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Schon komisch, meine Zugriffszahlen steigen, also wird die Statistik immer repräsentativer. Gleichzeitig fällt die Windows-Präsenz der Zugreifer. Mittlerweile sind Windows-Systeme unter 80% gefallen und der Internet Explorer dümpelt nun (trotz kurzem Anzug nach der Einführung der 7er-Release) fast an der 50%-Marke rum. Beachtlich sind nicht nur die Firefox-Zahlen (etwa 30% momentan), sondern vor allem die Tatsache, daß Apple-Systeme knapp 7% erobern konnten (Linux bei ca. 12%). Klar, Nutzer fälschen oft den User-Agent, da sie sonst bestimmte Applikationen nicht nutzen können. Besonders Konqueror-Nutzer sind oft ausgesperrt, weil nur der IE oder der Firefox akzeptiert wird. Trotzdem eine beachtliche Tendenz.

Aber wo wir mal wieder beim Thema Free vs. Unfree sind: Ich bekomme öfter einen sogenannten Flyer in meine Mailbox, der sich “Linux-Nachrichten” schimpft. Dort war nun ein Aufruf drin, einer Petition zuzustimmen. Und es war tatsächlich keine Bundestags-Petition, sondern eine EU-Petition, und zwar diese. Es geht darum, daß die EU Videos bisher nur in unfreien Formaten anbietet. Was sie als Regierungsorganisation eigentlich nicht tun sollte, es sei denn, die Konzerne wären ihr wichtiger als ihre Bürger und das glauben wir doch alle nicht, oder? *zwinkerzwinker*
Jedenfalls will diese Petition dagegen angehen. Man schlägt ein freies Video-Format wie OGG Theora vor, damit alle Bürger der EU die Regierungs-Videos, die wir schließlich alle mit unseren Steuern bezahlt haben, sehen zu können. Ein Quersponsoring von Monopolisten durch unfreie Video-Formate sollte hier also nicht im Geiste der EU sein und geändert werden. Also nix wie hin, tragt euch ein! Zackzack!
Ich muß zugeben, daß ich selbst bisher den Theora-Video-Codec nicht eingesetzt hatte. Er hatte Qualitätsprobleme, weswegen ich lieber Xvid genutzt habe, einen freien MPEG4-Codec (siehe meine Videos von CX2 oder von Chapter X). Da nun von allen Seiten Theora gepusht wird, habe ich mir das noch mal angesehen und muß sagen: es ist mittlerweile überzeugend, die nächsten Videos werde ich wohl auch unter diesem Codec bereitstellen. Außerdem: erstens bin ich kein HDTV-Freak (DVD-Qualität langt mir längst, ich werde mir wohl kein HD-Zeug zulegen, außer vielleicht so’n LC-Display) und zweitens: wer einmal bei YouTube Videos gesehen hat, wird sowieso mit allem zufrieden sein, was nicht grottenmies vor sich hinpixelt. Handycams sind ja schon schlimm, aber die Vorgabe, daß alles in das grützige Flash umgewandelt wird (mit Umwandlungsverlusten) plus Verkleinerung auf so’n besch… Mini-Format (300×200 Pixel oder irgendsowas aus der Steinzeit, also auch nochmal Verkleinerungsverluste) macht das Label “Qualität” zu einem vernachlässigbaren Etikett. Ist bei Audio auch so, was hat gewonnen: MP3 oder die DVD-Audio? Wobei ich hier wenigstens sagen kann, daß ich ab 192 KBit/s keinen Unterschied mehr zwischen MP3 und Original wahrnehmen kann. Den Unterschied von Flash-Movies von YouTube und einem weißen Rauschen wegen Senderausfall kann ich dagegen immer noch klar wahrnehmen: das Rauschen ist deutlich besser aufgelöst und klarer anzusehen als der Flash-Müll…

Aber genug des Bashings. Hat eigentlich jemand mitbekommen, daß die Franzosen ein heftiges Miet-Problem haben? Im Radio hatten sie von Protesten von Clochards und diversen Organistationen gegen den Mietwucher berichtet und es gab auch einen Spiegel-Artikel dazu. Das erinnerte mich an meinen Paris-Trip letztes Jahr und daß wir dort ebenfalls Zelte am Ufer der Seine gesehen hatten. Interessanterweise war mir entgangen, daß es gerade dort, wo wir gewohnt hatten, nämlich am Canal St. Martin besonders schlimm sein muß, dort stehen momentan wohl die meisten Zelte. Wie konnte mir das entgehen? Wir sind dort so oft am Kanal langgestiefelt! Ärsche auf mein Haupt, nächstes Mal werde ich genauer hinsehen und vielleicht auch mal mit den Bewohnern reden, falls mein Französisch dafür ausreicht…

Ich hatte ja bei meinem letzten Blog-Eintrag schonmal mein erstes HDR-Bild vorgestellt. Nun zieht der Spiegel, der mich ja erst mit seinem initialen Artikel drauf gebracht hat, mit einer Bilder-Serie nach. Diverse Leser haben ihre Künste eingeschickt und es ist wirklich sehenswert, was die da draußen so alles treiben! Hut ab!
Und ich denke, es ist an der Zeit, daß ihr auch alle HDR-Bilder macht und die Spiegel-Redaktion damit flutet. Und natürlich Fotothing oder Flickr. Ich hatte mir mal so ein Teil ausgedruckt und ich muß sagen: das ist ja soooooo goil!

Ach ja, hier finden sich noch weitere Schönheiten, wenn auch eher selten HDR-Bilder, so doch zumindest alles in Wallpaper-Auflösung, also für Bilder-Freaks vielleicht auch interessant. Und unter Umständen füllt der/die eine oder andere von euch ebenfalls die dortigen Bildarchive mit seiner/ihrer Kunst auf? (Hui, wat bin ich wieder pih-ßih heute…)

Aber genug der energieverschwendenden Freude und Überschwenglichkeit. Kommen wir zum Ernst des Lebens. Diesmal gefunden beim Shopblogger. Dort gibt es eine Kundin, die, wie soll ich sagen, äh, leicht auffällig ist bzw. sich anders verhält als die sonstige Kundschaft. Eine schöne Zusammenfassung aller Links über diese Dame findet sich hier. Es ist selten, daß es dermaßen amüsante Stories beim Shopblogger gibt, aber seitdem mir diese Begebenheiten dort aufgefallen sind, gucke ich auch öfter beim Shopblogger rein. Schon komisch, wie man seine Lesegewohnheiten umstellt. Und daß nur, weil das normale Leben bizarrer ist als die Medien es sich ausdenken können. Aber vielleicht denkt sich der Shopblogger das alles nur aus?

Da meine Kamera es packt, 3 Bilder auf einmal mit unterschiedlichen Belichtungen zu machen, habe ich es jetzt einfach mal versucht. Das Ergebnis hängt stark vom Motiv ab. Es gibt Linux-Tools für die Idee dieser Art Fotos, das hatte ich ja gestern bereits erwähnt. Vergessen hatte ich z.B. sowas wie die exrtools, die allerdings auch nur bedingt nützlich sind. Mit cinepaint kommt man unter Linux ebenfalls etwas weiter, aber auch hier sind die Ergebnisse schwierig, weil z.B. das Output-Plugin TIFF mit SEGV abkackt. Dann geht nur Output nach EXR und dann wird’s mit den exrtools echt mühsam.

Also blieb noch der Versuch mit gimp. Da hatte ich eine schöne Anleitung gefunden und auch, wenn die quasi nur zu LDR-Bildern (also statt High Dynamic/Definition Range nur Low Dynamic Range) führt, denn HDR zeichnet sich ja auch durch mehr Bits aus. Nichtsdestotrotz ist HDR auf dem Bildschirm natürlich sowieso Banane, da es nicht darstellbar ist und sowieso runtergerechnet werden muß. Also bleibt letztlich in jedem Fall der LDR-Anteil übrig. Deshalb ist ToneMpping also gar nicht nötig. Mit der Gimp-Anleitung kann man herkömmliches Überblenden nehmen und das ist durchaus beachtlich. Angesichts dieser Idee brauchte ich nun ein Bild, welches in 3 stark unterschiedlichen Belichtungen vorhanden sein mußte. Dazu hatte ich dann die eigentliche zuätzliche Exposure-Time auch noch mal hochgesetzt, sonst würde das nix werden. Objekt wurde ein Leucht-Kürbis der Kürbiskönigin Cymone, weil hier beim Fotografieren genau das Problem des Fotografen offensichtlich wird: entweder der leuchtende Kürbis ist perfekt oder der Hintergrund. Hier also die drei Ausgangsfotos (Standardbild, unterbelichtet, überbelichtet):

Und hier das Resultat:

Es ist noch nicht perfekt, das ist klar. Sieht man sehr schön am Schatten, den der Kürbis nun nach unten wirft oder am Glas mit den Steinen auf der linken Seite. Aber es ist deutlich besser als alle anderen Versuche, die ich unternommen habe. Die meisten anderen Versuche wurden zu blaß oder letztlich doch zu dunkel, da war oft auch mit Gamma-, Kontrast-, und Sättigungs-Nachbearbeitung wenig bis gar nichts zu retten. Übrigens gibt es eine Windows-Software namens Photomatix, die lief perfekt mit wine. Ist aber kommerzielle Software (Testversion zum Download) und mir gefiel das Gimp-Ergebnis letzlich doch besser. Aber vielleicht kommt es bei Tonemapping wirklich auf das Motiv an?
Wie auch immer, bei dem Thema werde ich dranbleiben.

Neues Jahr, altes Thema. Hier noch eine kurze Nachlese zum Chaos Communication Congress. Zuerst mal: die Video-Streams sind zumindest von “inoffizieller Seite” schon abrufbar. Ich persönlich empfehle unbedingt den Mirror http://blogage.de/mirror/, da hier die Daten wenigstens im offenen Ogg/Theora-Format (noch nicht alle, aber bald…) rumliegen und nicht in dem mülligen WMA-Format. Ja, das WMA ist natürlich DRM-frei, trotzdem ist es einfach hirnrissig, wenn der halbe Kongreß sich um Freiheit generell dreht und dann die Daten in einem proprietären Format vorliegen. Wie hohl ist das denn? Warum wird dieses Problem, welches seit Jahren nervt, nicht mal durch den Kauf von vernünftiger Hardware, die vernünftige Video-Formate liefert, gelöst? Naja, man könnte es natürlich auch total verkacken und demnächst Flash (Uah!) anbieten…
Aber vielleicht liegt es daran, daß es sich hier um inoffizielle Streams handelt?

Dann empfehle ich dringend die diversen Weblogs des Congresses durchzuwühlen, da sind besonders schöne Erzählungen bei, die auch teilweise weit über die Stream-Inhalte hinaus gehen. Erwähnenswert ist z.B. das Futurplom-Blog, welches sich besonders mit der Beschreibung der “Body-Enhancements” in diesem Beitrag hervortut. Da sind die Bilder mal schön abfotografiert, ich selbst stand zu weit an der Seite, das wäre nix geworden. Aber natürlich sind auch die anderen Beiträge sehr lesenswert dort.

Übrigens: der News-Aggregator des CCC läuft immer noch, soweit ich das sehen kann, insofern sieht man hier auch ganz gut die Nicht-CCC-Themen der einzelnen Blogger. Auch für den einen oder anderen interessant (hier sollen ja auch nicht-Computerinteressierte mitlesen, habe ich gehört…).

Als letzte Links noch die Üblichen:

Flickr
Fotothing (*hüstel*) :) ))
Technorati-Blog-Search

Und da wir gerade beim Thema Fotos sind: der Spiegel hatte einen Artikel über HDR-Fotos (z.B. sowas) gemacht. Ich hatte bisher null Ahnung davon, das Thema war nur mal am Rande aufgetaucht. Meine Neugier brachte mich dann aber zu diversen Wunderwerken und es ist schon erstaunlich, was diese Technik leistet. Natürlich wollte ich auch wissen, ob es dafür Linux-Tools gibt. Na logisch! Wie könnte es auch anders sein? :)
Allerdings ist das alles noch etwas im Beta-Stadium. Eine ausführliche Beschreibung dazu findet sich hier und die Software qpfstmo findet sich ebenfalls auf der Seite. Allerdings benötigt man dazu noch etwas mehr, was sich hier und hier findet. Oder gleich als Debian-Archive, leider bur für Sarge, also stable (da fehlt dann allerdings qpfstmo, das muß man zur Zeit immer von Hand backen).
Schöne Sache nur: bisher habe ich keine Bilder mit unterschiedlichen Belichtungen gemacht. Meine Kamera kann das ja, sie kann 3 Bilder gleichzeitig aufnehmen. Bisher habe ich immer gedacht: Wofür soll denn dieses Feature da sein? Nun bin ich schlauer, ich werde das demnächst mal testen. Habt Geduld, oh ihr edle Blog-Gemeinde! Und weitere Bilder finden sich natürlich hier oder hier.

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