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Tja, diese Kamera hat doch deutlich mehr als man glauben möchte. Auch wenn mich einiges an ihr annervt, die Ergebnisse sind mehr als traumhaft. Aber man lernt jeden Tag dazu. Mit dem KIT-Objektiv 18-55mm kommt man ja relativ schnell klar. Aber das fette 70-300, das war dann doch schwer zu bändigen. Ich versuchte, von unserem Wohnzimmer aus mit dem 70-300 einen Shot auf die Flur-Wand zu machen, wo einer unserer Kerzen-Schädel hängt. Flur-Schädel mit LED-Kerze Das Ergebnis war letztlich gut genug. Als HDR. Aber die Versuche dazwischen haben mich einige Nerven gekostet. Denn es scheint irrsinnigerweise bei einer Aufnahme mit Stativ besser zu sein, man schaltet den Stabilisator ab. Es ist mir noch nicht ganz klar, wieso. Aber immer wenn ich den Stabi anließ, wurden in der HDR-Reihe das am längsten belichtete Bild unscharf. Und zwar konnte man deutlich den Verwackler sehen! Dieses gilt übrigens sogar für das kleine Objektiv. Sehr schräg. Falls da jemand etwas weiß, würde ich gerne wissen, woran das liegt.

Nachdem ich nun rausbekommen hatte, was mein Dauerfehler war, schnappte ich mir Stativ und Pelzjacke und ging fröhlich in Richtung Halensee. Von einer Brücke dort kann man auf das Funkturm und ICC HDR ICC und den Funkturm dahinter blicken. Das hat mich auch einige Nerven gekostet, aber diesmal deswegen, weil ich nur das kleine Objektiv mit hatte und 55mm geben nicht wirklich viel her. Und: Busse und LKWs bringen eine Brücke zum Vibrieren. Bei Shots, die auch mal länger als 16 Sekunden dauern, ist die Wahrscheinlichkeit für Wackler, selbst mit abgeschaltetem Bildstabilisator, relativ hoch. Ich stand da also ungefähr anderthalb Stunden in der Kälte. Aber ich denke, das Ergebnis belohnt mich für meine Qualen.

Am letzten Sonntag (also gestern) war ich zum Wannsee gefahren. Gut, ein zugeeister See mit viel Schnee drauf ist nun kein Kontrastwunder. Auch hinter den Schiffen stehen und Bilder machen ist nett, aber große Kontraste werde ich da wohl nicht rausholen. Hier fehlen definitiv die anderen Bilder der Reihe. 3 sind zu wenig für HDR, wenn alles grau in grau ist. Also konzentrierte ich mich mal auf die Zoom-Fähigkeiten des 70-300mm Objektivs. Der HDR: Fernmeldeturm Berlin Schäferberg Fernmeldeturm Schäferberg bot sich an, denn was ist dort sonst schon fotogen? Ich hatte auf etwas mehr Kontrast gehofft, aber auch hier: grau-in-grau, da kann man nicht viel reißen. Nun kam ich noch auf die Idee, weil die Nacht nahte: wo könnte man denn schöne Nacht-Bilder machen? Da ich mich auf dem Rückweg vom Wannsee befand, kam mir der Hüttenweg in den Sinn. Keine Lampen, alles stockfinster, nur der Schnee dürfte ein bißchen Reflexionen geben. Beim Jagdschloß Grunewald parkte ich also und machte am Straßenrand die ersten Versuche. Der beste ist Hüttenweg Berlin: stockfinstere Nacht der hier. Und um es ganz klar zu sagen: ohne den Schnee hätte man die Hand nicht vor Augen sehen können. Ich hatte angefangen mit ISO1600, weil ich dachte, das könnte eng werden mit 30 Sekunden Belichtung. Aber weit gefehlt, mit ISO1600 war alles so hell, man konnte die Nachtsonne quasi fühlen. Mit halbwegs offener Blende kam ich also sogar auf ISO100 und habe immer noch eine Aufnahme, der man die Nacht nicht ansieht. Nur die Spuren der Autos zeugen von der eigentlichen Dunkelheit. Natürlich war das nur mit manuellem Fokus möglich. Und Live-View. Im Sucher geht da gar nix mehr. Und selbst bei Live-View konnte ich den Fokus nur schnell-schnell einstellen, solange ein Auto vorbeifuhr und die Gegend kurz ausleuchtete. Aber wie man sieht, mit ein bißchen Glück kriegt man ein gutes Ergebnis.

Tja, wer mich kennt, weiß, daß ich manchmal ein klein wenig am Rad drehe und immer alles sofort haben will. Das fängt beim Essen an (Fleisch UND Beilage müssen zusammen im Mund sein, damit die Geschmäcker gesammelt vorhanden sind) und hört oft zum Leidwesen meiner Umgebung nicht auf. ich bin nicht immer total gierig, aber manchmal muß es halt sein. Für den Foto-Bereich heißt das: ich will nicht nur Tele und guten Sensor für Nachtbilder. Ich will auch Macro! Natürlich habe ich die Raynox-Vorsatz-Linse, die auch bei der Canon EOS 500D ranpaßt mit dem Kneif-Adapter. Aber es gibt auch andere Möglichkeiten. Nämlich Zwischenringe. Das Konzept kannte ich auch nicht und ließ mich von Fridtjof unterrichten, was da so machbar ist, ohne viel Geld für teure Linsen ausgeben zu müssen. Bei Novoflex gibt’s ja so richtig abgefahrene Dinge, darunter ein Balgengerät mit der Möglichkeit, die Linse umzudrehen usw. Aber das ist alles zu teuer. Ich besorgte mir ein Kenko 3er Zwischenlinsen-Ring-Set und probierte es aus. Natürlich ist auch hier der Fokus schwierig, ebenso wie bei der Raynox-Linse. Er ist superflach und man muß ihn nicht nur manuell einstellen, nein, man muß auch das Objekt so zur Kamera positionieren, daß man halbwegs Schärfe bekommt. Ich hatte damals mit der Raynox einen Cent fotografiert. Nun habe ich Supermacro: 1 Euro-Cent das Ganze mal mit der Canon 500D gemacht. 1. Problem: ich kriege ihn gar nicht mehr formatfüllend auf ein Bild. D.h., das 3er-Set von Kenko liefert mit 55mm Brennweite mehr Vergrößerung als die Raynox Vorsatzlinse an meiner Bridge bei vollen 560mm Brennweite. Das fand ich höchst erstaunlich. Das 2. Problem ist aber offensichtlicher: die volle Schärfe habe ich nicht hinbekommen. Dafür muß ich wohl noch etwas üben. Aber ich finde das Ergebnis trotzdem besser als der alte Cent, denn wenn ich das auf die Größe des ersten Cents runterbreche, ist es schärfer und eben immer noch ein Ausschnitt, also faktisch mehr Vergrößerung.

Einzeln kann man die Zwischenringe natürlich auch betreiben. Ach ja: keinen billigen Plastikscheiß kaufen! Es gibt Supergünstige, die haben keine Kontakte. Da
geht dann vieles nicht mehr, das sollte man also lassen. Unter 80 Euronen habe ich kein 3er Set gesehen, das es wert gewesen wäre. Die Kenkos sind alle drei kontaktmäßig durchgeschleift und machten auch einen recht stabilen Eindruck auf den Bildern und die Rezensionen, die ich gelesen hatte, gaben also durchaus den Entscheidungspunkt. Das Kleinste ist der 12mm-Ring. Zum nächsten Bild muß man sagen: mir ist eine SD-Karte gebrochen. Das hatte ich kaum bemerkt. Denn die Karte lief im SD-Card-Reader noch tadellos. Auch die SX1 akzeptierte ihn. Die EOS 500D zuerst auch. Kackte aber bei der Formatierung ab. Und danach war dann auch im Kartenleser Sense. Da fiel mir auf, daß sie an der Seite aufgebrochen war. Schweren Herzens, weil ich den Garantie-Zettel sowieso nicht mehr hatte, zog ich der Karte eine Hälfte ab. Man muß auch aus Verlusten was rausholen. In diesem Fall HDR: kaputte SDHC 8GB Karte ein Bild der offenen Karte. Natürlich mußte es ein HDR sein, dieses ist ein Mix aus Mantiuk und Fattal. Man beachte bei der großen Version vor allem den Papier-Druck links. Schon mit diesem 12mm-Ring sah das gut aus. Aber natürlich wollte ich auch hier die volle Breitseite. Logischerweise geht die SD-Karte mit den vollen 60mm (ein bißchen mehr rechnerisch, aber nicht exakt so viel, weil beim Anschluß ein bißchen verloren geht) nie im Leben ganz drauf, sie ist ja größer als ein Euro-Cent. Aber immerhin konnte ich den kleinsten Chip auf der Platine SuperMacro und HDR: kaputte SDHC-Card ins Bild setzen. Auch hier HDR (Mantiuk), aber diesmal etwas dezenter, wirklich nur, um die Kontraste etwas mehr rauszukitzeln. Die volle Schärfe habe ich auch hier wie beim Cent nicht erreicht.

Tja, nun bin ich gerüstet. Bisher macht mir die Kamera trotz ihrer Unhandlichkeit, Schwere, Größe und der merkwürdigen Bedienführung mehr Freude als ich erwartet hatte. Noch bereue ich meine Entscheidung nicht. Es ist zwar teurer als bisher, dafür bekommt man aber auch tatsächlich mehr. Nichtsdestotrotz werde ich mir den spiegellosen DSLR-Markt sehr genau die nächsten Jahre betrachten. Oh, eine Erkenntnis noch: bisher dachte ich immer, es können nie genug Megapixel sein. Das weicht ein paar Erkenntnissen:

1. Auch beim Croppen bleiben bei 15 Megapixel noch genug Pixel übrig. Ok, 15 sind noch nicht genug, aber ich würde bei 25 die Obergrenze ziehen, mehr ist unnötig.
2. Karten- und Plattenplatz. 15 Megapickel braten massiv was weg. Ohne wirklich viel Mehrwert zu erzeugen. Klar kostet das alles nicht mehr viel, aber trotzdem muß man ja nicht rumaasen.
3. Die Qualität. Letztlich hat mich der Wahn des “wir machen den Sensor kleiner und hauen dafür noch ein paar Pixel mit rauf” aus der Bridge-Welt in Richtung DSLR getrieben. Wofür so viele Pickel, wenn man doch nur Rauschen kassiert? Wenn aber der Wahn unbedacht in der DSLR-Welt fortgeführt wird, ist nicht viel gewonnen.

Also: wenn bei Systemkameras mehr Pixel dazukommen über die Jahre, dann ist das OK, wenn die Entwicklung rauschtechnisch im Rahmen bleibt. Maximal-Ziel: 25 Megapixel. Darüber hinaus: unsinnig. Just my 2 ¢ents…

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