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Und natürlich vieles mehr! Zuerst mal zum Grundsätzlichen: Ich habe im Laufe der letzten Jahre ein Hobby liebgewonnen, nämlich das Fotografieren. In der analogen Welt hätte ich es keine 10 Minuten ausgehalten, aber seit der Einführung der Digitalität in die Fotowelt ist vieles einfacher geworden und vor allem schneller. Für einen ungeduldigen Menschen wie mich sehr praktisch. Nun fotografiere ich ja alles Mögliche, darunter natürlich auch Bands. Schließlich ist Musik aus meinem Leben nicht wegzudenken und so will man sich Momente dieser Events für später aufheben. Gerade für mich als vergeßlichem Menschen sind die Bilder ein Anhaltspunkt: “Ach, DA war ich gestern!”

Nun gibt es oft das Problem, daß bei Konzerten Kameraverbot besteht. Angesichts von Handy-Knipsen, die auch mittlerweile recht brauchbare Bilder fabrizieren, ein Unding. Einmal mußten sogar die Handies abgegeben werden. Aber meistens interessiert sich niemand dafür. Ebenso kriegt man es manchmal hin, kleine Kameras durchzuschmuggeln und damit dann Bilder zu machen. Der Haken: übles Bildrauschen durch zu wenig Licht und wenig Zoom. Gerade wenig Zoom ist hinderlich, denn nur selten hat man das Glück, mal ganz vorne zu stehen. Ich rief vor dem Konzert der Untoten beim K17 an, ob das Kameraverbot gelockert worden sei. Beim Emilie-Autumn-Konzert hatte ich gesehen, daß diverse Spiegelreflex-Kameras im Raum waren. Zu viel Kameras dieser Art, um nur Presse zu sein. Tja, ich habe zwar (noch) keine Spiegelreflex, aber immerhin eine Superzoom-Kamera. Die Untoten waren zwar einverstanden, daß man alles mitbrachte, was man wollte, aber sie wollten die Bilder vor der Veröffentlichung begutachten und ihr OK oder Nicht-OK geben. Außerdem wollten sie 2 davon für sich haben. Mit letzter Regel habe ich gar kein Problem: Bands, von denen ich Bilder mache, die dürfen immer meine Bilder für ihre eigene PR nutzen (wenn sie mich als Fotograf nennen), mit der anderen Regel hatte ich schon ein wenig Bauchschmerzen. Schließlich ist es sowas wie Zensur. Angesichts der Tatsache, daß aber auch Greta & David sich weit aus dem Fenster lehnten und Kameras ohne Rücksicht auf die Größe zuließen, beschloß ich, beim “Geben und Nehmen”-Vertrag (jaja, schriftlich! Ohne Zettelausfüllung keine Kameramitnahme!) mitzumachen. Ich kann sogar verstehen, daß sie Fotos, auf denen sie situationstechnisch nicht so gut rüberkommen, lieber nicht veröffentlicht haben wollen. Pannen gibt’s ja immer und überall.

Ich füllte also ordnungsgemäß und sogar wahrheitsgemäß den Bogen aus, obwohl man sicher auch Micky Maus hätte eintragen können. Aber die Untoten kamen mir als Foto-Freak entgegen, also komme ich ihnen auch entgegen. The whole world is a deal.

Ich hatte zum ersten Mal meine Panasonic DMC-FZ18 bei einem Konzert mit. Sie ist schon besser als meine kleine Samsung, jedoch gab es auch hier viele Situationen, wo ich die ISO-Rate hochziehen mußte und ab ISO400 wird’s halt scheiß-pixelig. Insofern ist der Gewinn gegenüber meiner kleinen Kamera gering. Immerhin konnte ich das so mal testen und dafür bin ich Greta & David wirklich sehr dankbar! Ich weiß jetzt, daß ich mir doch ein Gerät mit größerem Sensor kaufen muß für’s nächste Mal. Immerhin hatte die Kamera einen Effekt, den ich bis dahin nicht kannte, den “Sync-Blitz”. Damit lassen sich interessante Verwischungs-Effekte erzielen. Nunja, urteilt selbst, Gallery: Soko Friedhof & Die Untoten 2008 hier sind die Konzert-Fotos!

Das Konzert war supi und ich muß sagen, auch wenn ich bei Soko Friedhof immer etwas skeptisch war: diesmal haben sie mich voll überzeugt!

Ach ja, vielleicht zur Statistik: ich hatte 1100 Bilder gemacht, davon habe ich 95 den Untoten vorgelegt und 43 sind’s letztlich geworden. Ich hätte mir natürlich mehr erhofft, aber andererseits will ich mich auch nicht durch Undankbarkeit auszeichnen. Ich danke also nochmals schleimenderweise Greta, David und ihren Helfershelfern, daß es zu einer guten Gallery gereicht hat! :)

Und allen anderen Bands sage ich: keine Fotos, keine Werbung. Wer nicht auf Dutzenden von Webseiten zu sehen ist, existiert heutzutage nicht mehr. Diesen Kompromiß hier konnte ich gehen, insofern hoffe ich langfristig darauf, daß das Kameraverbot bei Konzerten fällt.

So, was hat sich noch alles ereignet? Ich war ein bißchen an der HDR-Front tätig, denn wir hatten mal wieder einen Ausflug nach Hannover gemacht. Hannover eignet sich für HDRs hervorragend, denn die Stadt hat ein grau-in-grau-Flair, ähnlich der verfallenen, alten DDR-Städte und insofern kann man mit HDRs Kontraste herauskitzeln, die man nicht für möglich gehalten hätte. So ist zum Beispiel am Raschplatz zur Zeit eine Baustelle, die macht wirklich was her. Obwohl ich ja den ganzen Umbau doch etwas schade finde, früher war ja bekanntlich alles besser. Bei den HDR-Bildern konnte ich mich nicht so ganz entscheiden, welches mir am besten gefällt. Deswegen also eine kleine Bilder-Reihe:

Die Verfahren werden im Fotothing-Kommentar aufgelistet, ich kann nur sagen: es ist viel Arbeit. Ich habe auch noch einen alten, zerschossenen Bunker abgelichtet, aber bis ich die HDRs fertig habe, dauert es noch ein wenig. Ralf ist ja mittlerweile völlig abgefahren, er hat tatsächlich eins meiner HDRs genommen und hat daraus ein HDR auf Leinwand Leinwandbild fertigen lassen, welches er sich im Büro an die Wand gehängt hat… Das finde ich schon etwas merkwürdig, auch wenn ich mich dadurch geehrt fühle. Vielleicht kommt demnä

;chst mein großer Durchbruch und alle wollen für Millionen von Euros meine HDRs kaufen? *lach* Auch da bräuchte ich angesichts der bröseligen Rausch-Geschichte eine Kamera mit einem größeren Sensor. Mal sehen, was da demnächst so kommt, die Kamera sollte ja trotzdem klein sein.

A propos klein: Vielleicht interessiert sich der eine oder andere auch noch für die Micro-Streichhölzer kleinste Streichholzschachtel der Welt? Zugegeben, es könnte natürlich auch kleinere Matchboxes geben. Aber hier wird es sicherlich schon enorm schwierig, eins davon anzuzünden, ohne sich die Finger augenblicklich zu verbrennen. Ich sehe außerhalb des Werbegags zur Zeit keinerlei Nutzen. Habe ich was übersehen?

Zu guter Letzt: angesichts der Hitzigkeit der Streichhölzer sei auch noch eine andere Hannover-Begebenheit erwähnt, bei der sich die Gemüter erhitzen. Besagter Raschplatz (siehe oben) wird jetzt ausgebaut. 2008. Vor über 2 Jahren haben sie die Ladenbesitzer dort rausgeworfen, damit der Umbau und die Modernisierung “zügig vorangehen kann”. Dort fand sich unter anderen uns wichtigen Läden ein Klamotten-Laden namens Kicks-Fashion. Der hat also schon Ewigkeiten zu gehabt, inklusive anderer Läden aus den Passagen unterm Raschplatz. Über 2 Jahre, in der die Stadt Hannover die Zeilen leer stehen ließ und nix passierte. Und vor allem keine Einnahmen hatte. Leerstand = Mietausfall, das freut den Steuerzahler. Nun war ja glücklicherweise Kicks-Fashion Neueröffnung von Kicks-Fashion und der Besitzer sagte uns, daß die einzelnen Zuständigen sich immer noch um die Nutzung nach der Modernisierung streiten. Kommen Kneipen hin, Läden? Was auch immer. Es gibt also nichtmal ein Konzept. Da wiehert der Amtsschimmel. Wenigstens ist Kicks-Fashion wieder da! Für uns ein Muß in Hannover und gar nicht weit weg von der aktuellen Adresse findet sich dann der Billig-Goth-Laden “Mode-Rock-Center”. Endlich findet Hannover wieder etwas zurück zum dunklen Flair. Nun fehlt nur noch der C+C-Schuhladen vom Raschplatz und allet wird wieder jut! Und mal ehrlich: wo kann man sich stärker an Tristesse hochziehen als in dieser Stadt? Eigentlich müßte es die Hauptstadt der dark Gestalten sein…

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