 1/250s noch Bilder machen. Auch ISO-technisch war vieles relativ brauchbar. Logisch: HDR macht man mit ISO 100, aber so manche Aufnahme aus der Hand macht sich mit ISO 800 bis 1600 immer noch sehr gut. Ab ISO 3200 wird’s dann etwas grenzwertig. ISO6400 & 12800 kann man eigentlich vergessen. Aber wenigstens könnte man mit diesen beiden Einstellungen Bilder machen, die später ca. 1 MPix an Größe vorweisen und trotzdem noch top aussehen. Es ist also schon sehr beachtlich, was die Größe des Sensors (und vielleicht auch das Objektiv) ausmacht. Da kann die Bridge-Kamera wirklich nicht mithalten.

Unterwegs mit der Kamera und mir waren anfangs ein Canon-Objektiv 70-300 (das Standard-Teil mit 4.0-5.6) sowie das Standard-Kit-Objektiv (EF-S 18-55). Was unendlich nervt: der Wechsel der Objektive. Und: das Gewicht des 70-300. 600g zusätzlich sind echt ätzend. Ich hatte auch noch meine Raynox Makro-Vorsatz-Linse mit und dazu einen Kenko-2x-Adapter, der allerdings nicht mit dem Kit-Objektiv funktioniert, da die Bauform von EF-S-Objektiven mit Konvertern unverträglich ist. Das 70-300 war aber auch nicht so dolle, denn: Bei Serienfolgen stockte der Prozeß beim 2. Bild. Das 3. wurde nicht aufgenommen und die Kamera lieferte einen Kontakt-Fehler des Bajonetts zurück, man solle die Kontakte prüfen. Toll. Auch wenn ich die Bilder einzeln schoß, wurde es nicht besser. Und selbst wenn es mal klappte, dann gab es ein weiteres Problem. Natürlich macht der Adapter so viel Dunkelheit, daß der Autofokus nichts mehr findet. Da bleibt nur der manülle Fokus übrig. Da der 2x-Konverter aber so stark vergrößert, nützt einem auch der Stabilisator des Objektivs nur noch wenig, d.h. sowohl mit Sucher als auch LiveView ist kein klares Bild mehr zu bekommen, weil jede minimale Berührung der Kamera das Bild zu stark wackeln läßt. Manueller Fokus bedeutet aber: ich muß den Fokusring anfaseen. Und damit ist die Schärfe einfach nicht klar herstellbar, da nützt einem auch die Lupe des LiveView nichts. Das besonders blöd, weil mit Adapter der Mond relativ groß geworden wäre, wobei er ohne Adapter mal wieder zu lütt wird. Überhaupt: die Größenverhältnisse. Meine Bridge (die SX1) hat als Beschriftung 560mm Brennweite. Das 70-300, welches umgerechnet ca. 112-480 schafft (Crop = 1,6), liefert fast exakt den gleichen Bildinhalt. D.h., die Brennweitenangabe auf der SX1 scheint ein bißchen mogelpackig zu sein.

Angesichts dieser Widrigkeiten entschloß ich mich, in einem kleinen Laden in Vecindario ein weiteres Objektiv zu kaufen: ein Tamron 18-270 3,5-6,3. Ich hatte ja gedacht, daß angesichts der Angabe “6,3″ der Autofokus auf der hohen Brennweite verkackt, denn eigentlich soll ab 5,6 mit Autofokus Schluß sein. Aber: er verkackt interessanterweise nicht. Auch kommt mir die Angabe 6,3 etwas merkwürdig vor, weil eigentlich die nächste Blende bei 8,0 liegen müßte. Diese halben oder Drittel-Blenden sind da nicht so ganz mein Fall. Aber: ein hochqualitatives Objektiv ist es natürlich nicht, Tamron steht für billig. Auf 18mm ist zwar die Abbildungsleistung sehr gut, aber schon hier merkt man, daß die Blende bei gleichem Licht bei Kamera-Automatik (TV 1/250s) niedriger eingestellt wird, als beim 18-55. Das setzt sich verschlimmernd fort, wenn man es mit dem 70-300 vergleicht. Bei gleichem Licht hat nimmt die Kamera bei 300mm (Canon-Objektiv) z.B. Blende 11, während das Tamron bei 270mm runtergeht bis auf Blende 6,3. D.h., die Kamera dreht die Blende beim Tamron auf, weil das Licht nicht reicht. Das hat Folgen für die Qualität: die Schärfe nimmt beim Tamron bei den hohen Brennweiten etwas ab, insofern kann es zwar fast das 18-55 ersetzen, aber nicht das 70-300. Nichtsdestotrotz hat es mir recht häufig erspart, das Objektiv zu wechseln, so häufig braucht man den vollen Zoom dann doch nicht. Die eigentlichen Nervigkeiten des Objektivs liegen woanders. Der Bildstabilisator ist definitiv schlechter und so manches Mal hatte es sogar Sinn gemacht, ihn auszuschalten und zwar nicht nur bei Stativ-Aufnahmen. Aber das etwas größere Übel ist die fehlende Sperre. Hält man das Objektiv über einen gewissen Winkel nach unten, fährt es nur angetrieben durch sein Gewicht, von alleine voll aus. Das Ganze umgedreht natürlich, wenn man es über einen gewissen Winkel nach oben hält. Es hat zwar einen Sperrknopf, der verriegelt es aber exakt bei 18mm und ist eigentlich mehr eine Transportsicherung. Es kommt übrigens eine Gegenlichtblende mit (löblich, löblich!), die allerdings trotzdem diverses Streulicht gerade bei HDR-Aufnahmen (Grummel!) nicht verhindern konnte. Sehr ärgerlich. Aber immerhin ist der gute Wille erkennbar.

Da ich nun noch ein Objektiv hatte, mit dem ich den Konverter testen konnte, versuchte ich wieder mein Glück, aber: die Probleme blieben. Entweder, der Kenko-Konverter geht gar nicht erst mit der Kamera. Oder aber er ist irgendwie kaputt. Oder er geht eben nicht mit so großen Objektiven, vielleicht ein Gewichtsproblem? Andererseits: bei kleinen Objektiven macht ein Konverter keinen Sinn. Ich will ja gerade Brennweite verlängern, also große und schwere Objektive ranhängen. @Home habe ich den übrigens zum MediaMarkt zurückgeschleppt und nun wollen wir mal sehr fair bleiben, denn: obwohl der Kauf mehr als 4 Wochen zurücklag (ihre eigene Kulanzgrenze sind eigentlich 2 Wochen), nahmen sie das Teil zurück ohne Generve von wegen “erst reparieren” oder ähnlichem Quatsch und erstatteten mir den Kaufpreis. Obwohl ich durchaus einen Gutschein akzeptiert hätte. Also das ist schon echte Kulanz, das muß man wirklich lobend hervorheben. Der Security-Mann am Eingang hatte zwar etwas gemäkelt, ich solle doch zum Reparaturservice gehen, aber da mir eine Frau aus der Foto-Abteilung vorher gesagt hatte, ich könne das Ding zurückbringen, hatte ich eine gute Ausrede. Insofern für alle anderen: lieber die Frau vom Info-Stand den Zurück-Bring-Zettel ausfüllen lassen, dann gibt’s weniger Generve. In der Foto-Abteilung fiel mir auf, daß sie DSLR-Kunden deutlich bevorzugter behandelten als Kompakt-Kamera-Kunden, vielleicht habe ich nur deshalb die volle Breitseite der Kulanz spüren dürfen. Jedenfa
lls ein großes Danke, denn so billig war das Ding ja nicht.

Mittlerweile bin ich fast soweit, mir den Nachfolger, die EOS 550D zu leisten. Dafür muß die 500D natürlich vertickt werden. Der Grund wären die Nachtfotos. Natürlich liefert die DSLR um Längen bessere Bilder als eine Bridge. Aber die 550D soll gerade im Nachtbereich noch besser sein, 3 MPix mehr sind auch nicht falsch und noch dazu Full-HD-Video. Mal gucken, wie ich mir das zusammenspare. Bis dahin hier ein paar kleine Häppchen:

Diesmal hatte ich einen GPS-Tracker mit und habe die Daten nachträglich in den Exif-Teil der Bilder eingefügt. Ich hoffe, daß die Daten stimmen, aber sicher bin ich mir nicht. Wie überprüfe ich am einfachsten, ob die Position wirklich stimmt? Ok, maps.google.com, aber sonst? Ebenso beim Format: Fotothing mag das EXIF auf einmal nicht mehr und exiv2 nörgelt auch wegen Errors rum. Shit, da habe ich so schöne Java-Software bei dem Tracker dabei, die läuft sogar unter Linux und dann sowas. Naja, bei GPS übe ich halt noch…

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