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Neue Kamera, neues Glück

2010-02-12, 02:00 CET

Es gibt Kameras, die halbwegs vernünftigen Spezifikationen entsprechen. So hat die Canon Powershot SX1 durchaus ansprechende Werte: 560mm Brennweite (verglichen mit KB), normale Akkus, relativ geringe Größe und Gewicht, diverse Features. Aber: das ist eine Mogelpackung. Denn sie rauscht. Tagsüber natürlich wenig, aber bei wenig Licht immens. Da nützt einem auch so ein dicker Zoom nix, wenn am Ende nur noch Gebrösel auf dem Sensor ankommt. Seit langem spiele ich mit dem Gedanken, mir eine DSLR zuzulegen. Eine “Digital Single Lens Reflex” Kamera. Eine Spiegelreflex also. Eigentlich bin ich ja gegen die Dinger. Denn: sie sind getrimmt auf Anwender der alten Analog-Welt. Die machen alles anders als ich. Die Menüführung ist eher nervig. Ein optischer Sucher ist ebenfalls nicht so mein Ding, ich komme mit elektronischen Suchern bisher eigentlich gut rum. Dann die Größe dieser Dinger: klotzig, schwer, unhandlich. Es gab ja Ideen, wie man es besser macht. Olympus baut µ4/3-Kameras, die zwar nur 12 Megapixel absondern, aber wenigstens keine Spiegel nutzen. Dadurch wird das Kameragehäuse kleiner, teilweise auch die Objektive und leichter wird’s natürlich auch. Die Bilder sind ok, wobei ab ISO800 hier leichte Verluste im Rauschbereich auftreten können. Aber: Sucher nur extra zum Aufstecken. Kein Stabilisator im Objektiv. Kein Klapp-LCD-Display. Und: teuer. Die Pen E-P2 kostet gut 950 Ocken. Das ist nicht wenig. Dann Panasonic: Auch µ4/3. Immerhin hat man sich Firmen-übergreifend auf einen Standard geeinigt. Ebenfalls nur bis ISO800 im halbwegs brauchbaren Rahmen. Dafür aber wenigstens echtes Full HD-Video, Klapp-Display, jedenfalls bei der GH-1. Diese kostet, Achtung, festhalten, knapp 1350 Euro. UI! Als neuer Konkurrent tritt gerade Samsung mit seinem NX1-System auf. Könnte sinnvoll sein. Aber hier sieht der Kamera-Body schon wieder dicker aus, die Objektiv-Auswahl ist sehr gering und sie stehen mit dem System ziemlich alleine da. Gerade der Objektiv-Park ist bei Kameras dieser Art nicht unwichtig.

Es ist zum Haare raufen! Alles Mist! Dann überlegte ich, ob ich den Kompromiß “fette Kamera und Spiegel” hinnehmen könnte. An beschissene Menüführung kann man sich gewöhnen. Ich hatte eine Freundin bei einem Konzert beobachtet, sie hatte eine Sony in der Hand und die Menüs in der Anzeige schienen mir sehr übersichtlich und gut zu sein. Bei näherer Betrachtung kam die Sony Alpha 550 ins Visier. Dumm nur: sie hat kein Video. Eine Kamera sollte heutzutage beides können. Nun blieb noch Nikon oder Canon. Bei Nikon überzeugten mich die Beispielbilder im hohen ISO-Bereich nicht so sehr. Und ein paar andere Eigenheiten. Canon hatte eine Kamera, die für einen halbwegs noch angemessenen Preis Bilder im ISO1600er Bereich machte, die tatsächlich supi aussahen: EOS 500D. Ich suchte nach mehr Bildern und bekam mit: selbst die totalen Vollpfosten (muß ich mich ja dann auch dazu zählen, bin ja dann DSLR-Anfänger) konnten hier mit ISO1600 astreine Bilder machen.

Die Wahl war gefallen. Schön, daß Mädchenmarkt gerade seine Schnäppchen-Aktion machte, so konnte ich die Kamera, ein 70-300er Objektiv und noch Zubehör schießen und blieb locker unter dem Preis für eine Panasonic GH-1.

Es ist nun also vollbracht. Die Canon EOS 500D ist meine und hier ist die erste HDR-Reihe:

Natürlich ist das nicht die volle 15 Megapixel-Auflösung. Das liegt daran, daß die Algorthmen auch nur minimalste Pixelei auf’s heftigste verstärken. Also muß man mit Tricks gegenhalten. Der Grund, warum die alle etwas dichter aneinanderliegen, ist: das Original-Bild war ursprünglich ein RAW. Damit sind alle von diesem einen Bild abgeleitet, dem ersten Bild. Ich werde versuchen, demnächst wieder echte HDRs damit zu machen, also Bilder, die aus mehreren Kontrastebenen diverser Bilder bestehen.

Die Handhabung ist wie vorhergesagt. Der ganze Knopp-Kram muß eingelernt werden, ebenso die Menüs. Ärgerlich, aber nicht zu ändern. Was mich wirklich anpißt, ist zum einen der nervige laute Spiegel. Dieses laute Klack-Klack, besonders auch bei Serienbildern (Hallo? Hätte man da den Spiegel nicht oben lassen können?) ist total ätzend. Wer es gewohnt war, in Ruhe Bilder zu machen, wird hier entnervt dem Herzinfarkt entgegenwanken. Desweiteren nerven natürlich die Objektive: schwer und groß. Und mit dem Prädikat “schwer” gehen auch nicht mehr alle Stative. Dann sind selbst Canon-Objektive nicht einheitlich. Ich habe mir noch einen 2x-Konverter besorgt, von Kenko. Da ich das EF-S nicht da ranbekam, las ich dann doch mal die Anleitung, in welcher steht: nur Non-EF-S-Objektive gehen. EF-S ragt zu weit in die Kamera rein. Fast hätte ich den Konverter zurückgebracht, bis ich bemerkte, es gibt keinen vernünftigen Konverter, der diese Objektiv-Art beherbergen könnte. Gut, mit dem 70-300 geht’s ja, das wird nur viel zu dunkel, kaum Autofokus usw. Probleme über Probleme. Natürlich könnte man auch lichtstarke Objektive kaufen, aber am Ende des Geldes stellt sich nicht die Frage nach Objektiven im 4-stelligen Euro-Bereich. Mal abgesehen vom riesigen Gewicht solcher Boliden. Ich habe in den letzten Tagen viel gelernt, vor allem dank Fridtjof, welcher eine enorme Geduld aufbrachte, die Lücken in meinem Wissen aufzufüllen. Ein paar Fakten kannte ich ja schon, aber je spezifischer die Fragen DSLR-typischer wurden, desto mehr mußte ich ihn löchern. Ich verweise hier besonders auf seine Foto-Galerie (Natur- und Tierbilder: sensationell!). Aus meiner Sicht ist er ein Profi, auch, wenn er das anders sieht.

Mittlerweile kriege ich es gebacken, mit dem Ding umzugehen, Makros zu machen (die Raynox-Linse funktioniert! Yippee!) usw. Ich denke, die Qualität der Bilder wird auf Dauer zeigen, daß der Schritt richtig war. Ein größerer Sensor kann nie falsch sein. Und: die Kamera ist mit dem Kit-18-55-Objektiv ungefähr so schwer wie meine alte SX1. Generell muß ich natürlich etwas mehr üben, aber das wird. Dennoch sage ich es ganz klar: das G
elbe vom Ei ist es nicht, ich sehe das klar als Zwischenstation, bis die spiegellose Front echte Alternativen bietet. Dazu gehört:

  • Ein ordentliches Portfolio an Objektiven mit Stabilisator
  • Eine Preisgestaltung, die nicht völlig idiotisch ist (Panasonic dongelt auch noch seine Akkus! Als wenn die nicht schon teuer genug wären! Völliger Irrsinn!)
  • Sowohl Sucher (mir ist elektronisch lieber) als auch Klapp-LCDs
  • Größere Sensoren und damit mehr Megapixel bei gleichzeitig kleinerer und leichterer Bauweise
  • Full HD-Video

Natürlich gibt’s noch Extra-Anforderungen wie möglichst viele Bilder in einer Belichtungsreihe. Oder eine Fokus-Reihe. So wie’s aussieht, gibt’s bei der 500D keine Fokus-Reihe, jedenfalls habe ich sowas noch nicht gefunden, ich schätze mal, das könnte an den Objektiven liegen. Also ich hoffe mal, daß ich mich auf absehbare Zeit nicht total in einen Hersteller verwickle, das ist nämlich sauteuer und aus so einer Abhängigkeit wieder rauszukommen, vermindert die Teuerung nicht wirklich. Warum gibt es eigentlich noch keine Linux-Kameras? Dann wäre z.B. SDXC mit seiner völlig verkackten Spezifikation kein Thema.

Übrigens, der Nachfolger der 500D ist ebenfalls gerade rausgekommen, die 550D. Ich prophezeihe mal, daß diese Kamera etwas hochpreisig angesiedelt sein wird die nächsten Monate. Wobei sie feature-technisch für mich eher unwichtiger ist. Na gut, HD-Video mit 30 statt 20 FPS und 18 statt 15 Megapickel. Aber der Rest? Ich werde mal auf die Vergleichsbilder warten. Bei gleicher Sensorgröße kann sich die Bildqualität eigentlich nicht verbessern. Aber ich bin jetzt sowieso pleite, die Frage stellt sich zur Zeit nicht…

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