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Zuerstmal ein Nachtrag:

Gestern hatte ich noch die Aufmerksamkeit auf den EEE-PC gelenkt und vor allem auf den Umstand, daß Asus nicht ganz GPL-konform die Quellsoftware mitliefern würde. Und schon heute ist das alles Schnee von gestern. Heise hat heute darüber berichtet, daß Asus nachgebessert hat. Glückwunsch an die Firma, so schnell hätte ich das nicht erwartet! Das macht mir das kleine Gerät gleich noch viel sympathischer!

So, und nun mal kurz was ganz anderes. Ich spiele ja öfter gerne mit Gimp rum und heraus kam z.B. für das letzte Halloween-Fest Halloween 2007 bei UWP zu Hause dieses Bild. Meine eigene Fresse scheint eine Menge für solche Spielereien herzugeben. Es macht mir jedenfalls Spaß und der Output teilt die Leute in 2 Lager. Die einen finden’s lustig (so wie ich), die anderen gräßlich. Nun ist so ein Bild ja erstmal ein bißchen alleinstehend. Man kann es ausdrucken und an die Wand hängen oder als Icon verwursten, aber das war’s dann auch schon. Oder aber, man macht sich ein T-Shirt draus. Normale T-Shirts aus dem Copy-Shop gibt’s aber mittlerweile an jeder Ecke, es sollte also etwas besonderes sein. Im Europa-Center in Berlin gibt es im Untergeschoß einen Laden namens Trozmo Noid. Hier kann man Airbrush-T-Shirts nach eigenen Vorgaben erstellen lassen. Jaja, genau wie andere ihre Autos oder Motorräder mittels Airbrush verschönern, kann man sich auch T-Shirts airbrushen (ist das ein Verb?) lassen. Ok, es kostet deutlich mehr als im Copyshop, aber dafür hat man was ganz Besonderes, oder was würdet ihr zu Trozmo-Noid-Airbrush-Shirt plus Original-UWP diesem Bild sagen? Der Künstler hat dafür übrigens knapp ‘ne Woche gebraucht, die Liste der Kunden scheint lang zu sein. Ich denke mal, das war aber auch, weil ich gesagt hatte, mir ist Speed nicht so wichtig, Sorgfalt finde ich besser. Außerdem sind T-Shirts was für den Sommer, insofern habe ich da nicht gedrängelt. Vielleicht würde er schneller fertig, wenn man’s eilig hat, aber wer weiß ob es dann noch dermaßen geil aussähe? Übrigens ist es Waschmaschinenfest. Ich kann jedem nur raten: geht mit eurem Spezialwunsch direkt zu dem Meister, er hat meinem Wunsch jedenfalls bestens entsprochen!

In den letzten Tagen erreicht mich ein gewisses Genörgel, daß hier zu wenig Updates sind. Was soll ich sagen? Ärsche auf mein Haupt? Einerseits ja, andererseits: es ist Winter! Kalt! Kälte entschleunigt Prozesse, also auch mein Hirn, meine Aufnahmefähigkeit. Außerdem verhindern niedrige Temperaturen ein erfülltes, mit sozialen Kontakten betriebenes Leben, da niemand für die Heizkosten zwecks gemeinsamen Treffens gerade stehen will. So nimmt also im Winter auch die Menge an Information ab. Wahrscheinlich sind die Zeitungen im Winter nur halbsodünn und man läßt sie extra feucht ausliefern, in der Hoffnung, daß das gefrorene Eis auf dem Papier die Druckerzeugnisse schwerer macht und der Leser es nicht bemerkt. Tja, im Internet hat man es als mitteilsamer Mensch nicht ganz so leicht, es fällt auf, wenn man träge im Angesicht der Heizung vor sich hinsabbert in der Hoffnung auf wohlige Wärme aus einem metallenen Hohlkörper.

Eigentlich ist das alles gelogen. Denn: im Winter hat man endlich mal Zeit zu schreiben! Wer geht da schon gerne freiwillig raus? Und Themen lassen sich im Netz doch immer finden. Und bevor angesichts dieses winzigen Eingeständnisses jemand bemerkt, daß ich in den letzten 2 Wochen einfach nur stinkefaul war, berichte ich mal über einen näher rückenden Termin, der in meinem Inneren glühende Freude auslöst. Das ist angesichts der täglichen Hiobsbotschaften im IT-Bereich (Überwachung, Gängelung, Zensur, Staatstrojaner usw.) nicht unbedingt einfach. Aber wir lassen uns nicht unterkriegen und sehen positiv in die Zukunft (wenn es denn eine geben wird, kann sie nur positiv sein, ansonsten gibt es keine Zukunft, nur ewige Dunkelheit).

Also, wo soll ich anfangen? Am besten in der Vergangenheit. Klar, da fängt ja irgendwie alles an. Ich selbst möchte ja ein einheitliches Gerät mit einheitlicher Software haben, welches man möglichst überall mit hinnehmen kann. Und natürlich etwas, das flexibel, virenfrei und frei von hirnrissigem Schwachsinn wie Software-Lizenzen, DRM und anderem krüppeligen Zeug ist. Da fällt die Wahl schwer, denn Windows-betriebener Mist fällt als erstes durch. Ein Laptop ist meistens Overkill, zumindest, wenn ich in den Urlaub fahre. Ich brauche im Grunde ein Gerät, auf dem man ordentlich tippen kann, lesen kann, MP3s abdudeln und Videos gucken kann. Internet wäre schön, auch mit Funk und Interfaces, an denen man eigene Datenquellen anbringen kann (USB, SD). Bisher nahm ich dafür einen Palm. Wie gesagt, der Windows-Müll fällt als erstes raus und schon wird die Sache schwieriger. Es gab mal von Toshiba einen echten PC in Fast-Palm-Format, aber der war zu teuer und verließ europäischen Boden schneller als er hergekommen war. Auch eine leicht größere Alternative von JVC wurde zu einem Mondpreis angeboten, den ich nicht bereit war, zu zahlen. Der Palm ist eine Krücke, der Stift nervt, Bluetooth-Tastaturen funktioneren mehr schlecht als recht und Video ging darauf nie. Wenigstens hatte man Buchlesetools mit Autoscroll, so daß man beim Lesen immer in der gleichen Zeile bleibt. Aber tippen ist eine Katastrophe, ich hasse diese Stift-Scheiße! Und Handies? Bloß nicht, das ist ja noch krampfiger, noch kleiner! Vor allem wäre das “zum Fenster rausgeworfenes Geld”… Insofern war der OLPC, der “One-Laptop-Per-Child” oder auch 100$-PC (ich berichtete letztes Jahr darüber) eine ernstzunehmende Alternative: klein, es war alles drin, was man brauchte und das Ding schien stabil zu sein. Klar, die Kiddie-Optik ist etwas seltsam, sieht genauso grützig aus wie Apple-Zeug (wer hat eigentlich gesagt, daß Apple gutes Design macht? Ärzte dürften dieses weiße “Gehe ins Licht”-Design toll finden, es sieht nach Medizin und Tod aus). Aber wie üblich bei Vaporware verzögerte sich dieser Mini-Koffer endlos und mittlerweile kostet es statt angepeilten 100 Dollar knapp 200. Logisch bei dem Dollar-Kursverfall.

In die Bresche schlägt nun die Firma Asus. Sie haben sich einen Mini-PC in der Größe des JVC-Mini-Teils ausgedacht und nennen ihr Gerät EEE-PC, sprich “Ih-Pih-Ssi”. Es ist klein, hat eine SSD-Disk (Harhar), also eine Flash-Disk mit 4 GB dabei, USB-, Ethernet-, VGA- und SD-Slot und *Fanfare* kommt mit Linux daher! Also im Grunde alles, was das Herz begehrt! Drin steckt eine echte X86-CPU, was bedeutet, die Tools, die auf Standard-PCs laufen, laufen auf dem Ding also auch anstandslos. Etwas ärgerlich ist, daß erstens in Europa wieder nur die mittlere Variante mit 4GB Disk und 512MB RAM (statt 8GB Disk und 1GB RAM) auf den Markt kommt und zweitens Europa wieder mal nach den USA beliefert wurde. Hey, ihr Taiwaner, falls ihr’s noch nicht bemerkt habt: der Dollar ist bald wertlos, kommt zu uns! :)

Aber wenigstens gibt es schon die ersten Testberichte und da das mitgelieferte Linux ein Xandros-Linux ist, war klar, daß sofort mit der Portierung eines vernünftigen Linux-Systems begonnen wurde, nämlich Debian. Wahrscheinlich wird die Ubuntu-Front ebenfalls aufspringen, wenn die Debianer erstmal die ganze Arbeit gemacht haben, wie immer. Aber auch das wäre bestimmt besser als Xandros. Wobei ich, bevor ich Windows nehmen müßte, Xandros immer noch als Super-Software ansehen würde. Dieses zur Geschmacksperiode, ganz unten ist halt da, wo Hunde hinpinkeln, alles Fensterblau. :)

Tja, um der Polemik noch einen draufzusetzen, gab es nun die erste Meldung, daß ASUS die GPL nicht gewahrt hat. Jedenfalls hat besagter Blogger aus den Quellen nix kompilieren können, daß komplett auf dem Gerät lief, diverse Treiber waren wohl so angepaßt, daß die Quellen andere waren, als tatsächlich im Binärpaket war. Noch nehmen wir mal an, daß ASUS hier einfach nur schlampig gearbeitet hat. Der Markt ist schnell und die Wettbewerber auch, man muß bei einem 300 EUR-Gerät (jaja!) fix sein, bevor die anderen es für 250 rausbringen. Ich wette in 2-3 Wochen sind die echten Quellen auf der Webseite zugänglich.

Wie auch immer, Heise hatte berichtet, der Mini-PC würde in der letzten Novemberwoche rauskommen. Das war wohl etwas verfrüht, Dezember wird es doch schon werden. Ich hatte also gleich mal in Berliner Läden vorgefühlt. Beim Planeten-Geizhals wußte der Verkäufer zwar vage, wovon ich sprach, hatte aber weder Termin noch hatte er Kunden, die danach gefragt hätten. Bei Conrad sah die Lage ähnlich aus. Dort klärte mich der Verkäufer auf, daß der kleine PC wohl im Dezember schon in der Hauptfiliale liegen könnte, aber die Berliner das Teil bestimmt erst 2 Wochen später zu sehen bekommen. Ganz schlecht war der Mann vom Mädchenmarkt drauf. Der war angesichts meiner Frage sichtlich unentspannt, denn: es hatten schon zig Leute danach gefragt und der Grund, daß er so sauer war, war nicht die Nerverei, Nein! Er war sauer, daß der Markt, dem man alles abkauft, kein Partner von ASUS ist, die haben nichtmal Grafikkarten oder Motherboards von ASUS im Programm! Insofern ärgert der sich natürlich schwarz, da hätte man dicke Reibach mit machen können, den nun andere machen werden. Insgesamt finde ich es ja eine Frechheit, daß der kleine Racker hierzulande in d

er mittleren Version 300 Euronen kosten soll, während man am Erzeuger-Ort für diesen Preis den großen Bruder bekommt (Big Brother kommt einem eigentlich immer teuer zu stehen, haha). Ich will nicht verheimlichen, daß ich einen Laden gefunden habe, der a) ASUS-Partner ist und b) zum Start auch Geräte da haben wird. Dort steckte man mir auch, die 299,- seien der “empfohlene Verkaufspreis”, also eher der Höchstpreis, es könnte also sein, daß man ihn für 249,- abstauben kann. Aber wollen wir mal lieber nicht zu früh brüllen und schon gar nicht den Namen des Ladens, höhö. Ich werde jedenfalls versuchen, so ein Ding aufzutreiben und dann meine Erfahrungen damit hier veröffentlichen.

Zum Schluß etwas Kulturelles. Ich bin ja ein TV-Junkie, gucke oft jeden Quatsch wie CSI, NCIS, Monk, Dr. House und andere seltsame US-Serien. Sport mache ich höchstens selbst, aber sonst kommt mir Sport kaum ins Haus. Schon gar nicht der öde Fußball-Scheiß oder Tennis oder so. Wenn schon, dann eher Boxen oder, wie in letzter Zeit: Fight-Club. Das ist zwar oft hart an der Kante des Erträglichen, trotzdem fasziniert es mich, daß sich Menschen dafür hergeben. Beim Fightclub oder auch “Kay One” (K1) ist fast alles erlaubt: Fußtritte, Schläge, Ringen usw.. Nur die Gürtellinie ist tabu und beißen habe ich auch noch nicht gesehen. Also kein Sport für Mike Tyson. Da treten dann auch mal Leute aus anderen Sportarten auf, gestern war ein Karateka da, der sogar durch die Luft wirbelte, wie im Film. Das ist mal aufregend, weil man sowas nur aus Hollywood- oder Asia-Schinken kennt. Und mal ist es lahm, weil diese Leute mit dem Box-Kampf nicht klarkommen und merken, daß manchmal auch Karate nicht viel nützt. Aber hier ist wenigstens Action, man sieht Zeitlupen, wo der Niedergeknüppelte nochmal die Augen hochdreht, bevor er umfällt. Eben alles, was man sonst nicht sieht, weil es zu schnell geht. Ein Kontrast-Sport dazu ist z.B. Snooker. Obwohl ich selbst ungern Billiard spiele (jede Art, egal, welche) sehe ich mir doch gerne Snooker an. Das beruhight und es fasziniert mich schon, wie das hinkriegen, so exakt zu schießen. Manchmal sind die Kugeln tatsächlich schnell, aber eine Zeitlupe habe ich hier noch nie gesehen. Heute dagegen gab es etwas, wo ich staunend davorsaß. Die International Open in Perth, Australien. Tja, die Sportart war… Boule! Ja, genau, mit großen Kugeln so dicht wie möglich ans “Schweinchen” (die kleine Kugel) kommen. Werfen und Rollen auf einer langen Bahn. Ok, ich hatte auch schon Bowling im TV gesehen, das war ähnlich spannend, beinahe noch langweiliger als Fußball (*gähn*). Aber hier war das Faszinierende: obwohl die Werfer wirklich langsam und konzentriert ihre Kugeln zum Schweinchen kullerten, man also praktisch nix verpassen konnte, gab es tatsächlich eine ZEITLUPE! Kein Witz! Boule ist also das für den Sport, was Derrick für Krimis und Rudolf Scharping für Fahrradsport und Politik war: Langsaaaaam! Dumm nur, daß das dortige zuschauende Publikum nichts davon hatte. Die mußten die Kugeln schnell verfolgen und den Moment auskosten. Die hatten schon richtig graue Haare bekommen wegen der hohen Geschwindigkeit! Hätten mal beim Fußball bleiben sollen, das ist auch für Über-80-Jährige überblickbar.

Zu guter Letzt noch etwas Multimediales. Ich habe heute mit Last FM angefangen. Das lief eigentlich nur testweise im Hintergrund (pfui, das Webtool braucht Flash als Player), aber ich war so begeistert, daß sich viele Leute mit meinem Muikgeschmack fanden und ich für den Musik-Konsum quasi fast nix machen mußte, daß ich eingestiegen bin. Das echte Tool ist OpenSource (sogar GPL und ohne Flash!) und es gibt eine ganze Reihe von zusätzlichen Anwendungen rundrum, die einem das Leben versüßen. So auch ein Proxy, der nicht nur alle möglichen Player anbindet, sondern im Grunde einem auch die Möglichkeit gäbe, mitzurippen. Angesichts dessen, daß es mir persönlich viel einfacher scheint, wenn diese Software den DJ macht statt meiner selbst und Musik in absehbarer Zeit sowieso nur noch wenige Cents kostet, eher irrelevant. Ich bin relativ begeistert bis jetzt, da kommt Internetradio mit Geseier (ich berichtete ja mal über meine Erfahrungen mit echtem Radio via Internet und Einzelstreams von Internet-Radios a la Shoutcast) nicht mit. Ich könnte mir nur vorstellen, daß echtes Radio wie Motor-FM vielleicht öfter mal neuere Musik spielt. Irgendwann dürfte die aber auch via Last FM verfügbar sein. Auch hier werde ich berichten, wie sich das Ganze macht. Für alle, die sich anschließen, wünsche ich frohes Lauschen!

Hat eigentlich jemand bemerkt, daß noch gar nicht Winter ist? :)

Vieles bekommt man ja heutzutage trotz Internet nicht mit. Die Flut der Nachrichten ist erdrückend und so schleicht sich mancher Verlust nur heimlich in den Kopf. Ich bin ja großer Fan der Stadt Las Vegas. Wir waren öfter dort und da ich eine Spielernatur bin, Hitze liebe und auch andere Aspekte dieser Stadt (z.B. mehr Nacht- als Tag-Leben) ans Herz gewachsen sind, bin ich empfänglich für die Nachrichten von dort. Auch wenn ich nun längere Zeit nicht mehr dort war. Schließlich kann ich mein Geld nicht in ein Land tragen, dessen Boß es im großen Stil für Blödsinn wie Kreuzzüge und anderen Größenwahn vernichtet. Die einzige Religion dort, die es gibt, ist ein grüner viereckiger Schein. Genau der, der immer weniger wert ist. Das Land wird für diesen Irren eine herbe Quittung bekommen, die Zeit nach GWB wird sicherlich noch teurer sein, als sie jetzt schon ist. Solange das Land vom Anti-Amerikaner schlechthin regiert wird, halte ich Abstand. Die werden schon zur Vernunft kommen, Diktatur ist teuer und letztlich siegt in Amiland immer das Geld, ich bin da zuversichtlich.

Aber mal zurück zu Vegas. Ich selbst war einige male dort, Beweisstücke finden sich Las-Vegas-Gallery hier. Natürlich immer mit der Kürbiskönigin zusammen. Wir sind vor allem Fans des alten Vegas. Die alten Hotels am Strip hatten schon immer mehr Flair, sie stanken nach dem Schweiß der Spieler, die dort zig Jahre ihr Geld gelassen hatten. Atmosphäre ist das Zauberwort. Downtown mag ja auch oll sein, aber das hat irgendwie gar nix. Der Strip ist Vegas. Und dort gibt es im Grunde nur noch wenige Klassiker. Das Tropicana am Südende des Strips und das Flamingo vielleicht noch. Aber dann kommt erst eine ganze Weile nur aufgepeppter neumodischer Kram und dann im Nordteil des Strips wird’s wieder gemütlich: Frontier, Stardust, Westward Ho, Riviera, Circus Circus und Sahara. Letztes Jahr dagegen ereilte uns der Schock! Das legendäre Stardust Hotel & Casino machte zu! Im März rissen sie Stardust und andere Casino-Hotels das Hotel tatsächlich ab. Mit großer Demolition-Show, wie das in Vegas nun mal üblich ist. Wir waren ziemlich traurig, denn im Stardust hatte ich das erste Mal Keno gespielt (und gewonnen: 800$!), eine Art Lotto, nur mit niedrigeren Einsätzen. Da wurden Erinnerungen wach, *seufz*. Aber es blieben ja die anderen Hotels, allen voran unser geliebtes New Frontier Hotel & Casino, Las Vegas New Frontier Hotel (hier meine schönste Panorama-Aufnahme des guten Stücks). Mit Schrecken mußten wir heute feststellen: sie haben es schon wieder gemacht! Sie haben das New Frontier gesprengt! Unser Lieblingshotel! Wie können die nur sowas grauenhaftes tun? Das Frontier war wirklich klasse, es war günstig, hatte meine geliebten Wheel-of-Fortune-Automaten (nur bei denen kann man überhaupt mal dick gewinnen), Poker-Schule für Jedermann und zwar nicht nur morgens, sondern auch mal nachmittags, zu vernünftigen Aufstehzeitpunkten! Und alleine der Teppich: Man hatte schon bei wenigen Tequilas das gleiche Gefühl wie beim Film “Fear & Loathing in Las Vegas”, nämlich, daß sich das Teppichmuster bewegt und einem die Hose hochkrabbelt! Keins der anderen Hotels konnte hier mithalten! Und wir haben einige durch. Wir hatten im Stratosphere Hotel & Casino, Las Vegas Stratosphere (das mit dem Turm, nein man wohnt nicht im Turm, sondern daneben) übernachtet. Gegendmäßig fängt hier der Slum von Las Vegas an, der Tower markiert die Grenze zum verrufenen North Las Vegas. Naja, wir waren die einzigen, die da auch nachts zu Fuß rumrannten, dafür wird man halt öfter von Pennern angebettelt. Übrigens sehr kreativ: stehen neben der Ampel mit einem Schild: “Need money for Beer!” Bei so einem Schild konnte ich kaum Nein sagen, Durst ist bekanntlich schlimmer als Heimweh. Das Hotel war so lala, wenn’s mal regnete, kam das Wasser bis ins Kasino getröpfelt. Also alles andere als gut geplant, typischer US-Neubau-Stil eben. Außerdem weiß man in Vegas ja: ein Gebäude muß nicht mehr als 30 Jahre halten. Insgesamt hatte das kein Flair.

Im Sahara Hotel & Casino, Las Vegas Sahara Hotel war es schon besser. Das hatte trotz Neueröffnung zwischendrin (also renoviert bis zum Gehtnichtmehr) immer noch diesen alten Touch aus den Gangsterfilmen. Wenn man da saß, hatte man das Gefühl, wenn die Tür aufgeht, kommt jeden Moment das Rat Pack rein. Oder wird mit dem Rollstuhl reingerollt. Naja. Besser war dann schon das Riviera Hotel & Casino, Las-Vegas-Gallery Riviera Hotel (hinter der Stardust-Werbung). Das Riviera hat den netten Charme, daß es nicht nur einen leckeren Food-Court dort gibt (Panda Express! Mjam!), einen dunklen Pool (!), sondern auch noch direkt gegenüber Nickeltown als befestigtes Bollwerk wie ein Stern am Nachthimmel glüht. Nickeltown gehört zum Riviera und ist, wie der Name schon sagt, ein Casino für kleine Münzen. Hier kann man die ganze Nacht mit 10$ spielen! Würde ich natürlich NIE machen (*hüstel*)… Jedenfalls mit der Aussicht auf Jackpot-Gewinne und ich finde, das hat was. Gewinnt man nix, hat man wenigstens wenig verdaddelt und ‘ne Menge Fun gehabt.

Aber am besten ist und bleibt das New Frontier Hotel & Casino, Las Vegas New Frontier Hotel. Bzw. war es. Zwischen Stardust und Frontier (mal New Frontier, mal ohne, was denn nun? Naja, it’s now sausage to me) gab’s dann noch das Westward Ho, ein Saloon-mäßig eingerichtetes olles Teil. Ich glaube, das haben sie ebenfalls mit dem Stardust zusammen weggebombt. Und wenn ich mir die Bilder so betrachte, könnte ich mich totärgern. Ich habe nämlich kaum Fotos von den alten Dingern, damals hatte ich nur Augen für die hippen, fetten, blinkenden Teile. Dabei haben mir damals schon die alten und klapprigen vom Flair her besser gefallen. Sie sahen halt nur von außen etwas unspannender aus. Insofern kann ich nur jedem Las-Vegas-Reisenden raten: Macht Bilder vom Circus Circus (da waren wir übrigens auch mal, auch empfehlenswert!), Sahara, Tropicana, solange es noch geht! Denkt dran, selbst so futuristische Dinger wie das Landmark-Hotel mußten weichen. Das heißt, auch das Las-Vegas-Gallery Luxor Hotel und andere, heute noch neu wirkende Gebäude, werden früher oder später weichen müssen, egal wie schick sie aussehen (auch das häßliche, neue Wynn). Schade, schade. Immerhin erfindet sich diese Stadt durch ihre Implosion-Parties ständig neu. Dem alten wird nicht nachgetrauert, das Neue ersetzt es ratzfatz, hier ist nichts für die Ewigkeit gebaut. Insofern bin ich als Freund dieser Stadt schon ein bißchen hin- und hergerissen. Aber hätten sie nicht wenigstens das Frontier stehen lassen können? *schnüff*

Die DDR ist ja quasi mit der Maueröffnung gestorben, auch wenn das eigentliche Verfallsdatum viel später war. Für mich war der Staat mit der Maueröffnung am 9.11.1989 am Ende, insofern ist die neue Gesamt-Republik nun am Freitag 18 Jahre alt geworden. Aber es ist schon seltsam: die Weimarer Republik hatte knapp 15 Jahre durchgehalten. Die BRD als Halbstaat dagegen knapp 40 Jahre. Da stellt sich schon die Frage, warum wir, wenn wir einen ganzen Staat haben, den nach knapp 20 Jahren unbedingt durch Größen- und anderen Wahn kaputt machen müssen. Denn an besagtem Datum (letzten Freitag) haben unsere Volksvertreter dafür gestimmt, die gesamte Bevölkerung des Landes auszuspionieren. Nichts anderes ist die Vorratsdatenspeicherung, da können die noch so viel blubbern. Faktisch ist es die Wiederauferstehung der Stasi. Weswegen wir eigentlich nach 18 Jahren toter DDR in ihr wieder angelangt sind. Die schönste Verschwörungstheorie dazu ist definitiv diese hier. Und obwohl es furchtbar komisch klingt: die Fakten laufen genau in diese Richtung! Für mich hatte sich in den letzten Monaten immer die Frage gestellt, warum ausgerechnet die Konservativen, die vehement gegen Stasi und Konsorten aufgetreten sind, nun Stasi ganz supi finden. Der Text ist zumindest eine Erklärung dafür.

Aber wie es sich in werdenden Diktaturen gehört, wenden wir uns dem Spaß zu. Schließlich wollen wir doch, bevor auch alle Wände usw. wieder grau in grau gestrichen werden, zumindest noch ein bißchen in Farben schwelgen. Und natürlich im Ausland, schließlich gibt’s bestimmt bald wieder Reiseverbote. Deshalb habe ich mal alle Panoramas, die sonst immer wirr auf meinen verschiedenen Bilder-Seiten rumwuseln, in einer, naja, zwei Serien zusammengefaßt. Da sind zum einen die Breitbild-Panoramas normalen Breitbild-Panoramas. Ich sage das deshalb so, weil es auch andersartige Panorama-Bilder gibt. Zuerst aber mal zu den breiten Dingern. Ich habe hier die Vorschau etwas vergrößert und auch die Medium-Bilder sind mit 1280 Pixelbreite knapp noch passend für heutige Bildschirme. Klickt man weiter, dürfte man um die Scrollbars nicht mehr drumrumkommen. Ich biete aber trotzdem die Dinger in voller Auflösung an (Creative Commons, wie immer), damit man mal eine Vorstellung hat, was so alles möglich ist. Mein größtes Bild hat 88 Megapixel, 11 MB als JPEG und bei der Bearbeitung kam Gimp ganz schön ins Schwitzen, weil die ausgepackten Rohdaten mit 968 MB angegeben wurden. Es war mal eine Herausforderung. Man kann im Vollbild endlos Einzelheiten sehen, die man in der normalen Anzeige nicht einmal vermuten würde. Bei der Anzeige des Vollbilds gibt es diverse Probleme, Browser schmieren ab (Konqueror), der Firefox meint, daß das Bild kaputt sei, der Internet-Explorer lädt es, zeigt es dann aber nicht an und quält sich langsam zu Tode, zumindest Version 6. Ich empfehle abspeichern und mit einem Bildviewer betrachten, da habe ich bisher keinen gefunden, der das nicht gepackt hätte. Es sieht fast so aus, als wäre das JPEG-Format nicht für diese Größenordnungen gestrickt worden. Das wäre dumm, denn in gut 3 oder 4 Jahren dürften 100 Megapixel bei Kameras Standard sein. Übrigens sieht man hier sehr gut, daß der Megapixel-Wahn durchaus Vorteile hat: man kann auch nach dem Erzeugen des Bildes noch gut reinzoomen, ohne daß man viel optischen Zoom benötigen würde. Insofern ist mehr Megapixel immer die faktische Verlängerung des optischen Zooms. Und das Rauschen werden sie auch noch in den Griff kriegen, müssen die Kameras halt wieder etwas größer werden.

So, aber vom Breitbild-Panorama kommen wir nun zu den Hochkant-Panoramas. Diese befinden sich Hochkant-Panoramas hier. (der direkte Link zur Oberseite von beiden ist dieser.) Die paar Bilder zeigen deutlich: es sind nicht viele vertikale Panoramas, man kommt also eher selten in diese Verlegenheit. Aber hin und wieder ersetzen sie einem den Weitwinkel. Der nächste Schritt wären Voll-2D-Panoramas, also mit horizontalen und vertikalen Bild-Bereichen, ein mehrstufiges Bild. So weit bin ich aber noch lange nicht. Zuerst kommen mal HDR-Panoramas, das ist das nächste Thema, daß sich spannend vor mir ausbreitet…

Dit hat mir keene Ruhe jelassen, dit ick dieset Jahr nüscht zu dem Thema hatte. Zwar spät, aber bessa spät, als nie! Und für die janz Harten, hier der Vollbild-Link!

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