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Archiv für die Kategorie ‘Party’

Natürlich gehen die beiden Teile der Überschrift nicht zusammen in einem Zusammenhang. Ich käme nie auf die Idee, WGT-Bilder zu Geld zu machen. Das würde bedeuten, mit dem Styling fremder Personen Asche zu machen, da bin ich dann doch etwas zu moralisch für. Aber mal als Anhaltspunkt: ich habe ca. 7500 Bilder auf dem 21. Wave-Gotik-Treffen 2012 in Leipzig geschossen. Das war wohl auch für meine Hardware ein bißchen Overkill, denn am Ende verabschiedete sich sogar ein bisher zuverlässiges Objektiv, aber glücklicherweise erst am Montag abend…*schnüff*

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Das letzte Mal, daß ich Live-Bilder von den Pogues gesehen habe, war auf einem Fernsehschirm. Ich sage bewußt Fernsehschirm, weil das Wort LCD-TV oder gar LED-TV noch nicht annähernd am Horizont zu vermuten war. So lange ist das her. Die Bilder waren schräg. Shane MacGowan, der Sänger, zeigte seine schlechten Zähne fletschend beim Singen in die Kamera und in der ersten Reihe gröhlten die “Fans”: “You are sooo uglyyyy!” Mag sein, daß die Aussage vom ästethischen Standpunkt einem Wahrheitsgehalt > 0,9 entspricht. Nichtsdestotrotz wäre es nett von einem Fan, seinem Helden diese Wahrheit vorzuenthalten. Nunja, besoffenes Volk ist halt selten nett.

Die Pogues brachen auseinander, weil Shane seine Finger nicht vom Alkohol nehmen konnte

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Erneuerung!

2009-08-01

Husch, husch, alle ab ins Karussell! ERNEUERUNG! Ok, die Jüngeren werden damit sowieso nix anfangen können. Das Karussell ist sowieso für die Älteren. *grins* Aber wahrscheinlich ist es bald ein Slogan irgendeiner politischen Partei, sowas wie Change bei Obama.

Ja, wo soll ich anfangen? Was ist passiert? Zweieinhalb Monate lang nix. Überhaupt nix. Ich bin quasi versackt. Hatte keinen Bock. Gut, wir waren auf dem Wave-Gotik-Treffen (WGT) in Leipzig. Ich habe auch wieder versucht, dort Bilder zu machen. Obwohl das Wetter Scheiße war. Zu viel Regen und ich kriege nichtmal das Styling der Leute gut genug vor die Linse. Für ein paar Fotos hat es natürlich gereicht. Hier kann man die ersten Ergebnisse sehen. Natürlich fehlen noch die Bilder der Besucher des Festivals. Die sind, wie soll ich sagen, schwierig zu bearbeiten. Und bei meinem Kamera-Equipment und den dortigen Licht- und Wetter-Verhältnissen muß ich wirklich eine Menge editieren. Das habe ich auch bei den jetzt schon veröffentlichten Bildern getan. So ist z.B. das Rot auf Dennis Haut im Original leider etwas blasser gewesen, die Sonne war nicht auf der Höhe der Zeit. Aber grell ist ja immer besser, gell?

Ja, aber viele fragen sich: Was hat denn der kleine UWP so gemacht in letzter Zeit? Tja, ich habe zur Zeit 2 Faibles. Das eine hat mit meiner Arbeit zu tun. Dort bin ich nun mitverantwortlich für Virtualisierung mit VMware. Ich ziehe mit meinen Kollegen Farmen auf und bin sozusagen nun eine Art Landwirt für Computer. Auf der Arbeit ist damit alles klar, es läuft wie in der alten IBM-Werbung (“Wo sind unsere ganzen Server???” – “Da drüben in dem einen 19″-Schrank!), naja fast. Mich fasziniert dieses Thema aber auch auf Desktop-Seite und so bin ich immer am linsen, was andere so machen. Qemu und auch die KVM-Tools für Linux gehen zwar in großen Schritten voran, aber die größten Würfe kommen nach wie vor von Suns Virtualbox. Lustige Anekdote am Rande: man hatte mich dort wegen meiner Domain aus dem Forum geworfen, die Domain sei zu beleidigend und Sun als Firma hätte da Angst vor Problemen. Naja, kann ich verschmerzen, aber es war ausnahmsweise wohl nicht der übliche Kindergarten, sondern sie haben tatsächlich ernsthaft bei den Admins drüber diskutiert. Lustig, lustig. Was soll’s, kann ich verschmerzen, ist dann halt eine Stimme weniger in deren Forums-Seiten und die kriegen bestimmt genug Input. Denn leider hat die Software immer noch so die eine oder andere Macke. Auch, wenn ich bisher für mehr Features war und Fixing nicht für so wichtig hielt, so sollte man den Trend doch langsam mal umkehren. 3D-Grafik für Linux-Gäste ist ein erreichter Meilenstein und da ich damit häufig Probleme habe, wäre es schön, daß erst diese gefixt werden. Mit der Meinung stehe ich nicht alleine, aber naja. Es mag zwar ein relativ offenes Projekt sein, aber die Federführung liegt bei Sun, insofern dürfte das Forum oder andere Meinungen hier wohl kaum Beachtung finden. Trotz meiner Kritik an der Featuritis sind die Features natürlich trotzdem großartig, so unterstützt Virtualbox jetzt z.B. das OVF-Format. Mit ihm kann man aus virtuellen Maschinen mobile Appliances exportieren, die noch dazu unter verschiedenen Virtualisierern laufen. Und natürlich auch von anderen importieren. Also eine Virtualbox-VM unter VMware laufen lassen und umgekehrt. Putzig, ich war gerade in einer VMware-Schulung, dort wurde das Feature von VMware-Seite ebenfalls groß angepriesen. Virtualbox hat übrigens Präsentations-Filme ins Netz gepappt und ein gewisser “Fat Bloke” zeigt in seinen “Shorts” (keine Hose, Kurzfilme!), was alles möglich ist. Sehr interessant und unterhaltsam!

Jedenfalls kostet mich die Beschäftigung mit Virtualisierung einige Zeit. Auf dem Linuxtag wurden sogar weitere Ideen zu Virtualisierung angesprochen. Dirk Hohndel (früher SuSE, jetzt Intel) erwähnte z.B., daß die Leute Windows als Klicki-Bunti-Center in ihren Autos haben wollen, aber nicht als zentrales System. Niemand will dauernd ein und aussteigen, Türen auf und zu machen oder alle paar Kilometer den Wagen neu starten müssen. Sowas löst man dann mit einem stabilen System unten drunter und einer VM, in der Windows läuft, oben drüber. Schmiert das Windows ab, oder hat es einen Virus, so ist der Rest des Systems wenigstens nicht betroffen und das Auto immer noch fahrbereit. Gejailtes Windows gewissermaßen, also ungefähr so, wie ich es auch hin und wieder nutze (für Spiele, jetzt geht ja 3D :)).

Und schon sind wir bei der zweiten Sache, die mich in letzter Zeit Zeit gekostet hat: Fraggen! Ballern! Allerdings nicht unter Windows. Obwohl man Nexuiz auch mit Windows spielen kann, ist ja schließlich ein Open-Source-Game. Ich hatte dieses Spiel schon einige Zeit nicht mehr angefaßt und angesichts dessen, daß wahrscheinlich bald ein Totalverbot von allen Spielen droht, die nicht mindestens von einem Politiker oder Geheim/Bundes/Sonstwie-Agenten überprüft worden sind, dachte ich mir: da bleibt nicht viel, also bereite ich mich schonmal auf die Spiele vor, die nicht verkauft werden. Das wird sicherlich schwierig sein, sowas zu blockieren. Vor allem, da das Game so gestaltet ist, daß im Client gleichzeitig der Game-Server mit drin ist, also quasi eine Art P2P-Gaming machbar ist, ohne daß man dafür zentrale Anlaufpunkte benötigt. Und die Software kursiert dann sowieso im Torrent. Unaufhaltbar.

Übrigens, mal abgesehen davon, daß trotz diverser Querelen in der letzten Zeit als einzige Bürgerrechtspartei nur die Piratenpartei übrig bleibt (alle anderen scheinen ja auf Kriegsfuß mit dem Rechtsstaat zu stehen), so war ich doch sehr erstaunt, daß der Generationenkonflikt schonmal ein Thema in diesem Land war. Und zu Zensur, Verboten und völligem Irrsinn führte. Also ungefähr dem Wahnsinn, den wir jeden Tag von Medien und Politikermund hören. Ich lese zur Zeit das Buch “Star Trek in Deutschland – Wie Captain Kirk nach Deutschland kam” von Mike Hillenbrand und Thomas Höhl. Es ist sehr informativ und unterhaltsam, ein sehr empfehlenswertes Buch. Aber es befaßt sich halt nicht nur mit dem Aufkommen von Star Trek, sondern auch mit den Nebenbereichen aus der damaligen Zeit. So findet sich dort folgender Absatz:

“Natürlich gab es auch viele, welche die technischen Innovationen als Bedrohung wahrnahmen, weil sie Angst hatten, mit der Entwicklung nicht länger mithalten zu können. Besonders eifrig wurde das Medium Video verteufelt. Leidenschaftlich geforderte Jugendschutzmaßnahmen, um die durch ‘Gewaltvideos’ und ‘Pornografie’ bedrohte Jugend zu retten, waren eine beliebte Methode, dem neuen Trend den Kampf anzusagen. Am 4. Juni 1984 brachte eine ZDF-Dokumentation mit dem Titel ‘Mama, Papa, Zombie – Horror für den Hausgebrauch’ der Reihe ‘Klartext’ so einige Vorurteile auf den Punkt. Behauptungen wie ‘die kurze Geschichte des Mediums Video f
ührt zurück ins Milieu’ wurden ergänzt durch dramatische Formulierungen, wonach man glauben könnte, der Teufel selbst habe die Videokassetten aus der Hölle geschickt, um die Seelen der Jugend ins Verderben zu stürzen.[...]

Für eine schon ältere Generation galt jeder, der auf Anhieb die Play-Taste an einem Videogerät fand, schon als Technik-Freak, der die kritische Distanz zu dieser tückischen Neuerung längst verloren hatte. Jugendschutz durch Zensur war damals die einzig logische und denkbare Maßnahme.”

(Zitat Ende)

Es wird noch ein Heiner Geißler erwähnt, der besonders lautstark nach Maßnahmen rief, aber das Buch bemerkt so nebenbei, daß alle Maßnahmen komplett ins Leere liefen. Heute sind Zombiefilme Kult und Video ist durch Youtube alltäglich, mindestens bis zur Generation 3X. Es ist ein bißchen wie der Versuch der Prohibition in den USA. Verbote führen geradewegs zu Verlockungen. Der Krieg gegen Drogen läuft zur Zeit total aus dem Ruder. Verbote schaffen neue Märkte, illegale, hochpreisige Märkte. Indirekt wird also das, was man vorgibt, zu bekämpfen, unterstützt. Momentan bekämpfen Politik und Medien das Internet und mich als Internet-User. Ergo sollten wir ihnen eigentlich danken. Dieser Druck auf das Netz, welches sich immer zu wehren wußte, wird dazu führen, daß wir wirklich irgendwann eine komplett anonyme Infrastruktur haben. Der Staat macht sich gewissermaßen selbst blind. Ist ein bißchen wie mit den Fingerabdrücken: seitdem es Dutzende von Verfahren gibt, wie man sie kopiert, und vor allem auch nach dem Kopieren benutzt, dürfte die Aussagekraft von Fingerabdrücken bald so schlecht sein, daß selbst Gerichte sowas als Indizienbeweis verwerfen werden. Anwälte werden Beweise dieser Art in der Luft zerreißen. Man hat sich durch den Biometrie-Hype quasi eine Kriminal-Aufklärungs-Methode komplett zerstört. Genauso wird es im Internet laufen. In 10-20 Jahren lachen wir alle über die Zensurmaßnahmen der Regierung, so wie wir heute über die lächerlichen Video-Probleme der 80er Jahre lachen. Aber ich schätze, da liegt noch ein Stück Weg vor uns. Immerhin sind wir jetzt in Phase 3 (Phase 1: Sie ignorieren Dich, Phase 2: Sie lachen Dich aus, Phase 3: Sie bekämpfen Dich, Phase 4: Du gewinnst).

BTW, damals war ich von Volljährigkeit durchaus noch ein gutes Stück weg und durfte dann nicht mehr ins Kino, um Zombie-Filme zu gucken. Anfangs hatten die Filme keine Freigabe, aber durch die Hysterie kam der Stempel “ab 18″ drauf. Ein Freund von mir war aber schon jenseits der 18 und der hatte Tonnen auf Video davon. Anfangs war es aufregend, an einem Wochenende sich 3 oder 4 Filme anzutun, in denen einem das Blut nur so um die Ohren spritzte. Aber wie bei vielen anderen Dingen im Leben ist irgendwann auch wieder gut und dann wendet man sich anderen Hobbies zu. Klar gibt’s kranke Gemüter, die die Szenen in die Realität tragen und nicht den Weg aus dieser Horrorwelt finden. Die gab’s aber schon immer und wird’s immer geben und: mit Zensur wird man die erst recht nicht retten, die drehen erst danach so richtig ab. Eine Therapie ist auch durch Zensur nicht zu ersetzen.

So, das war doch ein lustiger Ausflug heute, was? Und für diejenigen, die das Wort “Erneuerung” dem richtigen Film zuordnen, kann ich nur sagen: Keine Angst, auch ich hätte nun eine Lebensuhr, die rot in der Hand leuchtet. Ich bin also mitnichten für das Zwangskarussell, nur weil unsere älteren Mitbürger die Technik nicht verstehen und Angst vor ihr haben.

Und: Nein, auch wenn dieser Blogeintrag länger gedauert hat, ich werde weiterhin meinen Senf zur Welt dazugeben. Fridtjof, hör’ nicht auf zu bloggen, mach weiter! Irgendwie muß man einfach die Zeit dafür finden, sonst fallen wir immer wieder in das finstere Medien-Mittelalter der 80er zurück, in denen die Hirntoten die Welt bestimmen. Tz, und dafür habe ich damals Zombie-Filme geguckt und heute werden wir von ihnen regiert. Naja, ist ja bald Wahl. Bitte alle hingehen! Mindestens! Und bitte NICHT die Zombies wählen!

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