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…aber dann wieder weiter bei Virtualisierung und verschlüsselten Netz-Diensten!

Aber bleiben wir mal kurz beim aktüllen Atom-Problem: daß es die Franzosen mit in die Anti-Atom-Welle zieht, hätte ich ja nicht gedacht. Bisher war das ja logisch. Eine Nation, die immer noch die Zigarette als französisches Nationalsymbol hochhält (obwohl auch dort mittlerweile das Rauchverbot um sich greift), kann gar nicht gegen Atomkraft sein. Der Lungenkrebs rafft sie früher hin als Strahlung es je schaffen könnte. Gut, das ist ein bißchen gegen die aktuelle Statistik polemisiert, aber ich denke mal, das könnte es sein, was der Franzose mit Baskenkäppi, Baguette unterm Arm und auch dem sonstigen Aussehen von SuperDupont so gedacht haben könnte in der Vergangenheit. Und die Tatsache, daß den Asiaten, gerade den 100%-igen Japanern, die alles immer und überall perfektionieren und richtig machen, daß denen noch nie was um die Ohren geflogen ist. Das sind schließlich die Könige der Technik! Und dann passiert ausgerechnet in Japan ein GAU. Da könnte man schon auf den Gedanken kommen: wenn das disziplinierteste und technisch am weitesten entwickelte Land der Welt es nicht schafft, diese Technik zu beherrschen, ist Atom-Technik dann überhaupt von jemandem beherrschbar? Sollte man mal drüber nachdenken.

Aber zurück zu den weniger wichtigen Technik-Themen.

Ich hatte gestern ein bißchen über verschlüsselte Platten im Netz gefaselt und hatte behauptet, es nicht hinbekommen zu haben, mittels WebDAV eine Datei via losetup verschlüsselungsfähig zu machen. Bis gestern stimmte das auch. Denn ich hatte den falschen Treiber genommen. Mit davfs2 kommt man tatsächlich hin. Aber: es hat Unmengen von Haken. Der erste tut sich bei Diensten wie 4shared.com auf. Dieser Dienst ist eigentlich mehr ein Tausch-Dienst wie Rapidshare, bietet aber auch das mounten von einer freien 10GB-Disk via WebDAV an. Dabei stellte ich fest: hier geht gar nix, weil dieser Dienst kein Locking bereitstellt. Ohne Locking aber kriege ich losetup nicht zur Mitarbeit überredet. Das heißt also, daß die Aussage “der Provider bietet WebDAV an” keine ist, denn es gibt Unmengen Sub-Features, die beim einen Provider an sind und beim anderen aus.

Anders sah es beim Konkurrenten mydrive.ch aus. Hier habe ich es tatsächlich geschafft, eine Datei mittels losetup gefügig zu machen. Ich konnte Daten quälend lahm verschlüsselte reinschreiben und auslesen. Und dann merkte ich, wieso es so lahm war, das war es nämlich gar nicht. Ich hatte eine 1GB-Datei aufgemacht und als Container genutzt. Und WebDAV scheint, zumindest bei mydrive, die Datei immer komplett zu übertragen. Das ist natürlich so, als würde ich alles in einem lokalen Container machen und den immer wieder einfach nur hochschieben. Also sehr ineffektiv. Dazu paßte auch, daß ein anderer Dienst namens box.net von vornherein nur 25MB-Häppchen zuläßt, also 25 MB pro File. Hier einen Container zu basteln, wäre also komplett witzlos. Aber dieses Verfahren deutet daraufhin, daß WebDAV dieses Problem des kompletten Hin- und Herschiebens der Datei immer hat. Der Wikipedia-Artikel zu WebDAV deutet auch in diese Richtung.

Insofern kann man, trotz des schönen Proxy-Features, von WebDAV nur abraten. Mein Favorit bleibt NBD, wobei im stabilen Tree von Ubuntu (Maverick, 10.10) noch keinerlei IPv6-Fähigkeit herrschte, die mußte ich mir mühsam aus den Quellen zurechtkompilieren. Es bliebe noch FTP, aber die Fuse-Treiber dazu verkacken bisher deutlich.

Es gibt noch eine Art Allroundtool, nämlich avfs, welches Archiv-Dateien wie rar, zip, tar o.ä. als Filesystem einbinden kann, das könnte auch FTP liefern. Scheint mir aber hochkompliziert zu sein und ich schätze, daß auch hier der volle Datensatz übertragen werden muß.

Zu guter Letzt noch einen Hinweis: Ich hatte aus Versehen eine ZFS-Partition teilweise überschrieben. War nicht wild, war sowieso nur ein Test. Trotz dieses heftigen Problems konnte der ZFS-Tree gemounted werden und ich konnte noch alle Dateien runterzerren., sie stimmten mit den Originaldateien überein. Ich weiß nicht, wie dieses System das macht, aber Hut ab, das ist ab jetzt mein Standard-Backup-System: verkackt nie. Schade, daß Oracle in letzter Zeit wie ein Amokläufer agiert, wenn es um OpenSource geht. Wir werden es wohl nicht mehr erleben, daß ZFS komplett unter die GPL kommt. Obwohl es nur dadurch in den Linux-Kernel käme und dann endlich performant wäre. Schade, aber so geht’s ja auch vorerst.

5 Kommentare zum Artikel “Na gut, ein bißchen Japan vielleicht…”

  1. mark

    Wenn man sich die http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Kernkraftwerke anschaut, dann verblüfft, daß die Japaner eine Menge Siedewasserreaktoren am Laufen haben, die Franzosen aber fast ausschließlich Druckwasserreaktoren. Letztere haben einen negativen http://de.wikipedia.org/wiki/Dampfblasenkoeffizient, d.h. wenn die Dinger Kühlwasser verlieren, dann fahren sie runter und nicht hoch wie jetzt die Reaktoren in Japan.

  2. UWP

    Und wer weiß, was da alles schief gehen kann. Einen Worst Case Test kann man so schlecht machen…

  3. mark

    Die Experten wissen das. Die wissen das alles. Also Tschernobyl war doch eigentlich auch ein Test (http://de.wikipedia.org/wiki/Katastrophe_von_Tschernobyl#Geplanter_Versuchsablauf). Den Worst Case Test haben die nebenbei fulminant hinbekommen… Als ich gestern Abend bei Quarks & Co. gesehen habe, mit welchen Mitteln die armen Kerls da versucht haben die Katastrophe in den Griff zu bekommen, hat’s mir fast die Tränen in die Augen getrieben. Aus den 80ern war bei mir nur hängen geblieben “die arbeiten dran”.

    Fefe macht ja auch noch einen schönen Vergleich zu Softwareingenieuren und meint abschließend: “Wir haben an beiden Fronten die Technologie nicht im Griff” (http://blog.fefe.de/?ts=b3806d46)

    Wenigstens können wir noch den Resetknopf drücken, oder Undo, oder das Backup einspielen. Das ist die Sache, die mich so stört am Leben: Daß das da nicht geht.

  4. UWP

    Also ich habe schon viele Berichte gesehen, wo die an einem Tag darniederlagen, strahlenkrank. Von den Feuerwehrleuten, die da Erstlöschung machten, leben nur noch wenige. Einen Fotograf hatten sie letztens im TV, der hat überlebt und die irren Fotos gezeigt, die alleine von der Strahlung von unten angeschwärzt waren, durch die Kamera durch. Muß also heftig gewesen sein. Das dürfte in Japan jetzt nicht besser sein, wer da vorne dran ist, wird bald tot sein. Und bei dem wenigen Land, das die haben, droht eine radikale Verjüngung der Bevölkerung, denn älter als 40-50 werden die nachfolgenden Generationen aufgrund der Strahlen-Belastung wohl kaum werden. Ist übrigens das, was immer aus den Augen gelassen wird: viele Totgeburten, viel Krebs. Aber Hiroshima & Nagasaki haben gezeigt, daß man auch auf verseuchtem Grund weiterleben kann, nur eben mit vielen Einschränkungen. Die Art Mensch ist zäh. Immer, wenn ich Katastrophen dieser Art sehe, bin ich froh, keine Kinder zu haben. Sollte man den “Familienparteien” mal sagen: nichts ist antifamiliärer als Atom. Mehr Verhütung geht kaum.

    Und zum Thema Reset-Knopf für’s Leben: wir arbeiten ja dran. Kann aber sein, daß uns jemand zuvorkommt und zuerst der Planet resetted wird, wenn wir so weitermachen. Müßte man sich mal ausrechnen: wieviel Fläche geht verloren, wenn wir alle 25 Jahre einen Supergau haben? Ich wette, in 500 Jahren ist die Zukunft total strahlend. Wenn wir bis dahin kein Hirn-Upload/Download erfunden haben, tja dann: Pech.

  5. Icke

    Die Welt hat Wunderkerzen angezündet. Jetzt merken wir, dass man die nicht aus pusten kann…….aus spucken geht auch nicht…..

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