Die aufmerksamen Leser meines Blogs werden sich erinnern, daß ich mal fett angegeben habe, einen Oscargewinner persönlich zu kennen. Damals dachte ich noch, au weia, haste Dein Maul wieder zu weit uffjerissen. Aber das
verschollene Beweisfoto hat sich nun auf einem meiner Plättchen wiedergefunden, Hurra! Es zeigt Cymone, die in dem Kurz-Film Der Templer als Statistin mitwirkte, zusammen mit einem der beiden Produzenten/Regisseure Florian Henckel von Donnersmark (sein Bruder Florian war der zweite Macher des Films) vor dem Delphi-Kino nach der Premiere des Films in Berlin. Hm, so richtig dolle ist der Beweis ja nicht, schließlich bin ich als Fotograf gar nicht auf dem Bild und Cymone ist ihm sicherlich viel öfter beim Drehen begegnet als ich (eben genau nur nach dieser Premiere, ich hab nix mit Schauspielerei am Hut). Wie auch immer, das Bild hat eine beachtliche Nicht-Qualität, aber ich habe zu der Zeit nur eine superbillige Mini-Kamera von Aiptek (30 Euronen, maximal 60 Bilder mit internem Speicher möglich, 1 Megapixel) gehabt, insofern ist da nicht mehr rauszuholen. Man beachte: das war 2003! Da kosteten (gute) analoge Normalkameras mehr als heute digitale Spiegelreflexkameras! Deswegen denke ich: hätte ich zu der Zeit eine analoge Kamera benutzt, wäre das Bild sicherlich längst entschwunden. So ist es immer noch da und nun können alle Leute, die mich kennen, sagen: “Ich kenne den Mann, dem der Oscargewinner Florian Henckel von Donnersmarck begegnet ist!” Oder zumindest: “Ich kenne den Mann, der die Frau kennt, die…” Das Leben ist manchmal wie eine Bundy-Folge, nur noch seltsamer, Bruhahaha…
Kleine Frage am Rande, weil ja auch bald wieder Berlinale ist: Dieser Kurz-Film ist wirklich unterhaltsam, gut gemacht und eine echte Perle. Trotzdem kann man ihn nicht kaufen, ich habe jedenfalls weder bei Amazon, noch bei kleineren DVD-Händlern, die mehr auf Dinge jenseits des Mainstreams fixiert sind, gefunden. Und wenn man auf der Berlinale manchmal gute Filme sieht, passiert das mit denen oft genauso: einmal kurz im Kino und auf nimmerwiedersehen verschwunden. Wieso ist das so? Wäre ich Produzent dieser Dinger, würde ich mindestens einen Eigenvertrieb versuchen, in digitalen Zeiten wie diesen kann es ja wohl nicht so schwierig sein, DVDs über eine Webseite anzubieten und das Zeug mittels Pack- und Boten-Dienst an den Mann zu bringen. Trotzdem verschwinden diese Perlen vom Markt, kann da mal jemand mit protestieren, damit ich hier nicht ganz alleine doof dastehe? Danke.
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