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Halloween und mehr Horror

2009-10-28, 02:00 CET

Herrje, wo läuft nur die ganze Zeit hin? In meinem Blog tut sich seit 6 Wochen nix und mir selbst fällt es gar nicht auf. Dabei haben wir doch bald Papierkürbis von www.cubeecraft.com Halloween! Wie man sieht, sind die Möglichkeiten, zu Halloween Horror pur zu bekommen stetig größer geworden. Nun kann man sich den Grusel schon selbst zusammenschneidern. Und wo? Bei www.cubeecraft.com Dabei hatte das alles mal so klein angefangen, mit einem Star Wars Stormtrooper, den ich übrigens nie hinbekommen habe, weil das Ausschneiden der Wumme doch zu filigran für meine dicken Wurstgriffel ist. Das ist aber sowieso eher was für das Bastel-Munst Cymone, sie hat sich sogar an den Papierjack von www.cubeecraft.com Jack von ‘Nightmare before Christmas’ rangewagt. Und ich denke, das Ergebnis ist zufriedenstellend. Aber weichen wir mal kurz vom Thema ab. Was ist passiert in den letzten Wochen? Zuerst mal: wir waren mal wieder ein bißchen urlauben, für Billigheimer: Fuerteventura. Naja, billig war mal, ist doch recht teuer geworden…

Aber: es hat sich was getan in den letzten 3 Jahren. Das Fazit der Insel von unserer letzten Reise nach Fuerte im Jahr 2006 hatte ein paar negative Züge. Z.B. war die Unfreundlichkeit diverser Bedienungen extrem, die Insel selbst rottete etwas vor sich hin, besonders ätzend sah die Hauptstadt Puerto del Rosario aus, recht slummig. Und überhaupt kam man sich überall geneppt vor, auch wenn die Preise halbwegs günstig waren.

Nun ist etwas passiert: die Insel wird an allen möglichen Stellen aufgehübscht. In Puerto del Rosario ist nicht nur überall Baustelle, nein, in vielen Ecken sieht man jetzt schon, daß sich vieles zum Guten gewendet hat, der Slum-Character verschwindet mittlerweile. Besonders durch den Bau des neuen Kauf-Centers ‘Las Rotondas’ versucht Fuerte wohl, an die Großen wie Gran Canaria mit seinen dicken Centern rund um Las Palmas anzuknüpfen. Das Problem: Diese Stadt hat nur 35000 Einwohner, von denen sich bestimmt ein Großteil die Preise der teuren Läden im Kreisel-Center (Las Rotondas = die Kreisel) nicht leisten können. Dort sind nämlich hauptsächlich Marken wie Zara, H&M usw. vertreten. Es ist also mit Hoffnung auf die Touristen gebaut worden. Auch wenn Cymone dort haufenweise deutsche Touris gesehen haben will: mir sind kaum welche aufgefallen. Überhaupt war das Center gähnend leer. Ok, wir waren an einem Dienstag da, aber trotzdem sollte sich doch wenigstens ab Nachmittag/Abend die Lage verbessern. Das passierte jedoch nicht. Die Läden hatten bis 22 Uhr auf und ganz oben gab es eine Freßetage mit Chino-Buffet, Burger King usw., welche bis 0 Uhr auf hatten. Um 22 Uhr war das Center praktisch wie ausgestorben, auch bei den Freßläden war es relativ leer. Selbst, wenn das am Wochenende besser werden sollte: da könnte am Horizont doch die Pleite drohen. Das Problem ist natürlich bei einer Strandinsel: die Touris fallen vom Hotel auf den Strand und bleiben da. Die bewegen sich da kaum weg. Es ist aber auch wirklich bequem in Jandia und Costa Calma. Noch dazu ist Rosario nicht gerade dicht neben den touristischen Gebieten. Jandia ist ca. 80km weg und selbst Corralejo im Norden ist noch gut 40km entfernt.

Wobei Engländer (Corralejo = viele Briten) deutlich weniger geworden sind. Der Pfund-Kurs treibt sie weg vom Euro-Gebiet. Interessant ist aber, daß die Grenzen doch ein bißchen aufweichen. Vor 3 Jahren waren die Gebiete total streng getrennt: im Norden tummelten sich die Engländer und im Süden die Deutschen. Nun hört man auch in Morro Jable mehr englisch und es sind nicht die hirntoten Fußballdeppen, sondern tatsächlich Otto-Normalsterbliche, also kein Gernerve. Ebenso hört man in Corralejo jetzt etwas mehr deutsch. Wo ist eigentlich das ganze Spanisch? Wofür lerne ich diese Scheiße?

Vielleicht sollte man trotzdem einen der positivsten Erlebnisse auf Fuerteventura schildern: kein Wind. Anfang Oktober. Warm. Tagsüber 30°, nachts 26°. Supi! Erst die letzten 2 Tage kam Wind auf und da waren nachts tatsächlich 21°. Trotzdem können einem die Hackfressen in Jandia manchmal schon den Tag versauen. Ok, es sind viele Alte dort, aber ein bißchen Geisterbahn wäre kein Problem. Das Problem war dieses ständige mürrische Gucken. Da ist schonmal Sonne am Stück und trotzdem freut sich keiner, kann man ja gleich Urlaub in Hannover machen. Da paßt das Wetter dann wenigstens zum Gesicht.

Vielleicht noch als Auflistung die wichtigsten Dinge:

WLAN:

Vielleicht noch ein paar Worte zum Essen, hier die Herausragenden:

  • Jandia/Morro Jable: El Velero, nach wie vor Klasse, war auch schon vor 3 Jahren eine Empfehlung
  • Negativ in Jandia: Que Rico. Dauerte ewig und war irgendwie alles recht nervig. Am Essen gibt’s nichts zu meckern, aber das Gesamt-Handling war an der Grenze zur Unfreundlichkeit. Und das, obwohl wir relativ nett waren, im Gegensatz zu anderen Touris, die alles benörgelten (aber auch nicht besser bedient wurden)
  • Rosario: Chinese Buffet im Las Rotondas
  • Corralejo: Hong Kong Chinese Buffet, meiner Meinung nach besser als der im Las Rotondas, Simone sieht es genau andersrum
  • Costa Caleta (oder auch Castillo): New Slow Boat Buffet, im Preis mit drin ist sogar der ‘Wok’, was bedeutet, man kann sich auch was frisch zubereiten lassen, das war echt spitze!

Ansonsten gibt’s natürlich gegenüber vom Centro Atlantico einen McDödel (der einzige der Insel), welcher aber hin und wieder keinen Helado y Café hatte, das einzige was di
e dort eigentlich als Alleinstellungsmerkmal haben (um hier mal den Managementnasen den Finger in die Wunde zu treiben).

So, als letzte Änderung sollte man noch erwähnen: überall Klohäuschen an den Stränden. Betrifft vor allem die holde Weiblichkeit, die praktisch nichts trinkt den ganzen Tag, aber pinkeln muß, als wäre sie die Verursacherin der Ebbe am Strand. Natürlich sind diese Klos häufig defekt oder ab 17 Uhr abgeschlossen usw. Aber der Wille, etwas zu verbessern, ist erkennbar, das muß man hier wirklich mal loben! Auch wenn die Behinderten-Klohäuschen relativ klein sind, schwergängige Türen haben, die ein Rollstuhlfahrer im sitzen niemals aufbekommt und für Rollstühle eine Rampe fehlt und vorne nur eine Treppenkante ist. Und das sogar in so unwirtlichen Gegenden wie Mal Nombre, einem Strand mitten im Nirgendwo.

Wir hatten übrigens knapp 2300km in den 2 Wochen unseres dortigen Daseins abgerissen, was viel klingt. Angesichts einer doch recht großflächigen Insel ist es nicht so viel. Corralejo liegt z.B. über 100km weg von Morro Jable und nur ein kleiner Teil davon ist Autobahn. Vielleicht vertiefe ich diesen Bericht irgendwann im Fuerte-Reiseteil meines alten Berichts als Update quasi.

Tja, und was passierte so alles danach? Festival Of Lights, Konzerte, Parties, also alles das, was einem auf Fuerteventura so fehlt: Infrastruktur. Nach 2 Wochen ist man wirklich froh, wieder in der Zivilisation zu sein, so schön das Wetter dort auch ist. Wobei ich als dunkelhäutiger Typ mir irgendwann doch Cymunstis 50er Sonnenschutzfaktor-Creme ausborgen mußte, sonst wäre ich schlicht verbrannt, so heftig war das diesmal. Sogar Cymone ging ins Wasser, wenn auch nicht so gerne in La Pared, wo die Wellen echt heftig sind, aber der Strand leider etwas verdreckt. Dabei wollte ich doch jetzt geschmeidig das Thema wechseln. Hin zur Infrastruktur! Z.B. zu Internetzigen Dingen! Dazu noch eine Sache: ich hatte noch ein Handy-Kabel mit und internettete überall dort, wo kein WLAN verfügbar war und es war IMMER schnelles UMTS. Insofern sollte man mal bei der EU intervenieren, das ist deutlich wichtiger als Telefon-Roaming. Ich will billiges Mobil-Internet im Ausland! 70 Ocken pro Monat extra für 150 MB? Und dann 2,38 pro weiterem MB? Das ist finsterste Steinzeit! Na gut, ein bißchen VPN und Web brachten knapp 50 MB über die vollen 2 Wochen. Aber hätte ich Updates im Urlaub gemacht, hätte ich die 150 MB locker an einem Tag weggepustet.

Und nun habe ich sie, meine Überleitung zu einem anderen Thema. Wenn man viel surft, will man ja heutzutage nicht dauernd in der Vollüberwachung hängen, die der Staat da als Zwangskorsett bereitstellt. Stichwort Vorratsdatenspeicherung usw. Bezahlbare VPNs gibt’s ja mittlerweile zuhauf und das ist ja auch alles ok, aber es kostet halt Geld. Anonymisierung für lau bietet Tor, aber: kein P2P. Das ist bäh in der Tor-Welt, weil es viel Traffic macht und die Nodes belastet. Ich hatte darum auch mal Darknets getestet und das damals beste war I2P. Wobei das Siegel ‘Bestes Darknet’ immer noch nicht ‘benutzbar’ implizierte. Ich versuchte immer wieder, dieses Netz zu nutzen, aber es war irgendwie immer Mist. Nun habe ich einen weiteren Anlauf gestartet und es gab die üblichen Probleme: Webseiten rissen ab oder starteten gar nicht erst (obwohl sie laut den Statistiksammlern innerhalb von I2P online hätten sein sollen), das Freenet-Gateway konnte man in die Tonne kloppen und der Content war under every pig, um es mal in Neudeutsch falsch zu verkünden. Ich war schon wieder dicht dran, es hinzuwerfen, da bemerkte ich ein paar Änderungen: ein integrierter Webmailer. Na gut, nicht wirklich wichtig. Den integrierten Chat gab’s schon immer. Einen Outproxy ins echte Internet (der gar nicht mal so langsam ist, schafft vielleicht Tor-Speed oder sogar mehr) auch. Aber, was bisher nicht so direkt dabei war, war ein P2P-Client. Den gibt es jetzt, er ist direkt integriert in den Router und hat auch eine eigene Weboberfläche, mit dem man ihn ansteuern kann. Und siehe da: es gab Content! Wobei ich mich schon gewissenhaft fragte, ob die Anbieter wirklich die Lizenzen für die angebotenen digitalen Dinge hatten. Da ich aber sowieso nur testen und nicht illegal konsumieren wollte, konnte ich darauf keine Rücksicht nehmen. Am Anfang kam ich kaum über 10KB/s in und 5 KB/s out. Dann gab ich einen Port an meiner Firewall frei und die Situation änderte sich dramatisch: Spitzenwerte von 150KB/s in und 80 KB/s out waren nun zu sehen! Ich war baff! Ein verschlüsseltes Netz, in dem P2P möglich ist? Unglaublich! Ok, es ist speedmäßig mehr ein Ausflug in die DSL-Anfänge, aber Anonymität kostet nunmal. Und ja: es ist natürlich nicht viel an Inhalten vorhanden, das würde sich wahrscheinlich nichtmal für die gebeutelte Musikindustrie lohnen, da nach Bösewichten zu suchen. An meinem Router kamen knapp 500 verschiedene IP-Adressen innerhalb eines Tages an. Ich schätze, alle werde ich nicht sehen und bei 2 Hops pro Tunnel könnte man vom 3-fachen ausgehen, folglich hat das Netz 1500 Teilnehmer zur Zeit. Aber man konnte auch eine gute Mehrauslastung bemerken, mit je mehr Peers man connected war. Es scheint eine Art Effizienzalgorithmus zu geben, wie anonym dann die Leitungen noch sind, vermag ich nicht zu sagen. Aber es wird mit mehr Nutzern auf jeden Fall schneller als langsamer. Dieses Projekt setzt hier also wirklich einen Meilenstein, wenn es jetzt auch noch Zulauf bekommt, dürfte die Vorratsdatenspeicherung der Witz der Geschichte sein, dann hat wahrscheinlich ein Teilnehmer des Netzes pro Tag Kontakt mit gut einem Hundertstel des Welt-IP-Kontingents. Das dürfte die Datenberge undurchsuchbar machen. Ein Horror für Überwachungspolitiker und andere Orwell-Staat-Fans. Und schon haben wir die Überleitung zum Anfang geschafft:

Unsere Klingel an der Haustür Happy Halloween!

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