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Archiv für die Kategorie ‘Seltsam’

Bubble-Tea-Paranoia

2012-08-06

Vor gut einem Jahr haben wir ein leckeres Getränk kennengelernt. Es war im Ding-Dong-Center, in dem schon seit Ewigkeiten vorne beim Eingang ein Bubble-Tea-Laden existiert. Am Anfang hatten die wirklich nur Tee, dann kamen aber Joghurt- und Milch-Getränke und es wurde auch für mich interessanter. Mittlerweile ist nicht nur Cymone begeistert davon, sondern auch ich habe mich mitreißen lassen.

Und dann hämmert seit gut 3 Monaten die Politik auf diese Läden ein. Zugegeben: die Dinger schießen wie Pilze aus dem Boden. Und ja: Kids lieben das Zeug. Und wer einmal einen XL-Tea weggesüffelt hat, merkt recht schnell, daß eine weitere Mahlzeit unnötig ist. Aber: den gleichen Effekt haben auch: Marsriegel und andere Süßigkeiten. Und der Vergleich mit Cola erinnert mich an die Paranoia der Erwachsenen in meiner Kindheit: damals war Cola furchtbar böse, Kindern wurden die Augen zugehalten, damit sie die schwarze Brause möglichst nicht sehen, wenn sie serviert wird. Maximal dran riechen, schon Nippen an Cola und es wurde einem der Mund mit Seife ausgewaschen und ein kurzer Exorzismus durchgeführt! Es war hirntot bis zum Exzeß und ähnlich ist es nun auch mit dem Bubble-Tea.

Zu viel Kalorien? Und McDonalds, Burger King, Kentucky Schreit Ficken? Und was ist mit Fertiggerichten? Was mit Cola, Brause, Apfelschorle? Überhaupt: Dinge mit Geschmack, böse Aromen! Furchtbar, am besten alles verbieten, nur noch gesunde, geschmacklose, kalorienbefreite Nahrung zulassen! Und dann gefährlich: man könnte sich an den Bubbles verschlucken! Aber an Nüssen & Zuckerperlen nicht? Man kann auch vom Auto überfahren werden, wenn man die Straße überquert! Und in Asien gibt’s dieses Getränk seit den 80ern, erstaunlich, daß die noch nicht alle ausgestorben sind!

Am besten nicht rausgehen, draußen ist’s gefährlich! Dumm nur, daß ein Großteil der Menschen zu Hause stirbt! Drinnen ist’s auch gefährlich! Und nu? Was ist das für eine hirnverbrannte Mentalität, die einem da seit Jahren entgegenschwappt? An Flughäfen möchten sie am besten jedes Molekül einsehen, welches ein Flugzeug betritt, bei Naturkatastrophen wird als erstes gefragt: kann das bei uns auch passieren? Dazu passen dann TV-Sendungen, die über Asteroiden spekulieren, die das Leben auf der Erde auslöschen würden!

Hallo? Das ist mir scheißegal! Da kann ich nix gegen tun und ob ich mich an einer Fischgräte (gefährlich! kein Fisch essen!) verschlucke oder an einem Knochenrest vom Hähnchen (gefährlich, kein Huhn mehr essen!) oder mir Körner vom Brötchen in die Lunge rutschen und ich mich tothuste (Bio-Zeug, voll mit Körnern: gefährlich!), das ist mir sowas von Wurst! Leben ist lebensgefährlich, es endet immer mit dem Tod. Dieser Tatsache sollten die Panikmacher mal ins Auge sehen, der Tod gehört zum Leben! Oder wie es der Pessimist Nico Semsrott ausdrückt: Leben ist eine Krankheit, die durch Sex übertragen wird und mit dem Tod endet. Mannmannmann, ich könnte mich echt aufregen, so viel hirnverbrannte Scheiße, wie in letzter Zeit von Moderatoren, Politikern und Stiftung Warentest zum Thema Bubble-Tea kam, habe ich lange nicht mehr erlebt. Ist Nessy tot oder warum läßt man im Sommerloch die Minderbemittelten ins Fernsehen? Da gibt’s echt unterhaltsamere Enten, wenn sie sich schon mit Blödsinn befassen müssen…

Mußte ja mal gesagt werden. Das einzige, was mir dann doch die Lachtränen in die Augen treibt: je mehr die Paranoiker gegen Bubble-Tea hetzen, desto mehr Kids werden das Zeug schon aus Protest trinken. Coca & McDoof haben die gleiche Art Antiwerbung hinter sich und es hat ihnen nicht annähernd geschadet, sondern sie nach oben katapultiert. Man könnte fast das Gefühl kriegen, daß die, die da so emsig rumhetzen, als wäre es ein Nazi-Gesöff, selbst am Mammon beteiligt sind. Aber ich höre lieber auf, sonst sitze ich mit den Spinnern noch im selben Boot und geifere gegen alles und jeden… Das Leben ist schön!

Zum Abschluß nochmal ein Zitat von Nico, aus seinen Unglückskeksen: Beginne den Tag mit einem Lächeln, dann hast Du’s hinter Dir! Guter Mann! So, jetzt geht’s mir besser…

Der Kampf mit dem Gallery2-Tool kostet mich ganz schön Nerven. Diverse Dinge wie Permalinks (nur so ist das eigentlich halbwegs merkbar) habe ich nur nach vielen Schmerzen hinbekommen und dabei hat man permanent das Gefühl, daß man diesem Tool Tür und Tor öffnet. PHP ist kein Kandidat, dem man einfach mal so vertrauen könnte. Aber: ohne wird es einfach zu krude, also werde ich versuchen, die Sicherheitsprobleme, die ich bisher nur vermute, auch anzugehen. Bis dahin gibt’s jetzt immer mal wieder spontan ein paar Bildchen, diesmal z.B. ein Album nur mit Hibiskus-Blumenbildern. Natürlich sind es größtenteils Macroshot HibiskusMacroshots (oder auch gleich die Fullsize-Version), aber auch die eine oder andere größere Aufnahme ist dabei. Klar croppe ich zur Sicherheit und haue auch nie die Full-Size raus, aber ich denke, 10-13 MegaPickel dürften doch für jeden ausreichend sein, oder? Jedenfalls sind einige der Bildchen in Fullsize fast ein bißchen heftig wie aus einer anderen Welt. Übrigens sind die nicht mit der gleichen Methodik aufgenommen. die 5XXXersind mit Zwischenringen und 18-250mm Sigma aufgenommen. Gutes Bokeh und knackige Schärfe bis zum letzten Punkt, dafür aber eben auch nicht so hochmakromäßig wie die 9XXXer. Diese sind mit 70-300mm Canon und einem Raynox 250er Adapter aufgenommen. Mehr Macro, aber auch mehr Unschärfe (deshalb auch kleiner: nur 10MPix statt 13, um euch alle zu täuschen, hähähäh!). Theoretisch hätte ich bei den Zwischenringen durchaus noch einen dazuhängen können, aber dann hätte ich keinen Autofokus mehr gehabt. Der fehlt mir bei dem Raynox komplett. Außerdem ist das Raynox dermaßen dunkel, daß ich auch mit Blitz keine kleinere Blende als F13 wählen konnte, während die Zwischenringe, sogar ohne Beugungsunschärfe bis F22 ihren Dienst taten. Inklusive Autofokus! Aber macht euch selbst ein Bild.

Dann muß ich noch die Begegnung der dritten Art loswerden: Ärger mit der Post. Das ist ja ein leidiges Thema. (mehr…)

Boh, was für eine Mischung in der Titelzeile! Da leckt sich die Boulevardpresse sogar die Zehennägel für ab! Aber machen wir das Intro ein bißchen aufgelockerter…

Fefe lästert ja immer über den Spiegel und schimpft ihn “das ehemalige Nachrichtenmagazin”. Ich finde das nur bedingt fair, denn ziemlich viele Stories werden von dort angestoßen. Nicht immer zum Besten, aber mal ehrlich: welcher Verleger ist frei von Polemik (verkauft sich gut), Sensationsmache (verkauft sich halt besser) und Lobbyismus (ohne politischen Arm wird man zermalmt)? Insofern lasse ich mich nicht davon abhalten, hin und wieder den Spiegel Online zu lesen, denn verglichen mit Bild & Co. ist es ja schon fast echter Journalismus. Da man den sowieso nur bei kleinen Blogs erwarten kann (die dafür meistens aus dem Netz geklagt werden, wenn sie wirklich mal Insider-Infos veröffentlichen), ist das schon ok für so’ne große Bude.

Kommen wir deswegen mal zum ersten Aufmacher. Hier beschreibt der Spiegel sehr schön, wie man jetzt die Atom-Sicherheit noch ein bißchen aufweicht. Klar, nach heftigsten Problemen in Japan muß man das ja machen, um auf technisch gleiche Höhe herabzusteigen zu kommen. Aber mal ernsthaft: ist die Lobby hier komplett durchgeknallt? Ist das der Schritt zum beschleunigten Selbstmord einer Branche? Klingt fast wie die Erfindung von DRM für die Medien-Branche: “Selbst das Genick brechen für Dummies, mit anschaulichen Illustrationen!”
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Was für eine Woche! Zuerst die Wikileaks-Nummer: Die Medien ereifern sich über den Amateur-Verein, der interessanterweise mehr Material hat, als die ach so hoch-investigativen Journalisten. Die Politik ist erbost, schreit “Terror, Terror” und würde am liebsten das ganze Internet nicht mehr reinlassen. Erinnert mich immer an Honey, der Lindenberg nicht im Lampenladen auftreten lassen wollte. Tja, wenn große Diktatoren klein beigeben müssen, werden sich auch unsere Obrigkeitsvertreter mit Dreck bewerfen lassen müssen. Außerdem ist man die Bissigkeit ja von Titanic & Co. gewohnt, ich sehe also nicht, wo da das Problem sein sollte. Da waren ja nun nicht wirklich supergeheime Informationen dabei. Im Grunde eine Explosiv-Klatsch-und-Tratsch-Sendung der absoluten High-Society. Gut, hätte man sich vorher denken können, daß auch das nur Menschen sind, die die gleichen Fehler und Macken haben wie andere auch. Sah halt nur im TV immer schicker aus, war ja auch gut inszeniert. Diese Inszenierung fällt nun weg, was wirklich kein Verlust ist. “Runter vom Roß!” rufe ich den Politik-Verstümmlern zu, damit sie irgendwann vielleicht auch mal was im Sinne des Bürgers machen und nicht nur für spezielle Klientel.

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Der heiße Imbiß

2010-11-24

Im Netz kursieren ja die merkwürdigsten Dinge. Darunter natürlich auch merkwürdige Videos. Zum Beispiel dieses:

Natürlich ist es idiotisch, wenn einem schon die Luft fehlt, dann weiter an der Currywurst zu mampfen. Ich erwähne nur mal so nebenbei: 7 Millionen Scoville. Ich selbst esse gerne scharf, ziehe aber die Linie bei 100000 oder damit es deutlicher wird: 100k Scoville. Nicht 7000k. Es war nicht so ganz klar, wo sie da rumstanden, aber BuzzDee grenzte das Ganze ein und so kann ich auf den Imbiß schön hinweisen. (Jaja, jetzt auch mit StreetView!)

Heute war ich zufälligerweise in der dortigen Nähe dieses Imbisses. Natürlich mußte es jetzt sein. Tja, Schärfegrad 4 wäre meine Grenze gewesen (80k), aber ich wollte nicht übertreiben und nahm Nr. 3 (50k). Vor allem, weil ich die Soße mit den 80k selbst zu Hause habe, dann lieber mal was anderes probieren. Ich kann jedenfalls sagen: es war scharf, aber nicht höllisch. Es liegt daran, daß die Dame dort die Soße tropfenweise über die Wurst kleckert und dann verteilt sich das einfach zu gut. Wahrscheinlich wäre auch die 80k-Soße noch nicht so wild auf der Currywurst, muß ich mal selbst nochmal @Home testen. Doof nur: der nächste Schritt liegt dann bei 300k. Davon haben sie sogar eine selbstgemachte Soße mit 300k, Habaneros. Ich bin da noch etwas unentschlossen.

Natürlich gibt’s auch ‘ne Webseite von dem Imbiß namens ‘Curry & Chili’. Allerdings fehlt da die Auflistung der Chili-Soßen. In obigem Video sterben die Protagonisten fast den Chili-Tod bei 7 Mio Scoville. Am Imbiß gab’s aber einen Extrakt, der 11 Mio. auswies. Jedenfalls ist der Imbiß der momentan schärfste in Deutschland, der Wanderpokal steht auch da und nächstes Jahr ist wieder ein Wett-Essen im Rheinland. Und noch als letzte Info: Leute, die den Schärfegrad 10 (also die 7 Mio.) überleben, werden mit Foto verewigt und schauen von der Imbißbude auf die Weicheier wie mich herab, die nicht wissen, was wirklich scharf ist. Nichtsdestotrotz: Daumen hoch!

Aufmerksame Leser kennen ja die Rumeierei in der Küche, wie sie mir hin und wieder passiert. Als Kind war ich ja nicht so’n großer Ei-Fan, später dagegen drehte sich das Blatt. Doch die ei-igen Zufälle machten mich nachdenklich. Wie konnte es sein, daß in meiner Pfanne das Ei verrückt spielt? Nach einer gewissen Ei-Abstinenz wagte ich diverse Brutzeleien und immer war alles ok. Doch nun kam das Grauen! Ja, das GRAUEN!!!eins!elf! Es fing harmlos an:

Welches Ei paßt nicht zu den anderen?

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Wirre Gedanken

2010-09-14

Nach einer Irrfahrt durch automatische Ansagen, um einen Support-Fuzzi ans Rohr zu bekommen, hatte ich irre Wahnvorstellungen:

*Lalala la lala la laaaaa*

Der Cyberspace
unendliche Leitungen

Wir schreiben das Jahr 2110 und die Telebimm hat alle Raumschiffe fest im Griff.
Alle Raumschiffe? Nein, ein kleines Raumschiff hält den rosa Legionen stand.
Aber um dieses geht es hier nicht. Hier geht es um das Raumschiff V-DSL 2505,
welches im Gefecht mit den Alicianern Gefahr droht, geentert zu werden.
Der Kommandant der mit den Alicianern verbündeten Einundeinsonen, D’arcel
M-Avis, hat es geschafft, bis zu einer Steuereinheit vorzudringen. Er hebt den
Hörer ab.

“Selbstzerstörungssupport, guten Tag! Sie haben 1 Minute, um die Selbstzerstörung des Raumschiffs aufzuhalten. Sagen Sie: ‘pfrzlbmpwrfugi’, um die Sequenz abzubrechen!”

“Uh… ok. pfrzlbmpwrfugi!”

“Ich habe Sie nicht verstanden, wiederholen Sie bitte, Sie haben noch 40 Sekunden.”

“pfrzlbmpwrfugi! PFRZLBMPWRFUGI!”

“Ich habe Sie nicht verstanden, wiederholen Sie bitte! Sie haben noch 30 Sekunden. Übrigens: Dieses Gespräch wird aufgezeichnet, um den zukünftigen Support zu verbessern. Wenn Sie damit nicht einverstanden sind, sagen Sie bitte ‘Nein’! Sie können den Text auch mit der Tastatur eingeben.”

“Äh… Nein. pfrzlbmpwrfugi! PFRZLBMPWRFUGI! NEIN! VERDAMMT!”

M-Avis tippt hektisch auf der Tastatur. “Mist, vertippt!”

“Ich habe Sie nicht verstanden. Bitte wiederholen Sie, Sie haben noch 10 Sekunden!”

“Nein! Scheiße! SCHEISSE! PFRZLBMPWRFUGI!!!”

“Ich habe Sie leider immer noch nicht verstanden. Versuchen Sie es beim nächsten Mal doch mit der Tastatur! Leider ist die Zeit um, bitte haben Sie Verständnis dafür daß wir auch noch anderen Kunden helfen wollen. Wir wünschen Ihnen einen schönen Tag!”

*BUMM*

Das letzte Mal, daß ich Live-Bilder von den Pogues gesehen habe, war auf einem Fernsehschirm. Ich sage bewußt Fernsehschirm, weil das Wort LCD-TV oder gar LED-TV noch nicht annähernd am Horizont zu vermuten war. So lange ist das her. Die Bilder waren schräg. Shane MacGowan, der Sänger, zeigte seine schlechten Zähne fletschend beim Singen in die Kamera und in der ersten Reihe gröhlten die “Fans”: “You are sooo uglyyyy!” Mag sein, daß die Aussage vom ästethischen Standpunkt einem Wahrheitsgehalt > 0,9 entspricht. Nichtsdestotrotz wäre es nett von einem Fan, seinem Helden diese Wahrheit vorzuenthalten. Nunja, besoffenes Volk ist halt selten nett.

Die Pogues brachen auseinander, weil Shane seine Finger nicht vom Alkohol nehmen konnte

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Ich erinnere mich mit Unbehagen an den Zufall mit dem Ei und seiner merkwürdigen Form. Aber kaum stehe ich in der Küche, passiert es Eiereien im Haunted House schon wieder!

Meine Pfanne scheint verflucht! Kennt jemand einen guten Ei-Leser? Es ist wirklich dringend! Nein, keinen Ei-Laser…

Hülfä!

Neulich brate ich so vor mich hin ein Ei in der Pfanne. Kommt vor. Da passiert das Merkwürdige: Das Ei verformt sich! Von ganz selbst! Halleluja! Ein Zeichen! Ein Zeichen! Nun, voller Vorfreude kippte ich Ei-Kanone es auf einen Teller, wo ich mich schon ein bißchen über die Form wunderte. Ich brauche dringend sowas wie einen Ei-Leser, also jemand der schon vom Stadium des Kaffeesatzlesens fortgeschritten ist. Aber es ist ja Weihnachten und da ist man schon froh, wenn das Ei nicht blutet, irgendwelche anderen ominösen Wunder passieren oder man in Coca Cola ertrinkt.

Und da sind wir beim Thema. Oben genannte Firma ist sicherlich nicht die Netteste aller Firmen auf dieser Welt, es gibt immer mal wieder heftigste negative Schlagzeilen. Diese machen sie pünktlich zu Weihnachten mit ihren Coca-Trucks wieder wett. Ich selbst bin da klar betroffen. So sehr ich mich auch bemühe, Dinge zu meiden, die politisch, wirtschaftlich oder sonstwie untragbar sind: ich liebe diese schwarze Brause. Und im Gegensatz zu einem anderen Meckerkopp, welcher bei einem Heft namens Beef ein bißchen hin und her eierte (haha, eierte!), bleibe ich bei meiner Haltung. Zugegeben, ich hatte mal in dem Magazin geblättert und fand es sinnlos, hätte mir aber vorstellen können, daß es Liebhaber von Fleischzeitungen geben könnte, schließlich gibt’s auch Zeitungen für Briefmarkensammler. Aber von meiner Coca gehe ich nicht weg. Da kann sonstwer kommen. Pupsi (huch, vertippt?), Sinuscosinus oder welche Dunkelbrause auch immer. Und es ist mir scheißegal, ob die mit CIA, NSA oder KGB zusammenarbeiten und jeden Tag einen Mahatma Gandhi umlegen: ich kann nicht ohne Coca! Wahrscheinlich packen sie bis heute echtes Koka rein, sonst hätten sie das Zeug doch bestimmt lange umbenannt, oder?

Also, nachdem wir klargestellt haben, daß es bestimmte Dinge gibt, ohne die man nicht leben will (“Was würden Sie auf eine einsame Insel mitnehmen?” – “Einen Lebensvorrat Coca Cola!”), sollte man diese von seinem Konsumverhalten ausklammern. Man kauft diese Dinge sowieso. Oder macht sie sowieso. Manche Leute wollen unbedingt Auto fahren, egal wie bergab es mit dem Klima geht. Ich rufe diesen Leuten zu: es ist ok, wenn ihr mal bei den Dingen etwas länger nachdenkt, die euch nicht so wichtig sind!

Beispiel:

Ihr kauft in einem Supermarkt irgendwas ein. Butter, Wurst, Konserven. Was auch immer. Meistens greift man doch relativ unbewußt nach den Dingen, die man immer kauft. Und genau das ist der Fehler. Bei den nebensächlichen Dingen könnte man nämlich etwas reißen. Und zwar in beide Richtungen. Ich kaufe z.B. gerne Arla-Butter, weil ich salzige Butter mag. Nehme aber auch andere, wenn andere da ist. Als sie von den islamischen Ländern boykottiert wurden, habe ich diese Butter jeder anderen salzigen vorgezogen, weil ich pro Meinungsfreiheit bin, egal wer irgendwo beleidigt wird. Ebenso meide ich Dinge, die mich werbetechnisch nerven. Z.B. geht mir die Mario-Barth-Werbung vom Mädchenmarkt auf den Sack, während die von Alice Cooper vom Planeten deutlich unterhaltsamer scheint. Klar ist das der gleiche Konzern, aber auch die merken, daß Dinge nicht stimmen, wenn beide das gleiche Zeug verticken, aber einer eben etwas weniger davon. Ebenso bei Waschmitteln: ich habe Persil noch nie angefaßt, weil die Werbung von denen schon immer völlig daneben war. Und eben nicht nur Werbung, es gibt natürlich die moralischen Ausschlußkriterien, nach denen ich keine Coca mehr kaufen sollte. Was ich natürlich angesichts einer meiner stärksten Vorlieben trotzdem tue. Aber auch der “kleine” Beschiß, z.B. beim Joghurt: ich will einen Kirsch-Joghurt. Der Anteil Kirschzubereitung steht überall drauf. Bei manchen Herstellern steht aber der echte Kirschanteil extra. Das finde ich eine deutlich bessere Information. Da sieht man nämlich, daß “Kirschzubereitung” inklusive süßer Soße meint und echte Kirschen meistens davon nur die Hälfte sind. Also bemühe ich mich, generell bei den Herstellern zu kaufen, die die Informationen genauer schreiben. Wohlgemerkt: ganze Produkt-Paletten von Herstellern sind dadurch gemeint!

Das sind alles kleine, filigrane Dinge und ja: der Einkauf gestaltet sich durch diese etwas bewußtere Haltung deutlich länger, man verliert Zeit. Aber wie sonst sollte ich den Hersteller bestimmter Produkte dazu bewegen, etwas für mich, den Kunden zu machen? Schlimm ist natürlich, wenn liebgewordene Produkte verschwinden. Z.B. gab es, um nochmal beim Kirsch-Joghurt-Beispiel zu bleiben, ein Produkt von Dr. Oetker namens Jobst. Klasse Produkt, superviel Frucht drin. Die Werbewanne von Froop (igitt, die mag ich gar nicht, da kann die Lütte noch so sehr vom MIXAAAA! nerven) scheint den Markt dermaßen überrolt zu haben, daß sich Dr. Oetker entschied, dieses Produkt aus seinem Sortiment zu werfen. Mails wurden leider nicht beantwortet (meistens bringen echte Briefe mehr, aber wer macht sich schon die Mühe?), aber trotzdem ist das dann die einzige Möglichkeit, hier nochmal auf das geliebte Produkt hinzuweisen. In manchen Fällen hilft es, wenn man Mitstreiter findet. Für mich erledigt sich dann meistens auch gleich der Rest der Produktpalette der entsprechenden Firma. Kann man dann irgendwann nochmal in eine Mail oder wie hier in ein Blog packen. Das ist alles aufwendig, aber wenn man bedenkt, wieviel Geld wir diesen Leuten in den Rachen werfen, dann haben wir Konsumenten auch etwas dafür zu bekommen.

Ich denke, daß in Bezug auf Klimawandel und vielen anderen Dingen, die falsch laufen, hier auch eine Menge machbar ist. Bewußter Kauf ist ein klares Signal in einer kapitalistischen Welt, der Kunde ist der König, er hat das Geld! Die TAZ hatte vor kurzem ein Titelblatt, welches dem Mädchenmarkt entsprechen sollte. Man wollte auf Billig vs. Umwelt hinweisen. Das ist ein grober Fehler! Wenn man Umweltkosten langfristig berechnet, dann bekommt man im Schnitt mehr raus, wenn man leicht höhere Anfangsinvestitionen hat. Das, was die Welt teuer macht, sind Kurzfristgedanken: Politiker, die nur bis zur nächsten Wahl denken, Manager, die sich im Halbjahrestakt die Klinke in die Hand drücken. Hier wird Geld verpulvert ohne Wirkung. Der Konsument könnte gegensteuern, würde er nur ein Quentchen mehr Mühe investieren. Es ist so dermaßen wenig, was zu tun wäre! Stichwort Auto: Ich werde meine alte Karre solange fahren, bis sie auseinanderfällt oder ein Tanksystem für Stromautos etabliert ist. Ist bis dahin kein Tanksystem für Stromautos am Horizont, werde ich mich bei Stattauto oder ähnlichen Diensten anmelden und nur noch bei Bedarf Auto fahren. Und nur so kommen wir aus den allgemeinen Abhängigkeiten des Öls raus. Es ist gut so, daß Saudi Arabien nach Finanzhilfen schreit, wenn keiner mehr deren Öl kauft! Man sollte sie ihnen natürlich nicht geben…

Auch wenn Weihnachten fast vorüber ist: alle, die noch dringend was einkaufen wollen, sollten der Wirtschaft die Konsumentenpistole (siehe Bild oben) auf die Brust drücken. Mit Demos ändern wir nix. Aber mit unserem Geldbeutel eine Menge. Auch wenn es beim Einzelnen wenig sein mag. Selbst bei Aldi habe ich oft eine Wahl, sogar die kleinen Entscheidungen treiben die Märkte in andere Richtungen. Und bei den heutigen Statistik-Methoden: was glaubt ihr, kriegen Konzerne, die ihre Mitarbeiter komplett überwachen, mit, wenn bestimmte Pro
duktpaletten nicht mehr gekauft werden? Natürlich kriegen die das mit! Insofern: Augen auf beim Weihnachtskauf! Und danach natürlich auch.

Ich denke, man sollte sich in Konsumenten-Foren zusammentun und beraten, wann was warum kauftechnisch zu boykottieren oder zu bevorzugen ist. Das dürfte der Weg der Zunkunft sein. Das ist dann vergleichbar mit der Hotelbewertung im Internet oder anderen Bewertungen. Es gibt schon Konsumenten-Foren wie z.B. Ciao.de, wo die Produkte aufgrund ihrer Qualität besprochen werden. Ich denke das reicht nicht, wir müssen auch über die Produzenten und die Herstellungs- und Produktwege reden. Damit müßte man doch ein bißchen Einfluß bekommen. To make the world a better place.

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