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Bata rulez!

2008-01-24

Ich bekenne: ich bin infiziert! Ich schreibe mein Blog, holt mich hier raus! Bevor es zu spät ist! Also eigentlich sind ja die beiden Moderatoren schuld. Zietlow & Bach sind ja ein soooo göttliches Gespann, die beiden alleine sind der Grund, sich das Dschungelcamp anzutun. Kein Wunder, beide haben äußerst sympathische Sternzeichen… :)

Aber anfangs hatte ich immer weitergezappt, sobald die beiden “Spitzzüngigen” Platz für die Noname-Stars machten. Nach kurzer Zeit merkte ich, daß das ein Fehler ist. Es macht dort jemand mit, der gegen Österreicher wahrscheinlich sogar beim Schneckenjagen (O-Ton Ösis: “Husch, husch, weg sans…”) verlieren würde: Bata Illic.

Zuerst mal zur Personalie: mir persönlich ist der Name Bata Illic das erste mal untergekommen, als ein Lied des begnadeten Mike Lehmann angestimmt wurde. Es hieß “Weiter, weiter” und war eine sehr gelungene musikalische Karikatur des Scooter-Trash-Hits “Hyper, Hyper”. Ich dachte damals noch: Hö? Bata Illic? Wer soll denn das sein? Nun stimmte diese Person im Camp ein Lied an, eins, das ich aus Kindheitstagen kannte: “Michaeeee-laa-haha” Es ist deshalb so stark in meinem Hirn verankert (ARGL!), weil es eins der Lieblingslieder meines Dads in den 70ern war. Er hängte gerne auch mal ein “Hahaha” an den Refrain an. Ich kann mich an Diskussionen mit einer anderen “Michaela”-Geschädigten erinnern (nennen wir sie Nina K., geborene G.), die ähnlich seltsames von ihrem Vater erzählte. Ein falsch angehängtes “Hahaha” bleibt jedenfalls ein Leben lang kleben und macht den Platz für etwaige Relativitätstheorien oder andere geniale Einfälle dicht, so konnte aus mir nix werden. Nun war Bata am Singen und ich merkte: dieser Mann war Teil meines Schmerzes.

Aber: er kommt einem die ganze Zeit vor, als sei er total dicht mit Drogen. Für Zietlow & Bach ein perfektes Angriffsziel, der Langsamste des Camps könnte sich ja nicht wirklich in Realtime wehren… Für eine Dschungelprüfung haben sie ihm tatsächlich 5 Minuten eingeräumt und Desiree Nick sagte zu Recht: “War das eine Bildstörung? Das lief ja in Zeitlupe!” Grandios! In Zeiten des “Alles muß schneller werden!” ist Großvadder Bata ein echter Heilsbringer! Für das peppige Privat-TV ein echter Anti-Held! Der Verlangsamer des Abendprogramms! Eine weitere Anekdote gefällig? In den 80ern durfte ich meine Eltern nach Jugoslawien begleiten auf einen Zeltplatz. Einer der “Hausmeister” dort, sagte immer zu uns, wenn wir es mal eiliger hatten: “Laaaaangsaaaaam, laaaangsaaaam!” Viel mehr Deutsch konnte er nicht. Ein Bruder von Bata? Der Vater gar? Oder ist die Familie sogar größer? Ist Bata vielleicht ein Cousin von Roland Scharping (“Langsaaaaaam!”)? Ich bin der Meinung, ihr solltet alle für ihn stimmen (er hat die Endziffern 02, die restlichen Nummern besorgt euch selbst, ich werde mich hier werbetechnisch etwas zurücknehmen)! Die anderen Nasen sind uninteressant. Der Fußballer ist so, wie man sich Fußballer vorstellt: öde. Die Ex-Porno-Tussi schweigt rum und paßt eigentlich perfekt zum Fußball-Ödi, allerdings ist auch die Schwedin nicht viel interessanter und der Quotenschwule heult viel, wächst aber wenigstens bei Dschungelprüfungen schreiend über seinen inneren Schweinehund hinaus. Insofern kann ich höchstens die letzten 2 aus dem Camp prognostizieren: Auf dem 2. Platz wird Ross enden und Winner wird BATA! YES!

Und ihr Schweizer: bitte gebt Bata Illic die schweizerische Staatsbürgerschaft! Wenn einer sie verdient hat, dann er! Denkt nur an dieses Aushängeschild: wenn Bata stirbt, wird das sein Gehirn erst 20 Jahre später wahrnehmen! Welch ein Aushängeschild für die Schweiz! Passender geht’s kaum! Das ist Marketing, da träumen andere von! Jedenfalls: nach so viel Spaß verzeihe ich ihm auch den täglichen Terror aus meiner Kinderzeit.

GO, BATA, GO!

Da guckt man sich zappend im TV um und stößt auf eine Sendung, die spät ausgestrahlt und daher von möglichst keinem gesehen wird: Titel, Thesen, Temperamente. Dort fand sich mal wieder ein Beitrag, wo einem der Mund offen steht. Ich kann mich erinnern, daß Extra 3 mal über ein jährliches Fest in Kentucky berichtet hatte, wo Waffennarren ein Wochenende mal alle ihre Kanonen (und da waren wirklich echte Kanonen bei!) abballern können. So mal eben 6000 Dollar für Munition, dafür lohnt sich schon das einjährige Sparen. Bester Satz kam von einer langhaarigen (!) Blondine, die mit einem Flammenwerfer rumfuchtelte: “Endlich mal etwas, das ich mit meinem Freund gemeinsam machen kann!” Damals dachte ich noch: naja, Kentucky. Und einen gewissen Bodensatz Verrückter gibt’s in jedem Land, dort darf man halt Waffen besitzen und einige wenige nutzen das Ganze bis zum Gehtnicht mehr aus. Einige wenige? Der heutige Beitrag auf TTT war etws ernüchternder. Kyle Cassidy, seines Zeichens Fotograf (oder auch hier), ist durch die USA gereist und hat Leute und vor allem Familien mit ihren Waffen zu Hause fotografiert. Herausgekommen ist ein Buch namens Armed America. Auf deutsch auch erhältlich. Ich denke, das sollte jeder mal gesehen haben. Klar ist auch das nur ein kleiner Ausschnitt der Gesellschaft. Und ich kann diverse Familien ja verstehen, daß sie in einer Umwelt, in der jeder eine Wumme haben könnte, in die Paranoia rutschen und sich zur Verteidigung Waffen besorgen. Aber dafür zu posieren? Inklusive der Kinder? Ich meine, da pissen sich alle in die Hosen, daß Kinder ja kein nacktes Fleisch zu sehen kriegen, aber Waffen sehen, anfassen und damit rumhantieren ist ok? Oh Mann, da fehlt mir wirklich jedes Verständnis für, wenn man Knarren zu einem Sex-Fetisch (und nichts anderes ist auf diesen Fotos zu sehen) macht. Vielleicht verbieten sie Waffen dort irgendwann mal, wenn sich jemand öffentlich dran aufgeilt und einen drauf runterholt. Der TV-Beitrag ließ jedenfalls darauf schließen, daß dieser Bezug durchaus da ist: Ein Mann wollte sich nicht mit seinen Waffen ablichten lassen, denn “das wäre ja, wie vor der eigenen Pornosammlung zu posieren.”

Aber kommen wir zu etwas Erfreulicherem. Sowohl Heise als auch Golem berichten übereinstimmend, daß ASUS den UWPs EEE PC Gallery EEE PC (ich berichtete bereits ausführlich über das Thema EEE-PC von ASUS) definitiv am 24.01. ausliefert. Deutschlandweit 20.000 Stück. Laut Wartelisten könnten sie glatt 100.000 Stück verkaufen. Und ASUS sagt: “Wir sind vom Interesse der Linux-Community überrannt worden.” Tja, bei einem Gerät, bei dem Windows kaum Sinn ergibt, dürften das wohl wirklich Linux-Enduser sein. Schicke Sache, das dürfte so manchem Hersteller vielleicht zu denken geben? Ich jedenfalls würde gerne öfter irgendwelche USB-Gadgets kaufen, wenn sie denn unter Linux zum Laufen zu bringen wären. Da werden jetzt einige schreien: “Siehste, das haste nun davon, daß Du Dich auf Linux beschränkst, hättste mal Windoof genommen!” Mit ein bißchen Abstraktion sieht die Sache aber anders aus. Die Dinge, die mir gefallen, sind meistens Schnellschüsse, kurz produziert, raus auf die Ladenfläche und Produktionsumstellung auf das nächste Gerät. Wenn man sich dann durch die Windows-Foren zu diesen Produkten hangelt, sieht man ganz gut, daß das meiste Zeug auch da nicht gut läuft. Abschmierende Treiber können auch mal das ganze System zerschießen usw. Billig halt. Wäre der Treiber aber offen, könnte man unter Linux sogar aus Billig-Ware laufende Dinge basteln, denn dann würden sich immer Leute finden, Bugs zu beseitigen. Wahrscheinlich ist es nicht gewollt, denn schließlich gibt’s ja noch das Profi-Segment, das man teuer vertickt. Würde der billige Mist funktionieren, würde keiner mehr das teure Zeug kaufen, der Billigkram dient also lediglich zum Anfixen. Übrigens: das teure Zeug läuft meistens auch unter Linux, weil die Produktions-Straßen seltener verändert werden und die gleichen Chips auf die Hardware kommen. Insofern wird das Problem bestehen bleiben, es sei denn, mehr Firmen wie ASUS schießen quer und beteiligen sich nicht mehr an der Globalverarsche. So wie’s aussieht, kann man mit den Querschüssen vielleicht doch Geld machen? Wir werden sehen, ob demnächst mehr Linux-Kram aus Asien zu uns rüberschwappt. Habe ich erwähnt, daß der EEE-PC wirklich klasse ist, weil jedes Device tadellos unter Linux läuft? :)

Und als letztes Update: ASUS plant größere Displays für den EEE PC. Allerdings haben sie das Jahr nicht dazugesagt, ich wette, das kommt irgendwann nach Weihnachten. Einerseits ist Marketing ja nicht deren Ding, andererseits wissen sie, wie man mit heißer Luft die Sache am köcheln hält. Wie wäre es einfach mal mit einer simplen Produktionssteigerung statt immer neuen Ankündigungen? Ach ja, wer genau nachliest, kann sehen, daß es nun schon wieder einen Tag später wird. Nicht der 24.01., nein der 25.01. ab 17 Uhr. Die Jahresangabe fehlt immer noch…

Zuerst mal die große Ankündigung: Es gibt neue Ware im Dicke-Aersche-Shop! Darunter Hot Pants für Damen, eine Tasse sowie eine Tasche. Und noch viel mehr! Außerdem: da in letzter Zeit oft von Gewalt in den Medien berichtet wird, kann ich als Brillenträger nur sagen: Brillenträger schlägt man nicht! Hm, irgendwie ist Brillenträger schlägt man nicht! da was durcheinander geraten… Egal, auf jeden Fall ist es nun als Shirt zu haben und schon kann einem nichts mehr passieren…

Tja, für das Fremdgehen auf dem “dicken Medium” habe ich so gar keine passende Ausrede. Außer, daß dort wohl das Publikum deutlich größer sein dürfte als hier. Wovon ich rede? Ich habe mich bei einestages.spiegel.de registriert und diesen Zeitzeugen-Bericht verfaßt. Ich hatte eigentlich angenommen, daß sie ihn in der Luft zerreißen, nicht veröffentlichen, bis zum Gehtnichtmehr kürzen usw. Schließlich schreibt man ja hier brav sein Blog, weil einen so die großen, bösen Medien nicht zensieren können. Nichts dergleichen ist geschehen, sie haben meine Fehler korrigiert, das ganze mit Zwischenüberschriften aufgehübscht und tatsächlich veröffentlicht. Ok, natürlich kriegt man außer ein bißchen Werbung für die eigene Person nichts dafür. Aber wenn man etwas zu berichten hat, sollte man sich vielleicht überlegen, es dort zu tun. Dort sehen es deutlich mehr Leute, als in meinem, kleinen Blog mit seinen täglichen 400 Gästen.

Wie auch immer, es war trotzdem etwas mehr Arbeit als hier, da man bestimmten Richtlinien genügen muß. Insofern werde ich mich bei Spiegel-Online nicht unbedingt regelmäßig ausschütten, aber wenigstens hin und wieder. Zur Zeit steht sowieso ein Artikel für das Linux-Magazin an. Dort muß ich deutlich genauer sein, weil einen die Techie-Gemeinde schon bei kleinsten Fehlern auseinandernimmt und mit bösesten Mails zudröhnt. Naja, ich habe ja ein dickes Fell, trotzdem sollte man immer bedenken: in großen Medien veröffentlichen heißt nicht nur, daß es mehr Leute lesen. Es bedeutet auch, daß einem MEHR Menschen Vorwürfe machen, wenn man Dinge nicht auf einem “allgemeinen Niveau” beschreibt. Das muß man auch aushalten können, ich hoffe, mein Fell ist dick genug. Denn irgendwem tritt man ja immer auf den Fuß…

Gestern war in der Abendschau von einer Veranstaltung namens Spirit of Fashion die Rede. Einer Veranstaltung, die nun 10 Jahre alt wird. Eine Underground-Mode-Messe. Cymone war natürlich gleich Feuer und Flamme und so beschlossen wir, den Samstag dafür zu nutzen. Thilo wies mich daraufhin, daß es eine Händler-Messe ist und Nicht-Händler keinen Zutritt erhalten. Wenn man ewig auf der Webseite rumsuchte, fand man diesen Hinweis auch. Ich rief also dort an (in Hamburg, obwohl die Messe hier in Berlin stattfindet) und erreichte tatsächlich eine Gesprächspartnerin. Diese erklärte, es wäre ein Fehler der Presse gewesen, das so zu verkünden, als könnten alle dort hingehen. Die Großhändler und Händler wollten nämlich nicht, daß der Kunde, der von diesen Leuten scheinbar für völlig plemplem gehalten wird, dort erscheinen und die Großeinkaufspreise sehen könnte. Ich erwiderte: das kriegt man auch anders raus, wenn man sich dahinter klemmt. Und da wir größtenteils ausgefallene Kleidung mittels Internet kaufen, wäre es ganz gut, wenn der Otto-Normal-Verbraucher wenigstens mal die Sachen sehen könnte, die demnächst in die Läden schwappen. Natürlich ist mir auch klar, daß man, wie auf anderen Messen auch, die Dinge dort nicht kaufen kann. Aber wenigstens sehen. Und wenn man sich an Veranstaltungen wie WGT in Leipzig erinnert, dann sieht man, daß auch Händler flexibel sein können, dort waren nämlich die Preise teilweise um bis zu 50% günstiger als in einschlägigen Läden, also wahrscheinlich ziemlich dicht am Großhandelseinkaufspreis. Also ohne, daß ich das groß recherchieren mußte, komme ich als Kunde informativ ungefähr an die Richtpreise des Großhandels ran.

Ich war wahrscheinlich ein wenig erbost, trotzdem blieb die Dame am Telefon ruhig und freundlich und meinte, meine Einwände weitergeben zu wollen. Was ich vergaß, ihr zu sagen: andere Messen, seien es CeBIT, IFA, ITB usw. sind theoretisch auch nur Messen für Fachbesucher. Jedenfalls wollen die Firmen dort größtenteils ihre Auftragsbücher füllen und mosern häufig am “Laufpublikum” rum. Trotzdem käme niemand auf die Idee, die Laufkundschaft draußen zu halten. Ein Kunde, den man mit dem Zeigen der Neuigkeiten vorher nicht heiß macht, kauft diese Dinge auch später nicht, weil er sie vielleicht gar nicht mitbekommt. Insofern ist eine Händlermesse unbedingt auch wichtiges Marketing! Aber die Modebranche ist ja sowas von konfus, mit Wirtschaftlichkeit haben sie’s ja nicht so. Die Kurse so mancher Modefirmen dümpeln am Rande des Abgrunds rum, teils wegen irrational hoher Preisgestaltung, teils wegen totaler Gestaltung am Markt vorbei. Wie viel Prozent der Frauen tragen eigentlich Size Zero oder 32? Und wenn man sich bei Zwergenläden wie Pimkie und Co. umguckt, wird man feststellen, daß diese Größen zuhauf zu kriegen sind. Diese Branche ist irgendwie grundverrückt, Mode ist scheinbar der letzte sozialistische Pfeiler in der Marktwirtschaft: Ihr habt anzuziehen, was wir wollen und ihr habt dünn zu sein dafür! Dafür dürft ihr die Ware auch nicht vorher sehen und den Preis schon gleich gar nicht, damit wir euch auch anständig über den Tisch ziehen können! Ein Armutszeugnis.

Wie schön dagegen ist die IT-Welt. Ich hatte ja über die Freude meines EEE-PC (oder etwa EEEPC oder EEE PC?) berichtet. Schönes Maschinchen, vor allem der volle Linux-Support aller Geräte ist es im Grunde, was dieses Gerät auszeichnet. Klar gibt es noch mehr diese Mini-Laptops. Aber die meisten sind teurer. Oft nicht ohne Grund, schließlich sind meistens bessere Hardware-Komponenten drin: neuere Grafikkarte, größere Platte, mehr RAM usw. Das Problem ist nur: was ist wirklich besser? Neuer Kram, den man wegen proprietärer Zunagelei unter Linux nicht zum Laufen bekommt? Schließlich werden die meisten dieser Dinger standardmäßig mit Windows ausgeliefert. ASUS hatte hier ein Zeichen gesetzt: keine proprietären Treiber nötig! Ich hatte diesen Zustand deshalb als leuchtenden Punkt, als einzigen Lichtblick am IT-Himmel gesehen, schließlich hatte sich noch nie jemand mit Linux-fähiger Hardware so weit aus dem Fenster gelehnt. Aber im Gegensatz zu oben beschriebener Mode-Misere ist die IT-Branche kein Wirtschaftszweig, der sich einigelt und mittels Kartellen versucht, den Kunden zu verarschen. Hier gibt es Konkurrenz. So gibt es nun von der (taiwanischen) Firma ELead ebenfalls ein Mini-Laptop namens Noahpad, welches auch nativ mit Linux betrieben wird. Die packen sogar gleich ein Ubuntu drauf. Ok, ob es das Ding jemals in Europa geben wird, ist zweifelhaft, aber es ist doch schön, daß in diesem Bereich die Konkurrenz nicht schläft! Es dürfte eine Frage der Zeit sein, bis die Großen wie Dell & Co. auf diesen Zug aufspringen, schließlich hat ASUS innerhalb kürzester Zeit weltweit 350.000 EEE PCs verkaufen können. Das dürfte der Grund für die Lieferprobleme sein: die wurden vom Erfolg schlicht überrascht. Die Großen können das nicht hinnehmen, sie werden ein Stück vom Kuchen abhaben wollen. Übrigens: laut diverser Statistiken liebt der typische Linux-User die kleinen Mini-PCs wie den EEE-PC oder die Dinger von JVC usw. Der Windows-User will dagegen lieber ein fettes Laptop mit fettem Display. Tja, der Linux-Markt ist wohl doch stärker im Kommen als viele angenommen haben. Wieviel IPhones hat Apple bisher eigentlich so vertickt? :) Ok, wahrscheinlich mehr als 350.000 in zwei Monaten, aber Apple ist auch eine deutlich größere Firma als ASUS. Was ich mich die ganze Zeit frage: wieso kommen echte Innovationen eigentlich immer aus Taiwan oder Japan?

Tja, die neverending Story. Ich hatte beim letzten Mal noch ein paar Sachen nicht bedacht, auf die mich Detlef und Ralf aufmerksam machten. Detlef wies angesichts der Flash-Disk auf eine weitere Möglichkeit hin, I/O zu sparen, nämlich das Mounten der Disks mit der Option noatime. Normalerweise wird nämlich auch beim Lesen von Dateien etwas geschrieben. Und zwar wird im Inode der letzte Access-Zeitpunkt vermerkt, also wann die Datei das letzte mal geöffnet war. Das betrifft auch das Lesen einer Datei. Eigentlich ein nettes Feature, aber bei Flash-Disks nicht wirklich gut, schließlich sollte man das Schreiben auf die Disk so gering wie möglich halten. Ralf hatte dann noch den Vorschlag, ext2 statt ext3 zu nehmen, damit nicht zusätzlich zu den einzelnen Dateien auch noch in einem Journal-Log rumgekratzt wird. Und wenn der Rechner mal abkacken sollte: 4 GB sind bei einem Filesystem-Check (habe die Disk ja aufgetrennt in 2 Partitionen) flott durch. Die 2. Partition wird sowieso nicht automatisch gemountet, die kann danach von Hand gecheckt werden, während man mit der ersten schon arbeiten kann.

Tja, dann war da noch eine interessante Erkenntnis. Ich wollte den EEE-PC ja als Palm-Ersatz für Urlaubszwecke haben. Der Palm hatte aber einen wirklich schicken PDF-Reader, der Auto-Scrolling konnte. So bleibt man beim Lesen immer in der gleichen Zeile, man muß nur die Scrollgeschwindigkeit auf den eigenen Speed einstellen und schon ist alles supi. Komischerweise gab es sowas aber nicht im Linux-Bereich. Ich fand ein Tool, daß das für Textfiles kann, es heißt lazyread, ist praktisch aus der Steinzeit und funktioniert nicht. Tja, bis ich auf einmal durch Zufall entdeckte, daß der Konqueror von KDE autoscroll kann. Man muß nur Shift halten und den Down-Key drücken und schon fängt er langsam an, runter zu scrollen. Mehrmaliges Drücken des Down-Keys und er wird schneller. Up-Key zum Verlangsamen. Shift zum Anhalten und weiterscrollen. Tja, dumm nur, daß es nicht alle Anwendungen können. Doch kein Problem, einfach PDFs über KPDF im Konqueror embedded anzeigen und schon geht es auch so! Somit sind abgehakt: PDF, HTML, CHM (mittels kchmviewer), aber leider ausgerechnet TXT nicht! Es gibt nur Text-Editoren, aber keine reinen Text-Viewer und schon gar nicht mit autoscroll (lazyread geht wirklich nicht)! Hülfä! Danke für etwaige Mitteilungen zu diesem Thema!

Zu guter Letzt quetsche ich mir noch eine Träne aus dem Auge für Leute, die mit ihrer Hardware nicht so viel Glück haben wie ich. Aber genug der Gefühlsduselei, im Forum zu dem “Waste-Counter” fand sich dieses Stückchen Aufklärung: es gibt also ganze Forschungsabteilungen, mit Labors und allem drum und dran, in denen man versucht, den Kunden so schonend wie möglich an frühzeitiges (künstliches) Versagen seiner Geräte kurz nach Ablauf der Garantie zu gewöhnen. Das verhindert Boykottmaßnahmen, der Kunde bleibt dem Unternehmen, welches ihn nach Strich und Faden verarscht, gewogen. Was ist dran an so einer Verschwörungstheorie? Gibt es das wirklich? Kaputt-Mach-Labors? Psychische Tests, um den Kunden langsam an das Ableben seiner Ware zu gewöhnen? Gibt es wirklich Firmen, die da Millionen von Euro investieren? Wenn ja, dann wette ich, daß sie auf sowas auch noch Patente halten. Oh Mann, diese Welt ist wirklich völlig verrückt…

Im Grunde ist der EEE-PC beladen mit Standardkomponenten. Das Display ist allerdings für Gnome/XFCE/KDE & Co. zu klein, weshalb man Einstellungs- und andere Fenster manchmal mühselig mit ALT-Mouse-Taste-1 hin und herschieben muß, um an den Bestätigungs-Button zu kommen. Aber ein lösbares Problem. Ansonsten ist die eeexubuntu-Distribution aber relativ dicht am echten Geschehen. Ich wette, man kann faktisch eine Debian- oder X-beliebige Ubuntu-Version nehmen und das meiste wird funktionieren. eeexubuntu macht die Sache wahrscheinlich nur einfacher. Nichtsdestotrotz gibt’s natürlich ein paar Ausnahmen:

  • WLAN:

    Dieses ist gerade in der Release 3 ein Problem. Die Taste FN-F2 funktioniert nicht. Hat man mit WLAN-Karte gebootet, funktioniert es. Hat man ohne blaue WLAN-Lampe gebootet, geht es nicht ohne Spezial Hilfe. Dann bekommt man die Karte nur umständlich wieder zum Laufen. Ein fertiges Script, wie es trotzdem geht, findet sich hier. Ach ja, der momentane madwifi-Treiber läuft zwar, wenn man aber Monitor-Mode will, um sich mit freien WLANs zu connecten (und ich meine jetzt NICHT Nachbars Garten!) sollte man den “Injection-Patch” appliziert haben und die Treiber austauschen. Das Ganze findet sich dann hier. Darunter ist auch ein Patch für die Ethernet-Karte, ich hatte manchmal ein paar Hickups der Ethernet-Karte, aber vernachlässigbar. Die Ethernet-Karte patche ich jedenfalls nicht. Ach ja, wenn die WLAN-Karte läuft, hat man ein Device wifi0 und ein ath0. ath0 läßt sich aber nicht in den Monitor-Mode versetzen. Man muß sich also ein weiteres Device erzeugen:

    wlanconfig ath1 create wlandev wifi0 wlanmode monitor

    Dieses Device kann man nun auch im Monitor-Mode ansprechen. Mit iwlist scan geht es meistens ebenfalls, auch ohne Monitor-Mode. Aber iwlist-Output ist manchmal etwas nervig unsortiert, gerade, wenn einem Dutzende von WLANs um die Ohren fliegen.

  • Kamera:

    Die Kamera funktioniert recht gut, allerdings benötigt man auch hier etwas Hilfe. Hier gibt’s die nötige Hilfe, das Tool dazu heißt ucview. Die Seite hat auch noch andere nette Tips.

  • Overclocking:

    Die CPU ist ein Celeron, 900 MHz / 100 MHz FSB. Der FSB wird aber nicht ausgereizt. Er dümpelt bei 70 MHz rum und somit ist die CPU nur bei 600 MHz (siehe cat /proc/cpuinfo). Das merkt man hin und wieder, wobei man aber trotzdem auch mit den 70 MHz FSB locker Video gucken kann. Aber wem das nicht reicht, gerade auch bei Kompilationen, dem empfehle ich diese Seite. Es wird vor zu großen Sprüngen beim Overclocking gewarnt und zwar in beide Richtungen. Sause ich von 70 auf 100, hängt sich die Kiste weg und muß hart angestartet werden. Von 100 auf 85 wieder runter war ebenso crashig. Interessanterweise schluckt die volle Auslastung maximal 14% mehr Strom, aber dafür gibt’s hin und wieder negative Effekte. Bei FSB 100 wirft die Kamera seltsame Streifen und die Ethernetkarte spielt öfter verrückt, indem sie Pakete verwirft. Ich denke, 85 MHz FSB dürfte ein guter Mittelwert sein. Da läuft die CPU dann faktisch mit 750 MHz, auch wenn /proc/cpuinfo das nicht anzeigt, kann man aber ganz gut mit Benchmarks nachweisen.

  • Letztes Thema: Weniger I/O.

    Bei Flash-Disks sollte man grundsätzlich darauf achten, daß sie nicht zu oft schreiben müssen. Das verkürzt nämlich ihre Lebensdauer. Das ist der Grund, warum ich dem EEE-PC keinen SWAP-Bereich gönne: Unnützes Rumgekratze in den Eingeweiden der SSD. Aber jemand hat das mal weitergedacht und gemeint, daß man ähnliches ja auch für /tmp und /var/tmp machen könnte. Der Vorschlag, diese beiden Mount-Points ins RAM zu legen, macht gerade bei der 8G-Version, die 1 GB Ram mitbringt, Sinn. Besagter Mensch schlug folgende /etc/fstab-Einträge vor:

    tmp /tmp tmpfs noexec,nosuid,rw,size=1024K 0 0
    vartmp /var/tmp tmpfs noexec,nosuid,rw,size=1024K 0 0

    Mir gefiel nicht, den beiden so wenig zu gönnen, weshalb ich aus dem einen Megabyte 100 Megabyte machte. Aber es fiel mir bei der Installation diverser Pakete noch was auf den Fuß: noexec. Wenn deb-basierte Distributionen Pakete auspacken, gibt es bei manchen Paketen ein Pre-Configure-Script. Dieses wird unter /tmp ausgepackt und ausgeführt. Böse Falle. Also meine Einträge sehen deshalb so aus:

    tmp /tmp tmpfs nosuid,rw,size=102400K 0 0
    vartmp /var/tmp tmpfs nosuid,rw,size=102400K 0 0

    Und schon ist alles easy.

So, jetzt fehlt eigentlich nur noch die Sache, daß sie das mit der FN-F2-Tastenkombination zur automatischen Ein-/Ausschaltung der WLAN-Karte in den Griff kriegen und ich bin höllisch zufrieden. Es gibt einen Punkt, an dem ich gescheitert bin, an Compiz. Nicht, daß es gar nicht lief. Aber die Kombination Alt-Mousetaste-1 zum Verschieben von zu großen Fenstern ging trotz dieser Anleitung nicht. Außerdem finde ich es eher nervig, den Würfel zum Drehen der virtuellen Screens zu benutzen. Compiz wird wohl nie mein Ding werden.

Ach ja, ich habe mächtig nachinstalliert. Nun sind 3,3 GB mit Installationen wie openoffice, Java und anderen fetten Dingen dicht. Aber ich glaube, mit diesen 3,3 GB liege ich jetzt an einem Endpunkt. Der Kasten ist nun einsatzbereit ohne weitere Groß-Änderungen, also mehr als 4 GB frei! Die Batterie hält übrigens wirklich mehr als 3 Stunden. Bis 3,5 Stunden habe ich es nicht ausgereizt, aber bei 3 Stunden waren noch gut 20% Batterie-Anzeige übrig. Ich kann den EEE-PC also nach wie vor wärmstens empfehlen und ASUS hat sogar einen festen Termin genannt, wann sie die mittleren Versionen (die 4G) hier ausliefern: am 24. Januar. Allerdings haben sie das Jahr nicht dazugesagt. Marketingmäßig haben sie ja total verkackt. Erst das Weihnachtsgeschäft verloren, dann ewige Aufschübe und nun die Ankündigung der Nachfolgemodelle auf der CES in Vegas. Das dürfte für so manchen eher eine weitere Abwartehaltung auslösen. Die Foren diverser IT-Publikationen sprechen eine deutliche Sprache. Aber wer weiß, wann diese jetzt vorgestellten Dinger dann im Handel sein werden? Wieder knapp nach Weihnachten? Bruhahaha…

Tja, was soll ich sagen? Der EEE PC ist der Hammer! Mittels externem CDROM (via USB) habe ich das Xandros runtergeworfen und ein eeexubuntu (alle Infos gehen von dieser Startseite ab) installiert. Es lief auf Anhieb, bootete und bringt deutlich mehr Dinge mit. Vor allem entfernt es alle nicht nötigen Sprachen bei der Installation. Der Prozeß sieht so aus: volle Installation, ca. 1,9 GB. Dann: Deinstallation der nichtbenötigten Sprachen, 600 MB wieder runter! Das heißt, man hat mehr Features als bei dem Xandros-Kram und trotzdem mehr freie Bytes! Die Kamera funktioniert, das Netz funktioniert, die Grafik ist beschleunigt (glxgears macht ca. 400 fps, d.h., auch Videos gucken dürfte problemlos sein, habe ich aber noch nicht getestet), der Sound geht und die WLAN-Karte kann man mit ein bißchen Überredungskunst ebenfalls zur Mitarbeit bewegen. Das scheint der einzige Treiber zu sein, an dem es noch hakelt, denn Monitor-Mode geht zur Zeit nicht. Es ist eine spezielle Atheros-Karte, die der Treiber noch nicht voll unterstützt. Nichtsdestotrotz bietet mir die Oberfläche diverse gefundene WLANs an. Nützt mir ja nix, sind ja verschlüsselt, aber immerhin kann man die Dinger sehen, das zeigt: die Karte funktioniert! Und: man kann praktisch alle normalen Repositories nutzen. Denn dieses eeexubuntu ist im Grunde nur bei der Installation auf den EEE-PC angepaßt. Ok, der Audio- und der Madwifi-Treiber der WLAN-Karte sind spezieller, aber im Grunde finden diese Dinge sich schon im Standard-Linux-Kernel. Der Knackpunkt bei dem eeexubuntu ist eigentlich eher die Oberfläche: Knöpfe und Oberfläche klein kriegen. Dafür haben sie ein paar Spezialpakete zusammengetackert und alles andere kann man über die Standard-Repositories nachladen. Mit anderen Worten: Updates werden super einfach sein, keine Spezialitäten oder Nervereien!

Die Geschwindigkeit des EEE PC ist manchmal etwas nervig, aber bei einer 900 MHz-CPU sollte man auch keine Rennwunder erwarten. Insgesamt ist das Arbeiten damit flüssig, nur Applikations-Starts oder Kompilationen sind merkbar langsamer. Also an alle, die mit der Idee liebäugeln, sich so ein Gerät zuzulegen: ich kann es wärmstens empfehlen, mein Palm dürfte jetzt in die ewigen Jagdgründe eingehen. Über obige Seite kriegt man zwar alle Infos, aber so manchen Knackpunkt konnte ich erst lösen, nachdem ich durch die Foren geguckt habe. Einfacher ist wie immer eine Google-Suche: eeexubuntu und das gesuchte Problem eintippen und schon landet man auf der richtigen Forum-Seite. Alle Probleme sind schon bekannt, irgendwer hatte dieses oder jenes Problem (wie mit der WLAN-Karte z.B.) schon und meistens stehen die Lösungen schon da. Das ist besserer Support, als ich in meinen kühnsten Träumen erwartet hätte! Da kann man der Firma ASUS nur danken, daß sie wirklich massiv auf Standard-Komponenten gesetzt hat. Bei anderen Mini-Geräten dieser Art läuft manchmal vieles nichtmal unter Windows, da kämpfen die Leute ganz schön mit ihrer Hardware, um sie zum Laufen zu bringen. Denn proprietäre Hardware scheint auch in der Windows-Welt massiv Probleme zu bringen, oft kann der Hersteller nicht helfen und sonst auch niemand. Bei offenen Komponenten mit freien Treibern dagegen werden sogar Hersteller-Fehler ausgebügelt und die Hardware funktioniert einfach!

Fazit: rundherum happy mit diesem wunderschönen Gerät!

Update: In Deutschland kommt der EEE-PC noch später als gedacht, erst Ende Januar. Wohlgemerkt, die mittlere Variante. Tja, Leute, am besten doch in Taiwan bestellen so wie ich, da kriegt man wenigstens die gut ausgestattete Variante. Hierzulande sieht es wirklich langsam nach Vaporware aus. Nun bin ich doch sehr zufrieden, daß ich mir das Teil quer über den Planeten habe schicken lassen! Yippeeeee!

Zum CCC bzw. dem 24C3 sei angemerkt, daß es nun die Video-Streams gibt. Die Streams finden sich unterhalb dieser URL in diversen Formaten, ziehbar mit diversen Protokollen. Ich empfehle stark diese Streams:

24c3-2192-de-elektronische_dokumente
24c3-2203-de-chaos_jahresrueckblick
24c3-2248-de-desperate_house_hackers
24c3-2273-en-toying_with_barcodes
24c3-2288-de-verschwoerungstheorien
24c3-2289-en-card_payment
24c3-2334-de-die_wahrheit_und_was_wirklich_passierte
24c3-2346-de-meine_finger_gehoeren_mir
24c3-2355-de-trecker_fahrn
24c3-2363-de-der_bundestrojaner
24c3-2371-de-wahlstift
24c3-2380-de-nedap_wahlcomputer_in_deutschland
24c3-2381-en-what_is_terrorism
24c3-2382-de-tor
24c3-2387-en-open_source_lobbying

Und für den Fun natürlich diese:

24c3-2214-en-make_cool_things_with_microcontrollers
24c3-2352-de-hacker_jeopardy
24c3-2356-de-computer_popsongs

Wie auch immer, ich habe jetzt keine URLs angegeben, da das Tracking wohl hauptsächlich über Torrents laufen dürfte, da ändern sich die Torrent-Dateien häufig. Sucht selbst, die Stichworte sind da. Wenn ihr sie gefunden habt: bitte immer auch seeden! Tut ja nicht weh, sind ja keine Urheberverletzungen oder so. Und: natürlich gab’s noch mehr interessante Beiträge, ich vermisse immer noch ein paar von den LightningTalks (meine Dateien sind von vorgestern), aber ich denke, da wird bald alles zusammensein.

Nun aber zur ruhmreichen Tat. Wer schnell alle Bilder sehen will, kann sie sich ASUS EEE-PC Bilder hier ansehen. Ansonsten habe ich da eine kleine Erzählung zu. Ich wollte dieses kleine Gerät unbedingt haben, es soll meinen Palm als Urlaubs-Gerät ablösen. Es ist günstig, klein, relativ leicht (mit Akku knappt ein Kilo) und kann so ziemlich alles: Abwaschen, Müll runterbringen, äh, nein, natürlich meinte ich: Ethernet, WLAN, VGA-Output, hat 3 USB-Ports, einen SD-Slot, Audio-In (Mic), Audio-Out, eingebaute Lautsprecher, eingebaute Kamera usw. Man kann damit also: vernünftig tippen (die Tastatur ist klein, aber benutzbar), Bücher lesen (brauche noch ein Tool mit Autoscroll), Filme gucken, Fotos gucken und MP3s hören. Was will man mehr? Tja, leider hatte die Firma ASUS das Weihnachtsgeschäft total verkackt. Ich hatte mich dazu ja schon geäußert und es kam mir schon fast wie Vaporware vor. Duke Nukem als Hardware. Erst hieß es November, dann Ende November, dann erste Dezemberwoche, dann Mitte Dezember und auf einmal war man im Januar. Im Heise-Forum sprachen viele davon, daß sie sich so ein Teil direkt in Taiwan bestellen würden. Einerseits war ich davon nicht überzeugt, denn: erst die Kohle rüber und dann hoffen, daß einen der Verkäufer nicht anscheißt? Aber es hatte auch etwas interessantes: hierzulande wird es nur einen EEE-PC geben: mit 4 GB SSD (also Flash-Festplatte) und 512 MB RAM. In Taiwan gab es eine noch kleinere Ausgabe (2 GB SSD und 256 MB RAM), aber auch eine größere: 8 GB SSD und 1 GB RAM. Das schien mir einen Versuch wert. Ich suchte bei Ebay, obwohl ich den Laden nun gar nicht mag und wurde fündig. 3 Anbieter hatten es. Einer meldete sich auf meine Emails gar nicht. Ich wollte das ja ohne Ebay abwickeln, denn bei denen will ich wahrlich kein Kunde sein. Einer war aus Hongkong und meldete Ausverkauf. Der dritte war aus Taiwan, leider der mit dem höchsten Preis, aber das Ding war zu haben. Ich hatte bei allen drei Anbietern gesehen, daß die Bewertungen aus allen möglichen Ländern in allen Sprachen waren. Das sah für mich vertrauenserweckend genug aus und ich überwies das Geld. Eine Swift-Überweisung. Kostete 32,50 Ocken extra. Herrje! Und nur dafür, daß die Amis die Kohle des Planeten auch ja tracken können. Man zahlt wirklich für die eigene Überwachung hier. Wie auch immer, das Ding kam zwar nicht mehr zu Weihnachten an, so daß ich auf den 24C3 leider mein fettes Laptop mitschleppen mußte, aber immerhin kam es überhaupt an: gestern lag ein Brief vom Zollamt im Briefkasten. Tja, heute hingedackelt und mich mit dem Beamten gestritten, aber es gab keinen Ausweg. Auch wenn das Shipping gut ein Drittel des Kaufpreises ausmacht, muß man dafür Einfuhrsteuer zahlen. Naja, 19%, wenigstens kein Zoll oder andere verwaltungstechnische Abgaben. Dabei sah ich übrigens: don’t try this above 1000 Euro! And never above 3000 Euro! Bei 1000 Euronen hat man schon heftig Papierkram zu erledigen. Da war ich ja gut dran, ich mußte “nur” zahlen. Ab 3000 Euro muß der Import vorher genehmigt werden, sonst geht die Ware gleich wieder zurück…

Vielleicht nochmal zwischendurch zum Laden des Vertrauens. Es handelt sich um diesen Store und ich denke, da alles geklappt hat, kann ich ihn trotz seiner höheren Preise empfehlen. Der Service war gut, auf alle Fragen wurde zeitnah geantwortet (auf englisch, nicht chinesisch…) und auch das Tracking des Pakets auf dem Weg war möglich. Es war auch ein deutsches Linux installiert und der Stromadapter war auch der richtige. Die haben dort alles richtig gemacht, Hut ab!

Aber weiter im Text Ich hatte das Ding ja nun und kann sagen: vom Xandros-Linux bin ich gar nicht begeistert. Es fühlt sich ein bißchen wie Windows an und um auf die Console zu kommen, war richtig nervig. Ich mußte im Dateimanager nach dem Programm xterm suchen und dann daraus ausführen. Mag für den Anfänger gemacht sein, alles Klickibunti, aber ohne Console kann und will ich nicht leben. Schließlich will man die Dinge ja in der Hand behalten. Glücklicherweise habe ich heute gesehen, daß es eine Ubuntu-Version für diese Geräte gibt: eeexubuntu

Ich denke, ich werde demnächst diese Version raufwürfeln und gucken, ob sie näher an dem ist, was ich mir vorstelle. Mittlerweile laufen wohl alle Treiber, insofern kann man diesen Schwenk wagen. Laut Handbuch (englisch war auf der beiliegenden DVD, ansonsten alles chinesisch) komme ich ja immer auf die Original-Installation mittels Boot-DVD zurück (via USB). Und es gibt ein lustiges Goodie. Denn der EEE-PC läuft wohl standardmäßig mit 70 MHz FSB, was die Taktrate der Celeron-CPU auf 600 MHz runterholt, obwohl diese eigentlich eine 900 MHz-CPU ist. Also hat jemand ein Tool geschrieben, welches man in eeexubuntu einbinden kann, mit dem man die CPU zu mehr Speed erziehen kann. Hier findet sich die Anleitung dazu. Dürfte die Akkulaufzeit erheblich reduzieren. Tja, laßt mir etwas Zeit, dann sage ich, ob alles geklappt hat oder ich mir hier entnervt die Haare raufe, weil nix mehr geht…

Wie auch immer, dieses Gerät ist die Mühe wert, auch wenn es nur eine chinesisch-englische Tastatur hat: das wird’s hierzulande in dieser Ausstattung (vor allem die 8 GB SD und 1 GB RAM) wohl nie zu kaufen geben. Vielleicht den Nachfolger, den ASUS wohl auf der CES in Las Vegas ankündigen will. Aber ich bleibe skeptisch, denn die können ja jetzt schon kaum liefern. Wie wollen die erst die 2. Generation schaffen? Mit noch meh
r Verzögerungen? Hier sin
d mir jedenfalls etwas viele Ankündigungen, wir werden sehen, wann und vor allem welche Taten folgen. Denn alleine die Tatsache, daß Europa nur das “Mittelgerät” zugestanden wird, ist Sauerei genug. Wenn sie schon auf diesen Markt preschen, sollten sie wenigstens die dickeren Geräte (also von der Ausstattung her) anbieten.

Ach ja, fast vergessen: Frohes neues Jahr 1984!

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