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Archiv für die Kategorie ‘HDR’

Maivember

2010-05-16

Passend zum wärmsten November des Monats präsentiere ich neue Schaffensergebnisse:

Erstmal vorweg: alle 4 Bilder sind aus Hannover, wir waren dort nämlich zu einem spontanten Kurzbesuch (die Gründe lasse ich jetzt mal weg). Die ersten beiden stammen von einem Objekt, welches ich schon diverse Male zu ver-HDR-isieren versucht hatte, was mir aber irgendwie nie gelungen war. Dank besserer Technik ist es nun vollbracht. Das Flugzeug, in dem ein griechisches Restaurant untergebracht ist, hat gerade nachts mit den Lichteffekten seinen ganz besonderen Charme (Jaja, das sind wirklich NACHTBILDER!). Und daß es dort griechische Speisen gibt, bedeutet: mit dieser unentgeltlichen Mini-Werbung habe ich sozusagen einen persönlichen Teil zur Rettung Griechenlands beigetragen, Hahaha! Wobei wir dort nie drin essen waren, ich kann also zur Qualität des Essens gar nichts sagen…

Das zweite Bild ist auch etwas schräg. Dieser Pfahl mit der “Bullenschüssel” (ich zitiere hier nur aus dem Film “Blues Brothers”!) obendrauf ist eine Werbung für die “Polizeigeschichtliche Sammlung Niedersachsen”, also eine Art Polizeimuseum. Dieser Pfahl und damit auch das Museum war mir nie vorher aufgefallen, bei Google kann man ihn aber von oben sehen, also dürfte das Polizeiauto dort schon eine Weile drauf sein. Diese Gegend ist allerdings am Arsch der Welt, da kommt niemand freiwillig hin. Und selbst beim Vorbeifahren sieht man den Pfahl kaum, da ist der Restaurant-Flieger deutlich besser zu sehen. Das ist bestimmt schade, denn ich wette, der Inhalt des Museums könnte interessant sein. An diesem Ort werden ihn aber die wenigsten zu Gesicht bekommen.

Das letzte Bild ist zwar ein HDR, aber irgendwie leicht verkackt. Die billigen DSLRs von Canon haben ein Problem: sie können maximal 3 Bilder in einer Reihe aufnehmen, damit werde ich bei HDRs stark eingeschränkt. Denn meistens brauche ich mindestens 5 oder 6, damit was ordentliches draus wird. Also bleibt nur die Möglichkeit, es mit einer Fernbedienung zu schießen (sonst passen die Einzelbilder beim Überblenden nachher nicht mehr übereinander, üble Fummel-Arbeit, das zu korrigieren!). Dumm nur, daß ich da kaum unter eine Sekunde Belichtung komme. Dieses HDR ist jedoch tagsüber, da müßte ich eher auf 1/60 Sekunde oder weniger kommen. Was bleiben einem also für Lösungen? Die Blende zudrehen. Klar, hatte ich gemacht, auf 22. Immer noch viel zu viel Licht kam durch. Nun versuchte ich etwas Verwegenes. Ich nutzte einen Graufilter, um künstlich weiter abzudunkeln. Den hatte ich eigentlich geholt, um an belebten Orten via Langzeitbelichtung leere Straßen zur Hauptverkehrszeit abbilden zu können. Jedoch war selbst mit diesem Graufilter gerade mal als unterste Belichtungszeit 1 Sekunde möglich. Ich denke, ich werde mir noch ein paar der Filter zulegen müssen (die kann man kombinieren, allerdings weiß ich nicht, wie man dann noch einen Fokus bekommen soll), damit das “Leere-Straßen-Projekt” eines Tages Wirklichkeit wird…

Wie auch immer, in allen Bildern herrscht eine deutliche Unschärfe und damit ist auch das resultierende Bild leicht unscharf. Aber wer ist nun der Hauptverantwortliche? Der Graufilter? Der Umstand, daß ich bei Stativaufnahmen häufig vergesse, den Stabilisator auszuschalten? Oder doch die stark zugezogene Blende, die letztlich mehr Beugungsunschärfe erzeugt, als sie an Blendenschärfe schafft? Ich schätze, es ist ein Mix aus allen zusammen. Das muß also noch geklärt werden.

Kunsttechnisch hängen die Autos unter einer Autobrücke, mitten in se City. Eigentlich hat mich auch dieses Kunstwerk seit einiger Zeit gereizt, mal ein Bild davon zu machen. Hat ja nun geklappt, wenn auch nicht ganz mit dem erwünschten Ergebnis.

Falls es jemand zu den einzelnen Örtlichkeiten zieht: die GPS-Koordinaten finden sich in den EXIF-Tags der einzelnen Fullscreen-Bilder. Und für alle, denen das nicht tröstlich genug erscheint, denen spende ich Hoffnung mit dem Spruch eines Wettermanns aus dem TV: “Der Regen wird bald wärmer!” Fällt es eigentlich nur mir auf, daß das Wetter mieser geworden ist, seitdem sie Kachelmann eingelocht hatten? Ich wünsche noch einen schönen Rest-Maivember…

Da gibt es einen Herrn, der hat grandiose HDR-Bilder auf seinen Fotothing-Seiten. Es ist Simon Bull, jedenfalls nehme ich an, daß das sein Name ist. Er macht hervorragende Bilder und auch wenn da viel grafische Tools am Rechner mitgeholfen haben, so dürfte die Ausgangslage schon deutlich besser als bei mir sein. Er ist jedenfalls mein großes Vorbild, obwohl er selbst meint, www.davehillphoto.com wäre sogar um Längen besser als er. Ich kann nicht sagen, daß mir die DaveHill-Bilder besser gefallen, sie sind einfach nur anders. Klar, vielleicht etwas professioneller, aber trotzdem würde ich Mr. Bulls Bilder vorziehen. Und so versuche ich seit Jahren, an dieses Niveau ranzukommen, hin und wieder habe ich ja auch Glück, aber so langsam dämmert mir, daß es auch ein bißchen auf das Motiv ankommt.

Und siehe da, diesmal habe ich tatsächlich viel Glück mit dem Motiv gehabt:

Am Flughafen Tempelhof ist man als HDR-Fotograf im Paradies angekommen.

Das erste Bild kommt der Realität vielleicht noch am Nächsten. Ist interessanterweise gar kein echtes HDR, sondern nur Blending via enfuse. Hier waren keinerlei Artefakte an den Lampen, die man hätte korrigieren müssen.

Das 2. Bild war mit den qtpfsgui/luminance-Tools erstellt worden (endlich verschwindet der grottige Name). Hier mit dem Algorithmus Mantiuk 2006 und Contrast Mapping. In diesem Modus werden die Kontraste fein rausgearbeitet, ohne, daß sie wie blöde rumpixeln. Trotzdem mußte ich bei den Lampen ein paar zu schwarze Pixel wegeditieren.

Auch das 3. Bild ist mit luminance (Achtung, luminance ist immer noch Beta-Software, kackt hin und wieder ab oder macht nicht immer, was es soll, aber es ist jetzt schon brauchbarer als sein Vorgänger qtpfsgui) erzeugt worden, aber hier mit der Methode “Contrast Equalization” bei der Verwendung des Algorithmus Mantiuk 2006. Das ist ein Modus, der oft dermaßen viele Kontraste in einem Bild erhöht, daß es zu heftig pixelt, als hätte man das Bild mit ISO100000 geschossen. Ich hatte da früher schon ein paar Schädel-Bilder bei Fotothing veröffentlicht, aber das war mehr als künstlerisch anzusehen. Das HDR war darin kaum noch zu erkennen. Hier dagegen ist der Algorithmus so gut durchgegangen, daß ich nur wenig an den Lichtern korrigieren mußte. Ein Traum wird wahr! Besonders schön ist der Effekt beim Reinzoomen nach hinten in die Mitte. Man kann immer noch klar lesen, was da steht.

Das liegt zum Einen mit Sicherheit am Motiv, dieses Motiv gibt einfach dermaßen viel her, das konnte kaum schief gehen. Zum anderen liegt es aber auch daran, daß ich die Blende etwas zugezogen hatte und jedes Bild der Reihe (es waren insgesamt 8 Bilder) mittels Fernauslöser von Hand gemacht habe. Die Sekunden zählt dabei die Kamera im Display vor. Was daran gut war: Bei Belichtungsreihen werden immer Abstände von 1 oder 2 Blenden gemacht. Pro Blende sagt man über den Daumen, das ist vergleichbar mit einer Verdoppelung oder Halbierung (je nachdem in welche Richtung der Abstand geht) der Belichtungszeit. Das heißt, normalerweise hätte ich hier bei Blende 8 mit 2 Sekunden Belichtung angefangen. Eine Blende runter wäre 1 Sekunde gewesen, eine Blende rauf 4 Sekunden. Dann 1/2s und 8s, dann 1/4 und 16s usw. Mal abgesehen davon, daß ich nach unten gar nicht so viel Bilder brauchte, sind die Abstände nach oben relativ groß. Es scheint für HDRs Sinn zu machen, auch zwischen diesen Abständen noch Bilder zu machen. Diese Reihe hatte sich bewährt:

1s, 2s, 4s, 6s, 8s, 12s, 16s, 20s

Oder, wenn man noch mehr will:

24s, 30s, 36s, 44s, 52s, …

Nach hinten kann man die Abstände durchaus größer werden lassen, der Unterschied zwischen 52s und z.B. 48 Sekunden Belichtung ist nicht mehr so drastisch. Aber eben nicht in der Größenordnung, wie das Standard-Belichtungsreihen machen. Denn hier muß man sehr große Abstände wählen, weil die EOS 500D nur 3 Bilder in einer Belichtungsreihe aufnehmen kann. Eine Schande für so ein Werkzeug, schließlich schaffen es ein paar Leute, in ihrer Freizeit, diese Methodik allen möglichen Canon-Kompakt- und Bridge-Kameras beizubringen. Aber Canon packt das nichtmal in seine höherwertigen Produkte. Da kann unsereins nur mit dem Kopf schütteln. Aber dafür hauen sie so’nen Unfug wie Gesichtserkennung oder anderen Mist mit rein, den niemand braucht. Jedenfalls niemand, der einen Klotz einer DSLR bedient. Wann kommt eigentlich die Arsch-Erkennung?

Naja, zur Zeit gibt’s ja die perfekte Kamera für mich sowieso nicht. Langsam glaube ich, daß ich mir die irgendwann werde selber bauen müssen, denn die Hersteller von Fotoapparaten (endlich kann ich dieses Wort mal unterbringen) gehen so dermaßen viele falsche Wege, daß man nur den Kopf schütteln kann. Momentan bleibt mir nur das Prinzip Hoffnung Und natürlich gehen solche Bilder schon, wie man sieht, es ist nur etwas nervig, man hat massiv Arbeit damit.

Das mit dem ISO16 hat mir ja keine Ruhe gelassen. Ich war also letztens auf der Steglitzer Brücke beim Bierpinsel, um dort noch ein paar Tests zu machen. Da gibt’s ja im Grunde 3 völlig unterschiedliche Motive. Das eine ist der HDR: Berlin, Steglitz, Bierpinsel Bierpinsel selbst. Er ist ja eigentlich rot, aber der Planet hat eine Leuchtfassade aus blauem Neon, da kriegt das alte 70ies Gebäude mächtig viel ab. Und was ich auch nicht wußte: er macht scheinbar wieder auf! Oben war Licht an und unten hing ein Schild am Pfahl, “Deutsche Küche”, das sah recht neu aus. Ich finde den Turm ja irgendwie cool, ich war noch nie da drin. Das muß ich mir irgendwann mal geben… Tja, dann ist auf der anderen Seite die große Baustelle. Vorher wurde an Karstadt geschraubt und gebuddelt, nun reißen sie Wertheim ab. Natürlich kriegen sie das irgendwie nie im Ganzen hin (oder vielleicht soll gar nicht alles weg?), also bleibt ein HDR: Wertheim-Rest ruinös anmutender Rest übrig. Fasziniert hat mich ja, daß da drin ein Auto parkt. Sehr merkwürdig. Ansonsten auch hier: blau, blau, blau von Saturn-Seite aus und die hintere Wand erscheint in dem üblichen Natrium-Dampflampen-Gelb. Zugegeben, ein DSLR würde das natürlich viel klarer darstellen, aber hey, dieses war eine Kompaktknipse! Wobei ich rauschtechnisch auch in anderer Hinsicht Glück hatte. Bei gefühlten -10° erreichte der Sensor der Kamera maximal 18°, hin und wieder fiel er auf 16° Celsius. Mittels CHDK kann man das nämlich auslesen. Zu Hause bringt er es locker mal auf 44°. Und wir alle wissen: je heißer das Ding wird, desto pixeliger werden die Bilder. Und: der Sensor leidet erheblich bei erhöhter Hitze, permanente Pixelausfälle können die Folge sein. Auch wenn es mir persönlich nicht gefiel, aber die Kälte war für die Kamera optimal. Übrigens hält der LiION-Akku deutlich länger durch als AA-Batterien. Das Plastik um den Akku scheint ihn vor der “Kälteausblutung” gut zu schützen. Übrigens: einen Nachteil hat die SX200IS gegenüber der SX1: sie kann den Fokus nicht innerhalb des Displays verschieben. Das ist natürlich extrem blöd, wenn man mit Stativ fotografieren muß. Das hat vor allem dazu geführt, daß ich noch weiter mit der Belichtung rauf mußte, sonst hätte ich keinen Focus bekommen. Also für Nachtbilder ist wohl die SX1 die bessere Wahl…

Tja, zu guter letzt noch ein Ghosting-HDR. ISO16 fordert seinen Tribut, vor allem was die längere Belichtungszeit betrifft. Es sind ja alles 9-Bild-Reihen hier, aber die längste Zeit waren 80 Sekunden, wobei man das sensortechnisch halbieren muß. 40 Sekunden Aufnahme und 40 Sekunden Berechnung. Ich frage mich immer: was macht dieses Ding da nur? Jedenfalls ist bei so langer Belichtung eine Menge Bewegung im Spiel: Fußgänger, Autos usw. Alles bewegt sich und erzeugt dadurch dann Geisterbilder. Das ist nicht immer gewünscht, aber ich bin der Meinung, bei HDRs gehört’s irgendwie dazu. Hier jedenfalls eine kleine Sicht auf die HDR: Schloßstraße Schloßstraße in Steglitz (Richtung: Nord) So, das war’s erstmal wieder. Was zur Zeit doof ist: ich habe auch ein paar RAW-Bilder gemacht, aber ich kriege die zur Zeit nicht dekodiert. Das RAW, was CHDK da erzeugt, ist irgendwie inkompatibel zu allem möglichen. Aber auch das werde ich sicher noch in den Griff kriegen. Diese und andere Bilder liegen wie immer bei Fotothing. So long!

Auch wenn die WGT-Fraktion weint, ich werde erstmal ein paar andere Büldsche rausrücken. Bei meinem letzten textuellen Ausfall hatte ich ja die alternative Firmware für Canon-Kameras erwähnt. Also bin ich losgezogen und habe mal fröhlich HDRs erzeugt. Viele sind’s noch nicht, dafür ist’s dann doch etwas viel Arbeit, aber ich denke, es werden demnächst noch welche folgen. Um dieses Mal aber wirklich mal halbwegs die volle Qualität zeigen zu können und mich nicht wie bei Fotothing auf 1 MB pro Bild beschränken muß, habe ich mir einen Account bei GetDropBox besorgt. Der Tip kam von Dimitri und ich muß sagen: erste Sahne! Man hat 2 GB Speicherplatz, kann sich entscheiden, welche Dateien man per Web rausschiebt, es gibt eine integrierte Gallery und man kann Speicher mit Dropbox-Mitgliedern seiner Wahl sharen. Dazu kommt eine Software, die einem einen automatischen Sync mit mehreren Rechnern garantiert, grandios! Eine dieser Galleries ist nun meine Berlin-2009-HDR-Section. Blöd: für den Fullscreen der einzelnen Bilder muß man Javascript anschalten. Aber: das geht natürlich auch anders. Nämlich durch direkte Intervention meinerseits:

Tja, das letzte Bild ist nicht wirklich ein HDR. Um unter Linux Panorama-Bilder zu erzeugen nutzt man am besten das Tool Hugin. Empfohlen für Bildüberblendungen (Helligkeitsanpassung zwischen den einzelnen Bildern eines Panoramas) wird das Tool enblend. Die Macher von enblend hingegen haben ein zweites Tool namens enfuse entwickelt, mit welchem man Bilder auch ohne Tonemapping miteinander kombinieren kann. Die Hell-Dunkel-Abweichungen werden automatisch justiert, wobei man über diverse Optionen die Möglichkeit hat, da noch korrigierend einzugreifen. Coole Sache und ist vor allem sehr schnell. Dürfte für die meisten Einsatzzwecke vollständig genügen.

BTW, bei den Bildern der Gedächtniskirche gibt’s ein lustiges Gimmick. Die länger belichteten Bilder wurden so lange belichtet, daß sich die Erddrehung bei den hellsten Sternen bemerkbar macht, hier sieht man streifige Sterne. Die nicht so lichtstarken Sterne werden bei diesen Bildern vom Blau des (Nacht-) Himmels überdeckt. Bei den kürzer belichteten Bildern sieht man die Sterne statisch und zwar alle, weil die Kamera nur kurz das Licht eingefangen hat. In der HDR-Überblendung dagegen sieht man beide Sorten: statisch und dynamisch. Das ist natürlich inkorrekt, denn die Erdbewegung dürfte für alle Sterne bei Bildern für einen Sternenschweif sorgen. Die HDR-Technik dagegen ermöglicht, beides auf einem Bild zu sehen, ich finde das extrem spaßig.

Ach ja, etwas außerhalb der Dropbox-Reihe habe ich noch einen HDR: Pearl-Leucht-Schädel HDR-Schädel bei Fotothing liegen. Ist aber auch schon mit der alternativen Canon-Firmware gemacht worden. Übrigens: 9 Bilder scheint eine ganz gute Eingrenzung für HDRs zu sein, jeweils 1 EV Unterschied (Belichtungsstärke, also z.B. bei 1/16s anfangen, dann 1/8s, 1/4s, 1/2s, 1s, 2s, 4s, 8s, 16s). Mehr scheint unnötig und alles darunter scheint zu wenig zu sein.

Dann hatte mich noch eine andere Sache gepackt. Wiederum hatte mich Dimitri, der zur Zeit ziemlich foto-verrückt ist, auf eine andere Schiene gebracht: Makrofotografie. Er hatte dabei auf ein Schnapp-Objektiv der Firma Raynox (DCR-150) verwiesen, welches mit ebendiesem Universaladapter (auch “Click-Mount” genannt) auf meine Bridge-Camera paßt. Ich hatte schon damit rumgespielt und mir nun so ein Ding bestellt. Deshalb wird es demnächst wohl auch ein paar mehr Macro-Shots geben. Zumindest habe ich mal einen Makro/Macro: 1 Euro-Cent in 10 Megapixels Cent in 10 Megapixel vorgegeben, so als Anschauungsmaterial, was mit solchen Linsen möglich ist. Ich bitte den Dreck zu entschuldigen, er ist mit bloßem Auge einfach schlecht zu sehen…

Zu guter Letzt noch eine Ansage an die Hardware-Hersteller dieser Welt: befreit euch vom Microsoft-Joch, dann kaufe ich euer Zeug auch. Der Hintergrund: mein EEE-PC ist so langsam in die Jahre gekommen, ein neuer muß her. Da ich sowieso keinen Windows-Dreck haben will und mit Sicherheit auch keine Zwangssteuer nach Redmond abliefern will, suche ich also nach einem Netbook, welches meinen Erwartungen entspricht. Schön wäre der HP Mini 5101 gewesen, aber HP verkackt den europäischen Markt mal wieder völlig. In Amiland lange zu haben, dauert es hier noch mindestens bis Oktober, eher länger. Also muß ein anderer her. Die Bedingungen: möglichst viele Pixel im Display, möglichst klein (10 Zoll), möglichst große Platte (250 GB), mindestens (!!!) 2 GB RAM, 6-Zell-Akku, WLAN, Ethernet usw. natürlich sowieso. Und Linux-tauglich bitte. Wobei das eigentlich kein Problem ist, fast alle Komponenten aller Geräte, inklusive der Webcams, laufen tadellos, das zeigen diverse Praxistests, die man im Netz findet. Problem ist: bis 1 GB gibt es Linux-Geräte. Darüber dann fast nur noch Windows. Wobei es für Windows echt bekloppt ist, denn Microsoft hat durchgesetzt, daß XP nur bis 1 GB verwendet werden darf (was die sich so all
es rausnehmen, eine Unverschämtheit!), damit ihr Vista-Markt nicht wegknickt. Über 1 GB muß man Vista nehmen, was bei einigen dieser Netbooks speedtechnisch eher zur Qual wird. Folglich wäre es doch sinnvoll, die 1GB-Grenze für Windows-Geräte zu lassen und alles darüber für Linux anzubieten. Das Gegenteil ist der Fall. Die Windows-Mafia versucht, einen für andere Marktteilnehmer lohnenswerten Markt auszutrocknen (mittels Unlogik!). Das ist nur ein weiterer Grund, der gegen die Firma Microsoft spricht: sie versuchen einem nicht nur überall Geld abzunehmen, einem die Kontrolle über sein System zu nehmen, nein, sie versuchen auch noch, Einfluß auf den Hardware-Kauf zu nehmen. EU-Kommission, bitte übernehmen Sie, ich sehe Grund zu weiteren Klagen aufgrund Wettbewerbsverzerrung!

Und wem das immer noch nicht reicht an Microsoft-Bashing (Mann, bin ich sauer auf den Laden, und auch auf die Hersteller, die da “freiwillig” mitziehen, statt die im Grunde illegalen Methoden publik zu machen), dem empfehle ich die Seite windows7sins.org. Hier werden nochmal ein paar Gründe mehr aufgelistet, warum man tunlichst die Finger von Microsoft-Zeug lassen sollte und da sind nicht nur technische Gründe bei. Ich empfehle deshalb, 7sins: Microsoft meiden! diesen Flyer weiterzureichen (sorry, zur Zeit leider nur auf englisch), damit die digitale Freiheit nicht demnächst vor dem Total-Kollaps steht. Als Aufkleber würde sich auch dieses PDF eignen.

Denn gegen einen Konzern wie Microsoft kann auch die Piraten-Partei (am 27.9.: Piraten wählen!) nicht viel ausrichten, selbst wenn sie die 5%-Hürde schaffen. Da kann man nur mit Information und Argumentation vorgehen, also los: Spread the words!

Und zum Abschied noch eine kurze Frage: Ist mal jemandem aufgefallen, wie wenig die persönliche Freiheit geschätzt wird? In Amiland ist Freedom als Wort ganz groß, aber da wo es konkret wird, ist Liberalität plötzlich bäh. Hierzulande wird Liberalität auch immer nur als Verbrecher-Feature (z.B. “Datenschutz ist Täterschutz” o.ä. plumpe Parolen) angeprangert. Es gab zwar mal Zeiten, wo selbst die CDU mit “Für Frieden und Freiheit” geworben hat, aber das scheinen die in Stasi-2.0-Zeiten lieber schnell zu vergessen, bevor rauskommt, daß sie der alten SED mittlerweile näher sind als die Linke. Wieso trampelt eigentlich jeder auf den Freiheiten rum? Die meisten Menschen scheinen ihre Bürgerrechte erst dann zu vermissen, wenn sie weg sind. Dann dürfte es aber zu spät sein.

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