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Archiv für die Kategorie ‘Internes’

Herrje, wo soll man anfangen? Am Besten beim Namen. Die Domain dicke-aersche.de hat nun einen sehr weiten Weg hinter sich. Angefangen hatte es als Gag, dann wurde eine Webseite bei 1&1 daraus und schließlich fand sich das Gesamtkonglomerat auf einem VServer bei vlinux.de wieder. Dann kam auch mail hinzu und sogar ein Blog, diverse Reiseberichte und Remote-Tools, damit man von überall auf der Welt einen sicheren Hafen anfahren kann.

(mehr…)

Zuerst mal etwas Nerviges:

WordPress ist absolut unhaltbar, wenn man irgendwie SSL einsetzen will. Ich habe mir damit die ganze Seite zersägt, nur weil ich den Admin-Krempel im HTTPS halten will. Dementsprechend war das Blog seit Freitag offline. Tja, irgendwie ist das alles nicht das Gelbe vom Ei. Die Idee, alles unter SSL laufen zu lassen, ist auch schlecht, weil ich nur ein self-signed Cert habe und zwar für eine IP aber diverse Hostnamen. Das ist alles Krampfe. Naja, keinen Schritt weiter gekommen, aber immerhin läuft’s wieder.

Aber kommen wir mal zu etwas Angenehmen. Vor einiger Zeit flatterte mir eine Einladung von der Hessischen Landesvertretung ins Haus. Ich war etwas perplex, weil mit Hessen hatte ich noch nie etwas am Hut. Dachte ich. Und dann stand da: Prof. Dr. Horst Zuse lädt ein zur Vorführung des Nachbaus der Zuse Z3. BOAH! Hammer! Als Nerd muß man da natürlich hin!

Vielleicht sollte ich noch erwähnen, woher ich den guten Mann her kenne. Ich habe als Student beim Informatik Rechnerbetrieb der TU Berlin gearbeitet und das Zimmer neben meinem war seins. Ich hatte mir da nie einen Kopf drum gemacht, daß neben mir eine Berühmtheit der Computerindustrie saß, selbst wenn, ich ordne da eher nach Leistung ein. Und schließlich war es ja sein Vater, der die Z-Maschinen gebaut hatte. Horst Zuse stand für mich für Software-Metrik. Ein Thema, welches eigentlich wichtiger in der Welt der Bugs sein sollte, denn ökonomisch geschriebene Software hat auch deutlich weniger Fehler. Aber das Thema ist leider auch sehr trocken, insofern gar nichts für mich und eben leider viele Programmierer da draußen. Wie auch immer, ich war mir nie der Tragweite der ganzen Geschichte hinter diesem Mann bewußt und selbst später, wo ich mitbekam, wer sein Vater war, so ändert sich ja nicht die Beziehung zueinander, ich blieb oft genug ein bißchen respektlos, würde ich sagen. Naja, wer mich kennt, weiß, daß ich das nicht böse meine, aber ich laber nunmal oft, was ich so denke…

Wie auch immer, nun flatterte diese Einladung rein und ich sah den Mann auf einmal in einem ganz anderen Licht. Über ein Jahr (!!!) hat er an dem Ding rumgebastelt, mehr oder weniger ganz alleine. Hat versucht, günstig Relais und andere Gerätschaften zu bekommen, Sponsoren aufzutreiben, hat sein Arbeitszimmer in ein totales Chaos verwandelt (Cymone guckte mich immer schräg an, ich mußte beteuern, mein Chaos sei Zufall und keine Hommage an Horst Zuse), seine Frau war bestimmt total angenervt. Er hat sich durch unvollständige Manuskripte gewühlt, mußte mühselig die Fehler in den Aufzeichnungen seines Vaters korrigieren, undundund. Einen Haufen Arbeit erwähnte er während seines Vortrags und ich muß sagen: jetzt ist er für mich fast sowas wie ein Gott der Informatik! Ich selbst hätte das irgendwann hingeworfen, bei den Querelen, über die er da berichtet hat. Aber Respekt: er hat durchgehalten!

Hier mal ein paar Impressionen von den Gerätschaften:

Und ja: er hat das Ganze vorgeführt! Er hat 1+1 zusammengerechnet! Mit klackernden Relais! Und dann nach links in das 768 Bit fassende RAM verfrachtet! Das zweite RAM-Modul ist leider noch nicht ganz fertig, aber dieses Jahr war 100 Jahre Konrad Zuse und nächstes Jahr ist 70 Jahre Z3. Er hat also noch ein bißchen Zeit.

Ich war schwer beeindruckt! Und wer mich kennt, weiß, daß das nicht einfach ist, mich zu beeindrucken! Die Maschine selbst wird nun auf Wanderschaft gehen inklusive seines Vortrags, der übrigens noch dazu SEHR unterhaltsam war! Er hat die ganzen Anekdoten mit aufgenommen, wie Bill Gates den Apple Macintosh lobt, woher der Name “Bug” kommt (eine Programmiererin hatte eine tote Mücke im Relais entfernt und nannte es einen “Bug”, weil sie annahm, es sei ein Käfer) undundund!

BTW, die Dinger wurden damals tatsächlich verkauft an Firmen, welche sie wirklich einsetzten. Jaja, es gab auch Zeiten vor dem Taschenrechner! Da war man für jede Beschleunigung dankbar. Die ganze Veranstaltung war natürlich auch sehr nett. Das Essen und die Bewirtung insgesamt war gut, ich habe eine Menge alter Kollegen getroffen, die Reden der Politiker waren nicht lang und noch dazu unterhaltsam. Und es hat noch ein Herr Professor vom Mathematicum die Zukunft der IT kurz umrissen. Relativ düster. Aber da steht unsereins ja drüber, was? Der Master des Abends war am Ende ganz schön fertig, welch Wunder. Mußte er sich den halben Abend die gleichen Fragen anhören und sich dann auch noch mit so ‘nem komischen Typen wie mir ablichten lassen. Und mit vielen anderen auch. Aber es war SEIN Abend und ich ziehe den Hut in Ehrfurcht vor ihm! Bravo!

Ich hatte ja vor ewiger Zeit mal bemerkt, daß mir meine eigene selbstgefrickelte Blog-Software auf den Sack ging. Es ist ein Mix aus Bourne-Shell und AWK und wurde im Laufe der Zeit immer lahmer. Etwas Neues mußte her. Ich hatte zwar anfangs gedacht, ich lerne mal eben Ruby und mache es dann wieder selbst, nur besser. Aber das wurde nix: Zeit ist nicht gerade endlos vorhanden… Folglich mußte was anderes her und zwar möglichst vom Feeling was Ähnliches, ich stehe auf spartanisch.

Ich habe mich durch die Reihen gewälzt. Durch den unendlichen Schmutz, den es draußen so gibt. Da merkt man erst, daß die eigenen Programmierkünste doch ausreichender sind, als man geglaubt hat. Wikis über Wikis und Blogs über Blogs, mit Drupal kam ich noch am Dichtesten ran. Ansonsten: fast nur Schrott, auch die kommerziellen übrigens. Ich hatte mir auch kurz WordPress angesehen, fand aber alleine die Anzahl der Möglichkeiten erdrückend und verwarf es, ohne es groß ausgetestet zu haben.

Ich fragte Ralf, was ihm dazu einfiel. Er verwies auf seinen Bruder, der schwörte auf WordPress. Also tat ich mir das nochmal genauer an. Und ja: es ist supersimpel, ich kann meine alte Struktur komplett rüberretten und es ist sehr flexibel, man kann es zur Not auch in andere Formate überführen ohne große Probleme. Der einzige Wermutstropfen: es benötigt eine Datenbank. Das bedeutet: falls jemals eine dicke Seite auf mich verlinkt, ist mein Werk wahrscheinlich in Sekunden ge-DOS-t. Ist aber die letzten Jahre nicht annähernd passiert. Insofern probieren wir es nun mal aus. Schließlich kann ich tatsächlicherweise auch wieder zum alten Format zurück!

Nicht alles ist bisher perfekt, die Link-Liste ist leer und vieles anderes werde ich noch etwas ändern im Laufe der nächsten Wochen. Aber so kann ich zumindest damit leben. Es gibt auch Kommentare (der Schwabe hatte etwas rumgenervt deswegen), wenn auch nur moderiert, ich habe keine Lust auf rechtliche Auseinandersetzungen.

Ich hoffe inständig, daß diese Seiten den Qualitätsabteilungen der DICKE-AERSCHE-Fangirls und -Fanboys genügen und verbleibe in tiefer Zuneigung an meine Lesenden… (*Rücken brech beim runterknicken*)

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