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Mehr HDR-Testing mit der EOS 500D

2010-02-21, 02:00 CET

Da gibt es einen Herrn, der hat grandiose HDR-Bilder auf seinen Fotothing-Seiten. Es ist Simon Bull, jedenfalls nehme ich an, daß das sein Name ist. Er macht hervorragende Bilder und auch wenn da viel grafische Tools am Rechner mitgeholfen haben, so dürfte die Ausgangslage schon deutlich besser als bei mir sein. Er ist jedenfalls mein großes Vorbild, obwohl er selbst meint, www.davehillphoto.com wäre sogar um Längen besser als er. Ich kann nicht sagen, daß mir die DaveHill-Bilder besser gefallen, sie sind einfach nur anders. Klar, vielleicht etwas professioneller, aber trotzdem würde ich Mr. Bulls Bilder vorziehen. Und so versuche ich seit Jahren, an dieses Niveau ranzukommen, hin und wieder habe ich ja auch Glück, aber so langsam dämmert mir, daß es auch ein bißchen auf das Motiv ankommt.

Und siehe da, diesmal habe ich tatsächlich viel Glück mit dem Motiv gehabt:

Am Flughafen Tempelhof ist man als HDR-Fotograf im Paradies angekommen.

Das erste Bild kommt der Realität vielleicht noch am Nächsten. Ist interessanterweise gar kein echtes HDR, sondern nur Blending via enfuse. Hier waren keinerlei Artefakte an den Lampen, die man hätte korrigieren müssen.

Das 2. Bild war mit den qtpfsgui/luminance-Tools erstellt worden (endlich verschwindet der grottige Name). Hier mit dem Algorithmus Mantiuk 2006 und Contrast Mapping. In diesem Modus werden die Kontraste fein rausgearbeitet, ohne, daß sie wie blöde rumpixeln. Trotzdem mußte ich bei den Lampen ein paar zu schwarze Pixel wegeditieren.

Auch das 3. Bild ist mit luminance (Achtung, luminance ist immer noch Beta-Software, kackt hin und wieder ab oder macht nicht immer, was es soll, aber es ist jetzt schon brauchbarer als sein Vorgänger qtpfsgui) erzeugt worden, aber hier mit der Methode “Contrast Equalization” bei der Verwendung des Algorithmus Mantiuk 2006. Das ist ein Modus, der oft dermaßen viele Kontraste in einem Bild erhöht, daß es zu heftig pixelt, als hätte man das Bild mit ISO100000 geschossen. Ich hatte da früher schon ein paar Schädel-Bilder bei Fotothing veröffentlicht, aber das war mehr als künstlerisch anzusehen. Das HDR war darin kaum noch zu erkennen. Hier dagegen ist der Algorithmus so gut durchgegangen, daß ich nur wenig an den Lichtern korrigieren mußte. Ein Traum wird wahr! Besonders schön ist der Effekt beim Reinzoomen nach hinten in die Mitte. Man kann immer noch klar lesen, was da steht.

Das liegt zum Einen mit Sicherheit am Motiv, dieses Motiv gibt einfach dermaßen viel her, das konnte kaum schief gehen. Zum anderen liegt es aber auch daran, daß ich die Blende etwas zugezogen hatte und jedes Bild der Reihe (es waren insgesamt 8 Bilder) mittels Fernauslöser von Hand gemacht habe. Die Sekunden zählt dabei die Kamera im Display vor. Was daran gut war: Bei Belichtungsreihen werden immer Abstände von 1 oder 2 Blenden gemacht. Pro Blende sagt man über den Daumen, das ist vergleichbar mit einer Verdoppelung oder Halbierung (je nachdem in welche Richtung der Abstand geht) der Belichtungszeit. Das heißt, normalerweise hätte ich hier bei Blende 8 mit 2 Sekunden Belichtung angefangen. Eine Blende runter wäre 1 Sekunde gewesen, eine Blende rauf 4 Sekunden. Dann 1/2s und 8s, dann 1/4 und 16s usw. Mal abgesehen davon, daß ich nach unten gar nicht so viel Bilder brauchte, sind die Abstände nach oben relativ groß. Es scheint für HDRs Sinn zu machen, auch zwischen diesen Abständen noch Bilder zu machen. Diese Reihe hatte sich bewährt:

1s, 2s, 4s, 6s, 8s, 12s, 16s, 20s

Oder, wenn man noch mehr will:

24s, 30s, 36s, 44s, 52s, …

Nach hinten kann man die Abstände durchaus größer werden lassen, der Unterschied zwischen 52s und z.B. 48 Sekunden Belichtung ist nicht mehr so drastisch. Aber eben nicht in der Größenordnung, wie das Standard-Belichtungsreihen machen. Denn hier muß man sehr große Abstände wählen, weil die EOS 500D nur 3 Bilder in einer Belichtungsreihe aufnehmen kann. Eine Schande für so ein Werkzeug, schließlich schaffen es ein paar Leute, in ihrer Freizeit, diese Methodik allen möglichen Canon-Kompakt- und Bridge-Kameras beizubringen. Aber Canon packt das nichtmal in seine höherwertigen Produkte. Da kann unsereins nur mit dem Kopf schütteln. Aber dafür hauen sie so’nen Unfug wie Gesichtserkennung oder anderen Mist mit rein, den niemand braucht. Jedenfalls niemand, der einen Klotz einer DSLR bedient. Wann kommt eigentlich die Arsch-Erkennung?

Naja, zur Zeit gibt’s ja die perfekte Kamera für mich sowieso nicht. Langsam glaube ich, daß ich mir die irgendwann werde selber bauen müssen, denn die Hersteller von Fotoapparaten (endlich kann ich dieses Wort mal unterbringen) gehen so dermaßen viele falsche Wege, daß man nur den Kopf schütteln kann. Momentan bleibt mir nur das Prinzip Hoffnung Und natürlich gehen solche Bilder schon, wie man sieht, es ist nur etwas nervig, man hat massiv Arbeit damit.

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