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Nun ist es endlich soweit, meine letzte Reise ist nun dokumentiert. Es war eine Schweine-Arbeit, sich da durchzuwühlen, aber es ist vollbracht. Der Reise-Bericht von Mallorca findet sich wie immer unter den Reise-Tagebüchern bzw. genau unter diesem Link. Der Bericht ist diesmal zweigeteilt, weil er doch etwas ausführlicher ist, als die vorherigen und demnach harter Stoff, also Vorsicht! Lang!

Dann die Bilder: Es sind 380 Bilder geworden. Klingt nach viel, aber hier habe ich schon mehrere Durchläufe gehabt, um so weit runterzukommen, wir haben halt viel gemacht auf der Insel. Ziel waren 350 Bilder Maximum, die Marke habe ich leider verfehlt. Die Gallery dazu befindet sich wie immer unter den Photo-Alben oder aber gleich als Direktlink hier. Mallorca-Gallery

Man sieht den Bildern auch gut an, daß ich mal wieder mit convert rumgespielt habe. convert gehört, das wissen alle Linux-Fans, zum ImageMagick-Paket. Normalerweise habe ich das immer genutzt, um damit minimal Bilder zu manipulieren, ein paar Texte reinzuschieben, etwas hin und herzukonvertieren und gut ist. Die größeren Bild-Editierungen habe ich dann immer mit Gimp gemacht. Das scheint aber so gar nicht nötig zu sein. Ich war durch Zufall auf eine beispiellose Beispiel-Liste (hihi) gestoßen, weil ich mit meinen Schriften (also neudeutsch: Fonts) gekämpft hatte. Eine Google-Suche nach diesem Problem warf als relativ weit oben stehende Treffer diese Seite raus, von einem Anthony Thyssen, seines Zeichens Australier. Es gibt auch einen deutschen Mirror auf den Seiten von Thomas Knappe, leider zwar auch auf englisch, aber manchmal hängen die Leitungen nach Australien ja etwas. Jedenfalls gibt es hier Unmengen von Beispielen für alle möglichen Dinge, für Schrift-Dekoration, Format-Umwandlungen, Tips und Tricks usw. Das ist so ziemlich eine der besten Beispiel-Sammlungen für ein Software-Tool, die ich je gesehen habe. Vor allem, weil die Beispiele immer so schön neben dem Ergebnis stehen, man kann das einfach mit Cut-and-Paste übernehmen und gut ist. Einfach Klasse! Mir fällt nur ein vergleichbares Projekt ein, welches ähnlich gute Beispiele hat: selfhtml.org. Übrigens hat Mr. Thyssen noch mehr Goodies auf seiner Graphics-Seite, nur, falls jemand noch tiefer in die Welt der visuellen Erlebnisse eintauchen will.

Auch der Schluß heute geht positiv aus. Alle reden von Klima-”KATASTROPHE”. Aber… wo denn? Ich mag es warm! Ist doch schön, einen November mit 15 Grad und mehr zu haben, wo ist das Problem? :) Schließlich wird es bestimmt nie soweit kommen, wie in der Story “Endlich Sommer” beschrieben wird…

Ein “kryptografisch veranlagter” Freund (nennen wir ihn DSA) sandte mir eine schwer verständliche Email, um mich nach einem Link von einer meiner steinalten Home-Pages zu fragen. Da meine alte Seite so nicht mehr existiert, konnte ich ihm leider nicht bei der Suche helfen. Er half sich aber selbst und konnte unter http://www.archive.org/ die alten Seiten von pickelfrei.de nochmals abrufen (nämlich hier) Wie auch immer, die Story des Briefwechsels darauf las und liest sich erheiternd und wenn man nun auf die normale Pickelfrei.de-Seite geht, dann findet man einen Hinweis darauf, daß besagter Autor eine neue Seite hat, nämlich http://www.worldwidewolf.de/. Ich habe mir diese Seite angesehen und bin erfreut über die sprachliche Kompetenz des “Guten Wolfgangs”, der sein Leben plastisch auf seinen Seiten darstellt. Besonders die soziokulturelle und nihilistische Ausprägung sowie seine ironischen Ausschweifungen, dazu die auf den Punkt gebrachten Redewendungen inklusiver intelligenter Satzschachtelungen sind einen Ausflug auf seine Päitsch wert. Besonders wertvoll: Der Original-Phylax! Aber: auf pickelfrei.de sagt er auch, daß die Amtsgerichts-Schreiben nicht auf seine neue Seite rüberwandern würden. Ich finde das zutiefst schade. Ja, zutiefst! Oder sogar noch tiefer! Ich finde, wir alle sollten ihm eine Email schreiben, in der auf die historische Relevanz des Briefwechsels nochmals eingegangen wird. Noch dazu hat er ein Gästebuch welches nicht nur zum Verweilen einlädt, sondern sicherlich begierig neue Texte quasi in sich aufsaugt. Hier könnte man dem Wunsch ebenfalls Nachdruck verleihen, ich habe das schon einmal begonnen und bin seitdem begierig darauf, zu erfahren, wie Herr Smidt sich zu diesem doch recht heiklen Thema stellen wird. Wird er sich weigern? Oder einsehen, daß die Geschichte nicht einfach geleugnet werden kann, nicht geleugnet werden DARF!

Nun kommt noch die von allen erwartete klitzekleine Neuerung. Nach dem letzten Auftritt von CX2 in der alten Feuerwache in Berlin-Schweineöde, äh, -Schöneweide hatte ich wenig Zeit, die dort von mir in kunstvoller Handarbeit arrangierten, total gestellten Bilder, zu veröffentlichen. Dieses hole ich nun nach und verkünde feierlich eine CX2-Fotoseite unter meinen Party-Seiten:

CX2-Konzert vom 11. November 2006 bei der Veranstaltung Tanz der Nosferaten

Leider ist das Legendärste aller Utensilien, der Staubsauger, auf diesen Bildern nicht ganz so gut zu sehen, aber ich denke, es wird noch weitere Auftritte von ihnen geben, insofern kann sich dann bestimmt jeder ein eigenes Bild davon machen. In diesem Sinne wünsche ich allen Lesern und vielleicht sogar CX2-Hörern ein knackiges Umpf-Umpf-Umpf-Umpf und nät-nät-nät-nät (bei 200 bpm natürlich).

Und am Schluß noch ein letztes Trara um die Wahlmaschinen. Fefe erwähnt in seinem Blog jemanden, der bei der Petition gegen Wahlmaschinen seine Stimme nicht nur erhoben, sondern sogar abgegeben hat (ich hatte ja schon früher über das Wahlmaschinendesaster berichtet). Nun ist sie weg. Hat der Computer wohl weggeworfen, was? So wie sie das auch bei der Wahl machen, die Wahlmaschinen. Es ist fast schon sowas wie eine selbsterfüllende Prophezeiung. Wenn mit Computern gewählt wird, ist die Wahl im Grunde abgeschafft. Wobei man zwischen Maschinen, die einen Zettel zur Überprüfung rauswerfen und denen, die das nicht tun, unterscheiden muß. Bei den Zettel-Maschinen läßt sich zumindest das Ergebnis nachprüfen und nachträglich gesondert auszählen. Aber an sowas wird irgendwie nie gedacht, schon komisch. Früher hieß es mal, wenn Wahlen etwas ändern könnten, wären sie verboten. Mit Wahlmaschinen kommen wir zumindest teilweise diesem Spruch entgegen. Die Wahl wird zwar nicht verboten, aber derart manipulierbar, daß sie irrelevant wird. Schöne neue Welt. Also nochmals: Tragt euch in die Online-Petition des Bundestags ein, wenn ihr weiterhin Demokratie und nicht “Demokratur” wollt. Endspurt! Die Petition geht nur noch bis 28. November! Wem das nicht genug Demokratie ist, der kann sich auch stärker beteiligen. Das ist eine Methode, mit der man Mitkläger beim Bundesverfassungsgericht werden kann, um gegen die stasi-ähnlichen Gesetze der Bundesregierung, Stichwort Vorratsdatenspeicherung, vorzugehen. Schön, es geht scheinbar doch mal in die richtige Richtung. Wir brauchen mehr Freiheit, nicht weniger! Weitersagen!

Ich selbst bin nicht gerade ein Fan von Krimis. Auch wenn ich selbst Stories geschrieben habe, bei denen der die eine oder andere Geschichte Krimi-Züge trägt. Aber meistens kombiniere ich sie mit anderen Genres wie Science Fiction oder Gruselzeug, da sie als Krimi alleine oft nicht genug Biß haben. Diese Krimi-Müdigkeit muß ich vom Fernsehen haben, denn früher habe ich durchaus Krimis gelesen. Darunter die leichte Muse wie z.B. Jerry Cotton bis hin zu den recht guten Stories von Sjöwall & Wahlöö oder -ky. Natürlich gab es im TV einen guten deutschen Kommissar, der mir immer unvergessen bleiben wird: Schimanski! Schimmi war relativ authentisch, man sah auch die Brüche in der Person, im Privatleben, eben ein normaler Mensch mit allen Fehlern, Ecken und Kanten. Vielleicht will das deutsche Publikum sowas nicht sehen? Ich habe mich jedenfalls lange von Derrick, Tatort und wie sie alle heißen, abgewandt, wobei Derrick mit seinen noch längeren Pausen als in anderen Krimis ja eher eine Witznummer war. Manchmal dachte ich: vielleicht bin ich einfach zu stark durchamerikanisiert, brauche schnelle Schnitte oder coole Einsatzwagen mit viel Schießereien? Denn die US-Krimis wie Kojak (eigentlich “Die Straßen von Manhattan”) oder “Die Straßen von San Francisco” hatte ich ebenfalls immer gerne gesehen. Nun läuft aber im ZDF eine schwedische Serie, namens “Kommissar Beck”. Ok, es ist eine schwedisch-dänisch-deutsche Produktion, also ein bißchen deutsch scheint dabei zu sein. Trotzdem ist diese Serie, die immer Sonntag abends läuft, sehr gut gemacht und daß ohne großes Bummbumm oder hin und hergehüpfe in der Kameraführung. Anfangs hatte ich mir das immer nur beim Zappen zwischendurch angetan, aber mittlerweile ist es ein Muß. Nun stellt sich mir die Frage: wieso gefällt mir diese Krimi-Reihe? Ist es, weil sie in einem anderen Land spielt? Weil es andere Schauspieler sind? Weil es ÜBERHAUPT mal Schauspieler sind? Die Pausen sind jedenfalls auch hier drin, ich hatte mir das Sonntag mal sehr aktiv angesehen, insofern können es nicht die Pausen sein, die mich an rein deutschen Krimis stören. Was ist es also dann?

Nun haben wir den Bogen geschlagen zu einer weiteren deutschen Besonderheit, die es glücklicherweise nicht mehr gibt. Viel zu lange hatte ich das Thema nicht erwähnt, aber nun ist es amtlich: bis auf Sonntags gibt es praktisch kein Ladenschlußgesetz mehr! JUBEL! Jahrzehnte habe ich darauf gewartet, daß dieser Quatsch endet. Nun ist es endlich passiert. Klar werden nicht alle Läden Tag und Nacht aufhaben, aber da wird sich was finden. Und so kann ich wenigstens auch mal nach der Arbeit entspannt einkaufen, ohne ständig den Zeitdruck im Nacken zu haben oder noch schlimmer, Samstags im Chaos einkaufen zu müssen. Ich hatte mich ja schon auf Total-Einkauf via Internet eingestellt. Bei vielen Produkten macht man das ja schon alleine des Preises wegen. Aber ich denke, hier wird der Internet-Handel doch ein wenig zurückgehen, denn natürlich möchte man die meisten Dinge, die man kaufen will, vorher ansehen oder sogar betatschen.
Ach ja, von wegen Sonntagseinkauf: Die Adventssonntage sollen eingeschränkt offen sein. Naja, theoretisch hätte ich den totalen Fall des Gesetzes lieber gesehen, aber ich habe kein Problem damit, wenn Sonntags zu ist, solange ich in der Woche diesen Zeitdruck nicht mehr habe. Insofern ist es mir auch Wurst, ob die nun Sonntags für Sonderverkäufe auf haben oder nicht. Aber trotzdem sollten wir diese Entwicklung feiern!

Aber nicht nur wir kopieren fremde (Einkaufs-)Kulturen, andere können das viel besser. So haben Chinesen, die ja irgendwie alles kopieren (Konfuzius sagt: “eine kopierte Vase ist so gut wie eine originale Vase”) eine englische Stadt kopiert. Ich habe es eben in den Tagesthemen gesehen, der Link ist nur ein Goodie für euch. Dort waren auch britische Bürger des kopierten Ortes zu sehen, wie sie völlig erbost darüber waren. Ich fand es eigentlich cool. Die sollten doch stolz sein, daß die Chinesen die englische Bauweise dermaßen gut finden, daß sie sie nachbauen, das macht sonst niemand freiwillig. Der Ort befindet sich vor Schanghai und nennt sich Thames Town, sehr bizarr. Eigentlich ein deutliches Zeichen: Das Urheberrecht ist am Ende, bald kopieren sie ganze Länder. Ob die schon an einer Zweit-Erde bauen?

Und wenn wir schon bei bizarren Dingen sind: der TV-Junkie Udo sagt euch: seht unbedingt nächstes Mal bei Toto & Harry rein (immer Montags auf Sat1). Die beiden Bochumer Cops flimmerten heute über die Mattscheibe mit geradezu unglaublichen Szenen. Da lag jemand auf dem Rasen hinterm Haus und jammerte (Anruf: “Wimmern hinterm Haus, vielleicht eine hilflose Person?”), weil ihn seine Freundin rausgeworfen hatte, denn er war vorher fremd gegangen. Von Hotels hatte er wohl noch nie was gehört.
Ein Opa hatte Stahlstangen von einer Baustelle geklaut, nachts natürlich und trug sie völlig unauffällig auf der Schulter über die Straßen. Nach langem Gerede gab er den Diebstahl zu, dann fuhren sie das Zeug zurück und er sagte: na, jetzt wo der Diebstahl feststeht, gehören die Dinger doch ihm! Liebe Kinder: laßt die Finger vom Alkohol, sonst endet ihr wie dieser dilletantische Depp. Aber die Krönung war ein Typ, der lallend bei der Polizeizentrale anrief, aus dem Rotlichtviertel. Als sie ankamen, laberte er was von “zu dicht für’n Taxi”. Als ob die beiden Herren in Grün ihn nun nach Hause fahren würden. Im weiteren Verlauf wurde es dann nicht nur dadurch lustig, daß der Suffkopp vor dem Funkwagen ständig einen fahren ließ (das stank Toto & Harry aber), sondern auch durch die “Konversation” lustig: “Und? Was machst Du so? Haste ‘nen Job?” – “Früher war ich mal Einbrecher.” – “Na, ‘ne richtige Arbeit ist das auch nicht.” Da der Taxistand leer war, riefen die Frende und Helfer speziell für den besoffenen Kumpel eins an und der Fahrer war bestimmt mehr als begeistert: ein Kunde, der nicht nur besoffen ist, sondern auch schon mit der grünen Minna verhandelt, weia! Wenigstens hat er einem der beiden Cops zum Abschied die Wange getätschelt (ich weiß immer nicht, wer Toto und wer Harry ist…). Was man in so’nem Job aushalten muß, ist echt hart an der Grenze des Irrsinns!

So ganz habe ich das Konzept zwischen Polylux und Monolux nicht verstanden, aber es sieht ein bißchen danach aus, als wenn Polylux mehr Neues berichtet und Monolux mehr Wiederholung bringt. Vielleicht ist Letzteres auch ausführlicher. Wie auch immer, heute abend um 21:30 gibt es auf RBB Monolux, dort wird der Bericht des Gegenstandbesteigers (ich berichtete ja schon über den seltsamen Beitrag damals) und etwas von Jonathan Meese gezeigt. Also bestimmt SEHR empfehlenswert, für alle, die Bizarres mögen!

Dann gibt es noch etwas Bizarres. Die Zeitschrift Tempo hat wie auch die Zeitschrift Wiener in den 90ern mangels Lesern aufgegeben. Ich fand das schade, ich mochte beide Zeitschriften, muß aber zugeben, daß ich kein besonders treuer Leser war. Nun gibt es am 24. November ein Tempo-Extraheft, Näheres dazu hier.

Als Schnäppchen noch was für die Maximal-Überwacher. Jemand hat auf ein Modell-Flugzeug eine Kamera gepappt und das Video ist wirklich beeindruckend! Da verwendet unser Militär teure Drohnen, dabei tut es so ein 2000-Euro-Gerät auch, noch dazu bestimmt schwerer zu orten, da viel zu klein. Und wiederverwendbar, während die Drohnen meistens am Ende zerschellen. Ist schon kraß, was es alles so gibt.

Dann finde ich eine Entwicklung etwas seltsam. In diesem Heise-Beitrag wird über einen quasi “neuen Markt” berichtet. Sicherheitslücken in Software werden jetzt nur noch gegen Geld den jeweiligen Firmen erzählt. Im Grunde halte ich das für die OpenSource-Welt nicht für so schlimm, denn dort sickert sowas ja relativ schnell durch, vor allem, weil dort auch kein Geschäft zu machen ist. Für die Windows-Welt bedeutet das natürlich eine zusätzliche Steuer. Microsoft und Co., also auch Anti-Viren-Hersteller werden zusätzlich Geld aufbringen müssen, um noch an relevante Informationen zu kommen. Das wird also nicht nur dazu führen, daß Windows-Zeug noch teurer wird, sondern auch noch unsicherer. Wobei ich sicher bin, daß der Kunde letzteren Punkt kaum noch bemerkt. :) )))

Ich bin ja hier nicht der einzige, der was mit Ärschen namentlich vorgibt. So findet sich z.B. hier ein Spiel zur Vernichtung von Ärschen. Ziemlich gemein. Aber nettes Spiel, kennt man natürlich auch in anderer Version, aber schön. Sieht mir sehr nach Ajax aus…

Eine weitere Arsch-Seite ist http://www.buttsacrossamerica.com/. Hier steht beim Startbild ein Gefasel, es sei eine “Family-Site”. Nunja, fast. Letztlich geht es um Leute, die sich im Urlaub an relevanten Touristen-Attraktionen aufhalten und mal eben für ein schnelles Bild ihren nackten Hintern in die Kamera halten. Die Menschen haben komische Hobbies.

Beiden Seiten ist eine gewisse Starre anzumerken. Wer unbedingt bewegte Bilder mit Hinterteilen sehen will, muß schon selbst danach suchen. Wenn er oder sie das Gewünschte jedoch gefunden haben, empfehle ich diese USB-MP4-Uhr. Damit kann man dann auch Filme am Armband ansehen, wobei 128×128 Pixel bestimmt kein Genuß sind, da wird jeder Eierkopp wie der Allerwerteste aussehen oder aber umgekehrt.

Zu guter Letzt noch ein Blog-Tipp. Hoffentlich verzeiht mir besagte Person, ich weise nochmals ausdrücklich darauf hin, daß er nix mit Ärschen zu tun hat, auch kein Arsch ist, deshalb hier jetzt erstmal einen Gedankenstrich:


So. Nun aber. Das Blog ist von Thomas Reiber, dem meiner Meinung nach immer noch unangefochtenen Partykönig. Auch wenn er diese Titulierung mittlerweile nicht mehr so gern hat. Aber was soll ich sagen, ich kenne niemanden, der mehr Party als er gemacht hat. Also auch, wenn er den holden Gelüsten abgedankt haban mag, so wird er für mich immer der Partykönig bleiben. Und sein Blog ist wirklich schräg und gut!

CX2 und das Festival “Tanz der Nosferaten” hatte ich erwähnt? :)
Heute, am Samstag abend jedenfalls…

Und natürlich am morgigen Sonntag nachmittag:

Dark Market! Cymone ist schon ganz hibbelig… Es gibt auf den Bat Catz’n'Deads-Seiten Cymones Creationen (so nennt sie ihre Creationen) neue Modelle, darunter ein Halsband und sogar Haarnadeln und Skull-Weihnachts-Anhänger… Also dann bis morgen nachmittag!

Und einen habe ich noch:

Letztens durfte ich zusammen mit ein paar Kollegen ein Kraftfahrzeug nutzen, um Transporte damit zu erledigen. Ich bin ja sonst eher der Typ: Scheiß auf die Automarke, bringen mich alle von A nach B. Aber an dem Vorurteil, BMW-Fahrer seien alles geistlose und durchgedrehte Irre, muß was dran sein. Ich wurde zig mal geschnitten, immer war es ein BMW. Ein Typ machte mit seiner Karre bei Stau eine Kreuzung dicht: logisch, ein BMW. Dann hatte ich einen Drängler hinter mir, der dann bei der nächsten Ampel rechts an mir vorbeizog. Nicht daß ich was gegen rechts überholen hätte, das sollte grundsätzlich erlaubt sein. Nichtsdestotrotz ist das Gaspedal bis zum Bodenblech treten und mit 70 loszusemmeln, etwas übertrieben. Ich selbst habe ja verkehrstechnisch eine saubere Weste, muß aber zugeben, daß man mich schon das eine oder andere Mal auf eine Ordnungswidrigkeit hinwies. Nichtsdesttrotz war die Statistik von diesem einen Tag dermaßen schlimm, daß man nur wenige Unschuldige treffen würde, wenn man pauschal bei allen BMW-Fahrern den Lappen einziehen würde. Porsche-Fahrer sind dagegen besonnen und selbst Daimler-Fahrer, auf denen auch manche Leute rumhacken, kann ich nicht in diese Kategorie stecken. Vielleicht noch Taxi-Fahrer, denn die fahren immer wie Sau, egal, wie die Automarke heißt. Wir sollten eine Bundestagspetition dazu einreichen, am besten Online, sowas läuft scheinbar immer gut. :)

Noch eine lustige Sache:

Mein kleiner Finger entwickelt sich mit seiner Hängepartie zu einer endlosen Nummer und ich durfte in eine MRT-Röhre damit. Nicht nur, daß es ausgesprochen schwierig für das dortige Personal war, auf so kleiner Fläche überhaupt vernünftige Bilder zu bekommen, nein, der Lärm da drin erinnerte mich stark an Industrial-Konzerte. Ich werde das mal Tube & IotaFX von CX2 vorschlagen, das könnte die Musik von morgen werden, dagegen waren die Einstürzenden Neubauten ein laues Lüftchen. Überhaupt ist dieses ständige Gepumpe im Hintergrund der Maschinen irgendwie ähnlich dem Film “Contact”. Wurde ich in Wirklichkeit gar nicht untersucht? War ich stattdessen auf einem anderen Planeten, der als Sprache abgefahrene Musik nutzt? Ich werde mal Mr. Spielberg schreiben, ob er da Näheres weiß.

Als letzten Punkt empfehle ich allen dunkel Gewandeten die Lehrer-Ausbildung. Bei Polylux (diese Sendung ist mir tatsächlich ans Herz gewachsen) wurde über Grufti- und Punk-Lehrer berichtet, die durch die östliche Steppe fahren und den Kids dort die Subkulturen näherbringen. Die saßen da so apathisch wie beim TV gucken. Sehr schräg. Noch schräger war, daß sie das “Jugendkultur” nannten. Deshalb komme ich ja auch bei der “Alter-Sack-Party” umsonst rein, weil ich so jugendlich bin. Am Schrägsten aber war der HipHop-Lehrer. Daß sie mit Punk und Gothic nix anfangen können, hatte ich nicht anders erwartet, aber sollte nicht gerade HipHop genau deren JETZIGE Kultur sein?

Und noch einen allerletzten Punkt (Bruhaha, wieviel denn noch???):

Ich hatte ja schon gegen die neuen Flug-Vorschriften gewettert, bin dabei wohl aber nicht allein, wie OBs Blog-Beitrag zeigt. Man könnte vielleicht ähnlich gut gegen den Irrsinn ankommen, wenn man mal einen oder zwei Monate das Fliegen sein läßt…

Morgen spielen endlich CX2 auf dem Festival “Tanz der Nosferaten”! Das kann ich nur wärmstens empfehlen, CX2 sind ein absolutes MUSS!

Und an diesem Wochenende: Dark Market am Sonntag Nachmittag! Dort wird Cymone endlich ihre selbstgemachten Schädelblumen-Kreationen Cymones Creationen veräußern! Ich erwarte großen Andrang und wehe, ihr kommt alle nicht! Ich werde euch finden und dann werde ich euch euren !”§$% in den !”§$ stecken und mit einem &%$$! drauf!”§$ usw. Also: lieber hingehen, kostet schließlich keinen Eintritt. Und kaum habt ihr was erstanden, seid ihr auch schon wieder raus, tut nicht weh und ist super-einfach! :)

Aber nochmal zurück zu anderen Themen:

Ich mache ja seit Jahren so ziemlich alles Multi-Media-mäßige unter Linux (bis auf ein Musik-Video, das seit Jahren rumgammelt, weil mir irgendwie die zweite Hälfte fehlt und nix dazu einfällt…*hüstel*). Das ist ziemlich einfach geworden, zumindest, was den Video-Bereich betrifft. Schließlich muß man sich hier nicht mit Flash-Dreck abgeben, wie YouTube und andere einem das vorschreiben, sondern kann ordentliche Videos mit echten Codecs in vernünftiger Qualität produzieren (ich verweise nochmal auf das Chapter X-Musikvideo, welches bis hin zur DVD-Version gemastert wurde). Die Audio-Front hingegen war immer etwas müßig und lästig. Aber auch hier hat sich viel getan in letzter Zeit. Da ich audiotechnisch nicht so viel mache, geht der Fortschritt hier zuweilen an mir vorbei. Heute hatte ich mal ein Tool für MP3-Schnitt gesucht (Das Tool CutMP3 kann ich übrigens wärmstens empfehlen) und war zwar eigentlich zuerst auf eine direkte MP3-Seite von linux.org gestoßen, die eigentlich völlig ausgereicht hatte. Es gab aber noch einen Google-Hit, der wirklich spitzenmäßige Links hervorbrachte: nämlich diser. Klar, Vollständigkeit wird nicht immer da sein, aber immerhin findet sich hier z.B. LMMS, einer meiner Lieblinge unter den Sound-Erzeugern. Das ist deshalb lobenswert, weil LMMS leider immer von der Audio-Welt etwas links liegen gelassen wird. Einerseits zu Recht, weil es etwas instabil ist und abschmiert. Andererseits zu Unrecht, weil es wirklich supereinfach ist, damit Musik zu produzieren. Klar, mit Ardour geht das sicherlich auch, aber da muß man sich mit anderen Tools wie virtuellem Midi-Keyboard oder so rumschlagen, das nervt etwas. Ich bin jedenfalls Fan von LMMS und jedesmal hoch erfreut, wenn es andere auch sind. Mehr Tester bedeutet letztlich mehr Stabilität und vielleicht irgendwann auch mehr Sound-Module. Da freut man sich auf die Zukunft!

Ein weiterer Lichtblick sind die US-Wahlen. Das Sowjet-System der USA wurde trotz massiven Manipulationen der Wahlmaschinen (ich könnte hier zig Links aufzählen, ich verweise mal gleich auf Fefe, der hat das übelst aufgezählt, eine echte Horror-Story) zurückgedrängt. Klar, auch die Demokraten sind korrupt, aber was die momentane US-Regierung da veranstaltet, war ja schon lange nicht mehr das, was man von demokratischen Staaten her kennt. Mehr so Bananenrepublik-mäßig. Auch bei uns geht es besser weiter. In Cottbus wurde die Wahl angefochten, weil wider besseren Wissens untaugliche Wahlcomputer benutzt wurden. Außerdem war die ursprüngliche Bundestags-Online-Petition gegen Wahlmaschinen dermaßen voll gelaufen (über 26000 Unterstützer!), daß sie eine Ersatz-Petition einrichten mußten. Ich bitte wiederum alle, die es noch nicht gemacht haben: tragt euch ein! Sagt anderen, daß sie sich eintragen sollen! Sonst haben wir auch bald ein ähnliches Wahl-Desaster wie die USA und können die Demokratie erstmal ein paar Jahre begraben. Also eigentlich können wir jetzt ein wenig hoffnungsfroher in die Zukunft blicken, die Welt scheint wieder rettbar geworden zu sein.

Und wer ganz weit in die Zukunft plant, dem kann auch geholfen werden. Unter www.leichenhemd.com kann sich die Morbiden-Front Bekleidung vorbestellen, also das “letzte Hemd” quasi. Daß es dafür sogar eine eigene Messe gibt, hätte ich nicht gedacht.

Aber kommen wir mal weg von den Normalitäten hin zu etwas mehr Prickelndem. In England wollte jemand Jackass nachspielen und hat eine Rakete in seinem Hintern gezündet. Das scheint etwas schief gegangen zu sein, aber es gibt glücklicherweise Aufzeichnungen darüber, das lindert den Schmerz bestimmt (ob der jetzt einen dicken Arsch hat? Hahaha!). Wenn jemand einen Link zum Video hat, werde ich ihn hier gerne erwähnen.

Wem das nicht prickelnd genug ist, der sollte nach Indien ziehen. Dort kann man sich als säumiger Steuerzahler einer Quasi-Musik-Flatrate sicher sein. Eunuchen stellen sich auf Finanzamtswunsch neben das Haus und singen. Ist doch schön, wenn der Staat Rücksicht auf seine Bürger nimmt und nicht gleich mit Kerker droht.

In diesem Sinne: lebt die Freiheit, solange ihr sie noch habt!

Viel Irrsinn

2006-11-06

Am Wochenende begaben wir uns mal wieder auf den Pfad des Irrsinns. Wir besuchten diverse Möbelgeschäfte. Einkaufen finde ich ja grundsätzlich abstoßend, aber Möbelgeschäfte bringen meine Abneigung dagegen gänzlich zum Vorschein. Wobei es nicht so sein muß. In Amiland fand ich es höchst entspannend, nachts um 3 einzukaufen. Schön leer, kein Generve und vor allem kein Zeitdruck. Könnte man theoretisch auch via Internet machen, aber Cymone will Möbel ja auch anfassen. Und den restlichen Schnickschnack, den es da so gibt. Unser Favorit wurde letztlich ganz klar der Möbel-Boss. Gute Preise und tatsächlich nette Sachen, wenn auch nicht so viel wie bei Ikea, das ist ja logisch. Dafür ist Ikea mit Abstand der teuerste aller Standard-Möbelläden (klar, Chalet ist teurer, spielt aber auch in einer ganz anderen Liga). Mir ist unklar, wie sich sowas von einem Billig-Ramsch-Laden zu etwas hippen, teuren entwickeln konnte. Klar, Ikea hat oft lustige Ideen, aber irgendwie immer Zeug, das man gar nicht benötigt. Bei Möbel-Boss dagegen konnte man sogar Badblocks kaufen. Bad Blocks oder Badblocks? Ich weiß zwar nicht, wer sowas braucht, aber wenn ich das nächste Mal welche auf meinen Festplatten finde, werde ich auch versuchen, die Mistdinger zu verkaufen.

Als weiterer Irrsinn hat ja heute der Einzug der US-Gesetze auf EU-Flughäfen stattgefunden. Wieso schimpfen eigentlich alle über das hirnlose US-Panik-Gesetz-System, wenn sie es 5 Minuten später kopieren? Ist Ineffektivität nun Trumpf? Ist das der Versuch, die Entwicklungshilfe neu umzudefinieren? Man gibt kein direktes Geld mehr nach Asien, sondern wir machen uns einfach selbst kaputt, dann können die den Scherbenhaufen übernehmen. Eigentlich wollte ich ja zu einem Flugboykott aufrufen, da dieses ja eindeutig Terrormaßnahmen gegen die Passagiere sind und reine Geldschneiderei. Ist ja logisch, durch die Billigfliegerei verliert der Staat Milliarden an Steuern, das muß irgendwo ausgeglichen werden. Also macht man das Fliegen unterhalb der ersten Klasse so unbequem wie möglich. 100 ml Flüssigkeit? In einer durchsichtigen, verschließbaren Plastiktüte? Da braucht’s eigentlich keinen Boykott mehr, da muß ich nichtmal zu aufrufen, das Chaos des heutigen Tages wird sicherlich anhalten. Natürlich sollte man mal 2 Monate oder so das Fliegen sein lassen: weitersagen! :) Wahrscheinlich ein Furz im Wind, denn solange die Bahn teurer ist, werden die Leute auch ‘ne Vollbetäubung trotz Thrombosegefahr locker hinnehmen. Und ich sage: das wird kommen!

Und wie werden wir weiterem Irrsinn entgegenwirken? Durch Klicken! Reporter ohne Grenzen hat die ganze Sache ins Leben gerufen, um gegen Zensur und Anti-Journalisten-Repressalien ein Zeichen zu setzen. Das wird die Chinesen und Amerikaner mächtig beeindrucken. Die werden weiter foltern. Übrigens schrieb letztens eine Zeitung in dicken Lettern: Wir wollen unser gutes Amerika wiederhaben! Kann man nur unterstützen. Eine Neuauflage der Sowjetunion hätten wir nicht gebraucht, das Land der Freiheit richtet sich immer mehr gegen selbige und ich frage mich, wann die das eigentlich selbst bemerken. Wenn es zu teuer wird? Ist es das nicht jetzt schon? Außer China und vielleicht Indien wird es sich kaum ein Staat leisten können, seine Bürger in Komplettknechtschaft zu halten. Übrigens: eigentlich auch China nicht. Die letzten Cebits haben deutlich gezeigt: kommen keine Impulse mehr aus dem Westen, produzieren sie alle den selben Scheiß. Die Erfinderköpfe sitzen klar hierzulande und nicht in Asien. Ein weltweites Unfreiheitssystem würde also den sofortigen Stillstand der Innovation bedeuten. DAS wäre wirklich teuer. Interessant an der ganzen Freiheitsdebatte (denn um nichts anderes geht es, laßt euch nicht durch die Terror-Parolen blenden) sind nicht nur die schlimmsten Auswirkungen. Die kleinen diffusen Probleme scheinen schon schwerwiegend genug. Hier wird von einer Konferenz berichtet, in der die Auswirkungen von Totalüberwachung aufgelistet wurden. Als Fazit kam heraus, daß niemand mehr Vertrauen haben wird. Zu nichts und niemandem. Also die schöne neue Welt hatte ich mir anders vorgestellt.

Vielleicht noch als Schlußsatz zum Thema Freiheit ein Zitat eines Amerikaners namens Wayne LaPierre. Bizarrerweise ist er Vize-Präsident der NRA, der National Rifle Association. Diese Leute legen Freiheit ganz anders aus als ich es tun würde, aber ein Satz von ihm ist in jeder Art und Weise wahr:

“Freedom is never an achieved state; like electricity, we’ve got to keep generating it or the lights go out.”

(Freiheit ist niemals ein erreichter Zustand. Sie ist eher mit Elektrizität vergleichbar, wir müssen sie ständig neu produzieren, sonst gehen die Lichter aus)

Schade, daß es bei ihm um das freie Tragen von Waffen ging. Ich denke, Freiheit sollte man nicht in Richtung gefährlicher Gegenstände benutzen. Wenn ich eine Wumme nehme, mag ich die Freiheit haben, den anderen zu bedrohen, aber was ist mit seiner Freiheit? Trotzdem ist dieser Satz gültig. Aber vielleicht kümmert sich deshalb niemand um Freiheitswerte, weil es viel einfacher ist, sich zu fügen. Sonst müßte man noch selber denken, wie schrecklich!

Als letzten Ausläufer des Irrsinns ein Link auf eine Kontakt-Linsen-Seite. Die haben einfach herrliches Zeug. Dumm nur: vieles ohne Dioptrien, für mich als Brillenträger doof. Und dann alles als Jahres- oder Monatslinsen, bäh. Kommt wieder, wenn ihr Tageslinsen habt. Trotzdem: geiles Zeug! Die Vampir-Zahn-Linsen kommen echt am besten!

Gar nicht irrsinnig ist der Werbehinweis auf die Terminseite. Immer dran denken: Cymone wird am 12.11. im Duncker-Club zwischen 13 und 18 Uhr diese selbstgemachten Accessoires verkaufen! Cymones Creationen Übrigens sieht man hier jetzt mal, wie groß die Blumen sind. Ich dachte, es wäre sicherlich ganz gut, das mal mit Kopf als Vergleich zu sehen.
Also, wir sehen uns am Sonntag! :)

Heute kam eine Heise-Meldung zu einer Microsoft-Novell-Zusammenarbeit im Linux-Bereich wie ein Paukenschlag. Die Vermutungen, daß Microsoft bei ständigen Verlusten an das Linux-Lager irgendwann einschreiten würde, gab es schon lange. Die Frage war nur: wann wird sich Goliath gegen David zur Wehr setzen? Bisher war das Schema ja sehr Gandhi-like:

  1. Zuerst ignorieren sie Dich.
  2. Dann machen sie sich über Dich lustig.
  3. Dann bekämpfen sie Dich.
  4. Dann gewinnst Du.

Phase 1 begann ja schon recht früh, ich denke, bemerkt haben werden sie Linux, als auch ich darauf aufmerksam wurde. 1995 war ich ja noch FreeBSD-Nutzer und setzte Linux kaum ein. Dann kam aber die Firma VMWare und versprach, das Windows-System unter Linux laufen zu lassen. Es gab vorher schon Ideen, es andersrum zu machen, aber das macht natürlich keinen Sinn. Das schwache, vervirte System sollte immer auf dem sicheren aufsetzen. Wird dagegen Linux emuliert, ist es durch den schwachen Windows-Unterbau ja mitgefährdet. Jedenfalls gab es so eine Möglichkeit unter FreeBSD nicht, was mich zu einem Schwenk zu Linux veranlaßte, den ich bis heute nicht bereut habe. Die anfangs chaotische Linux-Welt entwickelte sich mit einem Mords-Tempo weiter, bis ich ab 2001 gar kein Windows mehr brauchte. So weit ist FreeBSD bis heute nicht.

Phase 2 und Phase 3 verwischen ein wenig. Phase 3 wurde vorsichtig im Jahr 1998 eingeläutet. Ein internes Microsoft-Dokument wurde geleakt, in dem klar die drohende Gefahr für das Unternehmen Microsoft behandelt wurde.

Zu dem Zeitpunkt, als ich mein letztes Windows in die Tonne trat, ließ Microsoft Anzeigen schalten, daß Linux ja mutieren könnte, dazu schöne Bilder von Pinguinen mit Geweih usw. Das ist eigentlich Phase 2. Dumm nur, daß Mutation evolutionär gesehen, was Positives ist und man das besonders am statischen Windows sehen kann: die Bedrohung durch mutierende Viren nimmt nämlich weiterhin zu, man könnte also sagen, daß derjenige, der mutiert, gewinnt.

Seit 2003 war Steve Ballmer einer derjenigen, der auf einmal lautstark Front gegen Linux machte, also im Grunde nun wirklich auch nach außen Phase 3. OK, das Wort “lautstark” ist nun im Zusammenhang mit “Dancing-Steve” eigentlich kaum erwähnenswert, der ist ja immer laut. Trotzdem fiel die Sache auf, besonders nachdem die Firma SCO versuchte, Unsicherheiten in den Linux-Markt zu bringen, indem sie IBM wegen Linux-Nutzung verklagte. Überhaupt war es seltsam, daß auf einmal viele Firmen auf Linux setzten und auch diverse Verwaltungen von Städten und Kommunen. Ich selbst sehe den Kampf in der täglichen Statistik meines Web-Servers: der Internet-Explorer nimmt ständig ab und dümpelt nun zwischen 50 und 60% rum. Und dabei nutzen viele User den Hauptkonkurrenten Firefox unter Windows. D.h., Microsoft verlor sogar auf Windows-Gebiet an Boden. Dazu kam dann noch OpenOffice und die Firma Sun verkündete frech: “Software sollte nichts mehr kosten”. Novell kaufte SuSE und damit hatte SuSE auf einmal einen um 300% erweiterten Kundenkreis. Daß in Redmond nun die Alarmglocken schrillten, wundert also niemanden. Deshalb gibt es nun den Versuch, den größten Linux-Distributor zu umarmen. Dumm nur, daß es Novell seit der SuSE-Übernahme besser geht, so einfach den Laden kaufen ist dann doch etwas teuer. Ob die Umarmung etwas bringen wird, wird sich zeigen. In diesem Flash-Filmchen ist jedenfalls “Develop-first”-Steve mit von der Partie und erläutert seinen Standpunkt. Wie immer, etwas anders als andere CEOs (ich mag den Mann eigentlich, der macht eine Spitzenshow! Nicht so dröge wie Bill Gates). Das ganze Ding ist etwas öde und lang, aber man kann ja vorspulen (im mplayer zumindest).

Nun stellt sich die Frage: wie reagieren die Hirnlos-Medien? Also die, die von IT Null Ahnung haben. Da wäre CNN. Im TV gab es die wörtliche Schlagzeile “Microsoft-Novell deal to let Linux run on Windows”, das haben sie sich glücklicherweise auf den Webseiten geschenkt. Denn schließlich wäre man damit wieder bei oben beschriebenen Problem: es macht keinen Sinn, das starke und sichere Linux auf einem vervirten Windows-Rechner laufen zu lassen. Andersrum natürlich schon eher. Aber dafür gibt’s schon länger das WINE-Projekt mit dem man Windows-Software unter Linux laufen lassen kann. Natürlich ist auch das ein zweischneidiges Schwert, denn so lassen sich ja auch Viren mitemulieren. Ich selbst lege mir für jede Windows-Applikation, die ich ausprobiere (meistens Spiele, der einzige Markt, in dem Linux saugt und Windows klar die Nase vorn hat), einen eigenen Benutzer und ein eigenes Verzeichnis an, damit bösartige Software zumindest ein Minimal-Jail hat, aus dem sie nicht rauskommt. Das ist natürlich aufwendig und im Zuge der Bequemlichkeit werden wir also durch Emulation von Viren durchaus auch Dreck in Linux-Systemen finden. Aber ich schweife ab, sorry. Auch die NZZ ist der Meinung, daß “Linux nun Windows-kompatibel” wird. Gott bewahre! Niemand will die Virenproblematik auf stabilen Systemen! Ich hatte ja gerade schon die Probleme mit obigen Wine-Tools beschrieben. Würde man das konsequent weiterdenken, daß Software wirklich für beide Plattformen gleichzeitig entwickelt würde, kann ich nur davor warnen, sich Closed-Software auf Linux-Systemen hinzugeben. Der größte Sicherheitsgewinn bei Linux kommt natürlich klar durch die Idee der “Open Source Software”, weil man hier Probleme nachvollziehen und zur Not auch selbst ändern kann.

All diese Schlagzeilen lassen mich vermuten, daß der Hase hierhin laufen soll: Microsoft entwickelt mit Novell zusammen Tools wie MS Office, die dann nativ unter Linux laufen. Also der Versuch, Kauf-Software in Linux-Systemen zu etablieren. An sich nichts schlechtes, aber gefährlich, da Closed Source. Als Fazit bleibt ein gemischtes Gefühl: einerseits ein Hammer, daß der Erzfeind sich in solche Tiefen herabbegibt, andererseits die Gefahr der zerquetschenden Umarmung. Gut, daß Novell nur einer von vielen Linux-Distributoren ist und der größte Batzen, die Debian-Community (die übrigens auch bei Firmen am häufigsten eingesetzt wird, außerdem findet sich hier ein netter Beitrag des ZDF über Debian) kaum käuflich ist. Jedenfalls wird es nun sehr interessant werden. Und wer der Meinung ist, daß Microsoft dadurch untergehen wird, dem sei gesagt: Diese Firma hat mehr Schütte rumliegen, als Kalifornien Schulden hat. Die sind also sehr flexibel und können Durststrecken lange durchhalten. Außerdem sind sie oft totgesagt worden und selbst die ständige Überflutung durch Viren und andere Angreifer nimmt der Standard-Windows-Nutzer so hin (die meisten wissen gar nicht, daß Virenscanner kaum noch etwas bringen) und kauft sogar Software nach. Alleine diese Erziehung der eigenen Kunden in Richtung Masochismus ist Microsoft exzellent gelungen. Für einen Kapitalismus, in de

m der Kunde für die eigenen Schmerzen auch noch bezahlt, muß man Billy & Steve einfach bewundern! Die wird es bestimmt noch lange geben, selbst, wenn es gar kein Windows mehr geben sollte. Wir sind also von Phase 4 noch Jahrzehnte entfernt!

Im Zuge der Open-Source-Nummer muß man auch mal die Vorkämpfer für eine freie Welt erwähnen. Harald Welte, einer der netfilter-Entwickler macht sich sogar rechtlich für die Durchsetzung der GPL stark, indem er Router-Hersteller verklagt, wenn sie netfilter-Dinge nutzen, ohne die Quellen mitzuliefern. Sein Blog ist recht lesenswert, wenn man sich für offene Software und die Technik dahinter interessiert. Aber da er auch mehr auf dunklere Kultur steht, kommen auch so nette Dinge wie ein Besuch des QNTAL-Konzerts drin vor, welches wir uns dieses Mal geschenkt hatten. Schlimm ist allerdings, daß er es fast als vertane Zeit ansieht, die man auch produktiver hätte einsetzen können. Nichtsdestotrotz kann er den Spaß an diesem Konzert nicht verbergen, folglich hoffe ich mal, daß er zwischen Arbeit und Freizeit trennen kann. :)

Und für die, die das hier während ihrer Arbeitszeit lesen, die also Spaß und Maloche unter einen Hut bringen müssen/wollen, die bizarre Meldung der Woche. Das ist dermaßen abgefahren, das kann ich so nicht wiedergeben. Des Englischen nicht-mächtigen Personen empfehle ich sowas wie Babelfish zur Übersetzung.

Und noch einmal: der Werbehinweis auf die Terminseite. Immer dran denken: Cymone wird am 12.11. im Duncker-Club zwischen 13 und 18 Uhr diese selbstgemachten Accessoires verkaufen! Cymones Creationen
Unbedingt vormerken und vorbeikommen! :)

In letzter Zeit gibt es ja immer wieder Ankündigungen, daß Autos bald mit LEDs ausgerüstet werden sollen. Eigentlich hatte ich immer gedacht, damit könnte man Strom sparen. Die Meldungen sagen jedoch was anderes aus: Bei den hinteren spart man vielleicht, aber die vorderen müssen dermaßen auf hell getrimmt werden, daß sie mehr Strom als Halogen- oder Xenon-Lampen verbraten. Ich hatte ja immer gedacht, das Problem sei die Lichtausbeute, vor allem, weil ich auf Computerbörsen aktiv gekühlte weiße LEDs gesehen habe, die wohl doch zu heiß werden. Aber für den Consumer-Bereich hatte ich sowas bisher nie erwartet, daß es da mal derart helle Lampen geben würde. Da aber Cymones Fahrradlampe letztens das Zeitliche gesegnet hatte, war ich bei Conrad gewesen, um ihr eine neue zu besorgen. Die gibt’s mittlerweile für 8 Euro mit 4 LEDs. Ich hatte noch gedacht: ‘Was? Nur 4? Das ist doch niemals hell genug!’ Also war ich etwas hin und hergerissen, ob ich nicht doch eine alte mit normaler Leuchte kaufen sollte. Ich testete also diverse LED-Lampen, die dort an den Wänden hingen, darunter auch eine “Head-Lamp” (also Kopf-Leuchte), die 40 Euro kosten sollte. Diese hatte nur eine LED. Was? Nur eine LED??? Das ist doch niemals hell genug! Sie hatte einen Test-Button, welchen ich drückte. Schlagartig war mein rechtes Auge geblendet, ich ließ sofort den Knopf los. Minutenlang konnte ich auf dem rechten Auge nix sehen, so stark war diese kleine LED gewesen! Und es stand auch ganz klein auf der Packung: “Nicht in die Augen leuchten!” Da hätte ich einen “The Day After”-Berater gebraucht, der mir rechtzeitig “SIEH NICHT HIN!” hätte zubrüllen müssen. Naja, nach einiger Zeit ging’s dann ja wieder. Aufgrund dieser doch recht hohen Lichtausbeute (2 km Sichtbarkeit stand auf der Packung) entschied ich mich dann aber doch für die günstige Variante mit 4 LEDs, in der Hoffnung, die könnte dann ja auch ok sein, nahm noch einen 16er Pack AA-Batterien für knapp 2 Euro mit und ging nach Hause. Zu den Batterien ist zu sagen, daß sie extrem leicht sind und bestimmt nicht lange durchhalten werden, sehr seltsam. Die Lampe ist jedenfalls schreiend hell, auch hier kann man nicht wirklich ohne dauerhafte Schädigung ins Licht sehen. Hoffentlich wird das Cymone nicht als Bedrohung ausgelegt: “Herr Wachtmeister, ich habe genau gehört, wie sie sagte, ich solle ins Licht gehen! Ganz klar ein Mordversuch!”

Ich selbst hatte mir dann noch eine Head-Lamp mitgenommen, aber auch eher eine Billige für 8 Euro, mit 26 LEDs. Diese sind einzeln zuschaltbar: 1 LED, 10 LEDs oder alle 26 plus Blinkmodus. Ich muß sagen, der Unterschied zwischen einer und allen 26 LEDs ist nicht so dolle. Eine ist superhell und 10 etwas heller und die 26 merkt man dann kaum noch. Interessant ist, daß auf der Packung die Stundenzahlen stehen, die jeder Modus schafft. Mit allen 26 LEDs hält eine Batterieladung 40 Stunden. Läßt man sie blinken, sind’s sogar 80 Stunden. Ich lasse das Ding nur noch blinken. Strom sparen ist wichtiger als etwas sehen zu können…

Etwas anderes Schräges ist einem Kollegen hier passiert. Ich traf ihn letztens in den Gängen unseres mystischen Gebäudeparks, während er vor sich hin humpelte. Er hatte seine linke Hand bandagiert und sah auch sonst nicht gut aus. Auf meine Frage nach seinem Zustand sagte er dann, er sei die Treppe runtergefallen. Dabei hatte er sich die Hand verstaucht und eine Platzwunde am Kopf geholt. Die Platzwunde konnte man kaum sehen und die Hand ginge schon wieder. Bei seinem Gehumpel nahm ich einen Knieschaden an, aber weit gefehlt: Abriß des Zehennagels. Dieses Problem trägt nun zu heftigen Schmerzen bei, die durch jede Bewegung des Fußes verursacht werden. Die kleinen Dinge tun immer am meisten weh…
Er beklagte sich bitterlich darüber, daß jede Oma mit Rollator zur Zeit schneller sei als er. Wenigstens hält er die Sozialkassen aufrecht, indem er trotz solcher Schädigung weiterhin arbeiten geht. Welch ein Vorbild! Übrigens ist er nachts schlaftrunken auf der Suche nach der Klotür die Kellertreppe runtergestürzt. Was wohl auch der Grund ist, warum er sich nicht das Genick gebrochen hat oder andere Körperteile. Denn es scheint so, daß man sich beim Verkrampfen des Körpers die meisten Blessuren holt und bei seinem Fall war er einfach noch zu sehr in der Schlafphase, um etwas mitzubekommen, geschweige denn, irgendwie zu reagieren. Fallen wie ein Baby mag also weh tun, die Schädigungen sind aber wesentlich geringer. Das sollte man bei seinem nächsten Falltraum berücksichtigen: nicht verkrampfen, sonst kommt alles schlimmer, jedenfalls wenn man plötzlich bemerkt, daß es kein Traum ist…

Als letzte Schrägheit ist diesmal wieder der Spiegel anzumerken. Ich selbst lese ja gerne den Hohlspiegel, früher gab es dazu auch mal einen direkten Link. Der ist nun verschwunden, dafür kann man im Archiv wunderbar danach suchen. Dort bekommt man nun wunderlicherweise ein PDF zurück, welches mittels DOC-ID durch ein Servlet erzeugt wird. Und ja: es ist tatsächlich eine direkte Seite aus dem aktuellen Spiegel, also der Printausgabe. Ich habe also mit der ID rumgespielt und siehe da: es ist zwar mühsam, aber man kann damit praktisch das ganze Heft durchblättern ohne es bezahlen zu müssen. Gut, der Umstand, daß ich das hier jetzt erwähne, wird schnell dazu führen, daß die ihren Fehler abstellen, außerdem dauert das Ganze dermaßen lange, da kann man auch gleich das Heft am Kiosk kaufen. Aber seltsam ist das schon. Wieso fällt denen sowas eigentlich nicht selbst auf? Testen die sowas nicht? Lassen die ihre Tresortüren auch sperrangelweit offen stehen? Der Mensch ist scheinbar wirklich nicht für die digitale Welt gemacht. Wir werden gegen Terminatoren und Zylonen verlieren, wenn sie erstmal kommen, da bin ich sicher.
Vielleicht ist es aber auch nur Nettigkeit der Spiegel-Macher, die Open-Source-Variante sozusagen…:)

Und schon wieder: der Werbehinweis auf die Terminseite. Immer dran denken: Cymone wird am 12.11. im Duncker-Club zwischen 13 und 18 Uhr diese selbstgemachten Accessoires verkaufen! Cymones Creationen Kommt alle! :)

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