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Archiv für die Kategorie ‘Videoberzerk’

Es gibt ja immer wieder komische Dinge, die man käuflich erwerben möchte. Dafür hat man ja bekanntlich das Internet erfunden. Problem: manchmal gibt es im Netz nix Perfektes. Oder aber: man will es wenigstens mal vor dem Kauf in der Hand haben. Kleines Beispiel: ein Handy-Aufsteller. Nein, ich meine damit nicht irgendwelche bescheuerten Sessel für’s Handy oder so. Es geht eher darum, Video mit dem Smartphone gucken zu können, ohne das Teil die ganze Zeit in der Hand halten zu müssen. Dazu hat die Industrie durchaus ein paar lustige Ideen, in billig: Saugnapf-Kugelln oder Mini-Pömpel. In teuer: irgendwelche Plastik- oder Papp-Schablonen.

Dann gibt es natürlich noch den Markt des Vertrauens vor der eigenen Haustür. Wer einmal beim Planeten oder Mädchenmarkt bestimmte Dinge gesucht hat, wird festgestellt haben, daß bestimmte Produkte zu Tausenden in Millionen Variationen angeboten werden. Andere dafür gar nicht. Das ist so, als würde man einen Supermarkt ausschließlich mit Cola & Erbsensuppe betreiben, dafür aber von 500 verschiedenen Firmen (und wahrscheinlich einem Anbauplan für 500 weitere Erbsensuppen- und Cola-Firmen). Oder anders gesagt: Fehlanzeige. Im gleichen Atemzug hatte ich festegestellt, daß diverse Gadget-Stores in Berlin-Mitte dicht gemacht hatten. Logisch, damit wird man die Ladenmieten wohl kaum begleichen können. Stattdessen finden sich rund um den Hackeschen Markt nur Schuh- und Klamottenläden. Und ich erkenne ein Muster: alles irgendwie gleich, nur von 100 verschiedenen Firmen. Der einzige Trost: so viele Touris & schwerreiche Scheichs kann es gar nicht geben, insofern werden die meisten von denen zu recht wieder sterben.

Aber wo war ich doch gleich stehengeblieben? Richtig! Ein Handy-Aufsteller zum Video-Gucken! Von der vorortigen Konsumwirtschaft enttäuscht, wandte ich mich also wieder dem Netz zu. Als Idee bleibt noch: Do it yourself! Wie schwierig kann es sein, so etwas selbst zu basteln? Und tatsächlich: zu Hunderten gibt es Videos und merkwürdige bis kranke Ideen, wie man sich sowas selbst bastelt. Nett war auch die Idee einer Toblerone-Packung, so zu finden auf dieser Seite. (ganz unten)

Eine der einfachsten Ideen war diese: Eine oder 2 alte Kredikkarten, zurechtschnippeln und flach mitnehmen. Kann man immer wieder auseinandernehmen und zusammenschieben. Sieht merkwürdig aus, ist aber tatsächlich superstabil und macht, was es soll. Vielleicht bestelle ich doch noch irgendwann einen teuren Aufsteller…*entnervt sei*

Ist schon schräg, daß man vermeintlich simple Dinge nicht in jedem Späti oder so kriegen kann. Diese Welt ist falschrum. Oder ich halt’ sie falsch rum…*träller*

Das Zwischennetz wird auch in Zeiten höherer Bandbreiten als lahm bezeichnet und so versuchen Provider, sich gegenseitig durch Supi-Speed-Raten auszustechen. Bisher hatte ich das Telekom-Paket “Call and Surf Comfort Plus”, oder auch kurz 16 MBit download und 1 MBit Upload. Der Download war eigentlich für so gut wie alles ausreichend, sogar zum HD-Video gucken. Insofern ist das nicht der Grund, auf höhere Datenraten umzuschwenken, vor allem, wo Dutzende Server in der weiten Welt eine schlechtere Anbindung haben. Was bedeutet, daß die Leitung sich tatsächlich hin und wieder langweilt. Trotzdem habe ich auf VDSL geschielt. Denn hier erhöht sich nicht nur die Download-Bandbreite. Nein, vor allem die Upload-Rate geht drastisch hoch. Eigentlich wäre das Paket 50/10 (50 MBit Download und 10 MBit Upload) schön gewesen. Dumm nur: das geht zur Zeit nicht, weil hier alle 50/10-Ports voll sind. Also blieb nur der nächstkleinere Anschluß: 25/5. Und 5 MBit sind schon eine feine Sache. Früher hätte ich mich gefreut, so viel an Download-Bandbreite zu bekommen. Und nun also schon als Upload.

Aber ein Technologiewechsel ist ja nicht ohne. Man guckt erstmal, was da die Limits sind, die (mehr…)

Oder auch Intermezzo genannt. Ich habe es schon wieder getan! GeDuRöhrt! Ich pöser Pursche, ich! *selbstgeißel*

Aber damit sich andere mitgeißeln können, hier mal wieder ein Video (ich empfehle unbedingt die Ansicht als HD-Video!):



Dieses liebe Tierchen im Film war auf Fuerteventura zu bestaunen. Ich hatte es auch schonmal als Foto gezeigt. Da ich damals ja meine Canon Bridge mithatte, die auch HD aufnimmt, hatte ich noch ein paar Videos mit der Spinne gemacht. Und nun, da sich kdenlive und lmms endlich auch für richtig gute Produktionen eignen, dachte ich mir, da probiere ich doch einfach mal die Kombination dazu aus. Klar, Audacity war auch mit dabei. Aber es war deutlich leichter als vor 2-3 Jahren und damit auch viel schneller, ein Video vernünftig aufzubereiten. Und da soll nochmal einer sagen, mit Linux ginge das nicht…

YouTube hat es schon im HD-Format vorliegen und diesmal gibt’s an der Qualität auch wenig zu nörgeln, das könnte daran liegen, daß ich diesmal in 25K MP4 codiert habe, das Höchste, was der Render von kdenlive hergibt. Klar, ohne den Raynox 150 Makro-Vorsatz wären solche Aufnahmen nicht möglich gewesen, aber trotzdem ist die Komprimierungs-Art und -Größe bei Videos nicht unwichtig. Ich bitte auch zu entschuldigen, daß der Clip nicht so ruhmreich fix ist, im Grunde konnte ich froh sein, daß sie sich nicht so heftig bewegt, denn schon minimale Bewegungen der Spinne beförderten sie nicht nur aus dem Fokus, sondern gar gleich aus dem Bild. Der Clip ist CC, wie immer (Creative Commons, Non-Commercial, Namensnennung!), aber der Sound ist komplett frei, da kann man also rumsampeln, falls das wer will. Habe auch noch die Original-Loop, falls da Nachfrage besteht.

Und für alle, die meinen, so ein Insekt in der Größe (Original war gerade mal etwas mehr als ein Daumennagel, also nix mit Vogelspinne oder so…) wäre zu martialisch als Video, denen empfehle ich die Seiten der Deutschen Welle auf klingonisch. Und da halten manche dieses Blog für bizarr…

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