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Archiv für die Kategorie ‘Reise’

Natürlich gehen die beiden Teile der Überschrift nicht zusammen in einem Zusammenhang. Ich käme nie auf die Idee, WGT-Bilder zu Geld zu machen. Das würde bedeuten, mit dem Styling fremder Personen Asche zu machen, da bin ich dann doch etwas zu moralisch für. Aber mal als Anhaltspunkt: ich habe ca. 7500 Bilder auf dem 21. Wave-Gotik-Treffen 2012 in Leipzig geschossen. Das war wohl auch für meine Hardware ein bißchen Overkill, denn am Ende verabschiedete sich sogar ein bisher zuverlässiges Objektiv, aber glücklicherweise erst am Montag abend…*schnüff*

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Manchmal benötigt man ein bißchen Abstand von Ereignissen, um nicht komplett ausfallend zu werden. Wir haben gerade eine Reise hinter uns und hatten da so ein paar kleine Ärgernisse und auch wenn die Reise schon wieder länger her ist, wollte ich doch etwas Zeit zum Nachdenken nutzen, damit eher Fakten als Wut die Oberhand gewinnen.

Also: wir hatten uns mal wieder Sonne, Sand, Meer gewünscht und fuhren nach Fuerteventura. Es war schon immer die teuerste Insel der Kanaren, aber diesmal waren wir spät dran und in Jandía gab’s größtenteils Murks zu unvernünftigen Preisen. Wir entschieden uns für den günstigeren Ort Costa Calma, obwohl unser letzter Aufenthalt in dem Örtchen auch schon nicht super-berauschend war. Muß ja nicht jedes Mal grenzwertig sein, oder?
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Herrje, wo läuft nur die ganze Zeit hin? In meinem Blog tut sich seit 6 Wochen nix und mir selbst fällt es gar nicht auf. Dabei haben wir doch bald Papierkürbis von www.cubeecraft.com Halloween! Wie man sieht, sind die Möglichkeiten, zu Halloween Horror pur zu bekommen stetig größer geworden. Nun kann man sich den Grusel schon selbst zusammenschneidern. Und wo? Bei www.cubeecraft.com Dabei hatte das alles mal so klein angefangen, mit einem Star Wars Stormtrooper, den ich übrigens nie hinbekommen habe, weil das Ausschneiden der Wumme doch zu filigran für meine dicken Wurstgriffel ist. Das ist aber sowieso eher was für das Bastel-Munst Cymone, sie hat sich sogar an den Papierjack von www.cubeecraft.com Jack von ‘Nightmare before Christmas’ rangewagt. Und ich denke, das Ergebnis ist zufriedenstellend. Aber weichen wir mal kurz vom Thema ab. Was ist passiert in den letzten Wochen? Zuerst mal: wir waren mal wieder ein bißchen urlauben, für Billigheimer: Fuerteventura. Naja, billig war mal, ist doch recht teuer geworden…

Aber: es hat sich was getan in den letzten 3 Jahren. Das Fazit der Insel von unserer letzten Reise nach Fuerte im Jahr 2006 hatte ein paar negative Züge. Z.B. war die Unfreundlichkeit diverser Bedienungen extrem, die Insel selbst rottete etwas vor sich hin, besonders ätzend sah die Hauptstadt Puerto del Rosario aus, recht slummig. Und überhaupt kam man sich überall geneppt vor, auch wenn die Preise halbwegs günstig waren.

Nun ist etwas passiert: die Insel wird an allen möglichen Stellen aufgehübscht. In Puerto del Rosario ist nicht nur überall Baustelle, nein, in vielen Ecken sieht man jetzt schon, daß sich vieles zum Guten gewendet hat, der Slum-Character verschwindet mittlerweile. Besonders durch den Bau des neuen Kauf-Centers ‘Las Rotondas’ versucht Fuerte wohl, an die Großen wie Gran Canaria mit seinen dicken Centern rund um Las Palmas anzuknüpfen. Das Problem: Diese Stadt hat nur 35000 Einwohner, von denen sich bestimmt ein Großteil die Preise der teuren Läden im Kreisel-Center (Las Rotondas = die Kreisel) nicht leisten können. Dort sind nämlich hauptsächlich Marken wie Zara, H&M usw. vertreten. Es ist also mit Hoffnung auf die Touristen gebaut worden. Auch wenn Cymone dort haufenweise deutsche Touris gesehen haben will: mir sind kaum welche aufgefallen. Überhaupt war das Center gähnend leer. Ok, wir waren an einem Dienstag da, aber trotzdem sollte sich doch wenigstens ab Nachmittag/Abend die Lage verbessern. Das passierte jedoch nicht. Die Läden hatten bis 22 Uhr auf und ganz oben gab es eine Freßetage mit Chino-Buffet, Burger King usw., welche bis 0 Uhr auf hatten. Um 22 Uhr war das Center praktisch wie ausgestorben, auch bei den Freßläden war es relativ leer. Selbst, wenn das am Wochenende besser werden sollte: da könnte am Horizont doch die Pleite drohen. Das Problem ist natürlich bei einer Strandinsel: die Touris fallen vom Hotel auf den Strand und bleiben da. Die bewegen sich da kaum weg. Es ist aber auch wirklich bequem in Jandia und Costa Calma. Noch dazu ist Rosario nicht gerade dicht neben den touristischen Gebieten. Jandia ist ca. 80km weg und selbst Corralejo im Norden ist noch gut 40km entfernt.

Wobei Engländer (Corralejo = viele Briten) deutlich weniger geworden sind. Der Pfund-Kurs treibt sie weg vom Euro-Gebiet. Interessant ist aber, daß die Grenzen doch ein bißchen aufweichen. Vor 3 Jahren waren die Gebiete total streng getrennt: im Norden tummelten sich die Engländer und im Süden die Deutschen. Nun hört man auch in Morro Jable mehr englisch und es sind nicht die hirntoten Fußballdeppen, sondern tatsächlich Otto-Normalsterbliche, also kein Gernerve. Ebenso hört man in Corralejo jetzt etwas mehr deutsch. Wo ist eigentlich das ganze Spanisch? Wofür lerne ich diese Scheiße?

Vielleicht sollte man trotzdem einen der positivsten Erlebnisse auf Fuerteventura schildern: kein Wind. Anfang Oktober. Warm. Tagsüber 30°, nachts 26°. Supi! Erst die letzten 2 Tage kam Wind auf und da waren nachts tatsächlich 21°. Trotzdem können einem die Hackfressen in Jandia manchmal schon den Tag versauen. Ok, es sind viele Alte dort, aber ein bißchen Geisterbahn wäre kein Problem. Das Problem war dieses ständige mürrische Gucken. Da ist schonmal Sonne am Stück und trotzdem freut sich keiner, kann man ja gleich Urlaub in Hannover machen. Da paßt das Wetter dann wenigstens zum Gesicht.

Vielleicht noch als Auflistung die wichtigsten Dinge:

WLAN:

Vielleicht noch ein paar Worte zum Essen, hier die Herausragenden:

  • Jandia/Morro Jable: El Velero, nach wie vor Klasse, war auch schon vor 3 Jahren eine Empfehlung
  • Negativ in Jandia: Que Rico. Dauerte ewig und war irgendwie alles recht nervig. Am Essen gibt’s nichts zu meckern, aber das Gesamt-Handling war an der Grenze zur Unfreundlichkeit. Und das, obwohl wir relativ nett waren, im Gegensatz zu anderen Touris, die alles benörgelten (aber auch nicht besser bedient wurden)
  • Rosario: Chinese Buffet im Las Rotondas
  • Corralejo: Hong Kong Chinese Buffet, meiner Meinung nach besser als der im Las Rotondas, Simone sieht es genau andersrum
  • Costa Caleta (oder auch Castillo): New Slow Boat Buffet, im Preis mit drin ist sogar der ‘Wok’, was bedeutet, man kann sich auch was frisch zubereiten lassen, das war echt spitze!

Ansonsten gibt’s natürlich gegenüber vom Centro Atlantico einen McDödel (der einzige der Insel), welcher aber hin und wieder keinen Helado y Café hatte, das einzige was di
e dort eigentlich als Alleinstellungsmerkmal haben (um hier mal den Managementnasen den Finger in die Wunde zu treiben).

So, als letzte Änderung sollte man noch erwähnen: überall Klohäuschen an den Stränden. Betrifft vor allem die holde Weiblichkeit, die praktisch nichts trinkt den ganzen Tag, aber pinkeln muß, als wäre sie die Verursacherin der Ebbe am Strand. Natürlich sind diese Klos häufig defekt oder ab 17 Uhr abgeschlossen usw. Aber der Wille, etwas zu verbessern, ist erkennbar, das muß man hier wirklich mal loben! Auch wenn die Behinderten-Klohäuschen relativ klein sind, schwergängige Türen haben, die ein Rollstuhlfahrer im sitzen niemals aufbekommt und für Rollstühle eine Rampe fehlt und vorne nur eine Treppenkante ist. Und das sogar in so unwirtlichen Gegenden wie Mal Nombre, einem Strand mitten im Nirgendwo.

Wir hatten übrigens knapp 2300km in den 2 Wochen unseres dortigen Daseins abgerissen, was viel klingt. Angesichts einer doch recht großflächigen Insel ist es nicht so viel. Corralejo liegt z.B. über 100km weg von Morro Jable und nur ein kleiner Teil davon ist Autobahn. Vielleicht vertiefe ich diesen Bericht irgendwann im Fuerte-Reiseteil meines alten Berichts als Update quasi.

Tja, und was passierte so alles danach? Festival Of Lights, Konzerte, Parties, also alles das, was einem auf Fuerteventura so fehlt: Infrastruktur. Nach 2 Wochen ist man wirklich froh, wieder in der Zivilisation zu sein, so schön das Wetter dort auch ist. Wobei ich als dunkelhäutiger Typ mir irgendwann doch Cymunstis 50er Sonnenschutzfaktor-Creme ausborgen mußte, sonst wäre ich schlicht verbrannt, so heftig war das diesmal. Sogar Cymone ging ins Wasser, wenn auch nicht so gerne in La Pared, wo die Wellen echt heftig sind, aber der Strand leider etwas verdreckt. Dabei wollte ich doch jetzt geschmeidig das Thema wechseln. Hin zur Infrastruktur! Z.B. zu Internetzigen Dingen! Dazu noch eine Sache: ich hatte noch ein Handy-Kabel mit und internettete überall dort, wo kein WLAN verfügbar war und es war IMMER schnelles UMTS. Insofern sollte man mal bei der EU intervenieren, das ist deutlich wichtiger als Telefon-Roaming. Ich will billiges Mobil-Internet im Ausland! 70 Ocken pro Monat extra für 150 MB? Und dann 2,38 pro weiterem MB? Das ist finsterste Steinzeit! Na gut, ein bißchen VPN und Web brachten knapp 50 MB über die vollen 2 Wochen. Aber hätte ich Updates im Urlaub gemacht, hätte ich die 150 MB locker an einem Tag weggepustet.

Und nun habe ich sie, meine Überleitung zu einem anderen Thema. Wenn man viel surft, will man ja heutzutage nicht dauernd in der Vollüberwachung hängen, die der Staat da als Zwangskorsett bereitstellt. Stichwort Vorratsdatenspeicherung usw. Bezahlbare VPNs gibt’s ja mittlerweile zuhauf und das ist ja auch alles ok, aber es kostet halt Geld. Anonymisierung für lau bietet Tor, aber: kein P2P. Das ist bäh in der Tor-Welt, weil es viel Traffic macht und die Nodes belastet. Ich hatte darum auch mal Darknets getestet und das damals beste war I2P. Wobei das Siegel ‘Bestes Darknet’ immer noch nicht ‘benutzbar’ implizierte. Ich versuchte immer wieder, dieses Netz zu nutzen, aber es war irgendwie immer Mist. Nun habe ich einen weiteren Anlauf gestartet und es gab die üblichen Probleme: Webseiten rissen ab oder starteten gar nicht erst (obwohl sie laut den Statistiksammlern innerhalb von I2P online hätten sein sollen), das Freenet-Gateway konnte man in die Tonne kloppen und der Content war under every pig, um es mal in Neudeutsch falsch zu verkünden. Ich war schon wieder dicht dran, es hinzuwerfen, da bemerkte ich ein paar Änderungen: ein integrierter Webmailer. Na gut, nicht wirklich wichtig. Den integrierten Chat gab’s schon immer. Einen Outproxy ins echte Internet (der gar nicht mal so langsam ist, schafft vielleicht Tor-Speed oder sogar mehr) auch. Aber, was bisher nicht so direkt dabei war, war ein P2P-Client. Den gibt es jetzt, er ist direkt integriert in den Router und hat auch eine eigene Weboberfläche, mit dem man ihn ansteuern kann. Und siehe da: es gab Content! Wobei ich mich schon gewissenhaft fragte, ob die Anbieter wirklich die Lizenzen für die angebotenen digitalen Dinge hatten. Da ich aber sowieso nur testen und nicht illegal konsumieren wollte, konnte ich darauf keine Rücksicht nehmen. Am Anfang kam ich kaum über 10KB/s in und 5 KB/s out. Dann gab ich einen Port an meiner Firewall frei und die Situation änderte sich dramatisch: Spitzenwerte von 150KB/s in und 80 KB/s out waren nun zu sehen! Ich war baff! Ein verschlüsseltes Netz, in dem P2P möglich ist? Unglaublich! Ok, es ist speedmäßig mehr ein Ausflug in die DSL-Anfänge, aber Anonymität kostet nunmal. Und ja: es ist natürlich nicht viel an Inhalten vorhanden, das würde sich wahrscheinlich nichtmal für die gebeutelte Musikindustrie lohnen, da nach Bösewichten zu suchen. An meinem Router kamen knapp 500 verschiedene IP-Adressen innerhalb eines Tages an. Ich schätze, alle werde ich nicht sehen und bei 2 Hops pro Tunnel könnte man vom 3-fachen ausgehen, folglich hat das Netz 1500 Teilnehmer zur Zeit. Aber man konnte auch eine gute Mehrauslastung bemerken, mit je mehr Peers man connected war. Es scheint eine Art Effizienzalgorithmus zu geben, wie anonym dann die Leitungen noch sind, vermag ich nicht zu sagen. Aber es wird mit mehr Nutzern auf jeden Fall schneller als langsamer. Dieses Projekt setzt hier also wirklich einen Meilenstein, wenn es jetzt auch noch Zulauf bekommt, dürfte die Vorratsdatenspeicherung der Witz der Geschichte sein, dann hat wahrscheinlich ein Teilnehmer des Netzes pro Tag Kontakt mit gut einem Hundertstel des Welt-IP-Kontingents. Das dürfte die Datenberge undurchsuchbar machen. Ein Horror für Überwachungspolitiker und andere Orwell-Staat-Fans. Und schon haben wir die Überleitung zum Anfang geschafft:

Unsere Klingel an der Haustür Happy Halloween!

Der eine oder andere hat es vielleicht vermutet, da meine Meldungen doch arg schwach waren im letzten Monat. Aber wir waren einfach mal wieder urlaubsreif. Folglich ging es auf unsere Lieblingsinsel: Gran Canaria. Deshalb wird dieses auch ein Reisebericht, ähnlich dem denen aus meiner Reisetagebuchsammlung, nur etwas kürzer, also auf die wirklich wichtigen Anekdoten zugeschnitten. Nur mal so als Warnung für alle, die denken, es gäbe hochpolitische Dinge auf dieser Seite.

Wo fangen wir an? Vielleicht bei der Planung? Na gut, wenn so viele für die Planung sind, dann fange ich halt da an. Wir waren ja nun schon einige Male dort und es ist einfach ein idealer Ort, um dem letzten Rest des Winters zu entkommen. Von der Wohngegend her ist es ziemlich auswählerisch. Es gibt diverse Orte, die touristisch erschlossen sind, aber da muß man vorher wissen, was man will. In Puerto de Mogán ist es wohl recht ruhig, aber dafür auch am Arsch der Welt. Die Öffnungszeiten der Läden sind nicht so dolle und ab 18 Uhr klappen sie fast die Strandpromenade hoch. Die künstlich neu erzeugten Gegenden wie z.B. Taurito haben schonmal gar kein Flair und sowas wie Puerto Rico hat uns auch nie gefallen, auch wenn der wirklich schöne Playa de Amadores dort um die Ecke liegt. Aber da kann man zur Not ja auch so hinfahren. Es bleiben die kleineren Orte rund um Arguineguin, welche aber alle keine schönen Strände haben. Oder aber die fetten Brummer. Wie z.B. Maspalomas/Playa del Inglés. Eigentlich ist das ein Ort, hat aber irgendwie 2 Zonen, oder sogar 3, wenn man das westliche Meloneras noch mitzählt. Meloneras fiel gleich aus, weil es zwar schön, aber einfach zu teuer ist. Fast nur 4-5-Sterne-Hotels. Bisher hatten wir ja immer Hotels in Maspalomas genutzt. Weil: Maspalomas ist ruhig, da kann man gut schlafen. Playa del Inglés dagegen ist Partyzone, also laut. Dumm nur: Maspalomas sieht zwar so aus, als sei es dicht am Strand. Aber um ans Wasser zu kommen, muß man Und man wird vom Strand aufgefressen! über die Dünen kraxeln, das nervt. Oder aber mit dem Auto nach Inglés fahren. Denn Playa del Inglés hat ja den Strand vor der Tür. Wir suchten uns also durch Holidaycheck, um ein Hotel zu finden, das weniger nervig und laut ist, als z.B. das Corona Roja. Ich verlinke jetzt mal nicht auf die Kritiken, die waren dermaßen vernichtend, sowas hatte ich vorher noch nie gelesen.

Angesichts dieses Dilemmas überlegten wir schon, ob wir nicht mal in Las Palmas versuchen sollten, eine Unterkunft zu finden. Aber da gab es nur teure Hotels oder aber man hätte ohne Pauschalreise buchen müssen und da kann man qualitätstechnisch ganz schön auf die Fresse fallen. Also weitere Suche in Inglés. Wir waren schon fast soweit, aufzugeben und wieder Maspalomas zu buchen, da fanden wir ein Hotel, welches gute Kritiken bekam. Es war das Hotel Los Nardos, eine Apartmentanlage dicht am Strand (das mit dem roten Dach, fast 90°-Winkel und kleinem Nierenform-Pool). Vorweg kann man sagen, daß die Bewertungen halbwegs richtig waren: das Hotel ist ruhig, es sind hauptsächlich Skandinavier und Holländer dort, die Putzfrauen lassen einen pennen und alles ist relaxt. Daß es auch ungeschmeidiger werden konnte, erfuhren wir an unserem Anreisetag.

Jener war ein Samstag und auf der Autobahn begegneten uns bunte Karnevals-LKW. Mit Maspalomas-Schildern. Da der Karneval auf den Kanaren starke Ähnlichkeit mit dem von Rio und anderen lateinamerikanischen Umzügen hat, freuten wir uns darauf. Wir parkten auf dem Parkplatz vor unserem Hotel (Achtung: blaue Markierungen, jeden Tag von 9-21 Uhr bezahlen!), luden unsere Sachen aus und dann fuhr ich zu dem Parkplatz auf der rechten Seite vom Hotel, der ist nämlich kostenlos, und stellte den Wagen dort ab. Der Karneval fing damit an, daß praktisch ganz Inglés zugeparkt wurde, außer dort, wo die Route des Zuges war. Dort waren die Gruas (Abschleppdienste) in vollem Einsatz. Der Zug war ganz nett, wenn auch irgendwie etwas langweilig. Thema war “Piratas” und das sah leider alles gleichförmig aus. Und das, obwohl wir eigentlich auf Schädel-Zeug stehen.

Am Abend war praktisch ganz Inglés eine Partyzone. Hier eine kleine Minikack statt Minigolf Vorbereitungs-Impression beim Yumbo-Center… Das eigentliche Partyzonen-Center C.C. Kasbah war ja sowieso nur 5 Minuten von unserem Hotel entfernt. Trotzdem hätte ich nicht erwartet, daß auch die Parkplätze rundrum zum Feiern genutzt wurden. Wobei Feiern hier bedeutete, sich möglichst schnell neben oder in seinem Auto zu besaufen, bei möglichst laut aus dem Wagen schallender Musik. Und unser Hotel war zwischen 2 Parkplätzen! Es wurde auch gegen 2 Uhr nicht leiser und so nutzten wir unsere Ohrenproppen, die wir vorsorglich mitgenommen hatten. Damit war dann die ganze Hektik doch aus unserem Bewußtsein entschwunden und wir konnten ruhig schlafen.

Morgens dann ein übles Bild. Überall Kotze, der Parkplatz direkt vor dem Hotel stank nach Pisse und in diverse Ecken hatten auch noch einige hingekackt (hier gab es keinerlei Vorsorge wie beim Yumbo…). Die Spanier oder zumindest die Canarios, sind ja ein Gruppenvolk. Die waren also zusammen mit ca. 4 Leuten pro Auto angereist und in der Nacht natürlich völlig unfähig auch nur den Zündschlüssel zu finden, weil sie so dicht waren. Die Hotels waren auch alle gut gefüllt, also pennte man im Auto. In einem Kleinwagen des Typs Polo habe ich 4 Leute schlafen sehen, die lagen alle verknäult übereinander. Die Scheiben waren zu und der Wagen stand in der Sonne. Morgens um 10 ist die Sonne schon hoch am Himmel und hier hat sie richtig Kraft. Es ist erstaunlich, daß die darin nicht erstickt sind, das müssen Schmerzen beim Aufwachen sein…

Am Sonntag sah man dann noch einige Leichen in ihren zerfetzten Restkostümen rumwandern, aber ab hier wurde es tatsächlich deutlich ruhiger. Zumindest in unserem Hotel. Das fette “Playa del Inglés”, welches der direkte nördliche Nachbar unseres Hotels war, schien nicht so ruhig zu sein. Da hatten spanische Kids Einzug gehalten und die machten Party all night long. Aber das hörte man bei uns dann glücklicherweise nicht so.

Vor allem: Spanier. Bisher waren es ja immer die Engländer, die in Europa schlecht auffielen: ständig besoffen, prügelnd, pöbelnd, dann noch rot verbrannt von der Sonne. Das Klischee erfüllte sich diesmal nicht. Obwohl der Einbruch der englischen Touristenzahl aufgrund des schwachen Pfundes nur 25% betragen soll, waren wenig englische Hirntote zu sehen. Das bedeutet übrigens im Umkehrschluß, daß das Klischee nicht stimmt. Denn wenn noch 75% aller Engländer da sind, man die aber nicht bemerkt, dann ist diese Gesellschaftsgruppe durchaus zivilisierter als ihr Ruf. Da sieht man mal wieder, wie einige wenige den Ruf des Ganzen beschädigen können. Diese wenigen hatten jetzt wohl nicht mehr das nötige Kleingeld, um die Kanaren zu überfallen. Deutsch war ebenfalls auf dem absteigenden Ast, man hörte es zwar noch, aber es war nicht mehr so massiv wie früher. Holländisch und Norwegisch/Schwedisch/Dänisch war dagegen häufig zu hören, Finnisch eher weniger. Obwohl man uns permanent für Finnen hielt. Die einzige Bevölkerungsgruppe, die wohl häufiger vertreten war als die Jahre davor, waren die Norweger: 1% plus!

Aber das Verwunderliche war wirklich die Zunahme der Spanischen Mundart. Hatte man diese früher in den Urlaubsorten höchstens im Restaurant oder im Supermarkt bemerkt, so war spanisch tatsächlich häufig zu hören: im Hotel, am Pool, am Strand, in den Bars usw. Meistens eher Jugendliche und jüngere Alte (Haha). Bis Mittwoch blieben die Parkplätze auch ruhig, aber ab Donnerstag wurde Partytime eingeläutet, vorwiegend spanische Jugendliche. Mit ihren Autos. Mit Suff. Mit Lärm. Man bekam das Gefühl, daß für die Gran Canaria sowas ist wie Malle für die Deutschen: hier läßt man einfach die Sau fliegen. Da waren viel Festlandsspanier bei (mittlerweile können wir das unterscheiden). Ich dachte nur immer wieder: Wieso ausgerechnet auf dem Parkplatz? Das Party-Centro Kasbah ist ja nicht weit und außerdem: wir haben früher Strandparties gemacht, auch der war nicht weit weg. Ein Kollege meinte: ganz klar, an den Strand dürfen sie nicht mit dem Auto. Und er hat recht. Selber Suff mitbringen ist billiger als im Club und im eigenen Auto läuft wirklich nur Musik, die einem selbst gefällt. Wobei: auch in Zeiten von Ipod & Co. sollte es doch sowas wie Ghettoblaster geben, die man mit an den Strand nehmen kann, oder? Zur Not halt mit SD-Slot.

Insgesamt war das doch recht nervig. Vor allem, weil sie ab 0 Uhr praktisch alles zuparkten. Ich hatte bei der Hotel-Auswahl zwar den Hinweis “Keine Parkplätze” gesehen, trotzdem hatte ich mir da nix bei gedacht, weil wir früher ja tagsüber, um zum Strand zu kommen, immer einen Parkplatz gefunden hatten. Tja, tagsüber… Nun war es so, daß man, wenn man später als 0 Uhr nach Hause kam (in der Regel dann, wenn wir in Las Palmas waren), ewig weit weg parken mußte. Wäre noch gegangen, wenn man nicht beim Kasbah vorbeiwatscheln müßte und dort die hirnlosen Abschlepper versuchen, selbst die noch so mit Krempel behangenen Touris in ihre Saufhöhlen zu locken. War ein richtiger Slalomlauf.

Am letzten Tag unseres Dortseins kam nochmal ein großes Hallo. Denn wir fuhren am Sonntag morgen los Richtung Fluch-Hafen. Gegen 7 Uhr. Der Parkplatz war schon relativ leer (wir hatten übrigens das “mobile Labor” der Polizei noch im Einsatz gesehen, da wurden viele Autos angehalten) aber neben unserem Auto stand ein Wagen, bei dem die Scheiben leicht runtergedreht waren. Auf dem Rücksitz konnte man auch schemenhaft jemanden pennen sehen. Schemenhaft deshalb, weil die Scheiben hinten getönt waren, man hätte dichter ran gehen müssen, um mehr zu sehen. Das wollten wir aber nicht wegen der Kotze vor der Fahrertür Ausrutschgefahr vor der Fahrertür. Ja genau, der Typ hat sich vor die Tür gereihert. War ja schon lustig. Aber Cymone wies mich auf einen weiteren lustigen Umstand hin. Der schlafende Partymensch war wohl nicht schnell genug, man beachte den roten Rahmen des Bildes links oben. Die Hälfte der Kotze dürfte also im Innenraum rumgammeln. Übrigens waren 2 vorbeigehende Typen total aufgeregt, was ich da fotografieren würde und sahen mich etwas seltsam an. Nachdem ich aber auf den Fahrertür-Schlitz hinwies, fanden sie’s auch lustig und bestärkten mich, weiterzumachen.

Abseits dieses kleinen Wahnsinns war es natürlich wie immer superschön. Die erste Woche war auch knallig heiß, nur in der 2. Woche gab es einen Regentag und daraufhin immer kalten Wind. Am Strand bot sich deshalb dieses Bild: Lag man in der Sonne, kochte einem das Kaffeewasser im Hintern. Lag man unter’m Sonnenschirm, wurde man kraß durchgekühlt. Das war besonders nervig für Cymone, die ja mit zu viel Sonne so ihre Probleme hat, aber an Wärme nicht genug bekommen kann. Normalerweise ist da der Ort unter dem Schirm für sie optimal, aber so war das für sie etwas schwierig.

Computertechnisch hätte es im Hotel WLAN geben sollen. Ich hatte zwar einen Access-Point gefunden, den ich nutzen konnte. Angesichts der miesen Erreichbarkeit zweifle ich allerdings immer noch, daß es derjenige war, der zum Hotel gehörte. Vielleicht mal den Prospektmacher drauf aufmerksam machen. Ich nutzte danach immer das WLAN eines Nachbarhotels, bis man mich dort bemerkte. Zuerst gab es beim Netzzugang keine DNS-Server-Zuweisung mehr. Kratzte mich ja wenig, kenne ja genug. Dann merkten sie, daß sie mich damit auch nicht raushalten können. Also machten sie MAC-Adreß-Filterung. Nicht etwa so, daß nur bestimmte Macs reindürfen, nein. Sie schlossen meine explizit aus. Dank des macchangers ging’s also fröhlich weiter. Naja, ich habe ja keine großen Daten oder so gezogen, nur einmal ein kleines Laptop-Update. Insofern weiß ich nicht, warum die sich die Mühe machten und vor allem, warum sie es so dermaßen falsch machten. Werden spanische Access-Points von der deutschen Regierung administriert? Es hätte durchaus Wege gegeben, mich draußen zu halten, aber egal. Unterwegs gab es eigentlich immer irgendwo WLAN, wobei die Zahl der offenen WLANs deutlich zurückgegangen ist. Und wenn verschlüsselt, dann tatsächlich mindestens WPA1, meistens sogar WPA2. Insofern wird man über lange Sicht um UMTS oder sowas nicht drumrumkommen. Schade eigentlich, WLAN ist so viel besser und schneller. Ach ja, ich hatte wieder den kleinen EEE-PC mit, aber irgendwie muß ich mir da mal was Schnelleres zulegen. Denn die Bilder begutachten oder die HD-Movies, die meine neue Kamera ausliefert, war ein Ding der Unmöglichkeit.

Die Kamera selbst lief natürlich quasi im Dauerlauf und ich werde die nächsten Wochen sicherlich auch das eine oder andere HDR oder Panorama rausrücken. Und natürlich die HD-Movies.

Als weiterer Höhepunkt auf der Insel sollte man Las Palmas nicht vergessen. Hier hat man auch mal abseits der Zombie-Städte (für Cymone war ein Großteil
der Miturlauber Zombies) eine echte Stadt, in der es vernünftiges Essen, vernünftige Parties und auch vernünftige Stores gibt. Was immer auch “vernünftig” ist. Ich hatte in einem meiner Reiseberichte ja vermerkt, daß es in Las Palmas einen Mediamarkt gibt. Das Center dazu ist allerdings etwas nervig zu finden. Nun gibt es einen weiteren Mädchenmarkt, nämlich im neu aus dem Boden gestampften Centro Terrazas, kurz vor Las Palmas (in Google Maps noch in Aufbau…). Dort findet sich ein Food-Court, diverse Klamottenläden usw., aber: wir waren 2 mal dort und es war nie wirklich voll. Also nichtmal annähernd. Vielleicht wird es noch, aber so weit draußen in der Pampa könnte daneben gehen… Wie auch immer, das Center ist schön zum Abhängen, da es direkt am Meer ist und da auch nix los ist, kann man sich da ewig in so ein Café setzen und träumen. Wenn einen der Leche-Leche-Largo nicht zu stark aufweckt.

Aber wenn wir schon über’s Essen reden, muß ich wenigstens ein paar Tips und Non-Tips loswerden. Wir sind ja schon oft für japanisches Essen, besonders Cymone. Meistens landen wir dann bei einem der Sakura-Restaurants, davon gibt’s auf Granny 4. Sowohl in Playa del Inglés als auch in Las Palmas probierten wir es, aber irgendwie war das schonmal besser und der Service auch. Viel besser dagegen war das indische Restaurant Dayana (praktisch auf der südwestlichen Ecke des Kreisels), hier gab es endlich mal scharfes Essen und die Kellner machten die ganze Zeit schräge Scherze. Es war nicht billig, aber sehr lecker. Ach ja, hier waren tatsächlich mal die “vermißten” Engländer zu finden. 2 Pärchen, eins zivilisiert, das andere sturzbesoffen, faselnd, daß sie erst vor einer Woche geheiratet hätten. Sie versuchte ständig, sich eine Zigarette anzuzünden (trotz Rauchverbots), er brüllte (seiner Meinung nach lustig) rum und die Kellner versuchten, mit ihren Scherzchen die Situation am Kippen zu hindern, was ihnen auch gelang. Am Schluß wackelte sie aus dem Laden zu ‘nem Taxi während er sich die beiden angefangenen Bierpullen griff und hinterherlief (Nein, sie hatten schon vorher tatsächlich bezahlt). Draußen stellte er die Pullen erstmal auf den Boden und laberte mit dem Taxifahrer. Dann kam er zurück und sammelte seine beiden Pullen wieder ein und stieg trinkend ins Taxi, ein Bild für die Götter. Beim Abräumen des Tischs meinte einer der Kellner (auf englisch): “Nichtmal Kinder haben jemals einen Tisch so versifft zurückgelassen.”

Interessanterweise ist mein zweiter kulinarischer Tip ebenfalls indischer Natur. Obwohl die chinesischen Buffets ja immer empfehlenswert sind, waren wir trotzdem irgendwie auf indisch geeicht. Gut, natürlich gab’s beim Karneval die Festival-Wagen, bei denen man Bocadillos kaufen konnte. Die sind definitiv IMMER empfehlenswert, wir haben selten Läden dort angetroffen, die den Bocadillo versemmeln oder den Kaffee (Leche-Leche-Largo!!!). Aber da uns Tapas irgendwie nicht so liegen, orientierten wir uns in Las Palmas vor allem am Füllstand von Restaurants: leere meiden, volle bevorzugen. So kamen wir durch Zufall an Tip 2, nämlich durch Rumgeschlendere bei Nacht, in der Hoffnung, einen unserer geliebten Nachtclubs zu finden (dazu später mehr). Die Wahl fiel auf das Wirtshaus mit dem Namen Polar. Es ist eigentlich indisch, aber irgendwie doch nicht. Angepriesen wird es auf hinduistisch, das Tajmahal war groß an der Wand. Aber außer dem Koch sah dort niemand indisch-stämmig aus. Die Karte hatte auch seltsame Gerichte, am lustigsten war ein “Paquistani Sandwich”, welches Schweinefleisch (!!!) beinhaltete. Wir probierten einiges durch, aber als wir das zweite Mal dort waren (daran zeigt sich immer, wie gut es ist: wenn man mehr als einmal hingeht), bestellten wir etwas, daß den Namen “Semaforo” trug. Es war eine Zusammenstellung aus 3 Sorten Huhn und 3 Sorten Fleisch. Grün = Spinat-Geschmack, Gelb = Curry-Geschmack (indisch-Curry, nicht Currywurst-Curry!) und Rot = Tandoori-Geschmack. Sowohl Reis als auch die Hühnerteile hatten die Farbe und auch den Geschmack. Dazu gab’s dann noch 3 Saucen, eine grüne sahnige, eine rote fruchtige und eine rote scharfe. Die scharfe war nicht wirklich scharf, auch wenn die Bedienung immer “muy picante” als Warnung rief. Wir ließen jedenfalls nichts von den Soßen übrig und man könnte auch die scharfe eher “gut gewürzt” nennen. Cymone war es im Nachhinein zu knofig, aber es war supergut und superviel für 2 Leute. Theoretisch hätte es auch ein Medio Semaforo (also eine halbe Portion) gegeben, aber das wiederum wäre für 2 zu wenig gewesen. Auf jeden Fall: Daumen hoch! So gut und günstig kann man selten auf dieser Insel essen, allerdings muß man Wartezeiten kalkulieren. Der Laden ist klein und immer voll. Und hier die genaue Adresse: Calle de Sagasta 17, Las Palmas.

So, zum Nachtleben sei gesagt, daß wir diesmal relativ unwillig waren. Das Turbo-Pub im Kasbah-Center ist zwar nett, aber nur Rumsitzen und Saufen ist doof. Entweder der Laden hat Gezappel oder Live-Musik, alles andere lohnt eigentlich kaum. Wir versuchten unser Glück also wieder in Las Palmas. Im Sala Paraninfo war diesmal nix dolles, also versuchte wir es im Pub La Calle. Dort war es relativ leer und der Barmann wußte auch nicht, wann es im “Live Music Club” wieder Live Music geben wird. Wir sollen Radio hören, denn die Webseite sei meistens sowieso nicht aktüll. Etwas enttäuscht fanden wir dann eine Mannschaft, die vor der Muelle eine Konzertbühne aufbaute. Am Freitag fuhren wir also dort hin, es war ein von einer Bank gesponsortes Festival. Natürlich fängt sowas selten vor 23 Uhr an, aber hier war es leider schon um 1 zu Ende, mehr ließen die “Sicherheitsbehörden” nicht zu, die interessanterweise in fast gleicher Stärke wie Zuschauer dort waren. Was haben die erwartet? 1. Mai-Krawalle wie in Kreuzberg? Dieser Sicherheits-Overkill ist weltweit momentan völlig bekloppt, eine reine ABM-Maßnahme. Die Musik allerdings war sehr gut und sehr professionell. Verschiedene Bands mit recht unterschiedlichen Musikströmungen. Ich habe ein paar HD-Aufnahmen gemacht, allerdings weiß ich nicht, ob die da einem ‘nen Strick draus drehen, wenn man sie veröffentlicht. Samstag ging das Festival weiter, das war dann der Tag vor unserer Abreise, da konnten wir dann nicht ganz so lange zugucken.

Auch, wenn beim nochmaligen Querlesen diverse Dinge nicht so gut klingen, ich kann nur sagen, daß es nach wie vor unsere Lieblingsinsel ist. Das einzige, was wirklich zu bemängeln war, war das kühle Wetter in der 2. Woche. Aber da dieser Winter wohl sowieso der kälteste seit langem auf den Kanaren war, sind wir wohl noch ganz gut davongekommen.

Ach ja, zwischendurch gab’s sogar Action! Aber wir hatten das leider nicht mitbekommen, erst, als die Trümmer schon teilweise aufgeräumt waren. Da war beim “Strandhafen” oder auch “Anexo II” eine Mauer eingestürzt. Fazit: 8 geplättete Autos und ein Verletzter. Übrigens: die Mauer stant vor einem Hügel, der damit wohl auch stabilisiert wird. Auf dem Hügel steht ein Hochh
aus-Hotel (ca. 15 Stockwerke). Ich bin nun weder Statiker, noch Architekt, aber ich könnte mir vorstellen, daß bei viel Regen ohne diese Mauer viel Material weggespült wird und damit auch der Sockel des Riesen-Hotels wackeln könnte. Natürlich regnet’s selten, aber wenn, dann richtig. Andererseits kann es diversen Besitzern von Restaurants im Anexo II vielleicht bald egal sein, ob eine Gerölllawine auf den Strandhafen runterstürzt. Denn laut Info Canarias Magazin sind die Geschäfte dort in einer Nacht- und Nebel-Aktion enteignet worden. Ob das so stimmt, sei dahingestellt, aber in Spanien ist vieles möglich.

All das kratzt uns aber nicht die Bohne, wir waren bestimmt nicht das letzte Mal auf Gran Canaria!

Zum Abschluß noch ein paar Bilder von niedlichen Tierchen:

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