Eigentlich bin ich momentan etwas zu unfit, um zu bloggen. Aber ich wollte trotzdem mal etwas von mir geben, schließlich liegt mein letzter Beitrag schon wieder ein bißchen zurück. Obwohl ich krank geschrieben bin, meinte mein Chef, es wäre ok, wenn ich mal kurz zur Weihnachtsfeier dazukäme. Mein Doc meinte auch, daß das “für ‘ne Stunde oder so” machbar sei. Außerdem sicherte mir mein Chef dankenswerterweise Nichtrauchen zu (obwohl er ein starker Raucher ist). Dazu mußte ich allerdings etwas einpacken. Und zwar 2 “Brummel”-Geschenke.
“Brummeln” (oder auch “Wichteln”, “Jul Club” und viele andere geläufige Bezeichnungen) bezeichnet das Spiel, auf Weihnachtsfeiern Dinge auszutauschen, die niemand mehr braucht. Es gibt verschiedene Varianten, das zu spielen. Es gibt die Variante “in den Sack fassen ohne zu sehen, was man greift und behalten” oder aber direktes Tauschen der verpackten Geschenke oder aber Verlosung oder, so wie es bei uns ablief: um die Geschenke würfeln. Ich hatte also 2 Sachen eingepackt (in Zeitungspapier, damit alle gleichberechtigt sind) und erwürfelte mir während der Runde 2 Dinge: ein kleines Buch über Computer-Geschichten und 2 Parfum-Deosprays. Ersteres ginge noch, letzteres ist für mich als Asthmatiker ein Albtraum, schon die Parfümerien der Kaufhäuser sind echt das Allerletzte. Da regen sich die Leute über das Rauchen auf, aber diese Läden dürfen ihr Gift ungefragt dem Kunden engegensprühen. Es gibt nämlich für mich eine Reihenfolge der Atemnot erzeugenden Düfte: Pfeifengeruch, Blumengeruch, Nelkenzigaretten, Parfüm und dann erst Zigaretten. Aber gut, es wurde ja weitergewürfelt, also hatte ich Hoffnung, den Quatsch wieder loszuwerden. Schließlich gibt es Würfelregeln, nach denen man bei bestimmten Würfen etwas abgeben muß oder von jemand anders sich was nehmen kann usw. Die Hoffnung war vergebens, es kamen dazu: ein altes Bügeleisen (!), eine Mikro-Espresso-Tasse (wenigstens mit Mini-Schoko-Weihnachtsmann), ein Weinglas mit ledernem Umhängeband und als einziges vernünftiges Teil ein Stift mit integriertem USB-Stick. Bei letzterem kann man von den 128 MB (hui, so viel!) tatsächlich noch 37 MB (hui, so viel!) nutzen, dahinter endet alles mit massivem Lese- und Schreibfehler. Nennt mich also den König des Trash. Wer diese Dinge erwerben will, mailt mich bitte an, die Gebote gehen bei 100 Euro los und dienen einem guten Zweck. Ich werde mir nämlich von dem Erlös dieser von mir handsignierten und selbst angefaßten (!) Gegenstände einen ASUS EEE-PC kaufen (ein besserer Zweck fällt mir beim besten Willen nicht ein).
Also, würde ich gern kaufen. Wenn es denn dieses Gerät gäbe. Der Termin schob sich ja ständig weiter. Erst Ende November, dann Anfang Dezember, nun wohl nicht mehr vor Weihnachten. Sollte es sich hier um Vaporware handeln? “Guten Tag, mein Name ist Duke Nukem und ich habe hier einen nagelneuen EE-PC dabei!” News-Seiten über das Gerät gibt es scheinbar mehr als genug. Noch dazu sehe ich auf VOX letztens Nachrichten und selbst dort wird über das kleine Gerät genußvoll berichtet und ich sehe mich schon im Endkampf mit anderen Käufern inklusiver fliegender Fetzen. Wieso gibt’s das Ding schon in Amerika, aber nicht hier? Hallo ASUS, wir haben die Devisen, in Übersee gibt’s nur Spielgeld! Da hilft auch nicht, daß ASUS den Hackern entgegenkommt und erlaubt, das Ding ohne Garantieverlust zu modifizieren. Ist sicherlich sogar ein Kaufargument mehr, aber ich wäre schon froh, wenn ich das Ding noch rechtzeitig vor dem Chaos Communication Congress in meinen Griffeln hätte. Ich habe nämlich wenig Lust, mein schweres Laptop dorthin mitzunehmen. Oh Mann, das regt mich echt auf, ein Armutszeugnis für die Firma ASUS!
Zum Runterkommen hatte ich mir einen schönen TV-Abend gemacht, aber auch wenn Harald Schmidt endlich wieder deutlich böser als früher ist, was wahrscheinlich dem Pocher zu verdanken ist, so stellt sich mir schon die Frage, warum der Typ da durch die Sendung geistert. Klar, Andrack war sowieso nicht dolle, aber Pocher ist, außer bei schlechten Witzen, kaum wahrnehmbar. Pocher war ja noch nie lustig, Schadenfreude alleine zieht ja nichtmal Stefan Raab durch, trotzdem hatte ich mir da mehr von versprochen. Also wieder nix mit der erhofften Ablenkung und Erholung. Bleibt nur das Rumspielen mit HDR-Bildern und QTPFSGUI. Dieses Tool mit dem unerträglichen Namen hat seit einiger Zeit ein neues Tonemapping namens Mantiuk, welches ich doch mal ausprobieren wollte. Aufgrund meines etwas verhinderten Zustands der letzten Tage hatte ich zwar nur ältere Bilder, aber ich denke schon, daß sich
das Ergebnis sehen lassen kann. Endlich sind wir auch bei HDR-Aufnahmen im Linux-Bereich im Profi-Lager angekommen, danke ihr Macher von qtpfsgui!
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